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Mittwoch, 2. November 2016

Vorschläge für die Zukunft des ÖPNV in Radevormwald

Bedingt durch Urlaub und Spätschicht konnte ich an der Arbeitsgruppe zum Nahverkehr nicht teilnehmen und nur schriftlich mich an dem Verfahren beteiligen. Viele meiner Vorschläge sind ganz oder in Ansätzen in ein Papier mit engeflossen, dass Forderungen Radevormwalds für den Nahverkehrsplan des Oberbergischen Kreises enthält. Diese Forderungen sind zu begrüßen, da diese bei Umsetzung den ÖPNV deutlich verbessern würden. Leider fehlt es zum Teil am Feinschliff der Forderungen sowie an einigen Hinweisen zur Umsetzung. Denn Papier ist geduldig und von dem, was im aktuellen Nahverkehrsplan für Radevormwald vorgeschlagen wurde, ist nichts umgesetzt worden.

Im folgenden Text habe ich daher meine Vorschläge für den Nahverkehrsplan im Oberbergischen Kreis zusammen gefasst. Diese können auch dann angestrebt werden, wenn die nicht ausdrücklich im Nahverkehrsplan stehen. Evt. können Fraktionen, die auch im Kreistag vertreten sind daraus noch eigene Anträge machen, um etwas für die Menschen in Radevormwald zu erreichen.   

​Vorschläge zum Nahverkehrsplan des Oberbergischen Kreis für Radevormwald und den Verkehr mit den Nachbarorten
Formuliert von Felix Staratschek



​1.) Die Aussagen zur Lage Radevormwalds werden wie folgt umformuliert:



​"​
Radevormwald liegt in einer Randlage im VRS, an den es nur im Süden 
​an Hückeswagen ​
angebunden ist.
​   ​
 


Im Westen und Norden grenzt 
​ mit Remscheid, Wuppertal, Ennepetal/Schwelm und Breckerfeld ​
der VRR an das Stadtgebiet
​. 



Im​
 Osten 
grenzt mit Halver d​
er VRL. 

Während von Radevormwald in die VRR- Orte Schwelm, Wuppertal, Remscheid, Solingen, Düsseldorf, Neuss und Mönchengladbach der VRS- Tarif gilt, fehlt es zwischen VRS und VRL an der Grenze vom Oberbergischen zum Märkischen Kreis an einer Tarifregelung
​, so dass in Radevormwald trotz teilweise gleichen Linienweges für die Buslinien 134 und 339 unterschiedliche, nicht kompatible Tarife gelten. 

Der Oberbergischen Kreis und alle beteiligten Institutionen sollen darauf hinwirken, die Tarife so zu Regeln, dass man Innerhalb von Radevormwald und für Fahrten zwischen Radevormwald und allen Nachbarorten nur eine Fahrkarte braucht. Die Übergangstarife müssen auf alle in den Verbünden gängigen Tarifen ausgeweitet werden (z.B. Mobilpass, Schülerticktes.....)."



2. Konkretisierung des Übergangstarif: 


​"Die Stadt ​
Radevormwald braucht die Ausweitung des sogenannten "großen Grenzverkehrs" zwischen VRR und VRS auf den VRL und weitere Orte im VRR
​ und VRS​
.

Folgende 
​Tarifgebiete (je eine oder mehrere Städte)​
 sollen dem großen Grenzverkehr hinzugefügt werden:

VRR:
 ​
Hagen, Sprockhövel,Velbert, Mettmann / Wüllfrath, Duisburg, Krefeld, Meerbusch, Ratingen. 

Das sind zum großen Teil Orte, nach denen man von Radevormwald gut per ÖPNV kommen kann. Mettmann wird bald per Schiene an Wuppertal angebunden und Velbert Neviges wird als Wallfahrtsort auch aus dem VRS- Bereich 
​u.a. aus Radevormwald ​
angesteuert.
​ Durch die S- Bahn ist es möglich, dorthin zu pendeln.​


VRS: 
​Alle Orte, die über die Linie 336 an Remscheid angebunden sind: 



Wipperfürth, Marienheide, Gummersbach
​.​
 

​Außerdem: ​
Odenthal, Troisdorf, Siegburg, Bonn, Brühl, Bornheim und Orte die dazwischen liegen. 

Denn wenn der RRX kommt, wird Pendeln von Duisburg bis Bonn möglich.

VRL: Halver, Lüdenscheid, Meinerzhagen und Kierspe.

​"​



​Begründung: ​

Da es mit dem "großen Grenzverkehr" VRR/ VRS bereits eine vorhandene Struktur gibt, sollte auf diese zurück gegriffen werden und diese ausgeweitet werden. Bei einzelnen Schüler- und Sozialtarifen soll es im großen Grenzverkehr noch Probleme geben. Diese müssen durch Nachbesserungen beseitigt werden. 



Buslinien 626, 671,339, 134



​3. Verlängerung der heute am Busbahnhof endenden Buslinien.

​Die Buslinien 134, 339, 626 und 671 sind im Gebiet der Kernstadt zu verlängern. 

a) Die Fahrten der Linien 134 und 339 sollen so weit wie möglich zum Wendekreis am Schulzentrum fahren, um Schulen und Sportstätten optimal mit dem Umland zu verbinden. 

Alternativ bietet sich an, dass die Busse unter Auslassung des Busbahnhofs über die Haltestellen Schlossmacherplatz, Rathaus und Lindenbaumschule zur Hermannstraße fahren und von dort über die Bundesstraße zurück zum Busbahnhof. 
Beide Lösungen bringen die Linien 339 und 134 näher an das Schulzentrum und erschließen weitere Haltestellen und deren Nahbereiche.  ​

​b) Die Buslinien 626 und 671 sollen statt zum Busbahnhof so oft wie ​möglich bis zum Kreisverkehr Wasserturmstraße, im Einzelfall auch zum Kreisverkehr Rädereichen oder Grüne durchfahren. Vor allem für die Linie 671 ist das möglich, weil die in Remscheid Lennep ohne Nachteile für die Fahrgäste der Abschnitt vom Bahnhof Remscheid Lennep zum Kreishaus gestrichen werden kann, falls dies nötig ist. Dort fahren sehr viele andere Linien und in Lennep Bahnhof gibt es sowohl ein Personal-WC, als auch Wendeschleifen. 

Durch die Verlängerung der Linie 671 nach Osten wird der ÖPNV für Pendler aus Remscheid, Herbeck und Bergerhof zum Rader Industriegebiet interessanter. 

An der Rochollstraße (Ärztehaus, KITA, Friedhof) und der Uelfe Wuppertal Straße (GIRA, BILORA, REWE....) sind auf der Kaiserstraße neue Haltestellen einzurichten. Die Endhaltestelle Wasserturmstraße ist über Fußwege an das Industriegbiet und Rädereichen angebunden.

Begründung: 
Es reicht nicht nur zu den Schichtwechselzeiten gute Verbindungen zu bieten, wie im Oktober 2016 vom Rat der Stadt Radevormwald gefordert, da es auch Teilzeitstellen gibt und die Büros später anfangen und oft flexible Arbeitszeiten haben. 

Hinzu kommt, das in Radereichen und an der Wasserturmstraße schon vor Schaffung des Neubaugebietes über 200 Einwohner lebten. 

Auch das Industriegebiet kommt auf 587 Einwohner. 

Weitere über 1600 Einwohner wohnen rechts und Links neben der Verlängerung der Buslinie (Zahlen noch ohne die neue "Getreidestraßen-Siedlung"). Pendler und Einwohner zusammen rechtfertigen diese Linienverlängerung.


Linie 626 

4. Zusätzliche Fahrt von Wuppertal nach Radevormwald ca. 30 Minuten vor der heutigen ersten Fahrt. ​


​Der Betriebsbeginn​
 der Linie
​ 626 Richtung Radevormwald soll ​
 morgens 30 min. 
​früher als heute stattfinden. Für Berufspendler muss es möglich sein, vor Schichtbeginn um 6 Uhr morgens die Arbeitsplätze im Industriegebiet zu erreichen. Diese Verbesserung hat oberste Priorität. 



​5. Abstimmung mit Wuppertal und WSW, um mindestens im Berufsverkehr einen 20 Minutentakt auf der Linie 626 anzubieten.

​Der Oberbergischen Kreis soll umgehend mit Wuppertal in Kontakt zu treten, da dort ebenfalls ein neuer Nahverkehrsplan erstellt wird, damit in beiden Nahverkehrsplänen folgender Vorschlag aufgenommen wird:  
Verschiebung der Zusatzfahrten  der Linie 626 in den 20 Minutentakt zwischen Beyenburg und Oberbarmen
​. 

Die so ersetzte ​
Fahrt der Wuppertaler Stadtwerke (Linie 616) 
​fahren
 im Gegenzug als Fahrleistung 
​auf der
 Linie 626 
​bis nach Radevormwald
.
​ OVAG, BVR und WSW erbringen zur Hauptverkehrszeit je ein Drittel der Betriebsleistung der 626 und sorgen so auf der Gesamtstrecke für einen attraktiven Fahrplan und mehr Fahrgäste. ​


​6. Zusatzfahrten außerhalb der bisherigen Hauptverkehrszeit auf der Linie 626


​Die Linie 626 braucht
 vormittags zwischen 8 und 13 Uhr Zusatzfahrten zur halben Stunde
​, zwischen den Fahrten der Linie 626​
 zwischen Herkingrade und dem Stadtzentrum. 
​V​
ormittags
​ ist​
 in der Innenstadt am meisten los, die Busse fahren zu dieser Zeit aber nur stündlich. 


​I​
ndem der Schulbus zum Ortsbus wird
​ (Vorschlag dazu folgt in dieser Serie)​
,
​ ist​
 es möglich, mit einem vorhandenen Wagen Zusatzfahrten Herkingrade - Radevormwald zu fahren. 

Diese könnten verbunden werden mit einer Ortsbuslinie nach Heide, Kräwinkel und Honsberg. Die Zusatzfahrten fahren die ganze Uelfe Wuppertal Straße bis zur Kaiserstraße und fahren dann ohne Busbahnhof durch die Innenstadt nach Bergerhof um die Runde über Kräwinkel zu fahren. 

An der Uelfe Wuppertal Straße  und Kaiserstraße entstehen 
​folgende 
Haltestellen
​:​
 
---Oberste Mühle (Einzugsbereich bis zur Jugendherberge / untere Telegrafenstraße), 
---IV. Uelfe (Einzug bis Werner Seelenbinder Straße), 
---Nordstadt (Einzugsbereich Rudolf Harbig Straße), 
---II. Uelfe (Einzugsbereich östliche Uelfestraße, Hermannshagen, Industriegebiet), 
---Blumenstraße, 
---Dahlienstraße (GIRA, Industriegebiet, Einzugsbereich bis Wassertrmstraße)
​.
Folgende Haltestellen werden mit bedient: 
---Kaiserstraße und 
---Rochollstraße (Ärztehaus, KITA, optional Treppe zum LIDL) bedient. 

An der Haltestelle Rochollstraße ist eine Treppe zum Lidl anzulegen, die hier sehr viele Fußwege verkürzen würde und vom Lidlparkplatz aus den Besuch der Einrichtungen in Kaiserstraße und Rochollstraße erlauben würde. Es dürfte die Attraktivität des LIDL erhöhen, wenn man von diesem Parkplatz aus weitere Ziele leicht erreichen kann und wenn Anwohner und Fahrgäste ohne PKW auf kurzem Weg von der Kaiserstraße den Discounter erreichen können.



​Die erste dieser Zusatzfahrten von Herkingrade nach Radevormwald soll von der Innenstadt über Önkfeld nach Herkingrade und Radevormwald fahren, so dass auch dieses Dorf einen weitere ÖPNV- Fahrt nach Radevormwald bekommt.​



​Begründung:
Da davon auszugehen ist​, dass die Linie 659 ab 30.09.17 Geschichte ist, wird so der Bereich Herkingrade weiter erschlossen und nicht nur mit dem Wuppermarkt, sondern auch mit der Innenstadt und dem Industriegebiet verbunden. 

Wenn man um jede Haltestelle einen 500 m Kreis zieht, sieht man, dass im Norden und Osten Radevormwalds sehr viele Wohngebiete ebenfalls von dieser Linie bestens erschlossen werden. Sie kann auch für Arbeitnehmer, die in den Büros arbeiten interessant sein. Die Fahrten stärken die Rader Innenstadt.



Buslinie 671

​7. Haltestellen der 671​

​a) Die Stadt Remscheid soll
 auf der Linie 671 die Haltestellen Nagelsberg und 
​Lenneper Bach ​
Vorsperre 
​einzurichten. Diese 
beide
​n​
 Haltestellen
​ sind​
 für Wanderungen oder das Badevergnügen von Bedeutung. Saisonal 
​bringt​
 das einige weitere Fahrgäste 
​und erhöht ohne großen Aufwand die Wirtschaftlichkeit der Linie​
.


​b) D
er VRR- Tarif soll von der Haltestelle Wassermühle bis Krebsöge Wupperdamm ausgeweitet w
​erden​
​D​
ann können VRR- Kunden  ab Krebsöge preiswerter nach Radevormwald fahren, Remscheider können ohne Aufpreis die Waldkirche besuchen, die zur evangelischen Kirchengemeinde und dem Stadtteil  Lennep gehört. Auch das Remscheider Dorf Durchholz wird über diese Haltestelle am besten bedient
​, so dass wegen der Remscheider Ziele Durchholz und Waldkirche die Haltestelle Wuppersdamm zwingend in den VRR-Tarif gehört​, bzw. d
as
​s​
 die Grenze zwischen VRR und VRS genau auf die Haltestelle Wupperdamm 
​ge​
leg
​t wird. D
ie 
​Haltestelle Wupperdamm liegt ​
zwar schon in Radevormwald, aber nur wenige Meter vom Remscheider Territorium entfernt
, welches diese Haltestelle ebenfalls erschließt.​
 

c) Auf der Buslinie 671 wird montags bis freitags ganztägig alle 20 Minuten gefahren, so dass alle Züge der S 7 von ca. 4 Uhr bis ca. 21 Uhr mit dem Bus angebunden sind. Das macht das Fahren mit dem ÖPNV nach jund von Remscheid, Wuppertal, Solingen (unschlagbar schnell über die Müngstener Brücke) und Düsseldorf attraktiv und verkürzt auch die Fahrzeit von und nach Köln. 

Es reicht nicht den aktuellen Berufsverkehr auf einen 20 Minutentakt zu verdichten, da der Stundentakt für diese wichtige Linie  tagsüber eine zu geringe Bedienung ist und Pendler zwischen 8 und 13 Uhr nur stündlich fahren können. Sollte das Outlet-Center nach Remscheid kommen, kann Radevormwald versuchen, durch einen besseren ÖPNV davon zu profitieren (es wäre denkbar, das Kunden, ab einem bestimmten  Betrag im Outletcenter eine Busfahrkarte für Remscheid und alle Nachbarorte bekommen, so dass diese nach dem Einkauf Ausflüge in der Region unternehmen können). Die vergleichbare Buslinie Bergneustadt - Gummersbach fährt auch in einem ähnlich dichten Takt. Da sollte Radevormwald nicht schlechter gestellt werden.


Buslinie 659 

8. Erhalt der Linie 659


​a) ​
Ein Anruf Sammel Taxi 
​ist​
 unter den Regeln des VRS und VRR 
​führt ​
zu einer Verdoppelung der F
​ahrpreise
, die schon ein Niveau haben, das viele von der ÖPNV Nutzung abhält.
​ Deshalb ist für Radevormwald das AST nur als letzte Notlösung akzeptabel. ​


Die
 Linie 659 soll deshalb durch Taxibusse ausgeweitet werden, die zum normalen Verbundtarif fahren. 

B
​egründung:
VRS / VRS-Vierticket pro Fahrt / AST
1,90 / 1,83 / 3,80 Kurzstrecke
2,40 / 2,23 / 3,80 Tarif für Radevormwald
2,80 / 2,68 / 5,00 Fahrt nach Remscheid oder Wuppertal Barmen

Wer in Remscheid per Bus weiter fahren will braucht zusätzlich zum AST- Ticket eine Karte der Zone A für 2,60 / 2,45 Euro. Das macht locker mehr als 7 Euro pro Fahrt bzw.mehr als 14 DM, wem DM- Preise noch was sagen.  
​b) Eine neue Linienführung der 659 in Koordination mit der Linie 669 ist notwendig:


Statt nach Lennep ist die Linie 659 nach Lüttringhausen zu fahren, wobei es immer Tür an Tür Anschlüsse in Grünental von und nach Lennep geben muss. Im Nebenschluss gibt das Fahrgästen aus Beyenburg genauso regelmäßige Anschlüsse nach Lüttringhausen, so dass auf beiden Linien die Fahrgastzahlen steigen werden.  
​Sinnvoll ist dies in einem Modellversuch 2 Jahre lang zu testen und bei steigenden Fahrgastzahlen die Testzeit jeweils 6 Monate vor Ablauf der Testphase um ein Jahr  zu verlängern. ​

Begründung: 

Verbesserungen brauchen Zeit, bis die angenommen werden. Neue Verbindungen ermöglichen neue Pendlerbeziehungen, aber Pendlerströme wachsen immer langsam, je nachdem wieviele offene Stellen pro Jahr vergeben werden. Mindestens 6 Monate Vorlauf brauchen Pendler als Sicherheit, um entweder eine andere Fahrmöglichkeit zu finde oder den Job zu wechseln. Solange die Tendenz steigend ist, soll der Versuch fortgesetzt werden. Durch die Synergien zwischen den Linien 659 und 669 kann dieses Konzept beiden Linien mit geringer Nachfrage Auftrieb geben. Der Status Quo wird nicht zu retten sein und ohne das zusätzliche Fahrtziel Lüttringhausen wird jeder Versuch zum Scheitern verurteilt sein. Aber die Wupperorte sollten es uns wert sein, dass wir es versuchen.



Buslinie 339


​9. Aufwertung der Linie 339


​Die Aufwertung der
 Linie nach Schwelm wird 
​zurück gestellt. Diese Linie ​
aufzuwerten hieße eine neue Buslinie einzuführen, da akut 3 Buspaare nicht der Rede wert sind. 

B
​egründung:

Hier 
​ist​
 es sinnvoller, mit Nachdruck die Anbindung an Lennep zu verbessern, was die Reisezeiten zu vielen Orten verbessert, die sehr viele Radevormwalder ansteuern. Nach Schwelm fahren eh schon weniger Pendler und einige wenige, die den Zug ab Schwelm nutzen, reichen auch nicht, um hier eine Linie zu rechtfertigen. Da die Verkehrsbetriebe Ennepe Ruhr (VER) kaum mehr Busse von Schwelm nach Schlagbaum bringen würden, müsste der Oberbergische Kreis die Gesamtlinie tragen.  Das klappt schon nicht zwischen Olpe und Pernze bzw. Gummersbach, einer eigentlich sehr wichtigen Buslinie die den Kreis Olpe (Biggesee, Atterhöhle, Homert.....) an den Großraum Köln anbindet und auch für den Fremdenverkehr im Oberbergischen Kreis sehr wichtig wäre. 




​b) D
ie 
​Fahrt der ​
Linie 339 nach Schlagbaum soll 
​über Önkfeld geführt werden. 



​Auf der Rückfahrt nach vom Schlagbaum nach Radevormwald wird eine Anruf- Bedarfsfahrt nach Wönkhausen und Filde eingeführt, so dass bei Bedarf Fahrgäste aus diesen Orten eine Busfahrt nach Radevormwald bestellen können. Wer aus Radevormwald nach Filde oder Wönkhausen will, sagt dies beim Einsteigen dem Busfahrer. 

​Begründung: 

Die Linie 339 hat zwischen Radevormwald und Schlagbaum sehr ​
wenige Fahrgäste , die nur eine Teilstrecke de
s​
 Linie
nastes der 339​
 fahren
​.
Die Fahrgäste 
​an den Haltestellen ab Wellringrade bis Radevormwald ​
müssen informiert werden, das wegen der Bedarfsfahrt nach Filde es zu verspäteten Abfahrten ab Wellringrade kommen kann. Als Ankunftszeit in Radevormwald muss deswegen die spätest mögliche Zeit angegeben werden, damit niemand überrascht wird. Bei den Abfahrtszeiten muss die früheste Zeit angegeben werden, damit niemand zu Spät zur Fahrt kommt.  


​c) D
ie Schulbusse, die die Region 
​Önkfeld, Schlagbaum, Rocholsberg, Filde, etc. ​
bedienen
​ sollen
 als Einsatzwagen der Linie 339 geführt werden und so an Schultagen den ÖPNV auf dieser Linie mehr als verdoppeln.


​d) Auf der 
Linie 339 sollen kleinere Midibusse 
​eingesetzt werden
​ und als Verstärkung
 Busanhänger im 
​Berufs- und ​
Schülerverkehr. 

​Kleinbusse als Linienbusse, die dort heute z.. verkehren, sind abzulehnen, da diese nur 8 Fahrgäste mitnehmen können und es immer wieder vorkommt​, dass deswegen Fahrgäste an Haltestellen nicht mitgenommen werden können. 



Midibusse, die im Notfall auch Stehplätze bieten sind für weniger nachgefragte Linien die bessere Lösung und können durch Busanhänger zu Spitzenzeiten und für angemeldete Gruppen verstärkt werden.



​d) Es muss geprüft werden, ob die Linie 339 Hückeswagen - Radevormwald mit einem Ortsbus Radevormwald - Heide - Kräwinkel - Honsberg - Radevormwald verbunden werden kann. Für den Fall, dass der Herkingrader Bus zwischen 8 und 13 Uhr die Kräwinkler Linie fährt, könnte die 339 dies vor
 acht Uhr und am Nachmittag 
​übernehmen
. Wenn man ab Bergerhof umsteigefrei durch die Kernstadt nach Hückeswagen fahren kann, dürfte das die Fahrgastzahen steigern. Einzelne Fahrten 
​ der 339 ​
könnten auch im Bergerhofer Kreisverkehr wenden.



​e) ​
Alle Busfahrten, die durchgehend auf mehreren Linien fahren müssen in allen Fahrplänen auch kenntlich gemacht werden.
​ Heute können die Fahrgäste gar nicht erkennen, zu welchen Zeiten man ohne Umsteigen von Herbeck nach Hückeswagen kommt oder umgekehrt. ​



​f)  ​
Regelmäßige Leerfahrten vom 
​Busd​
epot
​ in der Röntgenstraße​
 sind abzuschaffen und als Linienfahrt einzuführen. 



Die Regelfahrt soll sein: Haltestelle Röntgenstraße - Rädereichen - Vorm Holte - Radevormwald und dann Weiterfahrt auf der 626 oder 671 oder als Ortsbus und umgekehrt bei der Rückfahrt. 



Verlassen zwei Busse nahezu gleichzeitig das Depot, kann der zweite Wagen den Weg der 339 über die Mermbacher Straße nehmen.​ 



Wagen, die spontan zum Depot fahren, können dies als Ziel anzeigen und es kann vom Fahrer im Bus durchgesagt werden und so kann der Bus Fahrgäste über Rädereichen mitnehmen.

Auch bei nur wenigen Minuten Abstand zu anderen Fahrten kann so eine Zusatzfahrt sinnvoll sein. Außerdem werden immer einige Haltestellen so umsteigefrei erreichbar, was die Attraktivität der Fahrt verbessert und zu mehr Fahrgästen führt. 
​Das würde vor allem der Haltestelle Vorm Holte eine Aufwertung geben (Neubaugebiet Wasserturmstraße und neu schaffender Fußweg zur Liebigstraße) und die letzte Fahrt der 626 nach Radevormwald würde dann bis zum Busdepot in der Röntgenstraße durchfahren und die Leute näher nach Hause bringen. ​



​g)​ Der Oberbegrische Kreis soll prüfen, ob der Wunsch von 
Hückeswagen eine bessere Verbindung nach Wermelskirchen 
​zu bekommen​
,
​ durch eine Verlängerung der Linie 339​
 Radevormwald
​ - Hückeswagen nach Wernelskirchen realisiert werden kann. ​Keine der beiden Städte
 hat 
​heute einen
 Direktbus nach Wermelskirchen. Hier sollen sich beide Städte
​ und der Kreis​
 zusammen setzen mit dem Ziel, die 339 nach Wermelskirchen zu verlängern. Durch die Bündelung der Pendlerströme von Radevormwald und Hückeswage
​n​
 nach Wermelskirchen besteht am ehesten die Chance, diese Linie wirtschaftlich tragfähig zu machen.


Buslinie 134


​10.) Aufwertung der Linie 134:


A​
ls langfristiges Ziel ist eine Vereinigung der Linien 671 und 134 zu einer Linie Lüdenscheid 
​oder Halver​
- Remscheid Lennep anzustreben. Nur durchgehende Fahrten ermöglichen hier eine Zunahme der Nutzerzahlen des ÖPNV. 

Falls dies den Gesamtnutzen erhöht, kann die Linie 134 in Halver geteilt werden​, damit sowohl in Remscheid Lennep als auch in Brügge die Zuganschlüsse erreicht werden. 

Begründung:​

Dies wirkt verglichen mit dem Vorschlag, die 134 zum Schulzentrum zu führen​
 auf dem ersten Blick widersprüchlich, da der zweite Vorschlag den ersten aufhebt. Das ist aber nicht der Fall: 
Der erste Vorschlag ist schnell umsetzbar. Dafür muss nichts verändert werden, es müssen nur die Busse anders fahren und vorhandene Einrichtungen nutzen. Die Zusammenführung beider Linien verlangt einiges an Verhandlungsgeschick, was Zeit benötigt. 

Die Umsetzung des 2. Vorschlages würde die Fahrten der 134 wieder vom Buswendeplatz Schulzentrum nehmen, dafür aber die Haltestelle Hermannstraße bedienen, was gegenüber heute auch eine Verbesserung ist.  

Denkbar wäre auch die Aufspaltung der der Linie 134 in eine Linie Halver Lüdenscheid und Halver - Remscheid Lennep, da für Halver sowohl die Anschlüsse in Brügge 
​an den Zug ​
nach Hagen, als auch die in Lennep nach Wuppertal, Düsseldorf und Solingen sowie Remscheid wichtig wären. 

Wenn beides nicht mit einer Linie geht und so von Halver nach Remscheid mehr Fahrgäste gewonnen werden, als von Radevormwald über Halver  hinaus fahren, wäre diese Linienteilung sinnvoll. 



Zwar ist die 134 akut eine sehr schwach nachgefragte Linie, da aber über das Internet die Arbeitssuche nicht mehr auf den Anzeigenteil der Lokalzeitung angewiesen ist, werden immer mehr Menschen auch Arbeitsangebote finden. für welche diese die Grenze zwischen Rheinland und Westfalen überschreiten werden. Um aber den Fahrplan nach Halver attraktiver zu machen, braucht es mehr Fahrgäste, die durch eine durchgehende Linie zum Bahnhof Remscheid Lennep und durch einen einheitlichen Bustarif gewonnen werden können. Dies sollte als Wunsch auch im Nahverkehrsplan auftauchen.   ​



Kräwinkel
​, Heide und Honsberg​


a) Wichtig ist die Einführung eines Ortsbusverkehrs für Radevormwald, der die Fahrten des Schülerverkehrs übernimmt und als ÖPNV ​allen Menschen die in Radevormwald leben oder die Stadt besuchen offen steht. 

Dieser Ortsbus soll im Nahverkehrsplan mit höchster Priorität eingetragen werden und den ländlichen Bereichen, die bisher ohne ÖPNV auskommen mussten eine Grundversorgung bieten. 

Begründung:
Von den 52 Wochen eines Jahres findet in 39 Wochen montags bis freitags ein Schulbusverkehr von 6.45 bis 17 Uhr statt. Eine Pause ist von 8.30 Uhr bis 10.30 Uhr, in der die Busse auch den ländlichen Raum erschließen könnten. nach 12, 13 und 14 Uhr starten 4 Busse vom Schulzentrum ins Umland, gegen 15 und 16 Uhr sind es noch 2 Busse. 

Diese Wagen könnten entweder aus der Innenstadt kommen, um dann vom Schulzentrum nach in die nördlichen Bereiche zu fahren oder die fahren vom Buswendeplatz erst zur Innenstadt, um von dort das ländliche Umland zu bedienen.  

In den 13 Wochen Schulferien soll ein Wagen in Betrieb bleiben, um eine Grundversorgung sicher zu stellen. 

Solange der Ortsbus nur montags bis freitags fährt, ist wenigstens in den Sommerferien auch samstags und sonntags ein Fahrplan nach Kräwinkel einzuführen, der mit den Stadtwerken Remscheid abgesprochen wird, damit zwischen Ortsbus und Stadtwerken umgestiegen werden kann. 

Über 1000 Einwohner, die bisher keinen VRS- ÖPNV haben, würden so an den Bus angeschlossen. Und als Ausflugsziel ist der Bereich Kräwinkel mit Gastronomie, Wanderwegen und Spielwiese das ganze Jahr attraktiv. 

Radevormwald sollte endlich den Ortsbus einführen
​. 



Immerhin hat der Stadtrat 2009 einstimmig beschlossen, dass die Einführung so eines Ortsbusses geprüft werden soll. In der Schülerfahrkostenverordnung von 2009 stand der Satz in § 12 (4): "Die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln ist in der Regel die wirtschaftlichste Beförderung, sie hat grundsätzlich Vorrang​ vor den anderen Beförderungsarten.

Die Kosten des Schulbusses und des Ortsbusses: 

Die OVAG sagt, der ÖPNV ohne Einnahmen kostet im ganzen Oberbergischen Kreis 6.000.000 Euro. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/radevormwald/ovag-faehrt-schwierigen-zeiten-entgegen-aid-1.5432909
Teil​t man ​ das durch die Zahl der Einwohner Oberbergs (270.618 Ew.), macht das 22,17 Euro pro Einwohner im Kreis. 

Auf die über 22.000 Einwohner Radevormwalds entfallen dann 490.322 Euro. 

Und jetzt kommt der Hammer: Radevormwald gibt für seinen Schulbus über 800.000 Euro aus. Buslinien, die von 5 Uhr morgens bis nach 22 Uhr abends fahren und die die auch samstags und sonntags fahren kosten demnach deutlich weniger, als die wenigen Schulbusfahrten. 

Wenn  ​man​ diese Summe sieht​, müsste es eigentlich möglich sein, von Radevormwald nach Lennep alle 20 Minuten zu fahren (Wochenende alle 30 Minuten), nach Wermelskirchen jede Stunde und zusätzlich mit den bisherigen Schulbusfahrten auf das Land.

Bezogen auf den Quadratkilometer Fläche kostet der ÖPNV der OVAG im Kreis 6529,9 Euro /km² und der Schulbus in Radevormwald 15.595,99 Euro / km².
Angesichts dieser Summen ist es
 unbegreiflich, dass der Idee, den Schulbus in Radevormwald zu einem Ortsbus zu machen, bisher nicht konsequenter angegangen wurde. Und das um so mehr, als ich diese Idee aus der Gemeinde Hövelhof im Kreis Paderborn übernommen habe, die von der CDU mit absoluter Mehrheit regiert wird.


​b) Stadtverwaltung und den Oberbergischen Kreis sollen mit Remscheid in Kontakt zu treten, dass diese den Schulbus nach Dörper Höhe ebenfalls in einen Linienverkehr umwandeln und den Fahrplan mit Radevormwald abstimmen, damit an Schultagen zwischen dem Rader Ortsbus und dem Remscheider Bus umgestiegen werden kann. 


Vorschlag
 zu
 ​
Bürgerbussen
 
--Die Bürgerbusse sollen voll in den VRS- Tarif aufgenommen werden
--Die Bürgerbusse sollen voll von der OVAG bezahlt werden (Fahrzeug und Treibstoff) 
--Die Bürgerbusvereine bekommen eine Pauschale für die Vereinsarbeit und ein Vereinsfest bzw. einen Vereinsausflug
--Für jeden Bürgerbus wird ein digitaler Fahrkartendrucker bereitgestellt, der alle bei der OVAG im Bus erhältlichen Karten ausgibt.  
Ziel sind mehr Synergien zwischen klassischen ÖPNV und Bürgerbuslinien. 


Begründung:

Bürgerbusse müssen voll in den VRS- Tarif integriert werden. Das 
​T​
euerste beim ÖPNV sind die Personalkosten. Wobei zu beachten ist, dass durch jede Busfahrerstelle ein Hartz IV- Empfänger in den Arbeitsmarkt nachrücken kann. Es werden also durch einen guten ÖPNV auch an anderer Stelle Kosten gespart. 

Wenn aber der Bürgerbus so preiswert ist, sind dessen Kosten voll durch die OVAG zu tragen. Die OVAG erhält im Gegenzug die Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf. Im Gegenzug wird der Bürgerbus in den VRS- Fahrplan aufgenommen, so dass man von überall her mit dem VRS- und NRW- Tarif auch die Haltestellen des Bürgerbusses ansteuern kann. Nur so werden Synergien zwischen Bürgerbus und den klassischen Linien möglich. 

Die OVAG zahlt jeden Bürgerbusverein eine Pauschale für die Vereinsarbeit und ein jährliches Vereinsfest. Das ist immer noch preiswerter, als diesen Fahrdienst mit OVAG- Bussen durchzuführen. Gerade in Radevormwald wären die Synergien zwischen Bürgerbus und Ortsbus besonders groß, wenn alle Busse zum VRS- Tarif fahren. Denn dann könnten sich Bürgerbus und Ortsbus optimal ergänzen.

Und wenn der Bürgerbus dann eine Nachfrage erreicht, die dessen Kapazitäten übersteigt, ist dass das Signal an die OVAG, hier eine normale Linienfahrt einzurichten.




​Antrag auf ein ​
Modellprojekte im Nahverkehrsplan: 
​Der neue Schienen-Straße-Bus


Radevormwald fordert im Rahmen des Nahverkehrsplanes in Radevormwald ein neues wegweisendes Modellprojekt umzusetzen, einen Straßenbus, der auch auf Schienen​ fahren kann. So ein Wagen würde es erlauben die Struktur des Nahverkehrs in Radevormwald deutlich zum Wohle der Stadt zu verändern.

Begründung:​
Die Wupperorte ließen sich am Besten durch einen neuen "Schiene-Straße-Bus" erschließen, der zwischen Dahlerau und Dahlhausen die Schienen benutzt. Als Baufahrzeuge gibt es eine Vielzahl von "Zweiwegefahrzeugen" und es ist an der Zeit, dies für den ÖPNV nutzbar zu machen. 

Dann wäre auch ein durchgehender 20 Minutentakt sinnvoll. 
Die Busse fahren von Wuppertal kommend zum Bahnhof Dahlerau, gehen auf die Schienen bis Dahlhausen und fahren von dort über den Wuppermarkt, die Keilbeck, Önkfeld und die Uelfe Wuppertalstraße und Kaiserstraße nach Radevormwald, wo die weiter bis Lennep fahren. 

Da die Wülfingstraße diesen Busverkehr nicht tragen kann, ist einzig die Bahnstrecke in der Lage, die Busse zum Bereich des Bahnhof Dahlhausen zu bringen. 

Sowohl der Bereich Dahlhausen, als auch Brede, Herkingrade und Önkfeld würden so einen einen attraktiven ÖPNV angebunden, den die 626 für diese Bereich akut nicht liefern kann. 

Radevormwald sollte deshalb einen neuen "Schiene Straße Bus" fordern, der von Radevormwald und dem Oberbergischen Kreis aus eine Erfolgsgeschichte anschieben könnte. So kann man auf heute stillgelegten Bahnstrecken Staus umfahren oder Relationen bedienen, auf denen eine Straße fehlt und Bahnstrecken mit preiswerten Linienbussen reaktivieren. 

In Radevormwald ließe der "Schiene Straße Bus" erstmals die Kompletterschließung der Wupperorte mit nur einer Linie zu, was wirtschaftlich ist und die meisten Fahrgäste bringt.


ÖPNV ​Werbeaktion​

​Die Stadt Radevormwald fordert  den Oberbergischen Kreis auf, nach der Umsetzung der im Nahverkehrsplan geforderten Verbesserungen mit einer kreisweiten Werbeaktion den ÖPNV in das Bewusstsein der Menschen zu bringen. Aufgeteilt in 12 Gruppen soll jeder Einwohner im Verlaufe eines Jahres eine persönliche Monatskarte geschwenkt bekommen, die  ​innerhalb eines Jahres einmal entwertet werden muss und dann 31 Tage lang gültig ist im Hauptwohnort und allen Nachbarorten oder -tarifzonen, die man mit einer Straße erreichen kann, ohne durch ein Ortszentrum zu fahren. 

Für Radevormwald würde so eine Karte gelten in Schwelm, Breckerfeld, Halver, Wipperfürth, Hückeswagen, Wermelskirchen, Remscheid und Wuppertal. 

Zusätzlich soll jedem Neubürger zur Begrüßung so eine Testmonatskarte  geschenkt werden, damit dieser sich mit dem ÖPNV vertraut macht.

Begründung:
Es gibt viele Vorurteile gegenüber dem ÖPNV, die am Besten abgebaut werden, wenn man mal einige Zeit den ÖPNV testen kann. Dabei muss man die Testzeit den Leuten individuell überlassen. Wer wo arbeitet, wo man per ÖPNV schlecht hinkommt, wird die Karte vielleicht lieber im Urlaub nutzen, wer gerade eine Arbeit sucht, krank ist oder eine Therapie macht, wird die Karte im Moment auch nicht brauchen können. Deshalb soll jeder innerhalb eines Jahres per Entwertung selber festlegen, wann der beste Zeitraum zur Nutzung der Karte ist. Durch die gestaffelte Ausgabe wird verhindert, dass zu viele auf einmal sich sofort auf den ÖPNV stürzen. 

Von 100 Euro Einnahme verlieren die Verkehrsbetriebe so ca. 12 Euro innerhalb eines Jahres. Wenn aber nur ein Fahrgast für nur 10 Jahre hinzugewonnen wird, bringt der Mehreinnahmen für 120 Monate. Die Chancen stehen also gut, dass Kunden, die dann bis zu 4 oder 5 Jahrzehnte den ÖPNV intensiv nutzen viel mehr Geld einbringen, als durch einen einmaligen Verzicht verloren gingen. 

Personen, die vorher den ÖPNV nicht nutzten, verursachen auch keine Kosten, wenn die einen Monat lang das Angebot gratis testen. Wenn das auf die Dauer zu mehr Fahrgästen führt, kann auch der ÖPNV weiter verbessert werden.

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