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Sonntag, 11. Mai 2014

Aufruf zur Gründung einer Organisationsstruktur für alle ADAC- Mitglieder

Ein Gastbeitrag von: 
Oswald Zöller,  
Mitglied im ADAC Regionalgau Bayern Süd,

Postfach 1532
94455 Deggendorf, 
E-Mail:  zoeller.oswald@t-online.de

(Bilder hinzugefügt von Felix Staratschek) 
Der ADAC und der Neuanfang wie vom Interimspräsidenten Dr. August Markl, der gleichzeitig Vorsitzender des Gaues Bayern Süd ist, beschrieben, wird nicht kommen, wenn nicht eine grundlegende Satzungsreform durchgeführt wird. Mit der Satzung werden die alten Seilschaften gesichert und die normalen Mitglieder, die wegen der Pannenhilfe dem Club beigetreten sind, von Mitentscheidungen auf den Hauptversammlungen der Regionalclubs (Gaue) und des ADAC Gesamtclubs regelrecht ausgeschlossen. Diese Mitglieder aber sind die Millionen Beitragszahler, die den grundlegenden Auftrag des Clubs, nämlich die Pannenhilfe, finanzieren. Einer solchen Satzung müsste eigentlich vom Registergericht, die Eintragung versagt werden. 



Ich war erstmals auf der Hauptversammlung des ADAC Gau Bayern Süd anwesend und habe mich auch erstmals mit der Satzung befasst. Wesentliches Element eines Vereins, sollte die Mitgliederentscheidung sein, was beim ADAC verhindert wird.
Jedes Mitglied kann sich aufgrund kleingedruckter Einladung in der ADAC Motorwelt zur Jahreshauptversammlung anmelden und Zulassung zur Versammlung bekommen. Das muss schriftlich mindestens 3 Wochen vor der Versammlung geschehen.

---Sachanträge kann das normale Mitglied nur stellen, wenn sie von mindestens 30 weiteren Mitgliedern unterstützt werden. 
---Die Anträge müssen mindestens 3 Wochen vor der Mitgliederversammlung schriftlich durch Einschreiben beim Vorstand des ADAC Südbayern eingehen. 
---Anträge auf Satzungsänderung müssen bis zum Ende des, der Versammlung vorausgehenden Kalenderjahres gestellt werde. 

Busanhänger für mehr Sitzplätze beim ÖPNV im Berufsverkehr und bei Veranstaltungen, dafür könnte sich der ADAC stark machen. (Bild mit Genehmigung von Göppel- Bus)

Also zu einem Zeitpunkt, an dem evtl. beabsichtigte Satzungsänderungen durch den Vorstand noch nicht bekannt sind. 

Ein mit 2/3 Mehrheit gefasster Beschluss zur Satzung bedarf außerdem der Genehmigung durch den Verwaltungsrat. Hier wird das Souverän der Mitgliederversammlung in frage gestellt. 
Der Verwaltungsrat ist kein Organ des Gaues, sondern des Gesamtclubs.

Die Versammlung ist eine geschlossene Veranstaltung. Normale Mitglieder, die in der Versammlung kein Stimmrecht besitzen, werden nicht eingelassen.

Jedes stimmberechtigte anwesende Mitglied hat eine Stimme. Stimmübertragung und Stimmenhäufung sind unzulässig
Die ADAC Ortsclubs (Motorsportclubs im ADAC) jedoch, werden durch Delegierte vertreten. Diese Delegierten haben aber soviel Stimmen, wie sie Mitglieder vertreten.
So kam es, dass die Delegierten mit 11.931 und die normalen Mitglieder mit 91 Stimmen vertreten waren. Man kann davon ausgehen, dass die Delegierten der Ortsclubs gecoacht sind.
Das geschieht durch Teilnahme von Vorstandsmitgliedern an den Versammlungen der Ortsclubs und Geldzuweisungen an diese Clubs durch den Gau. 

Auf Vorschlag des Vorstandes des Regionalclubs werden die Delegierten für die Hauptversammlung des Gesamtclubs gewählt. 
Statt nur mehr Straßen zu fordern, könnte der ADAC auich mal überlegen, wie eine Bahn aussehen müsste, die mehr Güter von der Straße holt. Selbst in Großstädten, wie hier in Solingen findet man heute keinen Güterbahnhof mehr, Aber es gibt Konzepte für eine bessere Güterbahn und einfache Techniken zur Containerverladung an jedem Ladegleis. Warum werden die nicht umgesetzt oder öfter eingesetzt? 

Der Vorstand des SüdGaues wird für 4 Jahre gewählt. Dabei wird jeweils der halbe Vorstand im 2 Jahresrhythmus auf Vorschlag des Vorstandes gewählt. Eine Neubesetzung des gesamten Vorstandes durch die Mitgliederversammlung ist damit nicht möglich.
Zur Unterstützung des Vorstandes wird ein Vorstandsrat gebildet. Er besteht aus 15 Mitgliedern von denen 7 von der Mitgliederversammlung (auch hier erfolgte ein Vorschlag des Vorstandes) und 8 Mitgliedern, die vom Vorstand berufen werden.

LKW an LKW am Autobahnkreuz Duisburg. Sind da keine Transporte bei, die eine innovative Gütereisenbahn übernehmen könnte? Ist es nicht im Interesse der Autofahrer und der Verkehrssicherheit, hier für gute Bahnlösungen zu kämpfen und mit Basisclubs vor Ort nach Verlagerungspotential zu suchen? (abfotographiert aus der Rheinischen Post)

Die Versammlung habe ich verlassen mit dem Gefühl, dass es sich beim Vorstand und seinen Gremien um einen Club älterer Herren in grauen Anzügen (neu hinzugekommen eine Frau) handelt, die sich gegenseitig die Posten zuschieben und die Weste reinwaschen.
So wird kein Neuanfang gelingen.


Auch wenn es z. Z. Nach der Satzung keine Möglichkeit der Stimmübertragung von normalen Mitgliedern gibt, rufe ich zur Installation einer Mitgliedervertretung im ADAC auf. Nur so wird es gelingen, den Mitgliedern die Vereinsrechte zu sichern. Unter meiner E-Mailadresse (siehe oben) nehme ich gerne (zunächst unverbindlich) Interessentenanmeldungen entgegen.

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Der Deutschlandfunk zum Thema ADAC, wo Herr Zöller vorkommt:

"Oswald Zöller ist ADAC-Mitglied, seit 15 Jahren. Der ÖDP-Politiker ist eines der 92 einfachen ADAC-Mitglieder, die zur Regionalversammlung Südbayern gekommen sind. Zöller fordert eine grundlegende personelle Erneuerung des ADAC. Wenn er sich den Geschäftsbericht des ADAC anschaut, mit den zahllosen Tochter-Unternehmen und verschachtelten Firmen-Konstruktionen, schüttelt der pensionierte Rechnungsprüfer den Kopf.


"Hier heißt es einmal: Mitgliedsbeiträge 18 Millionen. Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb: Elf Millionen. Also hier ist eine Trennung. Aber wie setzt sich das im Einzelnen zusammen? Hier sind zwar ein paar Betriebe des ADAC aufgeführt, aber ob das tatsächlich so ist, ist überhaupt nicht nachprüfbar. Wer dies prüft, wer den Vorstand prüft - keine Ahnung. Die zwei Rechnungsprüfer mit viereinhalb Stunden können so gut wie nichts bewerkstelligen.""



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Das stünde auch dem ADAC gut an, sinnvolle ÖPNV- Lösungen massiv zu unterstützen, um Verkehrsprobleme und Unfallzahlen zu reduzieren.

Anmerkung von Felix Staratschek, Viertürmeblog:
Ich begrüße es bei allen, welche wie Herr Herr Zöller versuchen den ADAC aktiv von innen zu verbessern. 

Bei allen, die zu dieser mühevollen Arbeit keine Zeit haben, empfehle ich jedoch den Wechsel von vom reinen Autoclub zum umweltorientierten Schutzbriefclub VCD. Wer aber den ADAC von innen verändern will ist aufgerufen, sich bei Herrn Zöller zu melden und den Widerstand im Verein und die Mitgestaltung an der Verkehrspolitik durch verkehrspolitische Ortsclubs aufzubauen. Im Gegensatz zu Motorsportclubs könnten solche verkehrspolitischen Ortsclubs mit sehr geringen Mitgliedsbeiträgen auskommen zur Finanzierung der Portokosten der Ortsclubarbeit.  

Herr Zöller ist auch Mitglied der ÖDP Bayern und ist dort im Landesvorstand aktiv. Manche werden jetzt fragen, warum ist ein ÖDP-ler im ADAC. Im Prinzip stelle ich diese Frage auch, weil m. E. die ADAC- Politik mit dem Programm der ÖDP unvereinbar ist. Aber wenn Personen wirklich daran arbeiten, den ADAC zu verbessern, kann das langfristig mehr bewirken, als ein paar Mitglieder mehr im VCD. Für alle passiven ADAC- Mitglieder gilt aber, über den VCD unterstützen Sie die verkehrspolitischen Ziele der ÖDP und der Umweltverbände besser und helfen mit, dass gute Anregungen die umweltfreundlicheren Alternativen zum Auto und Flugzeug verbessern, bei gleichzeitigen Schutzbriefangebot für ihre notwendigen Autofahrten.

Die sogenannten heutigen ADAC- Ortsclubs sind Motorsportclubs mit eigenen Mitgliedsbeiträgen, die sich nicht mit Verkehrspolitik und den Mobilitätsinteressen der Masse der ADAC-Mitglieder befassen. Sie bestimmen aber die Entscheidungsgremien im Club! Es kann daher pro Gemeinde mehrere Ortsclubs geben, die aber nur für die Minderheit der Motorsportelite da sind und nie für die Masse der vor Ort wohnenden ADAC- Mitglieder, denen der Verein keine Standardstrukturen anbietet, um von der Basis her das Clubleben zu gestalten. Dem ADAC fehlen daher auch die Möglichkeiten, sich dezentral in vielen Regionen mit der Verkehrspolitik zu befassen und zu konkreten Verkehrslösungen beizutragen, um u.a. viele Unfälle und Tote bei Autounfällen zu vermeiden oder Güter auf die Schiene zu verlagern. Beim VCD ist die Bildung der Vereinsmeinung von der Basis her gegeben und auch durch passive Mitgliedschaft kann man die dortigen Aktiven unterstützen, die vor Ort die Lage kennen und z.B. sinnvolle Vorschläge für sichere Straßen und einen besseren ÖPNV in die Politik tragen. Neu ist hier nichts, ich thematisiere das schon seit über 20 Jahren. Nur ein Beispiel: Die vom VCD mit ins leben gerufene Rhein-Sieg Eisenbahn hilft als Eisenbahnunternehmen vielen Eisenbahninitativen die Infrastruktur zu erhalten und mit Güter- oder Freizeitverkehren wieder zu beleben. Wozu könnte da ein besserer ADAC mit seinen 18.000.000 Mitgliedern in der Lage sein, wenn der kleine VCD mit weniger als 100.000 Mitgliedern so Großartiges bewegt. 

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