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Sonntag, 25. März 2018

1000 Kreuze für das Leben - Ein Gebetszug und seine Gegendemonstranten in Münster (Westfalen)

Ein Beitrag von Felix Staratschek

In Münster in Westfalen fand am 17. März 2017 wie jedes Jahr ein Gebetszug für die ungeborenen Kinder und deren Mütter statt. Unter dem Motto "1000 Kreuze für das Leben" wollten Christen singend und betend Fürbitte für die einlegen, die mit der Abtreibung konfrontiert sind. Der Gebetszug führt durch die Innenstadt zum Denkmal von Bischof von Galen. Dieser trat im 3. Reich gegen die Euthanasie auf und gilt daher als Vorbild der Lebensschützer für mutiges auftreten. Auch sein Wahlspruch, "weder Furcht noch Lob soll uns leiten" ist Ansporn für die Christen betend Zeugnis vor der Welt abzulegen.

Ein Portrait von Clemens August Kardinal von Galen wird
auf dem Gebetszug mitgetragen mit der Aufschrift:
"....dem Leben dienen!"
Von Galen war von 1933 bis 1946 Bischof von Münster. 


Eigentlich ist das nichts weltbewegendes, 100 bis 1000 Beter in einer Prozession kann eine Hand voll Polizisten spielend durch den Verkehr begleiten. Die meisten Passanten werden kurz aufschauen und überrascht feststellen welche Ausformung unserer multikulturellen Gesellschaft da an ihnen vorbei zieht. Und sobald diese kleine Störung des Alltags vorbei ist, würden sich die meisten wieder ihrem Alltag zuwenden und ihre Wege fortsetzen oder in den Schaufenstern nach Ware zu suchen. Alle kämen zufrieden nach Hause, die einen wegen dem Inhalt ihrer Einkaufstaschen, die anderen wegen den Inhalten ihres Glaubens, wofür diese ein friedliches Zeugnis gegeben haben.

Aber so einfach und multikulturell ist die Welt nicht. Denn die betenden Christen rufen eine Gegenprotest hervor, den ein "Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung" organisiert. Das ist schon seltsam, die Beter wenden sich nicht gegen Homosexualität und haben auch die Sexualität nicht im Blick. Denn Betern geht es darum, dass der Mensch von der Zeugung bis zum Tod schutzwürdig ist und das man alles versuchen muss um Abtreibungen zu vermeiden, weil bei jeder Abtreibung ein kleiner Mensch getötet werden. Solange der Mensch über sich sexuell selbst bestimmt, kann der machen, was er will, wenn das andere nicht belästigt. Wenn aber ein neuer Mensch gezeugt ist, ist der Umgang mit diesen kleinen Menschen durch uns immer eine Fremdbestimmung. Der kleine Mensch ist völlig schutzlos unserer Willkür ausgesetzt. Und die eigene Selbstbestimmung sollte nie über Laichen gehen.


Zahlreiche dieser Plakate hingen in Münster (Westfalen).
"Mein Körper - meine Entscheidung" war der Leitspruch einer Demo mit
Kundgebung gegen den Gebetszug von Kritikern der Abtreibung.
U.a. SPD, Linke, Grüne Jusos, Falken, Linksjugend, grüne Jugend
und Pro Familia trugen den Aufruf mit.


Das Motto der Gegendemonstration war "Mein Körper - meine Entscheidung". Aber wie schon gesagt, wenn ein kleiner Körper eines Menschen durch Zeugung entstanden ist, kann keine Frau mehr sagen, das ist mein Körper, sondern der kleine Mensch hat einen eigenen Körper. Der Slogan "Mein Körper - meine Entscheidung" trifft daher nicht den Sachverhalt. Entweder ist das grobe Fahrlässigkeit oder eine bewusst irreführende Propaganda. Denn Personen, die sich nicht bewusst machen, dass es um einen kleinen Menschen geht, der noch kleiner ist als die geballte Faust, aber schon voll als Mensch ausgebildet, denken dann bei der vermeintlichen Selbstbestimmung nicht daran, welche tödliche Fremdbestimmung dies für einen kleinen  Menschen ist.

 
Ganz groß und lustig scheinen sich viele Gegendemonstranten zu fühlen,
wenn die rufen: "Hätte Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben!"
Immerhin enthält dieser Spruch Wahrheit kombiniert mit einer entsetzlichen Gesinnung.
Um die Gegendemonstranten nachdenklich zu machen,
habe ich diesen Spruch zurück gespiegelt:
"Hätte Deine Mutter abgetrieben, sag mir,
wo wärst du geblieben?"
 


Auf dem Flugblatt und Plakat tragen folgende Organisationen die Gegendemo:


---die Sozialdemokratische Partei (SPD) Münster,
---Die Linke Münster ,
---Bündnis 90 Die Grünen Münster
---die Linksjugend [solid],
---die Jungsozialisten (JUSOS) (SPD-Jugendorganisation),
---Die Falken (SPD-Jugendorgansitation)
---KAKTUS (Grüne Jugend Münster),
---Pro Familia Münster
---eine Beratungsstelle und
----zwei weitere Gruppen, die auf dem Flugblatt schwer zu entziffern sind.

Als Grund für diese Gegendemo wird auf dem Plakat und der Vorderseite des Flugblattes folgendes geschrieben:

"Am 17. März wollen Abtreibungsgegner*innen durch Münster marschieren. Wir wollen ein Zeichen gegen diese Frauenfeindlichkeit setzen - für sexuelle Selbstbestimmung!"

Was ist frauenfeindlicher, als Abtreibung zu bagatellisieren, indem man die zur Selbstbestimmung erklärt. Das Anliegen der Beter ist es, Frauen vor der Abtreibung zu bewahren. Eine sexuelle Selbstbestimmung, die über Laichen kleinster Menschen geht, ist hochgradig unhuman.


Hier kann jeder die Ansprache zum Gebetzug "1000 Kreuze für das Leben" vom 17. März 2018 in Münster nachhören und sich sein eigenes Bild machen:
https://www.youtube.com/watch?v=crNK6N8NHsE&t=17s





Ich habe an dem Gebetszug teilgenommen und zu keiner Zeit etwas frauenfeindliches erlebt. Ich weiß nicht, wie die Organisatoren der Gegendemo zu dieser diffamierenden Aussage kommen. Da Abtreibungen laut der Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichtes rechtswidrig sind, kann es nicht frauenfeindlich sein, sich gegen etwas Rechtswidriges zu engagieren. Ebenso kann etwas Rechtswidriges nicht Bestandteil einer angeblichen "sexuellen Selbstbestimmung" sein. Dass BVG hat es dem Staat lediglich erlaubt, auf eine Strafe zu verzichten, wenn der Staat auf anderen Wege erfolgreich die ungeborenen Menschen schützt. Wer aber die Abtreibung zum Bestandteil des Selbstbestimmungsrechtes macht, steht nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes. Willkommen in diesem Club, kann ich da nur an Linke, Grüne und SPD sagen.

Nach dem Gebetszug bin ich noch einmal durch Münster gelaufen und habe einige dort rumliegende Flugblätter der Gegendemonstranten aufgesammelt, um bei der Rückfahrt im Zug mal zu lesen, was die so bewegt. Auf der Rückseite steht ein längerer Text, den ich hier kommentiert aber komplett wieder geben werde:


"Nein zum Marsch der Frauenfeindlichkeit!

Am Samstag den 17. März planen Abtreibungsgegner*innen einen Marsch durch Münster, um ihre Frauenfeindlichkeit auf die Straße zu tragen."

Es ist schon interessant, wieviele angeblich frauenfeindliche Frauen auf dem Gebetszug waren. Natürlich kann man zu Themen verschiedener Meinung sein und man kann auch die andere Seite kritisieren und der Öffentlichkeit mitteilen, warum man da was anders sieht. Aber Kritikern der Abtreibung pauschal Frauenfeindlichkeit zu unterstellen, ist niveaulos, dazu muss ich nichts weiter mehr sagen. Immerhin sind gut 50% der durch Abtreibung getöteten Kinder Mädchen oder Frauen. In manchen Kulturen ist die Frauenquote bei den tödlichen Opfern der Abtreibung noch höher. Aber ich glaube diese Frauenquote ist kein Zeugnis von Gleichberechtigung, sondern Zeugnis davon, dass in unserer Gesellschaft einiges falsch läuft.


"Dieser sogenannte "1000 Kreuze Marsch" vereint christlich-fundamentalistische Gruppen, ultra-konservative Strömungen und rechtspopulistische Hasspolitiker*innen."

Ich kenne keine Demo, auf der nicht Leute mitlaufen, deren Politik ich ablehne. Wenn ich auf Demos gegen Atomkraft oder für Klima- und Umweltschutz bin, laufen da auch Personen mit, die nicht auf dem Boden des Grundgesetzes stehen. Solange die das nicht in Plakaten kund tun und sich ruhig verhalten, hat man mangels einer auch nicht wünschenswerten Gesinnungsprüfung nicht die Chance, solche Personen von Demos fernzuhalten. Das es Christen gibt, die sich zur AfD verirren kann ich angesichts der Politik der CDU/CSU und der hier so heftigen Gegendemonstrationen durchaus verstehen, auch wenn für mich die AfD nie in Frage käme. Ich setze auf Aufbruch C, Bündnis C, die Ökologisch Demokratische Partei (ÖDP), die Deutsche Zentrumspartei und die Familienpartei. Wer wirklich eine christlichere Politik will, sollte diese Gruppen stärken. Wenn man ein passives Parteimitglied sein will, ist es besser diese Gruppen zu stärken, als große Parteien, die ich als vielfältig korrupt empfinde. Und Hass habe ich bei den Teilnehmern des Gebetszuges nicht erlebt. Da sind schon eher viele Attacken der Gegendemonstranten echte Anzeichen von Hass.


Beim Gebetszug 2016 kam es in Münster zu mehreren Übergriffen und histerischen Attacken.
https://www.youtube.com/watch?v=Pk-NSRXqTUk&t=8s







"Gemeinsam ist ihnen, dass sie den Betroffenen das recht absprechen, über ihren eigenen Körper selbst zu bestimmen."

Auch das ist wieder eine Diffamierung und eine Falschaussage. Niemand wendet sich dagegen, dass jemand über seinen Körper bestimmt, solange nicht die Rechte anderer betroffen sind. Aber gut die Hälfte der Betroffenen wird hier im Aufruf unter den Tisch gekehrt. Da sind nicht nur die Frauen in einem Schwangerschaftskonflikt, da sind auch die kleinen ungeborenen Menschen, die betroffen sind und bei der Durchführung einer Abtreibung sterben müssen. Wer gibt uns das Recht über die ungeborenen Betroffenen tödlich fremd zu bestimmen? Wäre es nicht viel wichtiger an einer Welt zu arbeiten, wo Frauen nicht mehr in solche Konflikte kommen?



"Mit solchen Demonstrationen soll Macht gegenüber den betroffenen demonstriert werden."

Fakt ist, dass die Beter über niemanden Macht haben, aber wer Schwanger ist, hat heute Macht über das Leben des ungeborenen Kindes. Und diese Macht wollen die Gegendemonstranten nicht in Frage gestellt sehen, nicht mal durch friedlich betende Menschen.



Hinter der Demonstration steckt das Netzwerk "EuroProLife": Das Netzwerk und sein Umfeld terrorisieren seit vielen Jahren Ärzt*innen, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen. Mittels Einschüchterungen, Auflauern, juristischen Klagewellen und öffentlichen Bloßstellen wollen sie verhindern, dass Frauen die Möglichkeit bekommen, sich professionell über Schwangerschaftsabbrüche zu beraten und diese ggf. vorzunehmen."



Auch das sind wieder Diffamierungen. Träfen die zu, würden sich die Lebensschützer wegen Aufdringlichkeit strafbar machen. Das Einklagen bestehenden Rechtes kann ja wohl nicht verboten sein und wer das Recht bricht, um eine Kampagne zu starten, darf sich nicht ärgern, wenn Gerichte korrekt ein Urteil sprechen. Durch die Pflichtberatung kann jede Frau erfahren, wo es Ärzte gibt, die die ungeborenen Kinder töten. Die Gehsteigberatung erfolgt nach meinen Kenntnisstand sehr defensiv, um eine Strafbarkeit zu vermeiden. Es ist aber nicht verboten, seine Meinung auf Plakaten kund zu tun, sich an eine Stelle zu stellen und zu beten oder auch Passanten einmal zu fragen, ob die zu einem Thema ein Gespräch wünschen. Viele Frauen haben sich aufgrund der Gehsteigberatung und der durch viele Lebensschützer vermittelte Hilfen in letzter Minute für ihr Kind entschieden und viele bedanken sich später in Briefen, dass diese so vor der Abtreibung bewart wurden. Wenn das so ist, kann doch Abreibung nicht so ein Bestandteil der sexuellen Selbstbestimmung sein, wie es hier die Gegendemonstranten behaupten.


Das sind einige der scheinbar gefährlichen Menschen
deren Gebetszug ein massives niveauloses Parolengebrüll
aushalten musste. Das Denkmal von Bischof Graf von Galen war Opfer eines Farbanschlages.
Dabei scheinen aber die Schmierfinken nicht bedacht zu haben, dass
dies in der Fastenzeit eine liturgisch korrekte Farbwahl war,
so dass manche Teilnehmer von "1000 Kreuze für das Leben" es auch bedauert haben,
dass sich der Schnierfink nicht mehr Mühe gegeben hat. 
 


"Es ist an der Zeit, gemeinsam den rückwärtsgewandten und frauenfeindlichen Kräften entgegenzutreten und ihren zunehmenden politischen und gesellschaftlichen Einfluss zu stoppen."

Welchen Wahn sind hier die Gegendemonstranten verfallen? Zum ersten Teil des Satzes ist schon alles gesagt, die Autoren wiederholen sich hier. Aber einen  wachsenden Einfluss der Kritiker der Abtreibung kann ich beim besten Willen nicht sehen. Auch die FDP und die CDU sind nicht geschlossen auf Seiten der Abtreibungskritiker, so dass politisch die Mehrheiten auf absehbare Zeit hier keine Änderung erwarten lassen. Die Beter haben nur einen Anlass, die wollen sagen, wir haben zum Unrecht der Abtreibung nicht geschwiegen. Das fällt unter Meinungsfreiheit und da muss man keine Gegendemo zu organisieren, die mit diffamierenden Falschaussagen begründet wird.

"Wir leben in vielfältigen Zusammenhängen: In Patchwork-Familien, als gleichgeschlechtliche Paarte, als Alleinerziehende, in zeitweiliger Partnerschaft, in Wohngemeinschaften, mit und ohne (eigene Kinder."

Das ist wieder ein Satz. Wohngemeinschaften sind normalerweise nicht sexuell. Gleichgeschlechtliche Paare sind mangels Zeugungsfähigkeit nicht von Abtreibung betroffenen. Allenfalls Lesben können zum Kind kommen, wenn die es mit ihrer sexuellen Orientierung nicht so genau nehmen. Es wäre hier mal interessant zu erfahren, wie die Gegendemonstranten zum Thema "Leihmutterschaft" stehen. 

Aber das wichtigste ist, was hier nicht erwähnt wird, die Lebensform, die die große Mehrheit anstrebt und auch lebt und die große Mehrzahl der Kinder hervorbringt, die auf Dauer angelegte Lebensgemeinschaft zwischen einer Frau und einem Mann. 

Die klassische Familie soll durch nicht erwähnen durch das hervorheben aller Sonderformen des Zusammenlebens aus dem Bewusstsein gedrängt werden. Und alle, die sich nicht mit den Statistiken befassen sollen so den Eindruck bekommen, die klassische Familie sei  Auslaufmodell. Trotz der statistischen Zunahme der Sonderformen wählt die Mehrheit die klassische Familie und Politik darf zwar Minderheiten nicht diskriminieren, muss aber auch Mehrheiten achten. Aber die Mehrheiten scheinen ein Dorn im Auge der Gegendemonstranten zu sein. Schlimm ist nur, dass die Mehrheit oft den Eindruck hat, die Minderheit zu sein, weil diese mit solchen Aussagen überhäuft wird, die deren Mehrheit ignorieren.


Es ist traurig, wenn friedliche Beter massiven Polizeischutz brauchen,
um nicht gestört zu werden, wie hier beim Gebetszug
"1000 Kreuze für das Leben" am 17. März 2018 in Münster. 


"Gerade in Zeiten, in denen rechte Gruppen und Parteien versuchen, ein Frauenbild aus dem 19. Jahrhundert durchzusetzen, braucht es  - auch in Münster - ein starkes Signal für sexuelle Selbstbestimmung. Wir rufen deshalb zur Teilnahme an den Gegenprotesten am 17. März auf."

Was die Gegendemonstranten gar nicht merken ist, dass deren Frauenbild auch aus dem 19. Jahrhundert stammt und wir ein neues zeitgemäßes Frauenbild bekommen müssen, dass Frauen die freie Wahl zwischen Mutterschaft und anderen Wegen lässt und auch Mutterschaft in die Karriere einbindet. Wir können nicht die Realität verändern, nur Frauen können Kinder bekommen und ohne Frauen, die Kinder bekommen, gibt es in 100 Jahren keine Menschen mehr. Also ist Mutterschaft eine höchst ehrenwerte Aufgabe und ich kenne kein Frauenbild der Vergangenheit, dass die Mutterschaft so anerkennt, wie es die Beter gerne sehen würden. Die Beter sind in diesem Sinne die Avantgarde, die uns Zukunft garantiert. Männer können Wäsche waschen, putzen, Kinderwagen schieben, aber niemals schwanger werden oder ein Kind stillen. Diese besonderen Fähigkeiten der Frau müssen anerkannt werden. Nicht alle Frauen müssen diese Fähigkeit anwenden, aber durch eine auch finanziellen Wertschätzung der Erziehungsarbeit u.a. durch ein Erziehungsgehalt muss eine Gesellschaft, die Zukunft haben will, es anerkennen, wenn Frauen sich genau für das Leben dieser Fähigkeiten entscheiden. Das ist die Vervollkommnung der Emanzipation und echte Wahlfreiheit. Das hat es auch im 19. Jahrhundert nicht gegeben, wo die Gegendemonstranten mit ihrer Pseudoemanzipation stehen geblieben sind.



Meine Video- Stellungnahme zum Thema und ein Link zu einer Playlist mit Video- Dokumentation vergangener Gebetszüge:  
https://www.youtube.com/watch?v=MLN3kLepP-E&list=PLYE3FxlSdO9Vb33NFDppXAtl4TSPnhLpp






"Wir fordern; 
---den uneingeschränkten Zugang zu einem legalen Schwangerschaftsabbruch und die Streichung des § 218 aus dem Strafgesetzbuch."

Hier wird die Katze aus dem Sack gelassen. Der rechtliche Schutz der Ungeborenen, den das Bundesverfassungsgerichts aufgrund Artikel 1 des Grundgesetzes fordert, soll geschliffen werden. SPD, Grüne und Linke verlassen mit der Teilnahme an dieser Gegendemo den Boden des Grundgesetzes. Da wäre natürlich die Frage, ob der Schuss für die Gegendemonstranten nach hinten losgehen kann. Wenn die Wege, die der § 218 zur Abtreibung freigibt durch dessen Streichung geschliffen werden, könnte es passieren, dass Abtreibungen total verboten werden.

"---soziale und ökonomische staatliche Unterstützung und die notwendige Infrastruktur für alle, die sich für ein Kind entscheiden, damit sie ihre eigene Lebensplanung aufrecht erhalten können."

Im Prinzip könnte man dem Zustimmen, wenn das beinhaltet, dass Eltern über ein Erziehungsgehalt eine echte Wahlfreiheit bekommen, wie die leben wollen. Wenn hier nur die Abgabe der Kinder in die Fremdbetreuung gefordert werden sollte, ist das ein Familienbild aus dem 19. Jahrhundert, das überwunden werden sollte.

"---eine Sexualaufklärung, die es allen ermöglicht, sich in sexueller Selbstbestimmtheit zu entwickeln,"

Die Sexualaufklärung ist ein anderes Thema, aber das was SPD, Grüne und zum Teil auch ohne Not CDU und CSU in neue Bildungspläne tragen, ist schon oft mehr Indoktrination statt neutraler Aufklärung. Aber das war nicht Gegenstand des Gebetszug. Zu diesem Thema gibt es mehr bei www.demofueralle.de .

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