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Mittwoch, 1. April 2015

Fledermäuse stoppen U- Bahnbetrieb / Biologie des Untergrundes zu wenig erforscht

Die U- Bahn- Betreiber in Deutschland haben ein Problem. Aufgrund der flächendeckend intensiven Landwirtschaft und der Gülleausbringung und Gülleimporte zieht es immer mehr bedrohte Tierarten in die Städte. Die Gesetze und Verordnungen, die zum Artenschutz erlassen wurden, verorteten die bedrohten wilden Tiere bisher auf dem Land und in den Natuirschutzgebieten. 

Um so überraschender sind die Befunde, das bedrohte Arten immer mehr in den Städten anzutreffen sind. Fledermäuse haben hier leichtes Spiel, da sich die Insekten nachts an den Straßenlaternen sammeln, andere Tiere profitieren von weggeworfenen Abfällen und ziehen dann selbst wieder als Beute jagende Tiere an. 


So sind auf der Erdoberfläche schon lange Tauben, Falken, Eulen, Mäuse, Ratten, Füchse und Wildschweine und viele Vogelarten in die Städte gezogen. Aber heute sind die Häuser immer dichter und isolierter. Viele Tiere, die sich früher unter Dächern oder in  anderen Nischen versteckten, finden diese Nischen immer seltener. Bei der Suche nach dem Versteck dieser Tiere, die ja noch immer in Fotofallen oberirdisch angetroffen werden, sind Biologen nun in vielen Großstädten auf eine neue Spur gestoßen. Die Tiere verstecken sich in den U- Bahn- Schächten. Deren Wirkung auf biologische Systeme wurde bisher zu wenig beachtet. 

Aber das bringt auch Probleme mit sich. Beeinträchtigt der U- Bahnbetrieb geschützte Tierarten, kann dies zu Betriebseinstellungen führen. Vor allem Winter, wenn viele Tiere sichere Quartiere suchen, kann dies dazu führen, dass die Tunnel für den Verkehr gesperrt werden müssen. 

Fledermäuse würden diese Tunnel z.T. ganzjährig nutzen. Damit es zu keinen Kollisionen komme, sei ein Tempolimit für U- Bahnen zwingend nötig, wenn Fledermäuse im Tunnel festgestellt würden, heißt es vom Institut für interaktive Biologie und Umweltforschung (IFIBU). Das IFIBU werde im April alle U- Bahnen Deutschlands untersuchen und prüfen, welche Gesetze zum Schutz bedrohter Tiere angewendet werden können. 

Gefährlich könne dies auch für Menschen werden. Die Tiere würden in die Tunnel koten und jeder Zug würde dann belasteten Staub aufwirbeln. Den Verkehrsbetrieben rät das IFIBU daher regelmäßige Kontrollen der Keimbelastung in den U- Bahn- Schächten. 

Gefährlich könnten für die U- Bahn- Nutzer auch werden, dass Reptilien in den Tunneln überwintern könnten. Dort seien diese vor Frost geschützt und fänden genug Nagetiere, um zu überleben. Giftschlangen, Vogelspinnen, Skorpione und andere Tiere, die bisher unsere Winter nicht vertrugen seien zwar meist scheue Tiere und würden bisher die belebten Stationen meiden, wenn aber ausgesetzte oder ausgebüchste Tiere in die U- Bahnen entkämen,  könnten diese dort überleben. Werde der Populationsdruck zu groß, könnten diese Tiere aber auch in Bahnhof und an die Oberfläche drängen. 

Das IFIBU ist sich sicher, dass sich viele Fahrgäste bis Ende April noch auf viele Überraschungen einstellen müssen. Der Präsident des IFIBU Prof. Dr. Fledertram empfiehlt daher, bis auf weiteres den U- Bahnbau auszusetzen und statt dessen die Straßenbahn auszubauen und alle noch vorhandenen Reservestrecken wieder in den Regelbetrieb zu nehmen. 

Die Verkehrsbetriebe bereiten sich schon auf die U- Bahnschließungen vor. Ab Mitte April wird eine Urlaubssperre gelten, damit alle Busse und Straßenbahnen verfügbar sind. Die Eisenbahnpioniere der Bundeswehr stehen bereit, kurzfristig Behelfsstrecken für die Straßenbahn oberflächlich zu verlegen, um den Tunneln ausweichen zu können. Da eine Oberleitung dort meist nicht gegeben sein wird, werden Feldbahnloks reaktiviert, um die Straßenbahnen über die stromfreien Notstrecken zu ziehen. Die Verkehrsbetriebe planen die Einstellung von weiteren Personal, damit die Auswirklungen auf die Kunden so gering wie möglich bleiben. 

Dr. Fledertram warnte davor, wegen der neuen Entdeckungen die Naturschutzgesetze aufzuweichen. Man dürfte die Tiere, die in den U- Bahnen eine neue heimat gefunden hätten nicht bestrafen. Was könnten denn die Tiere dafür, dass eine verfehlte Verkehrspolitik ihnen diese schönen Biotope geschaffen hätte? Und wäre unsere Gesellschaft nicht wesentlich ärmer, wenn es diese Tiere statt in unseren U- Bahn- Tunneln überhaupt nicht mehr geben würde? 

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