Dienstag, 3. September 2019

"Weltgebetstages für den Erhalt der Schöpfung" am 1. September: OZEANIEN/AUSTRALIEN - “Schöpfungszeit”: “Es geht um die Zukunft der Menschheit” / ASIEN/PHILIPPINEN - “Schöpfungszeit” inspiriert sich an der Enzyklika „Laudato si'“

OZEANIEN/AUSTRALIEN - “Schöpfungszeit”: “Es geht um die Zukunft der Menschheit”

(Kleine Frage im Voraus: Warum findet man über den "Weltgebetstages für den Erhalt der Schöpfung" so wenig Infos im Netz? Ich habe davon auch erst erfahren, als der 2019 gerade vorbei war. Vielleicht trägt diese Meldung bei, dass dieser Tag ab 2020 von viel mehr Christen begangen wird. Schon Papst Benedikt XVI stellte fest, dass der Schutz der Umwelt "die Pflicht eines jeden Menschen" ist. (Felix Staratschek))

Sydney (Fides) - „Es sind dringende Maßnahmen erforderlich, um unser gemeinsames Haus zu schützen. Phänomene wie die schrecklichen Brände im Amazonasgebiet, die Auswirkungen der anhaltenden Dürre, die Zerstörung des Murray-Darling-Beckens und der Anstieg des Meeresspiegels aufgrund des Klimawandels haben die Menschen auf der ganzen Welt nachhaltig beeindruckt. Wir müssen handeln, weil wir wissen, dass Klimagerechtigkeit untrennbar mit sozialer Gerechtigkeit verbunden ist. Wir wissen, dass die Ärmsten der Armen diejenigen sein werden, die am meisten unter dem Klimawandel leiden werden", so Bernard Holland, Direktor des katholischen Hilfswerks "Catholic Earthcare Australia", der Gläubigen für diese Themen sensibilisieren will. Wie Holland berichtet, standen diese Themen im Mittelpunkt des fünften Weltgebetstages für die Schöpfung stehen, und sie sollen die Initiativen den australische Kirche im Rahmen der am kommenden 4. Oktober endenden "Schöpfungszeit" prägen.
Der Weltgebetstag, der von Papst Franziskus im Jahr 2015 ins Leben gerufen wurde und seither alljährlich am 1. September gefeiert wird, soll Einzelpersonen und Gemeinschaften dazu anregen, "ihre persönliche Berufung als Hüter der Schöpfung zu erkennen und Gott für die wunderbare Aufgabe zu danken, die er uns anvertraut hat, und ihn um seinen Beistand für den Schutz der Welt und um seine Vergebung für die Sünden, die dagegen begangen wurden, zu bitten“.
 
Eva und Adam in der bunten Kerk (Kirche) von Lieberhausen bei
Gummersbach im Oberbergischen Kreis.
Gott hat den Menschen in seinen Garten gesetzt,
damit er ihn bewahre und bebaue. Der Mensch soll sich
die Natur untertan machen. Aber nur eine Natur, die man
schützt, kann auch dem Wohl des Menschen dienen.
Untertan steht hier im Zusammenhang mit der Liebe und
Gerechtigkeit Gottes als einen idealen Regenten. Jede Form von
Zerstörung und Ausbeutung widerspricht diesem ideal. 
 
Die australische Kirche feierte die Initiative in allen Pfarreien zu Beginn der „Schöpfungszeit“ im Kirchenjahr, die mit ökumenischen Initiativen in Zusammenarbeit mit anderen christlichen Konfessionen begangen wird und mit dem Fest des heiligen Franziskus von Assisi am 4. Oktober endet. Mit Bezug auf die Enzyklika Laudato si‘, biete diese Zeit, so Holland abschließend, „den Gläubigen und allen Menschen guten Willens die Möglichkeit, die Menschen zu drängen, innerhalb ihres Einflussbereichs alles zu tun, um das Bewusstsein von Freunde und Bekannte zu diesen lebenswichtigen Themen zu schärfen, bei denen es um die Zukunft der Menschheit geht“.
(LF) (Fides 3/9/2019)
http://www.fides.org/de/news/66554-OZEANIEN_AUSTRALIEN_Schoepfungszeit_Es_geht_um_die_Zukunft_der_Menschheit



ASIEN/PHILIPPINEN - “Schöpfungszeit” inspiriert sich an der Enzyklika „Laudato si'


Manila (Fides) – Der Schutz der Umwelt ist von zentraler Bedeutung für die Entwicklung und Zukunft der Philippinen und des gesamten Planeten. Dafür gingen am gestrigen 1. September in Manila anlässlich des "Weltgebetstages für den Erhalt der Schöpfung" über 5000 Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur auf die Straße. Vertreter verschiedener Pfarreien und Diözesen, Umweltaktivisten und Verbände nahmen an der Veranstaltung teil.

Kardinal Luis Antonio Tagle, Erzbischof von Manila, betonte beim Eröffnungsgottesdienst zur Eröffnung der "Schöpfungszeit": "Es ist das Gebet und die Beziehung zu Gott, die das Bewusstsein und das Engagement dafür fördern, dass gemeinsames Zuhause geschützt wird und und wir ein persönliches und familiäres Leben nach den Kriterien der ökologischen Nachhaltigkeit führen".
Die "Zeit der Schöpfung", die von der philippinischen Kirche ausgerufen wurde, um die gesamte Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren, dauert vom 1. September bis zum 4. Oktober 2019, dem Fest des Heiligen Franziskus von Assisi. Die Veranstaltung wird von der philippinischen Abteilung der Globalen Katholischen Klimabewegung (Global Catholic Climate Movement) gefördert und soll die Bevölkerung an den dringenden Appell erinnern, den Papst Franziskus in seiner Enzyklika Laudato Si 'an alle Menschen guten Willens gerichtet hatte, „Netzwerke aufzubauen, damit die Ortskirchen entschlossen auf den Schrei der Erde und auf den Schrei der Armen reagieren".
Ein Landwirt pflügt den Acker und bebaut sop die
Erde mit Nahrungspflanzen. Er ist dabei auf eine intakte
Natur angewiesen und kann deren Gesetze erforschen
um durch das richtige Verhalten die Erträge zu steigern, ohne
Böden und Umwelt zu zerstören oder die Tiere in
artfremder Haltung leiden zu lassen.
Relief am Portal des Paulusdomes in Münster. 
 

"Seit ihrer Gründung auf den Philippinen im Jahr 2016 hat die Bewegung zahlreiche Aufklärungskampagnen in Schulen, Gemeinden und in der Gesellschaft durchgeführt", so Bischof David, der stellvertretende Vorsitzende der Bischofskonferenz der Philippinen. "Die Auswirkungen des Klimawandels sind in unserem Land stärker zu spüren. Da die Mehrheit der Bevölkerung des Landes katholisch ist, hat die Bewegung ein breites Netzwerk der Zusammenarbeit aufgebaut, das zahlreiche Schritte unternimmt und sich dabei von Laudato Si 'inspirieren lässt", so die philippinische Katholikin Mary Grace Tan am Rande der Veranstaltung.
(SD) (Fides, 02/09/2019)
http://www.fides.org/de/news/66550-ASIEN_PHILIPPINEN_Schoepfungszeit_inspiriert_sich_an_der_Enzyklika_Laudato_si





Keine Kommentare:

Kommentar posten