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Samstag, 16. Mai 2015

Bitte um Unterzeichnung: Petition gegen AKW Tihange 2 und Doel 3 - Offener Brief an Kraft und Remmel

[sfv-rundmail] 13.05.2015


1. PETITION gegen den Neustart der maroden Atomreaktoren Tihange 2 und Doel 3

2. OFFENER BRIEF an NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Umweltminister Johannes Remmel



1. PETITION gegen den Neustart der maroden Atomreaktoren Tihange 2 und Doel 3

Unterschreiben Sie die Petition des Aktionsbündnisses gegen Atomenergie Aachen unter
https://www.change.org/p/an-die-belgische-atomaufsichtsbeh%C3%B6rde-widersprechen-sie-dem-antrag-auf-neustart-der-rissereaktoren-tihange-2-und-doel-3



Wortlaut:

** Widersprechen Sie dem Antrag auf Neustart der Rissereaktoren Tihange 2 und Doel 3

Bei einer Revision im August 2012 wurden in zwei Reaktordruckbehältern (RDB) der belgischen AKW Doel und Tihange tausende Risse entdeckt. Noch bevor alle erforderlichen Prüfungen durchgeführt waren, wurden im Juni 2013 die über 30 Jahre alten Reaktoren wieder angefahren!

Als die fehlenden Prüfergebnisse vorlagen, waren diese dermaßen schlecht, dass die Reaktoren im März 2014 außerplanmäßig herunter gefahren wurden. Nun will der Betreiber (Electrabel) zum Juli 2015 die beiden Blöcke wieder anschalten, obwohl alle bisher bekannt gewordenen Untersuchungsergebnisse höchst beunruhigend sind:

Die neuesten Ultraschalluntersuchungen zeigen 60% mehr Defekte. Die Risslängen sind mittlerweile von 2,5 cm auf unglaubliche 18 cm gestiegen.

Versuche im Kernforschungszentrum Mol führten zu einem „unerwarteten Resultat“ (O-Ton Electrabel): Ein mit Rissen vorbelasteter Stahl versprödet bei radioaktiver Bestrahlung um ein Vielfaches schneller als ein Material ohne Defekte. Es wurden bei den Versuchen die vom Betreiber einkalkulierten Sicherheitsmargen gravierend überschritten. Weitere Informationen: www.stop-tihange.org

Wir appellieren an Sie in der FANC sich FÜR die Sicherheit von Millionen Menschen zu entscheiden.

Denn: Für uns als betroffene Bürger und Bürgerinnen im Umkreis dieser Reaktoren gilt: Solange ...

- die Ursache der Risse in den beiden RDB nicht zweifelsfrei geklärt ist und eine Veränderung der Rissgrößen im laufenden Betrieb nicht definitiv ausgeschlossen werden kann, - die Bestrahlungsversuche befürchten lassen, dass die Versprödung des rissigen Stahls der RDB nach über 30 Betriebsjahren die zulässigen Grenzwerte bereits überschritten hat, kein Nachweis existiert, dass „Reaktoren mit Rissen“ ein gleiches Sicherheitsniveau wie „Reaktoren ohne Risse“ besitzen, dürfen TIHANGE 2 und DOEL 3 – NIE WIEDER ans Netz.

Wir wissen, dass die Folgen eines Super-GAU bei den beschädigten Reaktoren nicht an der belgischen Landesgrenze halt machen werden, sondern auch die BürgerInnen im benachbarten Ausland treffen werden.



2. OFFENER BRIEF an die Ministerpräsidentin sowie an den Umweltminister des Landes Nordrhein-Westfalen


Wir bitten alle Organisationen aus Aachen und Umgebung, den folgenden, auf Initiative des Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Aachen und des Solarenergie-Fördervereins Deutschland e.V. verfassten Offenen Brief zu unterzeichnen.

Senden Sie uns hierzu spätestens bis Mittwoch, den 20.05.2015 Ihre Bestätigung zur Unterschrift - gern auch mit Logo - zu.

Der OFFENE BRIEF soll am Donnerstag, den 21.05.2015 im Rahmen einer Pressekonferenz vorgelegt werden.

Privatpersonen, Firmen und Parteien bitten wir, sich nur an der oben unter 1 genannten PETITION zu beteiligen.



OFFENER BRIEF:
-----------

Sehr geehrter Frau Ministerpräsidentin Kraft,
sehr geehrter Herr Minister Remmel,

wir, die diesen Brief unterzeichnen, vertreten Institutionen der Zivilgesellschaft in der Stadt Aachen. Aachen liegt 60 Kilometer von dem Atomkraftwerk Tihange in Huy (Bel­gien) entfernt – in der Hauptwindrichtung. Deswegen sind wir als potenzielle Hauptbe­troffene über die Sicherheitsprobleme jener Anlage höchst besorgt.

Seit März 2014 ist der Reaktorblock 2 in Tihange zum zweiten Mal (!) wegen Rissen im Reaktordruckbehälter stillgelegt (ebenso wie der Block 3 des belgischen AKW Doel). Über die Herkunft und die Bedeutung dieser Risse herrscht Unklarheit; den­noch wird seitens der Betreiber und der Kontrollbehörde FANC diskutiert, den Block im Juli dieses Jahres wieder hochzufahren.

In der deutschen Politik hat sich seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima im März 2011 die Überzeugung durchgesetzt, „dass selbst in einem Hochtechnologieland wie Japan die Risiken der Kern­energie nicht sicher beherrscht werden können“ (Regierungserklärung vom 9.6.2011). Der nicht einschätzbare Sicherheits­status des beschädigten Reaktordruckbehälters von Tihange 2 muss die Skepsis gegenüber der Beherrschbarkeit eines atomaren Reaktors noch einmal beträchtlich steigern.

Unserer Überzeugung nach ist es eine vordringliche Aufgabe der Politik der nord­rhein-westfälischen Landesregierung, bei den belgischen Partnern auf die Beseiti­gung der Gefahr zu dringen, die von den Atomanlagen in Tihange (und in Doel) aus­gehen. Eine solche Gefahrenabwehr muss mit der sofortigen und endgültigen Stillle­gung dieser An­lagen beginnen. Völlig unakzeptabel ist ein Wiederanfahren des Blocks 2 von Tihange in seinem jetzigen Zustand. – Frau Ministerpräsidentin, Herr Minister: Hier alles in Ihrer Macht stehende zu tun, ge­bietet ganz konkret der von Ihnen geleistete Amtseid, in welchem Sie gelobt haben, Schaden von den Bewohnern unseres Landes zu wen­den.

Bitte unterrichten Sie uns und die Bevölkerung von NRW über die Schritte, die Sie zur Abwehr der Gefahren unternehmen, welche vom maroden Atomkraftwerk Tihange aus­gehen.

Mit freundlichen Grüßen,
(Unterschriften)



(Als pdf-Datei auch unter http://www.sfv.de/pdf/Brief_an_Remmel_201505132.pdf abrufbar)



Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.(SFV)
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