Einer der aktivsten MdeP aus Deutschland, Prof. Dr. Klaus Buchner (ÖDP) hofft mit ihrer Stimme weitere 5 Jahre im EU-Parlament wirken zu können.

Mittwoch, 11. April 2018

ÖDP: Müllexport und Müllverbrennung ist der falsche Weg!

11. April 2018, ÖDP Pressemitteilung
Redaktionelle Bearbeitung (Bilder, Verlinkung, Videos): Felix Staratschek

Müllexport und Müllverbrennung ist der falsche Weg!

Dr. Claudius Moseler (ÖDP-Generalsekretär): „Echte Kreislaufwirtschaft jetzt!“


Der seit Anfang des Jahres geltende, chinesische Importstopp für Müll aus Europa sorgt in Deutschland für große Probleme in den Entsorgungsanlagen. Nahezu unbemerkt von Medien und Öffentlichkeit kommen die Müllentsorger in Deutschland an ihre Grenzen. „Und das alles, obwohl wir doch immer dachten, dass wir Recyclingweltmeister seien!“, so Dr. Claudius Moseler, Generalsekretär der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP).

   
"Gegen Verpackungswahn und Müllverbrennung -
Besser! "Das bessere Müllkonzept", warb die
ÖDP Baden Württewmberg zur Landtagswahl 1992.
"Das bessere Müllkonzept" war eine Bürgerinitiative,
die sich gegen Müllverbrennung wandte und
in Bayern einen Volksentscheid erreichte.
Dieser wurde zwar verloren, aber die CSU hatte,
um zu gewinnen immerhin ihr Vorhaben etwas verbessert.
Deshalb war "Das bessere Müllkonzept" nicht erfolglos. 
 


China hat in den 1980er Jahren begonnen, vor allem industrielle Feststoffabfälle zu importieren, deren jährliches Volumen bis 2017 auf 45 Millionen Tonnen angestiegen ist. Das seit kurzem geltende Müllimportverbot sei vom chinesischen Volk begrüßt und von westlichen Regierungen scharf kritisiert worden. „Angesichts des Schadens, den ausländischer Müll der chinesischen Umwelt und der öffentlichen Gesundheit zugefügt hat, hat Peking das gute Recht, Müllimporte zu verbieten“, so Dr. Claudius Moseler. Nun müssten die europäischen Länder und auch Deutschland sehen, wie sie daraus einen sinnvollen Schluss ziehen.






Im Jahr 2016 verschiffte allein Deutschland noch 560.000 Tonnen Plastikmüll nach China. Das sind rund 25.000 Container mit Altplastik, die jetzt irgendwohin müssen. Der Müll ist teilweise hochgiftig und wurde in China von der Bevölkerung oft per Hand sortiert und nur teilweise recycelt. In diesem Prozess entstehen große Belastungen für Mensch und Umwelt. „Unser Pseudo-Recycling-System wollte die chinesische Regierung nicht länger mitmachen“, so Dr. Claudius Moseler. Für Deutschland fällt nun ein wichtiger Abnehmer für Müll weg. Erste Anzeichen deuten darauf hin, dass dieser Müll in Deutschland nun nicht recycelt, sondern schlichtweg verbrannt wird.


„Von der Bundesregierung ist bislang dazu nichts zu vernehmen, obwohl das Problem gravierend ist“, so Dr. Claudius Moseler. 


Dabei bestehe nun die große Chance 
---die Wirtschaft in eine wirkliche Kreislaufwirtschaft umzubauen, 
---weitere Pfandsysteme auf Einwegverpackungen 
---einzuführen, 
---bestimmte, nicht recycelbare Verpackungsarten zu verbieten, 
---ökologische Verpackungsarten zu fördern und 
---sehr müllintensive Produkte (z.B. Kaffeekapseln aus Aluminium) deutlich höher zu besteuern oder komplett zu verbieten.

     
"Gegen Verschmutzung und Vergiftung -
Hallo, Industrie! Öko-Pläne auf den Tisch!"
Plakat der ÖDP Baden Württemebrg zur Landtagswahl 1992. 


Claudius Moseler sieht bei den Bürgerinnen und Bürgern aktuell ein großes Interesse am Thema Müllvermeidung. Viele kämen sich von der Politik „veräppelt“ vor, denn sie hatten gedacht, ihr Mülltrennungsverhalten sei etwas Gutes für die Umwelt. Dies sei zwar richtig, doch werde dies ad absurdum geführt, wenn der Müll anschließend, egal wohin, exportiert oder verfeuert werde. „Der Export von Müll ist aktuell in der europäischen Abfallvermeidungsverordnung nicht konsequent genug geregelt. Hier muss entsprechend gehandelt werden“, so Dr. Claudius Moseler.


Anmerkung von Felix Staratschek: 

Ich vermisse bei der Pressemitteilung wichtige inhaltliche Aussagen. Dass ist doch eine Steilvorlage für die ÖDP, die das nutzen kann, ihr Konzept vorzustellen. Dabei wäre eine ganz wichtige Maßnahme ein Gesetz zum Produktdesign, dass die Hersteller verpflichtet ihre Produkte ökologisch zu optimieren auf:
---Langlebigkeit.
Ein Produkt ist so zu gestalten, dass die Komponenten sich möglichst wenig negativ beeinflussen und die höchst mögliche Haltbarkeit erreicht wird. Durch Tests wird die Einhaltung überwacht und bei fehlerhaften Design werden fristen zur Korrektur gesetzt. Bei schuldhaft schlechten Design oder grober Fahrlässigkeit, weil jedem Ingenieur die Folgen des Designs klar sein müssten, sind Strafgebühren zu erheben. 
---Reparierkeit.
Ein Produkt muss so gestaltet sein, dass man Einzelkomponenten Austauschen kann.  Eine Art DIN-System für Bauteile ist wichtig, damit diese leicht ersetzt werden können.
---Recyclebarkeit.
Was nicht mehr repariert werden kann muss stofflich aufbereitet werden. Die Abtrennung der Komponenten aus dem Produkt muss so leicht wie möglich sein. 

Sollte dieses Gesetz mit EU-Recht kollidieren ist stetig auf eine EU-weite Rechtsreform zu drängen und zu prüfen, was auf nationaler Ebene machbar ist.





Und hat Dr. Claudius Moseler vergessen, wem die ÖDP 1996 die "goldene Schwalbe" verliehen hat? Prof. Dr. Harry Rosin brachte uns den FCKW-freien Kühlschrank und hat das Konzept des Kryo-Recycling für E- Schrott und Kunststoffe erdacht, dass bisher von allen anderen Parteien nie Gegenstand von Koalitionsverhandlungen war. Das Kryo Recycling soll genau die Stoffe aufbereiten, die bisher nach China oder Afrika verschifft wurden. Die "Wastelands" dort sind extrem belastete und versuchte Regionen.

Link zur Pressemitteilung


Internetseite von Dr. Claudius Moseler:
Facebook:

Kryo-Recycling und Abfallproblematik: 
Zum Verfahren: 

Wastelands im Video:
Beispiel Ghana (Afrika)

Wikipedia-Artikel zur Prof. Dr. Harry Rosin:
https://de.wikipedia.org/wiki/Harry_Rosin 

Cradle to Cradle
http://c2c-ev.de/

Hier können Sie dem Mitglied des EU-Parlaments Dr. Klaus Buchner MdeP aus München (ÖDP) Fragen stellen:
https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/prof-dr-klaus-buchner 





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen