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Sonntag, 5. April 2015

Lügenpresse: Unwort oder Gegenwehr? Leserbrief

Wolfgang  Bergsdorf schreibt in der katholischen Zeitung "Die Tagespost" vom 21.2.15: 

"Bei den Spaziergängen.... wurde das Wort von der Lügenpresse in den Umlauf gesetzt, das prompt zum Unwort des Jahres avancierte". 

Und er liefert dafür einen Grund: Der Begriff sei "national-sozialistisch kontaminiert". Dann meint er, die Wahrheit sei nicht Sache der Presse, sondern die Abbildung eines Prozesses der Willensbildung. Aber wie kann es eine gute Willensbildung geben, wenn man nicht wenigstens danach strebt, Wahres zu berichten? Willensbildung ohne Wahrheit kann sehr schnell in Manipulation enden. Und auch die Behauptung der national- sozialistischen Kontamination ist alles andere als klar definiert. Wieviele gute Werte und Begriffe haben die Nazis pervertiert, indem diese diese Werte nur für die Herrenrasse gelten ließen oder perfide umdeuteten. Wer heute gegen Abtreibung eintritt oder für die Familie wird sehr schnell damit konfrontiert, dass dieses Thema national- sozialistisch kontaminiert sei. 

Fakt ist der Begriff der Lügenpresse ist keine Erfindung der Nazis. Diesen gab es zu verschiedenen Zeiten, wenn Menschen den Inhalten der Zeitungen nicht glaubten oder aber bestimmte Zeitungen kritisierten. Auch die Gegner der Nazis nannten deren Presseorgane Lügenpresse. 

Im Falle der Kirche gibt es immer wieder Beispiele, wie auf entstellende Art und Weise grundlos gegen die Kirche Stimmung gemacht wird. Ich erinnere mich da einen Artikel im "Focus" als der Traditionalisten- Bischof Williamson die Schoa leugnete oder mindestens stark relativierte. 5 Autoren fabrizierten da einen im doppelten Wortsinn einseitigen Artikel mit dem Ziel, die Zahl der Kirchenaustritte zu erhöhen. Die meisten Aussagen waren falsch und hätten mit etwas Recherche vermieden werden können.

Jüngst hat der ÖDP- Politiker Hollemann Wellen geschlagen. Als Mitglied der Aktion Lebenrecht für Alle (ALfA) hat den sogar die CSU, die ihn als Umweltreferenten vorgeschlagen hatte,  fallen lassen, nachdem diese zuvor Herrn Hollemann für einen guten Umweltreferenten gehalten hatte. Da er auch für die Gesundheit zuständig sei und damit für die Schwangerenberatung, könne man ihm das Amt nicht geben. Als ob nur Befürworter der Abtreibung zur Schwangerenberatung taugen. In keinem Presseartikel habe ich gelesen, dass ein Abtreibungsgegner besonders motiviert sen könnte, durch gute Hilfen und Beratung Abtreibungen effektiv zu verhindern. In der Regel multiplizierten die Medien die rot-grüne Kampagne.

2009 bekam ich eine Mail weiter geleitet. Diese stammt von der Zentralredaktion der Rheinischen Post die ihre Lokalredaktionen (bei uns die Bergische Morgenpost) anwies, zur Kommunalwahl alle Gruppen, die weniger als 5% hatten, totzuschweigen. Es spielt also keine Rolle, ob eine Gruppe wichtige Themen besetzt und dass es keine Sperrklausel bei Kommunalwahlen gibt, von oben wurde befohlen, ihr dürft auf keinen Fall die Wähler über alle Wahlmöglichkeiten informieren. Ich habe mir diese Mail gut aufgehoben. Getreu dieser Deviese wurde in Radevormwald die Alternative Liste (AL) fast todgeschwiegen (nur der Bürgermeisterkandidat bekam als Person ein Interview), obwohl gerade die AL viele Themen als einzige Gruppe besetzte oder glaubwürdig vertrat. 

Die gleiche Zeitung habe ich gebeten, mal mit dem Umweltmediziner Dr. Harry Rosin in Kontakt zu treten, der Initiator der Idee des Kryo- Recycling für Kunststoffe und Elektroschrott ist. Er wohnt nur wenige S- Bahn- Halte von der Düsseldorfer Hauptredaktion entfernt in Erkrath. Dr. Rosin verdanken wir den ersten FCKW- freien Kühlschrank, den dieser mit Greenpeace gegen Konzernwiderstände durchsetzen konnte. Aber die Zeitung hielt es nicht mal nötig zu sondieren, ob es da ein wichtiges Thema gebe. Mittlerweile hat sich der einst so engagierte Umweltmediziner resigniert aus dem Kampf für eine bessere Welt zurückgezogen, wobei seine Aussagen, die mir auf einer Veranstaltung vorgelegt wurden, darauf schließen lassen, dass er eingeschüchtert oder unter Druck gesetzt wurde.

Die Begründung dafür, das das Wort Lügenpresse ein Unwort ist, halte ich für sehr oberflächlich. Ein Unwort wäre es nur, wenn man darlegt, dass es nicht stimmt. Aber meine Erfahrung ist, dass es in den Medien immer wieder tendenziöse Berichterstattung gibt, die es bei guter Recherche nicht geben dürfte. Und auch wenn nicht jedes Vorenthalten von Informationen eine klassische Lüge ist, so ist es doch ein bewusstes Vorenthalten von Wahrheit und Lösungen für unsere Gesellschaft, die Zukunft schaffen und Leben retten. Insofern ist das Verhalten der Medien oft im ethischen Sinne schon ein Verbrechen. Da ist Lügenpresse kein zu hartes Wort angesichts der Unheils, dass dieser gekauft wirkende Journalismus ermöglicht oder fördert. Mindestens ist es eine Lückenpresse durch kreatives Verschweigen wichtiger Nachrichten. 

Als Mitglied einer kritischen Wählergemeinschaft ( www.al-rade.de ) und Sachkundiger Bürger in einem kommunalen Ausschuss, erlebe ich es immer wieder, wie unsere Beiträge verschwiegen oder entstellt werden. So habe ich auf einer Podiumsdiskussion unseren Spitzenkandidaten zur Kommunalwahl vertreten und die Moderation gebeten, mir das Ende meiner Redezeit mitzuteilen, weil ich es nicht schaffe mich auf Inhalte und Uhr zu konzentrieren. Daraus machte die heimische Bergische Morgenpost, hier sinngemäß wieder gegeben: "Eigentlich sollte es noch eine Diskussion geben, aber Politiker wie Herr Staratschek redeten mal wieder zu lange....." Und von fast allen anderen Politikern wurden inhaltliche Aussagen rüber gebracht, über mich und meine Gruppe war das die einzige Aussage. 

Ich könnte noch sehr viele Beispiele aufzählen. Ich habe keine Lust mehr, solchen Journalismus zu bezahlen und werde deshalb außer der Tagespost keine weitere Zeitung mehr abonieren. Ich muss doch nicht den Kakao noch bezahlen, durch den man gezogen wird. Könnte es nicht sein, dass das Wort Lügenpresse zum Unwort wurde, weil sich viele Medien ertappt fühlten und auf diesen Weg die zu oft berechtigte Kritik mit der Wunderwaffe "national-sozialistische Kontaminierung" neutralisieren wollen? Könnte das Wort Lügenpresse nicht eine berechtigte Gegenwehr gegen parteiische, manipulative oder gekaufte Berichterstattung sein, die letztlich dem Gemeinwohl durch gezielte Falsch- und Desinformation enorm schadet?

Felix Staratschek, Freiligrathstr. 2, 42477 Radevormwald

Beispiele ich könnte da auch vielmehr bringen):
Kommunalwahl:

Wutausbruch beim Sportplatz- Vorfall war kein Medienthema:

Verhinderter besserer ÖPNV, kein Thema für Presse:

Oberflächliche Berichtertsttung:

Ein Lied zum Thema, auch wenn ich die Aussagen zu Chavez nicht teile (zufällig auf Öl zu sitzen ist keine gute Wirtschafts- und Sozialpolitik, sondern höchstens Glück) ist doch ganz nett: 

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