Donnerstag, 14. Mai 2026

Leserbrief: Kostenloser ÖPNV in Luxemburg ist näher als in Mallorca

 

Betrifft:
 
Warum nach Mallorca schauen, wenn das Gute so nah liegt: In ganzen Land Luxemburg ist der ÖPNV für jeden fahrpreisfrei, von vielen deutschen Grenzorten muss man nur über eine Brücke gehen oder die Fähre nehmen um dann Ziele im Land anzusteuern, wenn einem Luxemburg zu teuer ist. Deutsche Fahrkarten gelten bis Wasserbillig, danach gilt "freie Fahrt für freie Bürger". Zeltplätze oder Jugendherbergen erlauben es jeden das Land per ÖPNV zu erkunden. Ideal für ÖPNV-Klassenfahrten.
 Die Nutzung des ÖPNV ist die sinnvollste motorisierte Mobilität. Aber Tarife verhindern, dass dieser so oft genutzt wird wie es möglich wäre. Mit dem D-Ticket kann man die Kosten des ÖPNV nicht decken, es verlangt dass alle für den ÖPNV um die Hälfte der Betriebskosten decken müssen, sofern nicht Steuersparmodelle durch den sogenannten Querverbund die Defizite abdecken. Heute haben wir für Vielfahrer das D-Ticket, wer täglich den ÖPNV nutzt oder jeden Monat mindestens 2 größere Fahrten macht, kann damit günstig fahren. Aber alle, für die dieses Ticket sich nicht lohnt, werden von hohen Tarifen von der ÖPNV-Nutzung abgeschreckt, wenn die ein Auto haben oder das Einkommen zu gering ist. Für die ganzen Tarife wird ein großer logistischer, juristischer und bürokratischer Aufwand betrieben. Der Verband deutscher Verkehrsunternehmen nannte mal 13 Mrd. Euro, die durch Fahrpreise eingenommen werden. Der Solidaritätszuschlag brachte 18 Mrd. Euro ein. Das zeigt eine Möglichkeit, wie man den ÖPNV finanzieren und sogar noch ausbauen kann. Ein gut genutzter ÖPNV belebt die Innenstädte und fördert Strukturen, die auch viele Radfahrten und Fußwege zulassen. Das sorgt für eine Struktur in der bis ins hohe Alter mehr mehr Menschen selbstbestimmt leben können. Es gibt niemanden der von einem Nulltarif nicht profitiert und volkswirtschaftlich ist das der preiswerteste ÖPNV, wo man für die eingesetzte Geldmenge die größte Leistung raus bekommt. Kapazitäten ließen sich schnell durch Busanhänger steigern, auf vielen  Bahnstrecken sind längere Züge möglich. Züge können auch zu 100% doppelstöckig sein, was seltsamer Weise die neuen RRX-Züge nicht sind. Welche eine Ressourcenverschwendung! Ich denke dass größte Potential dass derzeit für den ÖPNV erschlossen werden kann sind Gelegenheitsfahrten. Hier vertreiben hohe Fahrpreise die Menschen zum PKW oder sorgen dafür, das Autobesitzer gebeten werden andere zu fahren. Die optimale Kombination von PKW und ÖPNV wird möglich, wenn der ÖPNV fahrpreisfrei ist. Sowohl Steuereinnahmen als auch Fahrgeldeinnahmen schwanken mit der Konjunktur, aber fahrpreisfrei ist insgesamt preiswerter und bringt viel mehr Nutzen für alle. 

Abs. 
Felix Staratschek
Freligrathstr. 2
42477 Radevormwald


  Anmerkung/Warnung:
Ich weise hier darauf hin dass der ÖPNV zum Nultarif der volkswirtschaftlich preiswerteste ÖPNV ist. Aber egal ob mit Fahrkarten oder Steuern/Umlagen finanziert, der ÖPNV ist davon abhängig dass die Wirtschaft läuft. So wie sich akut unser Land entwickelt ist auch der ÖPNV in größter Gefahr, ich rechne in wenigen Jahren mit weniger Fahrten, abbestellten Bahnstrecken, einegsetllten Spätfahrten, weil der Staat das Geld dass dieser sinnvoll einsetzen müsste verhökert hat. Hätten wir jetzt schon eine Bahn, die gut ist wie die sein könnte, wäre die Bahn ein Mittel Energieverknappung gut zu überstehen. Da die gute Bahn aber erst geschaffen werden muss, werden uns Energiekrisen sicher treffen und dann fehlen die Mittel erst recht diese Bahn zun schaffen. Was im für die Wirtschaft extrem wichtigen Güterverkehr auf der Schiene möglich wäre habe ich hier aufgezeigt: 
 

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