Mittwoch, 27. November 2019

Weltbevölkerungsgipfel: Erfolg - CitizenGO stoppt die Abtreiber!

Weltbevölkerungsgipfel: Erfolg - CitizenGO stoppt die Abtreiber!

Grüß Gott und Guten Tag, Felix,

die deutsche Bundesregierung gehörte neben einigen anderen europäischen Staaten zu den Hauptsponsoren der kürzlich in Nairobi, Kenia, abgehaltenen Weltbevölkerungskonfrenz ICPD25. Auf dieser Konferenz wurde versucht, vor allem die afrikanischen Staaten dazu zu zwingen, Abtreibung zu einem Menschenrecht zu erklären, wenn sie weiterhin Entwicklungshilfegelder erhalten wollen.

Diese Tatsache, dass Deutschland international zu den Hauptförderern von Abtreibung, und den Bestrebungen, diese zu einem grundlegenden Menschenrecht zu erklären gehört, ist in Deutschland und Europa eher weniger bekannt, da sie in der Regel nicht thematisiert wird.

Unsere weltweiten Bemühungen im Vorfeld der Weltbevölkerungskonferenz, insbesondere die an Kenias Präsidenten gerichtete Petition „Die Pro-Abtreibung-Agenda des UN-Weltbevölkerunsfonds auf dem ICPD25-Gipfel zurückweisen“ war sehr erfolgreich, da sie den Präsidenten zu einer deutlichen Distanzierung bewegte.

Daneben ist es gelungen, eine Reihe von Regierungen, darunter die der Vereinigten Staaten, dazu zu bringen, sich von der Agenda des ICPD25 zu distanzieren.

Ich habe den Bericht meiner geschätzten Kollegin Ann Kioko, CitizenGOs Campaigns-Directorin für Afrika, für Sie übersetzt und möchte ihn nachfolgend mit Ihnen teilen:

Liebe Leserinnen und Leser,

sie haben mit allen Mitteln versucht, uns zum Schweigen zu bringen, aber das ist ihnen nicht gelungen!

Die Weltbevölkerungskonferenz ICPD25 mit ihrem Gipfel in Nairobi, deren eigentliches Anliegen die Liberalisierung von Abtreibung vor allem in Afrika — einschließlich einer Deklaration von Abtreibung zu einem Menschenrecht — war, ist am 14. November 2019 ohne Konsens zu Ende gegangen, nachdem sich viele Persönlichkeiten und Delegationen von ihrer kontroversen Agenda, Vorgehensweise, und den beabsichtigten Verpflichtungen distanziert haben. 

Die über 10.000 im Internationalen Kenyatta Kongresszentrum versammelten Abtreibungsbefürworter verweigerten Pro-Life-Organisationen den Zutritt, aber wir haben am den Tagungsort umgebenden Zaun teilgenommen und etwas bewirkt. Die gesamte Konferenz kann man eigentlich nur als „Fake-Konferenz“ bezeichnen, da alles, was dort inhaltlich diskutiert worden ist, ebenso wie die getroffenen Übereinkünfte, in Verhandlungen zwischen Regierung oder in UN-Dokumenten nicht erwähnt werden wird. Es war eine umfassende Verschwendung von Zeit und Ressourcen. Wir sind dankbar über die uns gezeigte Unterstützung, und wir sind dies ganz besonders, weil wir uns die ganze Woche lang intensiv für das Leben und die Familie eingesetzt haben.

Unsere Petition an den Präsidenten Kenias, den wir aufgefordert hatten, die Agenda dieser Fake-Konferenz nicht zu unterstützen, war erfolgreich. Mehr als 111.000 Menschen haben diese Petition, die Sie hier nachlesen können, unterzeichnet.

Wir haben die Petition an das Büro des Präsidenten übergeben. Bei dieser Übergabe wurden wir von hunderten Unterstützern begleitet, die Präsident Kenyatta aufforderten, sich auf der ICPD25-Konferenz von jeglicher gegen das Leben oder die Familie gerichteten Agenda zu distanzieren.





Die Petitionsübergabe an das Büro des Präsidenten war ein großer Erfolg. Unsere Petitionsunterzeichnungen wurden von einem Vertreter des Präsidenten in Empfang genommen, der uns versprach, dass der Präsident auf unsere Petition reagieren würde. Dass der Präsident wirklich auf uns gehört hat, zeigte sich, indem er entschieden gegen jede Agenda eingetreten ist, die der afrikanischen Kultur und den Gesetzen Kenias widerspricht. Er hat dies sogar im Rahmen der Weltbevölkerungskonferenz ausgesprochen. Das war ein großer Sieg! Darüber hinaus wurde unsere Petitionsübergabe von der Bevölkerung Kenias sehr positiv aufgenommen, und brachte die Medien dazu, durch kritische Berichte Aufmerksamkeit für die Konferenz zu erwecken.

Die gesamte Woche über waren wir sehr beschäftigt. CitizenGO war Mitveranstalter verschiedener Pro-Life- und Pro-Familien-Veranstaltungen, die parallel zur Weltbevölkerungskonferenz abgehalten wurden. Diese uns befürwortenden Veranstaltungen fanden auf dem Kardinal Otunga Platz in Nairobi und an der katholischen Universität statt. Mein Kollege Luis Losada und ich haben an all diesen Veranstaltungen teilgenommen. CitizenGO begann damit, dass wir den bekannten Pro-Life-Kassenschlager „Unplanned“ aufgeführt haben, der exakt aufzeigt, was Abtreiber tun. Dieser Kinofilm hat die Linken in helle Aufregung versetzt, weil er genau aufzeigt, was sie tun. Wir haben ihn während dieser Woche zweimal in Nairobi in großen Sälen aufgeführt.



Vorführung des Kinofilm „Unplanned“ während Begleitveranstaltungen zum ICPD

Als uns mitgeteilt wurde, dass wir nicht am kontroversen Weltbevölkerungsgipfel teilnehmen könnten, haben wir nicht aufgegeben. Nein, dies hat uns nur noch mehr motiviert, eine Pro-Life-Botschaft an die Teilnehmer der Konferenz zu vermitteln. Deshalb haben wir am Mittwoch eine Performance an den Eingängen zur Konferenz abgehalten: wir haben ihnen gezeigt, was bei einer Abtreibung mit den Babies passiert. Sie haben dies nicht ertragen und die Polizei gerufen!





Ausserhalb des Kongresszentrums, in dem der ICPD25 tagte





Wir haben diese Performance mit Puppen durchgeführt, die wie abgetriebene Kinder hergerichtet waren. Diese haben wir den Teilnehmern des ICPD gezeigt. Nach 45 Minuten haben sie die Polizei gerufen. Die Türsteher haben den Koordinatoren der Konferenz mitgeteilt, dass Lebensschützer an den Türen sind, und sie haben uns aufgefordert, zu gehen. Und nachdem wir unseren Standpunkten Gehör verschafft, und ihnen mitgeteilt hatten, dass sie unser Recht, als Lebensschützer an der Konferenz teilzunehmen, missachtet haben, sind wir gegangen.

Die Pro-Life-Begleitveranstaltungen waren alle gut besucht, es kamen auch hochrangige Besucher, darunter Minister, der apostolische Nuntius, Bischöfe, führende Vertreter der Zivilgesellschaft und Pro-Life-Aktivisten. Diese Veranstaltungen gipfelten in einer Kundgebung in der Basilika der Heiligen Familie. Eigentlich sollte diese Veranstaltung als Marsch für das Leben abgehalten werden, aber die Polizei zog die Genehmigung für den Marsch zurück, so dass wir statt des Marsches eine Kundgebung abhalten mussten.



Bei der Lebensschutz-Kundgebung in der Basilika der Heiligen Familie

Der Erfolg, den wir durch unsere Pro-Life-Aktivitäten rund um den Weltbevölkerungsgipfel erzielen konnten, war immens. Viele führende Persönlichkeiten distanzierten sich von der kontroversen Agenda der Konferenz. Der Vatikan, Kenias Parlament, Die Vereinigten Staaten und 19 weitere Regierungen, die Kirche in Kenia… besonders bedeutend waren die an die Organisatoren der Konferenz gerichteten Anmerkungen Präsident Kenyattas, dass diese Kenia und den anderen Staaten Afrikas eine Akzeptanz von Abtreibung und anderen fremden Werten nicht aufzwingen sollten. Wir nahmen an einer Veranstaltung teil, auf der die Regierung der Vereinigten Staaten eine mit anderen Regierungen abgestimmte Vereinbarung verlasen, in der sie sich von der Fake-Weltbevölkerungskonferenz distanzierten. Auf der ICPD-Konferenz befasste sich eine Sitzung besonders mit Gruppen, die sich der weltweiten Abtreibung-Aganda entgegenstellen. Dabei wurde CitizenGO ganz besonders erwähnt.



Mehr als 10 Delegationen WIESEN während einer in der US-Botschaft in Kenia abgehaltenen Pressekonferenz das Abschlussdokument des ICPD25 ZURÜCK (Weißrussland, Brasilien, Ägypten, Haiti, Ungarn, Polen, Sankt Lucia, Senegal, Uganda und die USA).

Wir schlossen uns örtlichen Organisationen und Kirchen an, mit denen gemeinsam wir eine Resolution verabschiedeten und verlasen.



Lebensschützer geben nach einer erfolgreichen Nebenveranstaltung eine Erklärung ab

Der Erfolg war, wie bereits erwähnt, vielschichtig. Felix, wir danken Ihnen Ihnen, dass Sie mitgeholfen haben, uns und Ihnen Gehör zu verschaffen und den Abtreibungsbefürwortern zu zeigen, dass es ihnen nicht gelingen wird, die Stimme der Lebensschützer zum Schweigen zu bringen. Wir werden nicht damit aufhören, uns bei Parlamentariern, Regierungen, internationalen Institutionen, der EU und den Vereinten Nationen für den Lebensschutz und die ungeborenen Kinder einzusetzen. Wir sind Ihnen für die Unterstützung, die Sie uns dabei - auf welche Art auch immer - gewähren, sehr dankbar!

Mit freundlichen Grüßen

Ann Kioko und das gesamte Team von CitizenGO

P.S.: Nach den Begleitveranstaltungen zum ICPD haben wir viele Menschen getroffen und hatten die Ehre, dass uns die Studenten der Universität von Nairobi eingeladen haben, ihnen CitizenGO vorzustellen.



Studenten der Universität Nairobi mit Luis Losada, CitizenGOs Campaigns-Director für Lateinamerika

Weitere Informationen (Englisch):
Photos of our activities around ICPD, ALBUM.

Kenyan Bishops Statement against ICPD



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