Samstag, 24. Januar 2026

Radevormwald: Übergriffe nicht nur auf Politiker der Ratsfraktionen

Übergriffe gegen Politiker war Tema der Bergischen Morgenpost/Rheinischen Post vom 23.1.26. Diese Erfahrungen habe ich in meiner AL-Zeit und danach auch gemacht. In den Wupperorten wurde ein Plakat mit "Felix nein Danke" beschmiert, in Bergerhof in meinem Wahlkreis ein Dreiecksständer zerlegt und in den Schulwald verfrachtet. Ich konnte jedoch alles wieder zusammen fügen und habe den Ständer wieder an die Straße stellen können.


 Als übergriffig empfinde ich oft die Politik. Als z.B. die CDU die Sanierung der Bahnstraße vor einer Bürgerbeteiligung beschließen wollte konnte die AL erreichen, dass Bürgermeister Mans den Antrag von der Tagesordnung nahm, weil das der Bürgerbeteiligung jeden Sinn genommen hätte. Da Bürgermeister Dejan Vujinovic zur Wahl "Radevormwald neu denken" plakatierte, hoffe ich dass es solches Verhalten der CDU mit ihm nicht mehr geben wird. So mancher leichtfertige Umgang mit Geld, der zur Staatsverschuldung beträgt ist letztlich eine Übergriffigkeit gegenüber den Menschen, denen später die Kosten und Kürzungen als Folge solcher Politik auf die Füße fallen. 
 
Ich habe zum Glück in der Coronazeit keine harte Polizeigewalt persönlich erlebt, war aber doch zwei mal trotz absoluter Friedlichkeit bei der Polizei geladen, am Ende zwar immer mit eingestellten Verfahren, aber wenn ich hochrechne, wieviel Zeit die Polizei dann für solche Verfahren aufgewendet hat, während denen echte Kriminalität wegen Zeitmangel durch die Lappen geht. Das empfinde ich auch als übergriffig, da die Menschen die Polizei bezahlen, damit dieser sicher leben können und nicht, damit die Polizei der Politik hilft, die freie Meinungsäußerung zu unterdrücken. Politisch eingesetzte Wasserwerfer gegen friedliche Proteste u.a., im kalten November 2020 in Berlin oder beim Protest gegen Stuttgart 21 (Schwarzer Donnerstag) waren nicht mehr verhältnismäßig und deshalb übergriffig. Dass hat  Niels Melzer, dem UN-Sonderbrichterstatter über Folter auf den Plan gerufen, der feststellte:: "Es ist absolut inakzeptabel, wenn die Polizei wegen bloßer Ordnungswidrigkeiten oder zivilen Ungehorsam mit teilweise lebensgefährlicher Gewalt gegen wehrlose Demonstranten vorgeht." Ähnliches könnte man vom "Schwarzen Donnerstag" bei den Protesten gegen "Stuttgart 21" sagen, wo mindestens einem Demonstranten vom Wasserwerfer das Augenlicht genommen wurde.

Als der katholische Pfarrer Klein die harten Maßnahmen kritisierte, die Gottesdienste verboten haben, ohne das Corona-Narrativ an sich in Frage zu stellen, brach aus der Politik ein m.E. übergreiffiger Shitstorm herein, getragen auch von Bürgermeister Mans. Ich sprang mit einem Leserbrief damals Pfarrer Klein zur Seite und war wenige Tage später aus der AL ausgeschlossen. Ich hatte kein Verbrechen begangen, außer eine eigene Meinung zu vertreten. Aber wer das Corona-Narrativ infrage stellte, durfte nicht mehr im Verkehrsausschuss seine ÖPNV-Kenntnisse und sein Engagement für gute Verkehrslösungen und Förderung von Radfahrern und Fußgängern einbringen. Dieses Verhalten des Ehepaars Ebbinghaus und anschließend der anderen Fraktionsmitglieder empfand ich als sehr übergriffig und führte dazu dass die AL 2025 mehrere Wahlkreise nicht mehr besetzen konnte und deshalb nicht mehr antrat. 

Jens Spahn, der kürzlich in Radevormwald war, hat in der Corona-Enquete-Kommission eingestanden, dass es schon immer bekannt war, dass die Impfung keinen Fremdschutz bietet. Damit sind alle Werbeaussagen und der auch von Spahn erzeugte Druck sich impfen zu lassen und die Diffamierung gegen Ungeimpfte als unsolidarische Egoisten als übergriffig entlarvt. Die Folgen habe ich in der S7 erlebt, wo ich bei der Rückkehr von einer Corona-Demo massiv beschimpft wurde und ich den Eindruck hatte, dass nur die weibliche Begleitung verhinderte, dass er mich verprügelte, verbal wurden mir diese angedroht. Und einmal hatte ich jemand am Hals, dessen Verhalten in der Coronazeit ich in einer Diskussion im Netz erwähnt hatte. Die Formulierung war so, dass weder Ort, Zeit oder Person erkennbar waren. Aber die Person folgt mir ständig im Netz, erkannte sich wieder und forderte die Löschung des Satzes "wenn ich erlebe dass sich jemand in einen Haushalt einlädt und dann anderen Hausbewohnern den Zugang zur  Wohnung verbietet, damit alle Corona-Regeln eingehalten werden". Das war mir zu blöd und ich wollte weggehen, als ich plötzlich von hinten einen harten Griff am Hals spürte. Ich musste erstmals das anwenden, was ich im Objektschutz-Lehrgang gelernt hatte, einen Angreifer abwehren und Dominanz erzeugen. Ich habe die Person mit ausgestreckten Armen aus dem Haus geschoben, wo andere Leute waren und laut gerufen "Du gehst zum Arzt!" Besagte Person wohnt nicht in Radevormwald und ist nach meiner Einschätzung bis heute überzeugter "Zeuge Coronas", den ich noch lange nach Ende der Maskenpflicht mit Maske zufällig beim Umsteigen in einem Bahnhofsladen einkaufen sah.

Auch Passivität kann übergriffig sein, wenn etwas verhindert wird, was den Menschen sehr nutzen würde und dessen Ausbleiben vielen schadet. 2007 wurde durch eine Verzehrstudie bekannt, dass "82 % der Männer und 91 % der Frauen nicht die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin D" erreichen. Der Mangel wurde bekannt, aber wurde seitdem gehandelt? Hauptquelle für Vitamin D ist die hochstehende Sonne im Sommerhalbjahr. Viele Pflegefälle kommen gar nicht mehr an die Sonne. Bei diesem großen Mangel müsste es Kassenleistung sein den Vitamin D Status zu prüfen und Defizite zu beheben. Denn genau die Gruppe die durch ihre Lebensbedingungen die größten Defizite haben muss war am schwersten von Corona betroffen. Aber aus irgendeinem Grund lässt man lieber Menschen sterben, statt das erkannte in Politik umzusetzen. Das empfinde ich als sehr übergriffig. Deshalb nicht verhinderte Krankheiten erzeugen mehr Kosten für Kassen und Betriebe als eine Behebung des Vitamin D-Mangel. Bei der angespannten Finanzlage der Krankenkasse ist es unverständlich, dass man diese preiswerte Prophylaxe nicht betreibt. 
 
Felix Staratschek
Freiligrathstr. 2
42477 Radevormwald 
 

   

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