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Samstag, 1. Oktober 2016

Nahverkehrsplan Oberbergischer Kreis: Entwurf einer Stwellungnahme der Stadt Radevormwald und Anmerkungen von Felix Staratschek

Entwurf des Nahverkehrsplanes für den Oberbergischen Kreis

Inhalte der Stellungnahme der Stadt Radevormwald im Beteiligungsverfahren zum Nahverkehrsplan im Oberbergischen Kreis und Anmerkungen von Felix Staratschek, Md. im Fahrgastverband PRO BAHN e.V., sachkundiger Bürger der AL im Verkehrsausschuss der Stadt Radevormwald

Priorität Linie Beschreibung

Verbundtarife
Radevormwald hat aufgrund seiner Lage zwischen 3 Verkehrsverbünden (Verkehrsverbund Rhein-Sieg - VRS, Verkehrsverbund Rhein-Ruhr - VRR, und Verkehrsverbund Ruhr-Lippe - VRL) Besonderheiten bei den Tarifen. Während es
zwischen VRS und VRR Regelungen mit Übergangstarifen gibt, hapert es daran in Richtung VRL. Betroffen ist dabei die Linie 134 nach Halver/Lüdenscheid. Der Oberbergische Kreis wird gebeten, sich hier für eine Übergangstarifregelung einzusetzen.
Diese sollten auch für den sog. Mobil-Pass gelten.

Anmerkung von Felix Staratschek. 
Korrekt müsste es heißen: Radevormwald liegt in einer Randlage im VRS, an den es nur im Süden angebunden ist. Im Westen und Norden grenzt der VRR an das Stadtgebiet, im Osten der VRL. Während von Radevormwald in die VRR- Orte Schwelm, Wuppertal, Remscheid, Solingen, Düsseldorf, Neuss und Mönchengladbach der VRS- Tarif gilt, fehlt es zwischen VRS und VRL an der Grenze vom Oberbergischen zum Märkischen Kreis an einer Tarifregelung. 

Vorschlag: 
Radevormwald fordert die Ausweitung des sogenannten "großen Grenzverkehrs" zwischen VRR und VRS auf den VRL und weitere Orte im VRR. 
Folgende Orte sollen dem großen Grenzverkehr hinzugefügt werden:
VRR: Hagen, Sprockhövel,Velbert, Mettmann / Wüllfrath, Duisburg, Krefeld, Meerbusch, Ratingen. Das sind zum großen Teil Orte, nach denen man von Radevormwald gut per ÖPNV kommen kann. Mettmann wird bald per Schiene an Wuppertal angebunden und Velbert Neviges wird als Wallfahrtsort auch aus dem VRS- Bereich angesteuert. 
VRS: Wipperfürth, Marienheide, Gummersbach, Odenthal, Troisdorf, Siegburg, Bonn, Brühl, Bornheim und Orte die dazwischen liegen. Denn wenn der RRX kommt, wird Pendeln von Duisburg bis Bonn möglich.  
VRL: Halver, Lüdenscheid, Meinerzhagen und Kierspe. 

Da es mit dem "großen Grenzverkehr" VRR/ VRS bereits eine vorhandene Struktur gibt, sollte auf diese zurück gegriffen werden und diese ausgeweitet werden. Bei einzelnen Schüler- und Sozialtarifen soll es im großen Grenzverkehr noch Probleme geben. Diese müssen durch Nachbesserungen beseitigt werden. 



Buslinien 626, 671,339, 134
Prüfung der Möglichkeiten einer besseren Bedienung der Gewerbegebiete zu den Schichtwechselzeiten (a. 6.00, 14.00, 22.00 Uhr) 

Anmerkung von Felix Staratschek: 
Die Anbindung muss ganztägig gewährleistet sein, da es in den Büros der Firmen andere, oft flexible Arbeitszeiten gibt und im Rader Industriegebiet ein beachtlicher Teil an Wohnhäusern steht. 


Buslinie 626
Die sog. Schleife über die Keilbeck ist zu erhalten. Die mögliche Beschleunigung der Linie von 4 Minuten steht nicht in Relation zu den damit verbundenen Nachteilen. Insbesondere ist hier die örtliche Topographie zu berücksichtigen, die es gerade älteren und/ oder mobilitätseingeschränkten Menschen massiv erschwert ansonsten die nächste Anbindung zum ÖPNV zu erreichen.

Erforderlich ist die Bedienung der Schleife Keilbeck bei allen Fahrten, in beide Richtungen. Durch die damit verbundene bessere Verständlichkeit der Linienführung wird auch eine bessere Nutzbarkeit durch die Wupperorte erreicht.

Taktverdichtung auf 20 min während der Stoßzeiten, dadurch geringere Wartezeiten und besserer Anschluss an die Linie 671

Beginn der Linie morgens 30 min. früher für Pendler

Anmerkung von Felix Staratschek: 
Es wäre sinnvoll, auch zu sagen, wie der 20 Minuten-Takt realisierbar wird. Denn die Verschiebung der Zusatzfahrten  der Linie 626 in den 20 Minutentakt würde zwischen Beyenburg und Oberbarmen eine Fahrt der Wuppertaler Stadtwerke (Linie 616) ersetzen. Die so ersetzten Fahrten der WSW könnten im Gegenzug als Fahrleistung in die Linie 626 eingebracht werden. Der zusätzliche Aufwand für den 20 Minutentakt im Berufsverkehr wird so deutlich reduziert. 

Für Radevormwald wäre es sinnvoll, wenn es vormittags zwischen 8 und 13 Uhr Zusatzfahrten zur halben Stunde zwischen Herkingrade und dem Stadtzentrum gäbe. Nach meiner Erfahrung ist vormittags in der Innenstadt am meisten los, die Busse fahren zu dieser Zeit aber nur stündlich. Indem der Schulbus zum Ortsbus wird, müsste es möglich sein, mit einem vorhandenen Wagen Zusatzfahrten Herkingrade - Radevormwald zu fahren. Diese könnten verbunden werden mit einer Ortsbuslinie nach Heide, Kräwinkel und Honsberg. Die Zusatzfahrten fahren die ganze Uelfe Wuppertal Straße bis zur Kaiserstraße und fahren dann ohne Busbahnhof durch die Innenstadt nach Bergerhof um die Runde über Kräwinkel zu fahren. An der Uelfe Wuppertal Straße  und Kaiserstraße entstehen die Haltestellen Oberste Mühle (Einzugsbereich bis zur Jugendherberge / untere Telegrafenstraße), IV. Uelfe (Einzug bis Werner Seelenbinder Straße), Nordstadt (Einzugsbereich Rudolf Harbig Straße), II. Uelfe (Einzugsbereich östliche Uelfestraße, Hermannshagen, Industriegebiet), Blumenstraße, Dahlienstraße (GIRA, Industriegebiet, Einzugsbereich bis Wassertrmstraße), (vorhandene Haltestelle) Kaiserstraße und Rochollstraße (Ärztehaus, KIT) bedient. An der Haltestelle Rochollstraße ist eine Treppe zum Lidl anzulegen, die hier sehr viele Fußwege verkürzen würde und vom Lidlparkplatz aus den Besuch der Einrichtungen in Kaiserstraße und Rochollstraße erlauben würde. Es dürfte die Attraktivität des LIDL erhöhen, wenn man von diesem Parkplatz aus weitere Ziele leicht erreichen kann und wenn Anwohner und Fahrgäste ohne PKW auf kurzem Weg den Discounter erreichen können.

Die erste Fahrt von Herkingrade nach Radevormwald sollte von der Stadtmitte aus über Önkfeld Herkingrade ansteuern, um auch diesem Dorf eine ÖPNV- Verbindung mehr nach Radevormwald zu geben. 

Buslinie 671
Der Aussage im NVP, dass ein Wegfall der Linienführung über den Wupperdamm und damit ein Abbinden von Krebsöge (und Wilhelmstal) aus verkehrlicher und wirtschaftlicher Sicht nicht befürwortet werden kann, schließt sich die Stadt Radevormwald ausdrücklich an.

Zur weiteren Verbesserung der Akzeptanz der Linie und besserer Anbindungsmöglichkeiten mit der Linie 626 ist in den Stoßzeiten eine Taktverdichtung auf 20 min erforderlich.

Mehrfach wurde im Zuge der Beratungen angeregt, dass die Anschlüsse zum überregionalen Schienenpersonennahverkehr verbesserungsfähig sind. 

Anmerkung von Felix Staratschek
Die Linie 671 bedient den Höhenrücken von Radevormwald von Herbeck bis zum Busbahnhof. Statt zum Busbahnhof zu fahren ist diese Linie direkt über die Kaiserstraße zum Wendekreis Wasserturmstraße zu verlängern, um Einpenldern von Remscheid, Solingen und Wuppertal sowie Radern aus Herbeck und Bergerhof die Nutzung des ÖPNV attraktiver zu machen. Falls es notwendig ist, kann die Linie in Lennep verkürzt werden um den Abschnitt Bahnhof - Kreishaus, der von allen anderen Linien im dichten Takt bedient wird. Der Umstieg zwischen der 671 und den anderen Buslinien erfolgt schon heute großteils am Bahnhof Lennep.  

In Remscheid wären auf der 671 die Haltestellen Nagelsberg und Vorsperre sinnvoll, da beide Haltestellen für Wanderungen oder das Badevergnügen von Bedeutung sind. Saisonal könnte das einige weitere Fahrgäste bringen.

Der VRR- Tarif soll von der Haltestelle Wassermühle bis Krebsöge Wupperdamm ausgeweitet werden. dann können VRR- Kunden  ab Krebsöge preiswerter nach Radevormwald fahren, Remscheider können ohne Aufpreis die Waldkirche besuchen, die zur evangelischen Kirchengemeinde und dem Stadtteil  Lennep gehört. Auch das Remscheider Dorf Durchholz wird über diese Haltestelle am besten bedient. Das alles spricht dafür, die Grenze zwischen VRR und VRS genau auf die Haltestelle Wupperdamm zu legen, die zwar schon in Radevormwald liegt, aber nur wenige Meter vom Remscheider Territorium entfernt ist. Remscheider Pendler  und Ausflügler zur Sintermetall  und Wuppertalsperre in Krebsöge könnten dann mit den VRR- Tickets bis zum Wupperdamm fahren. 


Buslinie 659 
Die Stadt Radevormwald kann den Antrag der Stadtwerke Remscheid auf Einstellung der Linie 659 nicht befürworten. Die Einstellung würde zu einem Abbinden größerer Bereiche der Wupperorte führen.

Sollte eine Linieneinstellung nicht zu vermeiden sein, so ist als Alternative ein Anruf-Sammeltaxi oder Taxi-Bus-System zu 

Ein neu einzurichtendes Anruf- Sammeltaxi oder Taxi-Bus-System sollte bei der Linienführung mindestens den Bereich zwischen Frielinghausen und Herkingrade abdecken, Möglichkeiten zur Erweiterung sind zu prüfen.

Das AST oder der TB sollten an allen Wochentagen einschließlich Wochenende in einer regelmäßigen attraktiven Taktung fahren, z.B. stündlich über Tag

Die Übernahme von Teilstrecken, ggf. auch nur temporärer Teilstrecken kann durch den Bürgerbus nicht gewährleistet werden. Die vom Bürgerbus bedienten eigenen Linien wie der Wupperblitz dienen als Verstärkungsfahrten zu ansonsten
auslastungsschwächeren Zeiten.


Anmerkung von Felix Staratschek: 
Ein Anruf Sammel Taxi würde unter den Regeln des VRS und VRR zu einer Verdoppelung der Fahrpreise führen, die schon ein Niveau haben, das viele von der ÖPNV Nutzung abhält.
Eine Linie 659, die durch Taxibusse ausgeweitet wird, die zum normalen Verbundtarif fahren, ist hier notwendig. Statt nach Lennep ist die Linie 659 nach Lüttringhausen zu fahren, wobei es immer Tür an Tür Anschlüsse in Grünental von und nach Lennep geben muss. Im Nebenschluss gibt das Fahrgästen aus Beyenburg genauso regelmäßige Anschlüsse nach Lüttringhausen, so dass auf beiden Linien die Fahrgastzahlen steigen werden.  


Buslinie 339
Die Linie 339 verbindet Radevormwald mit Hückeswagen und mit dem dortigen Anschluss zur 336 in Richtung Wipperfürth/ Gummersbach bzw. Bergisch-Born. Für jede Fahrt der 336 über Hückeswagen sollte ein Anschluss mit der 339 von und nach Radevormwald gewährleistet sein. Bei geringer Nachfrage könnte dies ggf. als Anrufbus umgesetzt werden. Das führt zu einer Verbesserung der Anbindung der Gewerbegebiete in Hückeswagen-Wiehagen und Bergisch-Born sowie zum Berufskolleg Standort Wipperfürth. Die verbesserte Linienführung nach Radevormwald führt damit auch zu einer Stärkung der Attraktivität der Radevormwalder weiterführenden Schulen.
Sinnvoll wäre eine Verbesserung der Anbindung Radevormwald-Schwelm zur Anbindung des dortigen Bahnhofes durch Verdichtung der Taktung der Linie bis Schlagbaum bzw. eine durchgehende Verbindung bis Schwelm. Da auch der Ennepe- Ruhr-Kreis derzeit im Aufstellungsverfahren zum dortigen Nahverkehrsplan ist sollte dies in der Stellungnahme des Oberbergischen Kreises Berücksichtigung finden.

Die Linie 339 soll über 19:30 hinaus sowie auch am Wochenende Anschlussmöglichkeiten zur Linie 336 / Hückeswagen erhalten. Dadurch wird eine bessere Nutzbarkeit für Berufspendler ( Schichtbetrieb) und Freizeitverkehr erreicht.


Anmerkung von Felix Staratschek: 
Die Linie nach Schwelm aufzuwerten hieße eine neue Buslinie einzuführen, da akut 3 Buspaare nicht der Rede wert sind. Hier wäre es sinnvoller, mit Nachdruck die Anbindung an Lennep zu verbessern, was die Reisezeiten zu vielen Orten verbessert, die sehr viele Radevormwalder ansteuern. Nach Schwelm fahren eh schon weniger Pendler und einige wenige, die den Zug ab Schwelm nutzen, reichen auch nicht, um hier eine Linie zu rechtfertigen. Da die Verkehrsbetriebe Ennepe Ruhr (VER) kaum mehr Busse von Schwelm nach Schlagbaum bringen würden, müsste der Oberbergische Kreis die Gesamtlinie tragen.  Das klappt schon nicht zwischen Olpe und Pernze bzw. Gummersbach, einer eigentlich sehr wichtigen Buslinie die den Kreis Olpe (Biggesee, Atterhöhle, Homert.....) an den Großraum Köln anbindet und auch für den Fremdenverkehr im Oberbergischen Kreis sehr wichtig wäre. 

Da die Linie 339 nach Schlagbaum wenige Fahrgäste hat, die nur eine Teilstrecke der Linie fahren wäre folgender Linienweg sinnvoll: 
Radevormwald - Önkfeld - Schlagbaum (Kontakt mit Schwelmer Bus) - Anruffahrt nur bei Bedarf nach Filde - Radevormwald. Auf diese Weise wäre erstmals Önkfeld an den VRS-ÖPNV angebunden und auch die größeren Orte Filde und Wönkhausen können bei Bedarf den Bus nutzen. Die Fahrgäste müssen informiert werden, das wegen der Bedarfsfahrt nach Filde es zu verspäteten Abfahrten ab Wellringrade kommen kann. Als Ankunftszeit in Radevormwald muss deswegen die spätest mögliche Zeit angegeben werden, damit niemand überrascht wird. Bei den Abfahrtszeiten muss die früheste Zeit angegeben werden, damit niemand zu Spät zur Fahrt kommt.  
Die Schulbusse, die diese Region bedienen sollen als Einsatzwagen der Linie 339 geführt werden und so an Schultagen den ÖPNV auf dieser Linie mehr als verdoppeln. 

Für die Linie 339 wären kleinere Midibusse sinnvoll, die evt. durch Busanhänger im Schülerverkehr verstärkt werden. 

Soweit wie möglich soll die Linie 339 zum Buswendeplatz am Schulzentrum durchfahren. Alternativ könnten vor acht Uhr und am Nachmittag die Busse der 339 auch als Ortsbus die Honsberger Linie bedienen. Wenn man ab Bergerhof umsteigefrei durch die Kernstadt nach Hückeswagen fahren kann, dürfte das die Fahrgastzahen steigern. Einzelne Fahrten könnten auch im Bergerhofer Kreisverkehr wenden.

Alle Busfahrten, die durchgehend auf mehreren Linien fahren müssen in allen Fahrplänen auch kenntlich gemacht werden. 

Regelmäßige Leerfahrten vom Depot sind abzuschaffen und als Linienfahrt einzuführen. Auch bei nur wenigen Minuten Abstand zu anderen Fahrten kann so eine Zusatzfahrt sinnvoll sein. Außerdem werden immer einige Haltestellen so umsteigefrei erreichbar, was die Attraktivität der Fahrt verbessert und zu mehr Fahrgästen führt.  

Hückeswagen strebt eine bessere Verbindung nach Wermelskirchen an, Radevormwald hat keinen Direktbus nach Wermelskirchen. Hier sollten sich beide Städte zusammen setzen mit dem Ziel, die 339 nach Wermelskirchen zu verlängern. Durch die Bündelung der Pendlerströme von Radevormwald und Hückeswagen nach nach Wermelskirchen besteht am ehesten die Chance, diese Linie wirtschaftlich tragfähig zu machen.  

Buslinie 134
Die Linie 134 als Verbindung zwischen Radevormwald und Lüdenscheid über Halver hat im Nahverkehrsplan keine Berücksichtigung gefunden. Sie ist als einzige Linie eine wesentliche Verbindung in diese Richtung. Die Linie 134 sollte daher im Nahverkehrsplan Erwähnung finden.

Insbesondere auf dieser Linie ist ein Übergangstarif derzeit nicht verfügbar. Hier wird nochmals auf die grundsätzliche Notwendigkeit eines solchen Übergangstarifs der Verbünde VRS und VRL auf dieser Linie hingewiesen.

Anmerkung von Felix Staratschek 
Es ist ein grundsätzliches Problem des Nahverkehrsplans, dass dieser den ÖPNV mit Westfalen nicht beachtet und alle Busverkehre, die von dort kommen übergeht, die auch innerhalb des Oberbergischen Kreises nur zum VRL- Tarif und nicht VRS- Tarif fahren. Das betrifft also nicht nur Radevormwald, sondern auch Wipperfürth, Marienheide, Bergneustadt und Morsbach.

Es fehlt auch hier als kurzfristiges Ziel die Verlängerung der Linie 134 zum Schulzentrum. 

Als langfristiges Ziel wäre eine Vereinigung der Linien 671 und 134 zu einer Linie Lüdenscheid - Remscheid Lennep anzustreben. Nur durchgehende Fahrten ermöglichen hier eine Zunahme der Nutzerzahlen des ÖPNV. 

Beide Vorschläge sind auf dem ersten Blick widersprüchlich, da der zweite Vorschlag den ersten aufhebt. Das ist aber nicht der Fall. Der erste Vorschlag ist schnell umsetzbar. Dafür muss nichts verändert werden, es müssen nur die Busse anders fahren und vorhandene Einrichtungen nutzen. Die Zusammenführung beider Linien verlangt einiges an Verhandlungsgeschick, was Zeit benötigt. Die Umsetzung des 2. Vorschlages würde die Fahrten der 134 wieder vom Buswendeplatz Schulzentrum nehmen, dafür aber die Haltestelle Hermannstraße bedienen, was gegenüber heute auch eine Verbesserung ist.  Denkbar wäre auch die Aufspaltung der der Linie 134 in eine Linie Halver Lüdenscheid und Halver - Remscheid Lennep, da für Halver sowohl die Anschlüsse in Brügge nach Hagen, als auch die in Lennep nach Wuppertal, Düsseldorf und Solingen sowie Remscheid wichtig wären. Wenn beides nicht mit einer Linie geht und so mehr Fahrgäste gewonnen werden, als von Radevormwald über Halver  hinaus fahren, wäre diese Linienteilung sinnvoll.  


Kräwinkel
Die Stadtwerke Remscheid bedienen in den Sommerferien den Freizeitpark Kräwinklerbrücke bis nach Radevormwald Heidersteg. Es wird angeregt, diese Fahrt bis nach Radevormwald Kreisverkehr Kölner Straße / B229 durchzuschleifen. Dadurch könnten in Radevormwald Zusteigemöglichkeiten und eine bessere touristische Nutzung der Wuppersperre erreicht werden.


Anmerkung von Felix Staratschek: 
​Dieser Vorschlag erstaunt mich, da Radevormwald schon heute die Mittel einsetzt, mit denen der Schulbus hier als Ortsbus fahren könnte und das nicht nur im Sommer sondern ganzjährig. Über 1000 Einwohner, die bisher keinen VRS- ÖPNV haben, würden so an den Bus angeschlossen. Und als Ausflugsziel ist der Bereich Kräwinkel mit Gastronomie, Wanderwegen und Spielwiese das ganze Jahr attraktiv. Radevormwald sollte endlich den Ortsbus einführen und sich an die Stadtwerke Remscheid wenden, dass deren Badebus in den Sommerferien so gelegt wird, dass in Kräwinkel oder Heidersteg zwischen beiden Linien umgestiegen werden kann. 

Da auf Remscheider Seite neben dem Sammeltaxi auch ein Schulbus fährt, könnte der ebenfalls in einen ÖPNV umgewandelt werden. Beide Buslinien müssen so koordiniert werden, dass zwischen diesen umgestiegen werden kann. Falls auf der Remscheider Seite an der Kräwi ein Midibus wenden kann, wäre zu prüfen, ob der Ortsbus bis zum Gelände des ehemaligen Bahnhof Kräwinklerbrücke verlängert wird. Neben dem Freizeitwert würde so die Siedlung Dörper Höhe erschlossen. Tariflich sollte diese Fahrt der Rader Tarifzone zugeschlagen werden. Ebenso sollte für Remscheider Busse bis Heidersteg und Krebsöge Wupperdamm  die Tarifzone Remscheid gelten. Im Grenzbereich sollten sich Tarifzonen häufiger überlappen.   

​Anmerkungen zum Bürgerbus: ​
​Bürgerbusse müssen voll in den VRS- Tarif integriert werden. Das teuerste beim ÖPNV sind die Personalkosten​. Wobei zu beachten ist, dass durch jede Busfahrerstelle ein Hartz IV- Empfänger in den Arbeitsmarkt nachrücken kann. Es werden also durch einen guten ÖPNV auch an anderer Stelle Kosten gespart. Wenn aber der Bürgerbus so preiswert ist, sind dessen Kosten voll durch die OVAG zu tragen. Die OVAG erhält im Gegenzug die Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf. Im Gegenzug wird der Bürgerbus in den VRS- Fahrplan aufgenommen, so dass man von überall her mit dem VRS- und NRW- Tarif auch die Haltestellen des Bürgerbusses ansteuern kann. Nur so werden Synergien zwischen Bürgerbus und den klassischen Linien möglich. Die OVAG zahlt jeden Bürgerbusverein eine Pauschale für die Vereinsarbeit und ein jährliches Vereinsfest. Das ist immer noch preiswerter, als diesen Fahrdienst mit OVAG- Bussen durchzuführen. Gerade in Radevormwald wären die Synergien zwischen Bürgerbus und Ortsbus besonders groß, wenn alle Busse zum VRS- Tarif fahren. Und wenn der Bürgerbus dann eine Nachfrage erreicht, die dessen Kapazitäten übersteigt, ist dass das Signal an die OVAG, hier eine normale Linienfahrt einzurichten.


Modellprojekte im Nahverkehrsplan: 
Um wenigstens einige Verbesserungen am Ende zu bekommen, sollten grundsätzlich alle sinnvoll wünschbaren Forderungen in den Nahverkehrsplan eingebracht werden. Die Buslinie nach Schwelm gehört für mich akut nicht dazu und kommt erst dann in Frage, wenn auf allen anderen Linien der Modal Splitt zugunsten des ÖPNV massiv vergrößert wurde. 

​Die Wupperorte ließen sich am Besten durch einen neuen "Schiene-Straße-Bus" erschließen, der zwischen Dahlerau und Dahlhausen die Schienen benutzt. Als Baufahrzeuge​ gibt es eine Vielzahl von "Zweiwegefahrzeugen" und es ist an der Zeit, dies für den ÖPNV nutzbar zu machen. Dann wäre auch ein durchgehender 20 Minutentakt sinnvoll. Die Busse fahren von Wuppertal kommend zum Bahnhof Dahlerau, gehen auf die Schienen bis Dahlhausen und fahren von dort über den Wuppermarkt, die Keilbeck, Önkfeld und die Uelfe Wuppertalstraße und Kaiserstraße nach Radevormwald, wo die weiter bis Lennep fahren. Da die Wülfingstraße diesen Busverkehr nicht tragen kann, ist einzig die Bahnstrecke in der Lage, die Busse zum Bereich des Bahnhof Dahlhausen zu bringen. Sowohl der Bereich Dahlhausen, als auch Brede, Herkingrade und Önkfeld würden so einen einen attraktiven ÖPNV angebunden, den die 626 für diese Bereich akut nicht liefert. Radevormwald sollte deshalb einen neuen "Schiene Straße Bus" fordern, der von Radevormwald und dem Oberbergischen Kreis aus eine Erfolgsgeschichte anschieben könnte. So kann man auf heute stillgelegten Bahnstrecken Staus umfahren oder Relationen bedienen, auf denen eine Straße fehlt. In Radevormwald ließe der "Schiene Straße Bus" erstmals die Kompletterschließung der Wupperorte mit nur einer Linie zu, was wirtschaftlich ist und die meisten Fahrgäste bringt. 

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