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Donnerstag, 26. Januar 2017

Stadttbahn auf neuer A 1 Rheinbrücke: Antwort an die SPD in Leverkusen

Sehr geehrter Herr Frohloff!

Ihre Antwort enttäuscht, da Sie nicht auf die Argumente eingehen. Hier der Link zu meiner Frage, auf die dort leider mit einer ausweichenden Standartantwort reagiert wird, statt sich in der Öffentlichkeit zur eigenen Politik zu bekennen: http://www.abgeordnetenwatch.de/eva_lux-928-49916--f462513.html#q462513

Facebookseite zum Thema, da kann sich jeder beteiligen: https://www.facebook.com/stadtbahnfuerleverkusen/

Am 25. Januar 2017 um 10:33 schrieb Julian Frohloff (SPD) <jf@levspd.de>:
Sehr geehrter Herr Staratschek,

vielen Dank für Ihr Nachricht vom 23. Januar 2017. Sie haben die Landtagsabgeordnete Eva Lux, den Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach, die Jusos Leverkusen und die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Leverkusen auf verschiedenen Wegen (u.a. Facebook und Abgeordnetenwatch) angeschrieben. Gerne antworte ich Ihnen zentral auf diese Anfragen.
Sie hatten bereits 2015 einen Bürgerantrag zum Thema „Verlängerung der Stadtbahnlinie 12“ gestellt. Dieser wurde am 07.05.2015 im zuständigen Ausschuss für Anregungen und Beschwerden mit folgender Begründung einstimmig abgelehnt:
Mit Schreiben vom 13.04.2015 regt der Petent an, die Fahrstrecke der Stadtbahnlinie 12 der KVB über die neue Autobahnrheinrücke der A1 nach Leverkusen zu verlängern. […]
Ein Bedarf für eine Stadtbahnlinie über den Rhein wurde in der Vergangenheit weder von den Städten Köln und Leverkusen noch von den Verkehrsbetrieben der KVB festgestellt.
Was ist das für eine Aussage? Hat man denn nach einen Bedarf gesucht? Ist denn die hohe Belastung der Autobahnen kein Bedarf, der zum Teil auf den ÖPNV verlagert werden muss​, wenn wir die Klimaziele schaffen wollen?


Auch der Landesbetrieb Straßen.NRW hält eine Stadtbahnlinie auf der Rheinbrücke der A1 aus planerischer Sicht nicht für sinnvoll, da Bundesinteressen mit kommunalen Belangen vermengt würden.

Was ist das für eine Aussage? Es gibt unzählige mehrspurige Straßenbrücken mit einer Stadtbahn über den Rhein. Welche Bundesinteressen sind von der Stadtbahn tangiert? Ist es nicht ein Bundesinteresse das Gemeinwohl zu mehren? Dient dem nicht hier die Stadtbahn? Oder haben da einige Mitarbeiter von Straßen.NRW keine Lust zu arbeiten?​

Vor der Planung einer Straßenbahnlinie wäre auch eine Buslinie in Erwägung zu ziehen.
​Der Autoverkehr sollte reichen, um das Potential zu sehen. Ein Bus verlangt immer ein weiteres Umsteigen und ist vom Stau betroffen. Und Stadtbahnen werden immer besser genutzt, als Busse. Und der Brückenneubau findet jetzt statt, man kann nur jetzt handeln oder für Jahrzehnte nicht mehr. Nur auf der zweiten Brücke wäre ein Stadtbahngleis nötig. ​Ist es nicht so, dass die Brücke ein Verkehrshotspot ist und dass von Leverkusen kommend auf Kölner Seite sofort unzählige PKW die Autobahn verlassen?

Diese wurde zum Beispiel zu Zeiten der Landesgartenschau im Jahr 2005 zwischen Köln-Merkenich und Leverkusen angeboten. Sie wurde allerdings nur mäßig frequentiert. Dadurch wird die Einschätzung bestätigt, dass derzeit auch für die Stadtbahnlinie kein Bedarf abgeleitet werden kann.
​Da ich vom Fahrplan keine Spuren im Netz finde und auch nichts von der Bewerbung dieser Linie, kann ich nicht sagen, ob diese Linie attraktiv war und für Pendler geeignet war​. Es ist aber davon auszugehen, dass Pendler nur auf einen ÖPNV umsteigen, wenn der langfristig fährt. Wenn ich weiß, der Verkehr ist in 6 Monaten wieder beendet, steige ich nicht vom  PKW auf die Bahn um. Und es ist nicht zu vermuten, dass dieser Bus vor 6 Uhr morgens und nach 22 Uhr abends fuhr, also zu den wichtigsten Schichtwechselzeiten. Und die Fahrt nach Köln über die Rheinbrücke ist nur dann interessant, wenn man an vielen Haltestellen in Leverkusen in die Stadtbahn zusteigen kann und dann nicht mehr umsteigen muss, um die Ziele an der Linie 12 zu erreichen. Die Eisenbahn ist zwar etwas schneller am Kölner Hbf., aber dort muss man ja in die Stadtbahn umsteigen, was auch Zeit braucht. Wenn die 12 von Leverkusen nach Köln  durchfährt, kann diese mit der Gesamtreisezeit der heutigen Verbindungen mithalten, sobald in Merkenich nach Köln Mitte umgestiegen werden muss, ist die heutige Eisenbahn attraktiver, zumal bei Stau der Abschluss nicht sicher ist.  

Für Ziele in Köln stehen leistungsfähige Verbindungen mit der S6 und zukünftig mit dem Rhein-Ruhr-Express ab Leverkusen zur Verfügung.
​Haben Sie keine Ahnung vom ÖPNV? Die Züge sind voll, zumindest im Berufsverkehr. Die Stadtbahn würde diese Richtung Köln entlasten, aber auch aus Düsseldorf, Hilden, Solingen und Langenfeld  ​neue Pendler in den Zubringerverkehr bringen. Zur Industrie im Kölner Norden kommt man nicht per S6 oder RRX, außer, man fährt einen riesigen Umweg. Und da ist das Auto schneller über die Brücke.

Die vorgenannten Gründe haben für uns weiterhin Bestand, sodass wir Ihnen keine positive Rückmeldung zu Ihrem Anliegen geben können.

​Ich sehe keine Gründe sondern nur postfaktische Worthülsen und Aussagen, um sich vor einer ökologischen Verkehrspolitik zu drücken. ​

Darüber hinaus ist zum jetzigen Zeitpunkt eine Umplanung der Rheinbrücke nicht mehr möglich.

​Wo ein Wille ist, ist ein Weg. Die Brücke wird in zwei Abschnitten gebaut. Die zweite Brücke kann noch umgeplant werden, solange die erste im Bau ist. Belügen Sie sich doch nicht selber.  ​Die Rheinquerung kann eingleisig erfolgen. Kurze eingleisige Abschnitte sind bei einer Stadtbahn möglich, die gibt es z.B. auch bei der Neubaustrecke in Heilbronn, weil die Straßenbreite dort nicht mehr zulässt.

Der Planfeststellungsbeschluss zum Neubau der A1-Rheinbrücke liegt mittlerweile vor. Sobald dieser durch ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes bestätigt ist, wird der Neubau der Rheinbrücke voraussichtlich noch in diesem Jahr beginnen. 

​Nur zur Erinnerung, es sind zwei Brücken. Eine wird zuerst gebaut, dann wird die alte Brücke abgerissen und dann wird die zweite Brücke gebaut. Und diese soll ein Stadtbahngleis tragen. Jetzt besteht die einmalige Chance, die Rheinquerung der Stadtbahn gratis zu bekommen. Nur die Strecke vor und hinter der Brücke wird zusätzliches Geld kosten, aber das ist ein normaler Neubau. Die Rheinbrücke ist das aufwendigste dieser Strecke und das kann man jetzt geschenkt bekommen Denn auf dem Gleis werden maximal zwei Züge gleichzeitig in Doppeltraktion auf der Brücke sein, die aber einen Stau mit 40-Tonner LKW tragen können muss. Eine Brücke, die eine LKW- Schlange aushalten muss, kann eine Stadtbahn tragen. Und da Flussquerungen immer teuer sind, sollte jetzt die mögliche Synergie genutzt werden, die es jahrzehntelang nicht mehr geben wird.

Mit bestem Gruß, Felix Staratschek


Mit freundlichen Grüßen

Julian Frohloff
Geschäftsführer

lev-spd-logo2 sm.pngSPD-Fraktion im Rat der Stadt Leverkusen
Dhünnstraße 2b
51373 Leverkusen

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