Betrifft:
Warum
nach Mallorca schauen, wenn das Gute so nah liegt: In ganzen Land
Luxemburg ist der ÖPNV für jeden fahrpreisfrei, von vielen deutschen
Grenzorten muss man nur über eine Brücke gehen oder die Fähre nehmen um
dann Ziele im Land anzusteuern, wenn einem Luxemburg zu teuer ist.
Deutsche Fahrkarten gelten bis Wasserbillig, danach gilt "freie Fahrt
für freie Bürger". Zeltplätze oder Jugendherbergen erlauben es jeden das
Land per ÖPNV zu erkunden. Ideal für ÖPNV-Klassenfahrten.
Die
Nutzung des ÖPNV ist die sinnvollste motorisierte Mobilität. Aber
Tarife verhindern, dass dieser so oft genutzt wird wie es möglich wäre.
Mit dem D-Ticket kann man die Kosten des ÖPNV nicht decken, es verlangt
dass alle für den ÖPNV um die Hälfte der Betriebskosten decken müssen,
sofern nicht Steuersparmodelle durch den sogenannten Querverbund die
Defizite abdecken. Heute haben wir für Vielfahrer das D-Ticket, wer
täglich den ÖPNV nutzt oder jeden Monat mindestens 2 größere Fahrten
macht, kann damit günstig fahren. Aber alle, für die dieses Ticket sich
nicht lohnt, werden von hohen Tarifen von der ÖPNV-Nutzung abgeschreckt,
wenn die ein Auto haben oder das Einkommen zu gering ist. Für die
ganzen Tarife wird ein großer logistischer, juristischer und
bürokratischer Aufwand betrieben. Der Verband deutscher
Verkehrsunternehmen nannte mal 13 Mrd. Euro, die durch Fahrpreise
eingenommen werden. Der Solidaritätszuschlag brachte 18 Mrd. Euro ein.
Das zeigt eine Möglichkeit, wie man den ÖPNV finanzieren und sogar noch
ausbauen kann. Ein gut genutzter ÖPNV belebt die Innenstädte und fördert
Strukturen, die auch viele Radfahrten und Fußwege zulassen. Das sorgt
für eine Struktur in der bis ins hohe Alter mehr mehr Menschen
selbstbestimmt leben können. Es gibt niemanden der von einem Nulltarif
nicht profitiert und volkswirtschaftlich ist das der preiswerteste ÖPNV,
wo man für die eingesetzte Geldmenge die größte Leistung raus bekommt.
Kapazitäten ließen sich schnell durch Busanhänger steigern, auf vielen
Bahnstrecken sind längere Züge möglich. Züge können auch zu 100%
doppelstöckig sein, was seltsamer Weise die neuen RRX-Züge nicht sind.
Welche eine Ressourcenverschwendung! Ich denke dass größte Potential
dass derzeit für den ÖPNV erschlossen werden kann sind
Gelegenheitsfahrten. Hier vertreiben hohe Fahrpreise die Menschen zum
PKW oder sorgen dafür, das Autobesitzer gebeten werden andere zu fahren.
Die optimale Kombination von PKW und ÖPNV wird möglich, wenn der ÖPNV
fahrpreisfrei ist. Sowohl Steuereinnahmen als auch Fahrgeldeinnahmen
schwanken mit der Konjunktur, aber fahrpreisfrei ist insgesamt
preiswerter und bringt viel mehr Nutzen für alle.
Abs.
Felix Staratschek
Freligrathstr. 2
42477 Radevormwald
Ich weise hier darauf hin dass der ÖPNV zum Nultarif der volkswirtschaftlich preiswerteste ÖPNV ist. Aber egal ob mit Fahrkarten oder Steuern/Umlagen finanziert, der ÖPNV ist davon abhängig dass die Wirtschaft läuft. So wie sich akut unser Land entwickelt ist auch der ÖPNV in größter Gefahr, ich rechne in wenigen Jahren mit weniger Fahrten, abbestellten Bahnstrecken, einegsetllten Spätfahrten, weil der Staat das Geld dass dieser sinnvoll einsetzen müsste verhökert hat. Hätten wir jetzt schon eine Bahn, die gut ist wie die sein könnte, wäre die Bahn ein Mittel Energieverknappung gut zu überstehen. Da die gute Bahn aber erst geschaffen werden muss, werden uns Energiekrisen sicher treffen und dann fehlen die Mittel erst recht diese Bahn zun schaffen. Was im für die Wirtschaft extrem wichtigen Güterverkehr auf der Schiene möglich wäre habe ich hier aufgezeigt:

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