Einer der aktivsten MdeP aus Deutschland, Prof. Dr. Klaus Buchner (ÖDP) hofft mit ihrer Stimme weitere 5 Jahre im EU-Parlament wirken zu können.

Sonntag, 1. April 2018

Wurde Radevormwald noch nicht gewidmet? Fehlen der Stadtrechte hätte fatale Folgen

700 Jahre Radevormwald wurde 2016 gefeiert. Doch bei einer Sichtung der Unterlagen, die auf dieses Datum hinweisen, wurde nun festgestellt, dass die Dokumente im Mittelalter  entweder gefälscht wurden oder durch alte oder undeutliche Schriften den Forschern bisher entgangen ist, dass Radevormwald gar nicht gemeint war. Nachdem in den vergangenen Jahren schon für einzelne Straßen in Radevormwald festgestellt wurde, dass deren Widmung nicht auffindbar ist (Siepenstraße, Elbinger Straße, Dahlhauser Straße und Hohenzollernstraße sowie die Bahnstraße, bei der man einfach behauptet, die sei noch gar nicht abgenommen), gilt das nun für die ganze Stadt. Demnach hat Radevormwald 700 Jahre ohne Rechtsgrundlage den Namen Stadt getragen und die dadurch möglichen Privilegien genossen. 

 
Radevormwald, hier eine katholische Kirche in dem Gebiet,
das viele so nenne, scheint es gar nicht zu geben. Wird die Scheinstadt
bald eine päpstliche Residenz? Oder wird die
Bundeswehr einmarschieren? 
 


In der Rechtsgeschichte ist dieser Fall bisher einmalig und die Folgen sind unabsehbar. Wenn Radevormwald nie Stadtrechte bekommen hat, gehört die Fläche, die man heute Radevormwald nennt noch immer zu einem anderen Territorium. Es könnte also sein, dass Radevormwald noch immer zu Wuppertal Beyenburg gehört. Am wenigsten schwerwiegend sei dabei, dass Beyenburg durch den Gebietszuwachs im, Süden wieder unabhängig von Wuppertal würde. Wenn aber Radevormwald keine juristische Person sei, bestehe auch kein Recht auf Zuschüsse und die Annahme von Fördergeldern. Ob diese nur für wenige Jahrzehnte oder gar für 700 Jahre zurückgezahlt werden müssten, sei offen. Kurzfristig bedeutet das, dass alle Maßnahmen gestoppt werden müssen, der Haushalt wird komplett gesperrt und der Stadtrat und der Bürgermeister werden beurlaubt. Die Sanierung der Innenstadt, das starke Quartier Wupperorte, das Begegnungshaus am Schlossmacherplatz und die Sanierung der Bahnstraße sind bis auf weiteres storniert. 


Da die Lehrer vom Land bezahlt werden, bleibt der Schulbetrieb erhalten. 

Aber als Sofortmaßnahme wurden alle Gebiete die 1926 Radevormwald zugeschlagen wurden wieder dem Territorium der früheren Gemeinde zugesprochen. Niederdahl und Oberdahl sowie das Wülfing- Gelände gehen zurück an Lüttringhausen, dass heute zur Remscheid gehört. Damit sind auch die Mitglieder von Rat und Ausschüssen, die westlich der Wupper wohnen nicht mehr Mitglieder von Fraktionen für das Territorium, dass man bisher Radevormwald nannte. Die AL verliert ihre ganze Ratsfraktion. Für CDU und SPD ist das eine erfreuliche Entwicklung, denn die werfen der AL schon lange vor, unfähig zu Mauschelei zu sein es es zu genau mit den Zahlen des Haushaltes zu nehmen. 

Derweil ist der Bürgermeister von Radevormwald nach Düsseldorf gefahren, um zu erreichen, dass der Landtag rückwirkend die Stadtrechte für Radevormwald beschließt, um eine Lösung zu finden, mit der alle leben können. Ob allerdings Dahlhausen, Niederdahl und Oberdahl wieder an Radevormwald zurück gehen würden, ist fraglich, schließlich hatten die auch bisher die Renscheider Vorwahl und ein hin und her sei den Bewohnen nicht zuzumuten sind sich die Fraktionen aus CDU, SPD, FDP, Grünen, UWG und RUA einig. 

Und in Beyenburg und Bergisch Born  behaupten Bürgerinitiativen, dass jeweils ihr Ort der Verwaltungssitz für die Fläche sei, auf der eine mit Gebäuden bebaute Fläche Radevormwald genannt wird. Diese würden auf jeden Fall die Rechte ihres jeweiligen Ortes durch alle Instanzen einklagen und so die Unabhängigkeit von Remscheid oder Wuppertal anstreben. Dabei sei man bereit, zur Verwaltung weiterhin die bereits zwischen Remscheid und Halver vorhandene Infrastruktur zu nutzen und das Rathaus an der Hohenfuhrstraße zu belassen.

Die UWG hat desweiteren bereits eine Aktion gestartet. Es gebe in Deutschland eine weitere Stadt, die Probleme mit ihrer Existenz haben soll, Bielefeld. Deswegen fordert die UWG, dass Radevormwald und Bielefeld Partnerstädte werden, um die Erfahrungen mit der fehlenden Existenz auszutauschen. Vor zwei Tagen ist eine Delegation aufgebrochen, um Bielefeld zu suchen und wurde seitdem nicht wieder gesehen. 

Das Bundesheimatministerium hat aber inzwischen reagiert. Wenn Radevormwald nicht gewidmet worden sei, existiere die Stadt nicht. Und etwas das nicht existiere könne keine Heimat sein und gehöre damit nicht zu Deutschland. Damit sei die Fläche, die heute Radevormwald genannt werde auch nicht Teil der EU. Um aber den Einwohnern des sogenannten Radevormwalds das leben zu erleichtern, hat das Bundesheimatminsterium eine Außenstelle im Bahnhof Lüttringhausen eingerichtet, wo Passierscheine für Pendler aus dem sogenannten Radevormwald ausgestellt werden können. Alle Verlage, die Landkarten herausgeben, wurden angewiesen, das Gebiet, dass bisher Radevormwald genannt wurde als weißen Fleck darzustellen, bis geklärt ist wie diese Fläche heißt und wohin die gehört. Der Durchgangsverkehr wird über Beyenburg und Hückeswagen umgeleitet, da der Zoll wegen Personlmangel noch nicht in der Lage ist, die plötzlich entstandene EU-Außengrenze zu sichern. Alle Flugrouten über dem sogenannten Radevormwald wurden umgeleitet, da es hier keine Abkommen zum Überflug gebe.

Fatale Folgen hat dies auf das Geldwesen. Da Radevormwald akut weder zu Deutschland, noch zur EU gehöre, bestehe die Gefahr, dass hier mitten in der Bundesrepublik Deutschland eine Steueroase entsteht. Forstbeamte berichten, dass nun vermehrt dunkle Gestalten auf verschlungenen Wegen durch die Wälder über die grüne Grenze gingen und so große Geldbeträge in die örtliche Sparkassen bringen. Andere landen mit Kleinflugzeugen auf der Leye, wobei diese meist bewusst sehr tief fliegen um nicht vom Radar der Bundesrepublik erfasst zu werden.

Das ruft das Verteidigungsministerium auf den Plan. Ein Territorium, dass weder zu Deutschland, noch zur EU gehöre, und zu unerlaubten Bewegungen in der Luft führe, könne nicht akzeptiert werden und deshalb solle es dort umgehend einen Auslandseinsatz der Bundeswehr geben, um dieses Gebiet zu sichern und zu besetzen. 

Der katholische Pfarrer ist inzwischen nach Rom abgereist. Er sieht in dieser Situation die einmalige Chance, dass die Menschen dieses Territorium sich der Vatikanstadt anschließen. Die habe ein Konkordat  mit der Bundesrepublik Deutschland und auch dort sei der Euro Währung, so dass es dann klare Regeln geben würde. In den Depots der vatikanischen Museen lägen viele Werke auf Lager, die sehr schön alle Kirchen in Radevormwald schmücken könnten. Und für die Ökumene würde es auch nicht schaden, wenn künftig die erweiterte Vatikanstadt mehrheitlich von Protestanten bewohnt wäre. Und die Möglichkeit von Radevormwald Briefe der Vatikanpost zu verschicken, würde viele Besucher in die Stadt locken und den Betrieb von 4 Postämtern erfordern. Der Pfarrer wolle im Vatikanarchiv nach der münchausensichen Schenkung suchen, die beweise, dass Radevormwald dass nördlichste Territorium des Vatikan sei und den Namen Sanctum-Forestum trage. Es wäre die Attraktion direkt neben dem DOC in Remscheid Lennep ein Territorium des Vatikan liegen würde. Und das Gelände von Hardt & Pocorny wäre ideal als Sommerredienz für den Papst und geistiges Zentrum für ganz Nordrhein Westfalen.  Über den Bahnhof Dahlhausen sei dieses Gelände gut an den Bahnhof der Vatikanstadt angeschlossen. 

 
Ein Netz von Eisenbahnschienen verbindet Europa, so dass  das bisherige Radevormwald
 über Dahlhausen einen Schienenverbindung mit der Vatikanstadt hat.
Der Bahnhof des Vatikan wird überwiegend für den Güterverkehr genutzt,
aber bald könnte es häufiger Züge zwischen Dahlhausen und der Vatikanstatdt geben.
 
 


Sollte man noch die Widmung von Radevormwald finden, könne es sein, dass die Schäden irreparabel seien.

In die Debatte hat sich Michael Ende eingemischt: Radevormwald sei eine Scheinstadt. Aus der ferne wirke die Stadt riesig, aber je näher man der Wohnsiedlung komme, die bisher so genannt werde, um so kleiner präge sich dieser Ort aus. Aber Michael Ende hat Sympathie für den Ort und wäre gerne der erste Botschafter von Lummerland in einem freien Radevormwald. Der Förderkreis Wupperschiene sieht dies mit großer Freude, denn da es bisher nicht möglich sei, eine eigene Dampflok zu unterhalten freue man sich auf Gastfahrten der Dampflok Emma.  

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