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Montag, 16. Mai 2011

Meine ÖDP- Wahlanalyse der Landtagswahl in Baden Württemberg

Dieser Text wurde nach der Landtagswahl in Baden Württemberg 2011 an die mir bekannten Mailadressen der ÖDP versandt. Leser können mir ja gerne weitere Namensvorschläge mitteilen. Vielleicht gibt es noch bessere Ideen, als ich die hier habe.

Liebe Freunde ökologischer Politik!


Brief 1


Schon wieder ein Wahlkampf, der kein Ergebnis brachte. Wie kann man die Arbeit der ÖDP effizient und sinnvoll gestalten? Ein Fehlen der ÖDP in der politischen Landschaft kann ich mir nicht vorstellen, weil die Aktiven der ÖDP schon zu viel erreicht haben. Aber es macht sich die Kinderarmut bemerkbar. Denn Arbeit haben wir wie früher, aber die Mitglieder, die diese bewältigen können, sind nicht da. ich denke an die vielen Studenten und Wehrdienstleistenden, die früher oft mehrere Semester für die ÖDP eingesetzt haben. Bei geburtenarmen Jahrgängen und Studiengebühren fehlen uns aber die Leute der Altergruppe, die sich besonders engagieren kann. Und ich könnte meinen intensiven Einsatz auch nicht geben, wenn ich nicht im quasi zölibatären Stand geblieben wäre.


Nicht einmal die Atomkatastrophe konnte uns den nötigen Rückenwind geben. Der Vorteil der Grünen, dass diese über 5% sind, den kann nichts kompensieren. Wie oft habe ich gehört, der Mappus muss weg, deshalb wähle ich Grün, auch wenn ihr die besseren seid. Hinzu kommt die Zersplitterung. Familienpartei und AUF haben soviele Stimmen, die uns fehlen und auch die Piratenpartei, welche ja jünger als die ÖDP ist, dürfte mit ihrem Auftreten Wähler und Mitglieder gewonnen haben, die sonst ÖDP gewählt hätten.

Der ÖDP fehlen gut 7132 Stimmen, um die 1%- Hürde zu nehmen. Dafür hätte die ÖDP gut 23 weitere Hochburgen haben müssen mit je 300 Stimmen mehr. Dies würde verlangen, dass 23 Städte mit je 25.000 Einwohnern hätten mit Flugblättern bestückt werden müssen, um das Ergebnis zu holen, wofür 575.000 aufrüttelnde Flugblätter nötig gewesen wären.

Das die ÖDP akut nicht zu viel Leben hat (damit ist auf keinen Fall die aktive gute Kommunalpolitik vieler ÖDP- Gruppen gemeint, die auch wieder aktive bindet!), merkt man an den Unterlagen zu Parteitagen. Da kam früher viel mehr aus den Kreisverbänden. Wo die ÖDP gut auffällt, sind Dank der Fahnen die Demonstrationen. Aber bezogen auf die Gesamtbevölkerung sind die Demonstranten nur ein verschwindend geringer Anteil an der Bevölkerung und zu 3/4 dürften die einer Partei nahe stehen.

Mit 0,85277% hat die ÖDP besser abgeschnitten, als zuletzt mit 0,53951%. Ob die nicht zur Zulassung gebrachten Wahlkreise uns auf die 1% gebracht hätten, weiß ich nicht, halte es aber für unwahrscheinlich. Es fehlten 10% der Wahlkreise, und das dürften keine Stimmenhochburgen sein, so dass die fehlenden 0,15% dort nicht zu holen gewesen wären. Denn eine Steigerung unseres Ergebnisses um 10% hätte nur 0,085% der Stimmen gebracht und uns bestenfalls 0,94% der Gesamtstimmen besorgt.

Aber ist das Ergebnis so schlecht? Bei zuletzt 139 Abgeordneten im Landtag von Stuttgart sind 0,72% für einen Sitz im Landtag nötig. Die ÖDP und die Piraten hätten also in den Landtag einziehen können, wenn es diese Hürde so nicht gäbe.

Die 5%- Hürde durch Klagen zu beseitigen haben schon viele versucht, ich bin da nicht optimistisch, dass das geht. Aber eine bessere 5%- Hürde, die muss möglich sein: Gleiche stabile Fähigkeit zur Regierungsbildung bei besserer Umsetzung des Wählerwillen, das geht.

Diese Idee vorfolge ich schon seit längerer Zeit, der verlinkte Text ist 2009 formuliert, die Idee ist älter. Aber ich denke, für die ÖDP ist das überlebenswichtig, da wir so in Bayern und Baden Württemberg im Landtag wären. Und wenn man einmal im Landtag wäre müsste auch die Hürde für Wahlzulassung gesenkt werden, so dass das sammeln bei Landtagswahlen und vielleicht auch Kommunalwahlen in diesen Ländern entfallen könnte.

Die ÖDP muss das nicht alleine stemmen, es gibt viele Gruppen, die hiervon profitieren würden, wie Piraten, Familienpartei, Tierschutzpartei, Freie Wähler Rheinland Pfalz, die Linke und zur Zeit auch die FDP. In der Vergangenheit hätten in den östlichen Bundesländern auch die Grünen davon profitiert.

Jetzt wo die Grünen so stark sind, darf die ÖDP nicht auseinanderfallen. Vielleicht bekommen wir endlich unsere Wähler ab, wenn die Grünen mit dieser Stärke die Wähler enttäuschen.

Ich schlage der ÖDP vor, jetzt die 5%- Hürde anzufechten und für eine bessere 5%- Hürde zu klagen oder diese in Bayern parallel zur Landtagsauflösung im Volksentscheid zu fordern. Ich denke, eine Vertretung der ÖDP im Landtag würde viele Mitglieder motivieren und einige Wähler mehr bringen, als wir diese heute haben. Den Piraten müssen wir sagen, dass deren Bäume auch nicht in den Himmel wachsen. Akut stagnieren die im 2%- Bereich und müssen die Erfahrungen erst noch machen, die die ÖDP schon hinter sich hat. Auch die Piraten brauchen die geänderte 5%- Hürde, um wenigstens mit Argumenten im Parlament zu Wort kommen zu können. (Ergänzung im Februar 2013: Zwischenzeitlich wurden die Piraten von den Medien in das Berliner Abngeordnetenhaus geschrieben. Sie bekamen vor der Wahl eine Medienunterstützung, wie ich das noch nie bei einer außerparlamentarischen Gruppe erlebt habe. Und das hatte auch ein Ziel: Durch die Piraten sollten Grüne und Linke so geschwächt werden, dass die SPD mit denen keine Koalition bilden kann oder das die Grünen in einer Koalition nicht zu mächtig sind. Nachdem der Höhenflug der Grünen abebbt, kann man auch die Piratenpartei wieder verschwinden lassen. Es kommt hinzu, dass die Piratenpartei in NRW die Bertelsmann- Lobbykratie kritisiert haben, was einer Berichterstattung in den von Bertelsmann beeinflussten Leitmedien nicht dienlich ist. Natürlich haben auch einzelne Piraten ihrer Partei mit ihrem Auftreten Bärendienste erwiesen. Aber bei allem politischen Wettbewerb will ich nicht von diesen Fällen auf alle schließen und habe persönlich mit Piraten schon gute Erfahrungen gemacht, die ich als vorblidlich für das politische Verhalten ansehe. Das ich Programmaussagen der Piraten nicht immer teilen kann, ist eine andere Sache.)  

Ich lege daher allen den Text hinter diesem Link ans Herz, damit die ÖDP Zukunft hat und für die Zukunft streiten kann und damit das Machtkartell von CDU CSU FDP SPD und Grünen endlich mehr Wettbewerb bekommt.

Danke allen, die sich bei diesen Wahlen sehr eingesetzt haben. Ob wir das in 5 Jahren wieder schaffen, weiß ich nicht. Aber wenn uns jetzt eine Klage gegen die heutige 5%- Hürde den Einzug mit beratenden Abgeordneten in den neuen Stuttgarter Landtag brächte, dann wäre das ein Motivationsschub für die ganze ÖDP.

Zu dieser Klage gibt es nur eine Alternative, die ÖDP streicht das ÖDP aus ihrem offiziellen Namen. Wir heißen künftig "FAMILIE & UMWELT - Die Ökologisch Demokratische Partei", Kurzform "FAMILIE & UMWELT". Das erscheint dann groß auf dem Wahlzettel statt ÖDP. Namenszusätze wie "Bündnis für Familie" bringen auf dem Wahlzettel nichts, weil diese mit kleineren Buchstaben dort stehen und von den meisten Wählern nicht beachtet werden.

Aber ein Schriftzug "FAMILIE & UMWELT" als Abkürzung in der Buchstabengröße von ÖDP, das fällt auf, da bleiben die Wähleraugen dran hängen, mit den beiden Worten können auch einfache Hirne was anfangen und zack haben wir 2%. Auch das habe ich schon früher gesagt, bereits vor der Europawahl 2004. Noch ist Zeit, dies als Antrag eines Landesvorstandes oder KV für den Parteitag in Veithöchstheim zu beantragen. Denn wir verschleißen unsere Kräfte für nichts und wieder nichts und könnten alleine durch diesen erweiterten Parteinamen mit Worten als Kurzform künftig im Geld der Wahlkampfkostenerstattung baden. Was wären damit für Flugblattkampagnen möglich und Aktionen bei Demos? Wir halten uns selber klein, indem wir nicht auf die Psychologie des Wählers eingehen. Diese zu verändern ist schwer, uns der anzupassen heißt, mit dem richtigen Namen so stark zu werden, wie die Piraten, um das als Ausgangsbasis für weitere Erfolge zu nehmen. Keinen Verband von "FAMILIE & UMWELT" soll die Nutzung der Abkürzung ÖDP verboten werden. Die Nutzung kann da sinnvoll sein, wo ÖDP ein Markenzeichen geworden ist. Aber in der großen Mehrzahl der Regionen ist ÖDP kein Markenzeichen, hier würde "FAMILIE & UMWELT" mehr bringen. Damit würden wir die Familienpartei abhängen, der die Umwelt fehlt und die AUF, weil dass eine Abkürzung ist. Tierschutzpartei, Familienpartei und jetzt Piraten zeigen es deutlich, Abkürzungen, wie ÖDP sind tödlich für eine kleinere Partei. Ausgeschriebene Wörter in Großbuchstaben bringen oft Prozente ohne Anstrengung, die ÖDP hat Promille mit Anstrengung. Soll das so ewig weiter gehen? 3 Wochen Urlaub habe ich in die Landtagswahl Baden Württemberg gesteckt bei 4 Wochen Jahresurlaub als Zeitarbeiter.


Brief 2


Aus Sorge, dass die ÖDP noch lange weiter vor sich hin brötschelt und zu jeder Wahl eine andere Partei an uns vorbei zieht, schreibe ich diesen Brief. Für einen Grundstock an Wählern, mit dem wir unsere Ziele fördern können ist einzig die Abkürzung entscheidend, mit der sich sonstige Parteien den Wählern präsentieren


Die ÖDP braucht einen anderen Kurz- Namen!

Alleine mit ihrem Wort- Namen, ohne jede personale Basis, haben in der Vergangenheit sonstige Parteien viele Wähler gewonnen. Diese benutzen statt 3 Buchstaben ganze Wörter.

Das lässt sich an vielen Wahlen zeigen (WZ= Nr auf Wahlzettel, E= Nummer auf Wahlergebnis):

Landtagswahl Nordrhein Westfalen 2010:
ÖDP WZ=8, E=17 Abstieg um 9 Plätze
Piraten WZ=6, E=6
Tierschutz WZ=11, E=9 Aufstieg um 2 Plätze
Rentner WZ=20, E=10
Familie WZ=12, E=11 Aufstieg um einen Platz
Die Republikaner, die als REP firmieren verschlechterten sich von Platz 7 auf Platz 12
Das "Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit" BIG wurde auf Platz 23 gesetzt und kam auf Platz 13. Dies dürfte die Ausnahme von der Regel sein, als einzige Partei für Migranten.

Alle Parteien, die auf dem Wahlzettel nach oben gestiegen sind, benutzten ansonsten ein ganzes Wort als Kurzform.

Bei den Piraten kommt hinzu, dass diese als recht neue Partei noch nie Niederlagen hatten und dass die zunächst eine Wahlkampfkostenerstattung nach der anderen geholt haben. Sie wurden von den Medien etwas beachtet und haben im Gegensatz zu den anderen ergebnisstarken Mitbewerbern der ÖDP auch einen motivierten Mitgliederstamm aufgebaut, der bereits deutlich die Zahl der ÖDP- Mitglieder übertrifft. Der Landesverband NRW der Piratenpartei organisiert z.B. Busfahrten von NRW zum Bundesparteitag nach Heidenheim, um die Reisekosten gering zu halten. Also da ist Schwung drin, auch deshalb, weil die nicht PPD heißen, sondern Piraten.

Bisher haben Familienpartei, Tierschutzpartei und Graue zwar gut abgeschnitten, aber nie die Mitgliederbasis gehabt, wie die ÖDP. Nun kommt mit den Piraten eine Partei, die die Mitgliederbasis der ÖDP bereits übertrifft und Wahlerfolge hat. Infostände der Piraten sind gut ausgestattet und selbst in Radevormwald betreibt schon ein Pirat eine Homepage! Für mich sind die Piraten keine Feinde und ich strebe zu denen gute Kontakte an. Aber wenn wir beim ÖDP bleiben, haben wir keine Chance mit denen mitzuhalten. Wir sind höchstens unsere eigenen Feinde, indem wir die Zeichen der Zeit weiter ignorieren, auf die ich schon seit Jahren hinweise.

Da, wo die ÖDP nur knapp ein Mandat hatte, wie im Stuttgarter Regionalrat, könnte das Antreten der Piraten uns einige Protestwähler klauen, so dass uns, wenn wir nicht hart arbeiten, künftig einige wichtige Mandate verloren gehen werden.

Auch bei den Zweitstimmen im Oberbergischen Kreis I zur NRW- Wahl hatte die ÖDP196 Stimmen, Tierschützer aber 408, Familie 305, Rentner 291 und die Piraten 666.

Im Oberbergischen Kreis II waren immerhin:--------------------------------------ÖDP 100 Stimmen, Tierschützer aber 338, Familie 284, Rentner 267 und die Piraten 505

Im oberen Wahlkreis war ich Direktkandidat und hatte 649 Erststimmen. Dafür habe ich ganz Radevormwald alleine mit Flugblättern versehen und plakatiert, während die anderen Mitbewerber nicht präsent waren. Einzig die Piraten haben schon einige Flugblätter verteilt und waren auch mit Plakaten vertreten.

So wurde 2002 zur Bundestagwahl gewählt. Hier habe ich noch von allen Ländern die Detailergebnisse vorliegen:

________ÖDP / Tierschutzpartei / Familie / Graue
Bund_____57044 / 159505 / 30066 / 114336
NRW_____ 4837 / 38106 / 22852 / 22247
Berlin_____2333 / -------- / -------- / 15883
Ba Wü ___11600 / 27465 / ------- / 10152 Besonderheit: Die ÖDP hatte schon bessere Ergebnisse und ist kommunal regional gut vertreten
Bayern___ 26981 / 24427 / ------ / 7295 Obwohl die ÖDP hier die beste kommunale Basis hat, erreicht die Tierschutzpartei ohne jede Basis fast Gleichstand
Thüringen 3139 / ------ / -------/ 5989
Hessen 2422 / 18724 / ------ / 6427
Nie Sachs 1739 / 17536 / -------/ 7255
Rheinl Pfalz 3957 / 19308 / -------/ ---------
Saarland -------/ ------- / 7214 / 3421 Die Familienpartei holt im kleinen Saarland mehr Stimmen als die ÖDP in viel größeren Bundesländern.

In zwei Bundesländern holt die Familienpartei mehr als die Hälfte der Stimmen, die die ÖDP in 8 Ländern holte. Das hat mich schon vor der Europawahl 2004 veranlasst, Dr. Buchner vorherzusagen, dass die ÖDP von der Familienpartei und der Tierschutzpartei deutlich überholt werden wird. Da Graue, Tierschützer und Familienpartei keine personale Basis haben, die einen besseren Wahlkampf erlaubt, als ihn die ÖDP bot, war schon damals klar, dass alleine die Ganzwort- Abkürzung dieser Parteien für deren Wahlerfolg zuständig ist.

Deshalb hatte ich beim Bundesparteitag von Coburg schon dafür plädiert, dass die ÖDP ihren Namen ändert. Das war vor der Bundestagswahl 2005 und nach der Europawahl 2004, weil wir 2005 ja zugunsten der Familienpartei nicht angetreten sind. Mein Ziel war es, den Erfolg der Familienpartei auf die ÖDP zu übertragen und so selber die Wahlkampfkostenerstattung zu erhalten. Damals wäre der Name Arbeit- Umwelt- Familie oder von mir bevorzugt Familie-Arbeit-Umwelt-Die Ökologisch Demokratische Partei noch freigewesen. Heute hat die AUF den ersten Teil des Namens besetzt. Wenn andere Gruppen mal auf die Idee kommen, auf die Abkürzung zu verzichten, werden die beim Wahlerfolg zum Senkrechtstarter und an der ÖDP vorbeiziehen!

Die ÖDP kommt wie so oft zu spät. Das ist nicht programatisch gemeint, wo die ÖDP oft schon Vorreiter war und z.B. mit den Klagen zum Vertrag von Lissabon mehr an Gutem bewirkt hat, als der ganze Bundestag. Das ist bezogen auf das Gewinnen von Wählern.

Zu spät für die Ökologie, weil die Grünen es verstehen, das Thema medial zu besetzen. Die schlechte inhaltliche Umsetzung ist da nicht entscheidend (z.B. Einführunmg der  grünen Gentechnik in der EU wegen der Stimmenthaltung der Ministerin Kynast).

Zu spät für Bayern, weil die Freien Wähler mehr Beziehungen und Aufmerksamkeit haben und auch kommunal stärker verankert sind,

Zu spät, weil die Piraten akut die sonstigen Protestwähler einkassieren und immer noch beachtliche Mengen bei der Tierschutzpartei und Familienpartei landen. Zusammen mit der neuen AUF und auch der PBC haben diese Parteien Wähler angesprochen, die zum Teil ohne deren Auftreten ÖDP gewählt hätten, darunter jüngst in BaWü 10421 AUF, 1280 Familie, 4647 PBC und 103392 Piraten. Die ÖDP hatte 42469 Stimmen, für 1 Prozent wären 49801 Wähler nötig gewesen. Es fehlten also noch 7332 Wähler. Alleine die AUF hat uns also den Achtungserfolg schon vermasselt, da diese Wähler überwiegend der ÖDP verloren gehen dürften.

Begünstigt war die ÖDP diesmal durch das Einstimmewahlrecht in Baden Württemberg, Dass die AUF auf vielen Wahlzetteln noch verhindert hat. Zur nächsten Wahl werden sich Tierschützer und AUF und Familienpartei landesweit auf dem Wahlzettel befinden. Und ich hoffe auch, dass es kein zweites Fukuschima gibt. Auch diesen einmaligen Schub wird es nicht mehr geben! Und aktivere Piraten werden unseren Vertreter in der Regionalversammlung Stuttgart, auch wenn die das gar nicht wollen, eventuell durch Wählerverschiebungen rausschieben. Wenn wir jetzt mit ÖDP weiter fahren, lassen wir frei nach Dante, alle Hoffnung fahren und kommen direkt in die ewige UU- Sammel- Hölle (Sammeln der Unterstützungsunterschriften für die Wahlzulassung).

Die ÖDP darf nicht länger ihre bundes- und landespolitische Bedeutung der Kommunalpolitik opfern. Leere Kassen, frustrierte Mitglieder, Austritte von erschöpften und enttäuschen Aktivisten sind die Folge. Und Enttäuschungen verstärken Erschöpfungen. Besser noch mal eine Kraftanstrengung bei einigen Kommunalwahlen oder auch der Verlust einiger kommunalen Gebiete, als weiter landes- und bundespolitisch weitgehend bedeutungslos zu bleiben oder nicht das Geld zu haben für gute Aktionen oder notwendige Verfassungsklagen. Hier könnte die ÖDP viel mehr erreichen, hätte diese bereits vor 6 Jahren das ÖDP zum alten Eisen geschmissen und eine Ganz- Wortabkürzung gewählt, die uns bei vielen Wahlen die Wahlkampfkostenerstattunmg gebracht hätte. Doppelt so viele Stimmen zur Europawahl - wie knapp waren die 0,5%!!!!!!!!!!! - und auch bei Bundestagswahlen noch 0,5% und bei vielen Landtagswahlen über 1%, das wäre möglich gewesen, hätten sich nicht in der ÖDP die Bedenkenträger und Traditionalisten durchgesetzt. Dann wäre die Piratenpartei jetzt kein Thema, weil die Leute, die da jetzt aktiv sind schon bei "FAMILIE & UMWELT" mitmachen würden. Wahlkampfkostenerstattung in Baden Württemberg, Rheinland Pfalz, Nordrhein Westfalen, Niedersachsen, Saarland, Thüringen, Hessen, Sachsen Anhalt und Berlin wären wahrscheinlich. Bei 10 Bundesländern mit je 50.000 Euro Wahlkampfkostenerstattung wären das 500.000 Euro mehr in der ÖDP- Kasse! Und vielleicht hätte das andere Länder mitgerissen und so auch in Bayern zur 5% geführt.

Ich könnte noch viele Beispiele aufzählen. es hat sich bei vielen Wahlen wiederholt. 2% Familienpartei in Brandenburg und 4% im Saarland, 3% für die Grauen in Berlin, viele Prozentergebnisse der Tierschutzpartei, wie jüngst in Sachsen Anhalt zeigen, wie leicht der Erfolg ist, es kommt nur auf den Namen an.

FAMILIE & UMWELT Die Ökologisch Demokratische Partei

das bringt

Prozente statt Promille
Mitglieder statt Austrítte
Motivation statt Resignation
Schubkarft statt Burn Out
Aktionen statt Bedauern, was nicht geht
Klagen vor Gericht, wo Dinge undemokratisch oder ungerecht sind, was wieder Ergebnisse verbessert
Beachtung in den Medien statt weglassen der Promillegruppen
Umsetzung guter Konzepte statt korrupter Politik

Als Gruhl die Buchstaben ÖDP auswählte, waren solche Parteienkürzel üblich und er konnte noch nicht absehen, was für Gruppen alles hinzu kommen. Aber ich bin mir sicher, wenn Gruhl diese Analyse vorgenommen hätte, die ich aufgrund vieler Wahlergebnisse ermittelt habe, würde er das ÖDP wegwerfen, um mit

FAMILIE & UMWELT Die Ökologisch Demokratische Partei

seine Ziele zum Erfolg zu führen. Das man noch einige Jahre das ÖDP in Klammern auf Flugblätter und Plakate setzt, mag sinnvoll sein, aber die vielen Neuwähler, die ein anderer Name bringt wiegen stärker, als ein paar Leute, die uns ohne ÖDP nicht wählen. Mit ÖDP wählen uns noch mehr nicht. Wir können die Wahlen nur gewinnen, wenn wir uns auf die Mentalität der Wähler einstellen. Und wenn Wähler im Prozentbereich spontan Parteien mit Ganzwort- Abkürzungen wählen, ist es ein enormes Umwelt-, Demokratie- und Menschenrechtsverbrechen an dem Kürzel ÖDP zu kleben, weil so unsere guten Konzepte nur Papiertiger ohne bedeutende Wirkung bleiben. Ich hänge an der Partei, die sich jetzt noch ÖDP nennt und möchte deren Erfolg. Inhaltlich will ich ja keine andere Partei, aber ich will für die Umsetzung der Inhalte Erfolge. Alleine die Tatsache dass ich 1990 durch das sammeln in 4 Wahlkreisen der ÖDP- NRW die Wahlkampfkostenerstattung gebracht habe - es hätte kein Wahlkreis wegfallen dürfen - und dass ich 2009 mit meinen 200 Unterschriften dafür gesorgt habe, dass alle anderen Mitglieder in NRW nicht umsonst für die Wahlzulassung gesammelt haben, zeigt, dass mir die ÖDP so sehr am Herzen liegt, dass ich die FAMILIE & UMWELT nennen will. Verspielen wir jetzt nicht die Zeit, bis ein Überläufer zur Familienpartei uns auch noch diesen Namen wegnimmt oder die anderen UUU die Abkürzungen abschaffen.

Namenszusätze bringen nichts, da die nicht so groß auf dem Wahlzettel stehen, wie "Piraten, Graue, Grüne, Tierschutzpartei, Renter, Familie, Freie Wähler". Die großen Worte, die sofort ins Auge springen, die bringen für die sonstigen Gruppen die meisten Wähler, auch da, wo man personell gar nicht aktiv sein kann. das mag man nicht gut finden, aber das ist so!!!!

Viele Grüße, Felix Staratschek

1 Kommentar:

  1. Eine hervorragende und stimmige Analyse der Lage der ÖDP. Wobei ein Punkt anzumerken wäre:
    Auch mit einem Namen wie: "Bürger in Wut" lassen sich Stimmen holen und zwar dann, wenn Themen angesprochen werden, die viele Menschen interessieren und von anderen Parteien nicht aufgenommen werden. Gruß Arno

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