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Sonntag, 18. August 2013

Oberbergischer Bundestagskandidat fordert von OVAG Optimierungen statt Fahrplankürzungen

Pressemitteilung
Felix Staratschek, Einzelbewerber für den Bundestag im Oberbergischen Kreis und verkehrspolitischer Sprecher der ÖDP Bergisches Land und sachkundiger Bürger der AL im Verkehrsausschuss der Stadt Radevormwald betrachtet mit großer Sorge die Pläne der OVAG, den Linienverkehr zu reduzieren.
Quelle: KStA und Papierausgabe der Bergischen Morgenpost



Grundsätzlich sei eine ganz andere Finanzierung des ÖPNV notwendig, so Staratschek. Ein guter, kostenloser, durch Steuergelder finanzierter ÖPNV müsse so selbstverständlich werden, wie Fuß- und Radwege. Dafür habe sich Staratschek schon eingesetzt, als dieses Thema noch nicht durch die Piratenpartei an die Öffentlichkeit getragen wurde. Auch der Straßenverkehr decke seine Wegekosten nicht, da Steuern zum einen keine Wegenutzungsgebühren seien und weil die externen Kosten des Straßenverkehrs höher seien, als die Einnahmen aus autobezogenen Steuern. Volkswirtschaftlich sei es egal, ab die Gelder für die Finanzierung des ÖPNV über Steuern oder Fahrpreise eingenommen würden. Aber ein fahrscheinloser ÖPNV würde die Hürden reduzieren, diesen auch zu nutzen und er wäre auch preiswerter, da der Geld- und Zeitaufwand für den Fahrkartenvertrieb entfielen und die Busse in der gleichen Zeit mehr Kilometer zurück legen könnten. Und die ganze Gesellschaft würde von den wünschenswerten ökologischen, verkehrlichen und städtebaulichen Folgen einer stärkeren ÖPNV- Nutzung profitieren.

Foto
Grenzenloser Spaß? Zumindest junge Leute sind für ihre Unternehmungen auf den ÖPNV zwingend angewiesen. Fahrplanverschlechterungen oder verhinderte machbare bessere Angbebote sind da große Spaßverderber. Aber wie schon dieser Bus andeutet, man kann sein Wahlkreiuz einsetzen, um die Gruppen zu stärken, die gute ÖPNV- Konzepte vertreten.

Staratschek kritisiert Aussagen aus der Pressemitteilung der OVAG. Dort heiße es, dass unter dem Strich der ÖPNV ein teurer Spaß sei. Doch sei der ÖPNV weder teuer, noch sei der ein Spaß. Selbst, wenn es ein Defizit von 2 Mio. Euro gebe, seien das nur 7,37 Euro pro Einwohner und Jahr. Es sei auch gefährlich, den Zuschussbedarf einer einzelnen Angebotssparte, wie dem Taxibus oder Rufbus (700 Cent) dem Durchschnittswert (47 Cent) des gesamten ÖPNV der OVAG gegenüber zu stellen. Schließlich ersetzen diese Spezialangebote ja viel teurere Busfahrten und ein Rufbus verursache ja nur Zuschussbedarf, wenn der bestellt werde, ein Linienbus dagegen täglich. Aber die Verfügbarkeit des ÖPNV, auch für gelegentliche Fahrten am Tagesrand, sei für viele ein Entscheidungskriterium bei der Verkehrsmittelwahl. Und ein aktiver Wohnstandort Oberberg verlange auch eine gute ÖPNV- Erschließung.

Felix Staratschek ist vollkommen klar, dass vieles, was eigentlich im ÖPNV machbar wäre, einen anderen politischen Rahmen brauche. Um diesen zu schaffen, kandidiere er für den Bundestag. Aber die OVAG dürfte auch Grenzen haben, bei den Sparmöglickeiten, da immer mehr Ganztagsschulen eher eine Ausweitung als eine Einschränkung des ÖPNV am Nachmittag von Nöten machen und die Schüler auch zu diese Zeiten die Dörfer erreichen müssen. Ebenso würde für jede Busfahrerstelle, die durch Fahrplankürzungen entfalle letztlich eine Hartz- IV- Kostenstelle geschaffen, deren Kosten ohne Gegenleistung bei der Allgemeinheit verblieben.

Felix Staratschek fordert daher sinnvolles sparen durch mehr Effizienz im Betrieb und eine verstärkte Werbung um neue Kunden:

-- Abschaffung des Taxibusses. Dieser bietet nur 8 Fahrgästen Platz, es käme immer wieder vor, dass Fahrgäste wegen Platzmangel nicht mitgenommen werden können. Solche Erlebnisse würden Kunden vertreiben. Statt der Taxibusse solle die OVAG auf kleinere Linienbusse (Micro- und Midibusse) setzen, die wie jeder Linienbus mehr als 8 Sitzplätze haben. Auch Kinderwagen und Rollstühle können so leichter mitgenommen werden. Generell ist eine Anmeldepflicht für Reisegruppen vorzusehen. Bei genügend Platz können Gruppen auch spontan mitgenommen werden, aber durch eine Anmeldepflicht können bei Bedarf mehr Plätze bereitgestellt werden.

-- Busangebote wo regelmäßig weniger als 8 Personen mitfahren, können z.T. durch Anruf- Sammeltaxen und Rufbusse ersetzt werden. Durch das Anrufen wissen die Verkehrsbetriebe, wann eine besonders große Nachfrage besteht und man mehr Fahrplätze anbieten muss. In der Regel reicht dann aber ein kleineres Fahrzeug, so dass der Treibstoffverbrauch im Vergleich zum Linienbus deutlich reduziert werden kann. Pendler können auch eine Wochenanmeldung abgeben.

-- Denkbar sind auch getrennte Fahrpläne für die Schulzeiten und die Ferienzeiten. Wo an Schultagen ein Linienbus nötig sei, reiche in den Ferien oft ein Rufbus oder Anruf- Sammeltaxi.

-- Damit die kleineren Busse auch im Berufsverkehr sinnvoll eingesetzt werden können und größere Busse eingespart werden können, fordert Staratschek den Einsatz von Busanhängern im Personenverkehr. Nachdem diese jahrzehntelang verboten waren, habe der technische Fortschritt deren Wiedereinführung möglich gemacht. Jeder könne sich auf Youtube Videos ansehen, wie so ein moderner Nahverkehr mit Busanhängern aussehe. Die Busanhänger sollen dezentral im Kreis stationiert oder geparkt werden, um flexibel das Platzangebot ausweiten zu können.
Kleinerer Bus mit flexibler Erweiterung, so können Verkehrsspitzen
auch beim Einsatz kleinerer Busse bewältigt werden.

-- Um Vorurteile gegen den ÖPNV abzubauen und damit die Menschen im Oberbergischen Kreis mal ein Interesse haben, den ÖPNV zu testen, soll innerhalb eines Jahres jeder Oberberger eine Monatskarte für den ÖPNV geschenkt bekommen. Danach soll jeder Hinzuziehende und jeder, der 18 Jahre alt wird, eine Monatskarte für den Oberbergischen Kreis geschenkt bekommen. Wenn im Oberbergischen Kreis 10% der Menschen die OVAG regelmäßig benutzen, verzichtet die OVAG auf ein Zwölftel ihrer Einnahmen. wenn aber nur 0,5% der Oberberger dann die nächsten 10 Jahre viel häufiger den Bus nutzen, würde das in 2 Monaten den Geldbetrag einbringen, auf den die OVAG verzichtet hat. Danach würden die Neufahrgäste das Wirtschaftsergebnis aufbessern. Die Monatskarte soll auf eine Person ausgestellt werden und ist dann innerhalb eines Jahres nach einer einmaligen Entwertung 31 Tage gültig. So kann jeder entscheiden, ob er diese Karte eher als Pendler oder im Urlaub nutzen will und kann.

-- Bürgerbusse sollten den ÖPNV ausweiten, wo es die OVAG nicht schaffe, heute einen ÖPNV anzubieten. Sie seien aber nicht als Ersatz des bereits bestehenden Linienverkehrs im ÖPNV geeignet. Sie seien nicht in den VRS- Verbundtarif integriert und es sei fraglich, ob bei den politisch angestrebten längeren Lebensarbeitszeiten sich in der Zukunft noch genug ehrenamtliche Fahrer unter 70 Jahre finden ließen. Außerdem kämen die Angebote der Bürgerbusse nicht in der Fahrplanauskunft der OVAG und des VRS vor. Und der normale Buskunde könne sich kaum informieren, wie er, wenn er in einen anderen Ort fahre, dort mit dem Bürgerbus weiter komme und ob es dort überhaupt so einen Bürgerbus gebe.

-- Ein Optimierungspotential sieht Felix Staratschek noch dort, wo es Schüler- Sonderverkehre gebe. Diese sollten alle in den normalen Linienbusverkehr integriert werden, um die Grundversorgung der Dörfer mit ÖPNV zu verbessern oder erst zu schaffen. Radevormwald habe z.B. einige größere Siedlungen, die montags bis freitags täglich nur vom Schulbus angefahren würden. Hier könnte ohne Mehraufwand der Landbevölkerung eine Grundversorgung mit ÖPNV- Fahrten angeboten werden, wenn man diese Schulbusse in Linienbusse umwandelt. Staratschek verweist hier seit Jahren auf das Vorbild der von der CDU geführten Gemeinde Hövelhof im Kreis Paderborn.

-- Es sollte geprüft werden, ob man OVAG und Aggerenergie fusionieren kann, mit dem Ziel, durch einen steuerlichen Querverbund die ÖPNV- Kosten zu reduzieren, auf denen heute der Kreis sitzen bleibt.

-- Denkbar wäre auch, dass die OVAG einige Busse zu mobilen Tante- Emma- Läden umbaut, evt. mit Postfiliale. Es bleiben einige Plätze für Fahrgäste. Mit diesem Bus könnte die OVAG sowohl die Grundvesorgung mit Lebensmitteln, als auch mit ÖPNV sicherstellen.
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-- Felix Staratschek regt an, die Chancen, die das Internet biete, zu nutzen, die Fahrgäste an der Weiterentwicklung des ÖPNV- Netzes zu beteiligen. Durch einen Internetblog der OVAG könnten die Fahrgäste jede Meldung kommentieren oder über die Kommentare Anregungen mitteilen wo und wie Verbesserungen im ÖPNV möglich sind. Denkbar wäre auch eine Seite, wo man öffentlich Fragen an die OVAG stellen kann und dann die Antwort der OVAG dazu veröffentlicht wird. Auch ein ÖPNV- Forum Oberberg und eine Facebookseite wären sinnvoll, um die Menschen da zu erreichen, wo die schon heute Informationen austauschen.

Bis zu Bundestagswahl ist Felix Staratschek, wie alle Kandidaten im Wahlkreis befragbar. Und so wie die oberbergischen Direktkandidaten für den Bundestag sich hier ihren Wählerinnen und Wählern stellen, könnte sich auch die OVAG ihren Fahrgästen stellen.

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