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Mittwoch, 3. Dezember 2014

Ein Stark-es Stück: Verkehrsausschuss Radevormwald lässt ÖPNV- Vorschlag über den Viebach gehen

Als ob sich niemand an das Jahr 2009 erinnert. Da hat der Stadtrat einstimmig beschlossen, dass geprüft werden soll, ob und wie der Schulbusverkehr in einen öffentlichen Verkehr für alle umgebaut werden kann. Damals deutete die OVAG an, dass dies wirtschaftlich sinnvoll wäre. Aber wenn danach von der AL nachgefragt wurde, wann denn diese Untersuchung stattfinde, wurde immer ein ein preiswürdiger Eiertanz aufgeführt und nach Ausreden gesucht, sich nicht mit dem Thema befassen zu müssen. Es wurde sogar gegenteilig gehandelt und Schüler aus dem Linienverkehr in den Spezialverkehr umgeleitet. Und nun wurde in der Sitzung des Verkehrsausschusses vom 2.12.14 der Antrag der AL abgelehnt, 2015 sich endlich diesem Thema anzunehmen. http://viertuerme.blogspot.de/2014/12/al-bringt-radevormwalder-ortsbus-wieder.html . Aber der Ausschuss lehnt das mit überwältigender Mehrheit ab.

----Fakt ist aber, die Kosten eines Busverkehrs interessiert es nicht die Bohne, ob die für einen reinen Schülerspezialverkehr anfallen oder für einen ÖPNV, den alle nutzen dürfen.
----Finanzieren müssen den Busverkehr für Schüler als Steuerzahler wir alle, egal ob wir den Busverkehr nun als ÖPNV nutzen dürfen oder, wie zur Zeit, von der Nutzung ausgeschlossen sind!


Die Haupt- Unterrichtszeit ist von 8 Uhr bis 13.10 Uhr. Montags bis Freitags ab 7 Uhr  fahren die Schulbusse aus dem Depot und sind gegen 14 Uhr wieder in ihrer Halle.  Das macht gerade mal 6,5 Arbeitsstunden. Bleibt also täglich noch eine stunde zur Pflege der Fahrzeuge, wenn man von einer 37,5- Stundenswoche ausgeht oder 7,5 Stunden Arbeitszeit.

Überstunden, die man über ein Gutzeitkonto in den Ferien abfeiern könnte, können da eigentlich nicht anfallen und sollten aus Gründen der Verkehrssicherheit in Verkehrsbetrieben möglichst vermieden werden. Wenn also in den 13 Wochen Schulferien die SchulbusfahrerInnen nichts zu tun haben, werden diese da ihre 6 Wochen Jahresurlaub nehmen müssen. Und die übrigen 7 Wochen Schulferien  werden die FahrerInnen anders im Betrieb überbrücken müssen. Was spricht also dagegen,  dieses vorhandene Personalangebot und einen der abgestellten Busse zu nutzen, in den Ferien einen Grundfahrplan anzubieten, um möglichst vielen Menschen in Radevormwald die Fahrt auf das Land oder vom Land in die Stadt anzubieten. So kann man bei schönem Wetter ideal mit dem Rollstuhl oder Rollator zwischen Heidersteg und Dörper Höhe (Kräwinkler Brücke) auf dem Fußweg der Landstraße spazieren gehen. Der ganze Bereich um Kräwinkel ist ein  Ausflugsziel, zu dem Leute aus der ganzen Region kommen.  Und Honsberg, Heide, Kräwinkel und einige kleineren Siedlungen in fußläufiger Entfernung haben zusammen über 1000 Anlieger (Berg, Hulverscheid, Dörper Höhe (Remscheid)  . Wäre es da nicht sinnvoll, hier ein ÖPNV- Angebot zu schaffen?

Wenn alle Schulbushaltestellen normale ÖPNV- Haltestellen werden, könnten die bisherigen Schulbusse für den Nachmittagsunterricht vom Schulzentrum durch die Stadt zum Busbahnhof fahren. Alle Fahrgäste die einsteigen, sagen dem Busfahrer, zu welcher Haltestelle diese wollen. Der Busfahrer hat eine Liste aller Haltestellen, die nur vom Ortsbus als Bedarfshaltestellen bedient werden und macht pro Fahrgast an der Haltestelle, wo der aussteigen will, einen Strich. Am Busbahnhof schaut sich der Busfahrer die Strichliste an und baut sich anhand der Angaben auf der Strichliste seine Fahrtroute auf. Ferner bekommt der Busfahrer die Fahrgäste mitgeteilt, die sich telefonisch angemeldet haben, um an einer Haltestelle zuzusteigen. So kann der Ortsbus zielgerichtet da hin fahren, wo Bedarf besteht, alle anderen Haltestellen werden ausgelassen.

So, wie gerade beschrieben, stelle ich mir die Bedienung der kleinen Hofschaften vor. Es werden nur die kleinen Orte bedient, zu denen eine Nachfrage besteht. Nur Kräwinkel wird per festen Fahrplan angefahren, da hier das Fahrgastpotential dies zulässt. Denkbar wäre aber auch die "große Acht" zu fahren, was ich weiter unten erläutere.

Fahrplanunterschiede für Unterichtstage und Ferientage sind etwas ganz normales. In Remscheid fallen während der Schulferien viele Einsatzfahrten weg und während der Sommerferien gibt es auf einigen Linien einen speziellen Ferienfahrplan mit leicht reduzierten Angebot. Die einzige Ausnahme ist der Kräwi- Bus, der nur in den Sommerferien 4 mal täglich zwischen der Kräwinkel und Remscheid Lennep pendelt und von den Freizeitfahrern sehr gut angenommen wird.

Wie gesagt, so ein Busverkehr ist im Prinzip in Radevormwald vorhanden und bezahlt. Es muss nur die Rechtsform geändert werden und der Fahrplan im Info- System des Verkehrsverbundes Rhein Sieg (VRS) veröffentlicht werden. Und schon kann man per Fahrplanauskunft danach suchen, wie man von Bonn zum Hahnenberg kommt, vom Kölner Dom zur Kapelle von Remlingrade, von Düsseldorf nach Kräwinkel (auch außerhalb der Sommerferien) oder man kann mit einer Fahrkarte von Honsberg nach Dahlhausen fahren.

Interessant sind die Anwürfe, die als Gegenargumente angeführt werden:

----Der Kreis arbeite an einem neuen Nahverkehrsplan.
Das stimmt natürlich. Aber da wird man vor allen daran arbeiten, wie das Busangebot zwischen den Gemeinden im Kreis aussehen soll. Es ist im Sinne der Subsidiarität, einen Eckpfeiler der christlichen Soziallehre, gar nicht sinnvoll, dass sich der Kreis um alles kümmert, dafür haben die in Gummersbach gar nicht das Detailwissen für jede Gemeinde. Natürlich soll der neue Ortsbus mit dem vom Kreis erstellten Nahverkehr vernetzt sein und im gleichen Tarif fahren, aber die meisten NutzerInnen werden diesen Ortsbus nur für den innerörtlichen Verkehr nutzen - was immerörtliches Umsteigen einschließt. Das der Kreis für den regionalen Nahverkehr Verantwortung übernimmt, entbindet die Gemeinden nicht von der Pflicht, den rein lokalen Nahverkehr zu gestallten und die Lücken zu schließen, die der vom Kreis geplante öffentliche Verkehr offen lässt. Schließlich kümmert sich der Kreis beim Nahverkehrsplan auch nicht um den Schulbusverkehr in Radevormwald. Man könnte aber in den Nahverkehrsplan reinschreiben, dass die Kommunen angehalten sind, ihren bisherigen Schüler- Spezialverkehr als Ergänzung zu den Maßnahmen des Kreises in einen ÖPNV- Busverkehr umzubauen.

-----Die OVAG hat 1,x Mio. Euro Defizit.
Ist das zu viel? Der Kreis hat 270.000 Einwohner. Großstädte mit dieser Einwohnerzahl tragen ein viel höheres Defizit. Und der ÖPNV als Daseinsvorsorge ist nun einmal nicht rein wirtschaftlich zu betreiben. Aber bei der Umwandlung von Schülerspezialverkehren in ÖPNV geht es ja nicht darum, neue hohe Kosten zu schaffen, sondern vorhandene Ressourcen besser zu nutzen und mehr Einnahmen zu generieren, die kleine Angebotssteigerungen erlauben.

-----Radevormwald sei nicht mit Hövelhof vergleichbar.
Das sagte Christian Viebach (CDU) in seiner Rede gegen ein Ortsbuskonzept in Radevormwald. Er habe in Paderborn studiert. Ich war bis 1997 in Paderborn und war per Fahrrad bei mehreren Veranstaltungen im Vorfeld der Ortsbuseinführung und bin auch mit einem Midi- Bus auf einer Demonstrationsfahrt über die künftige Ortsbuslinie dabei gewesen. Ich habe die Einführung des Ortsbusses durch Leserbriefe und ÖDP- Pressemitteilungen begleitet, die in beiden Paderborner Zeitungen veröffentlicht wurden und so dazu beitrugen, den anfänglichen Widerstand der Gemeinde Hövelhof gegen dieses Konzept zu beenden. Alle meine Erwartungen wurden erfüllt. https://bergerhof.wordpress.com/2012/12/17/mein-beitrag-zur-einfuhrung-des-hovelhofer-ortsbusses-im-mai-juni-1996/
In Hövelhof wohnen 15.000 Einwohner, davon 11.000 im Zentrum und 4.000 im Umland. Ähnlich sieht es in Radevormwald aus! Ca. 17.000 wohnen rechts und Links der B 229 zwischen Herbeck und Rädereichen, 4.000 wohnen in den Wupperorten, bleiben 3.000, die in den restlichen Dörfern wohnen. Die hiervor genanten Zahlen für Radevormwald sind  noch aus den 90er Jahren.



Mit Ausnahme der Hövelhofer Siedlung Staumühle (266 Einwohner) sind alle anderen Siedlungen nur kleine Straßensiedlungen, denen auf großer Fläche die in der Region Delbrück übliche Streusiedlung hinzugezählt wird. Es gibt eigentlich keine ungünstigere Siedlungsstruktur, um einen ÖPNV zu betreiben, aber Hövelhof schafft es trotzdem:
---Espeln, 680 Ew.,
---Hövelriege 830 Ew., Bahnhaltestelle Stundentakt
---Klausheide 673 Ew. Bahnbuslinie Stundentakt
---Riege 1270 Ew.
----Staumühle 266 Ew. (Kompakt, aber klein)
Summe: 3.453 Ew.
(Quelle: Wikipedia im Dezember 2014)



Rader Ortsteile ohne ÖPNV 
In Hövelhof werden flächnmäßig viel größere Gebiete als eine Siedlung betrachtet, als in Radevormwald, so dass die Zahlen nur bedingt vergleichbar sind. Ich werde deswegen  die Dörfer in Gruppen zusammen fassen. Bei einigen Seiten zu den Stadtteilen von Radevormwald  fehlen auf Wikipedia die Angaben zu Einwohnerzahlen (darunter Studberg, Oberönkfeld, Wönkhausen), so dass real ein paar Leute mehr in jeder Region wohnen.

Region Wuppertalsperre:
----Kräwinkel: Keine Angaben zur Einwohnerzahl, aber über 300 Wohneinheiten und zusätzlich Dauerkämper. 600 bis 1.000 Einwohner und Ausflugspotential
----Honsberg: 331 Ew.
----Heidersteg 36 Ew.
----Heide 77 Ew.
----Berg 21 Ew.
----Hulverscheid 41 Ew
----Grünenbaum (auf Wikipedia keine Ew.- Angaben)
Summe: 1070 bis 1470 Ew.


Region Bever:

----Erlenbach 6 Ew.
----Hönde 38 Ew.
----Hönderbruch 2 Ew.
----Kottmannshausen 15 Ew.
Summe: 61


Region Hahnenberg:
Die Orte an der B 229 haben zwar eine Busanbindung (Linie 134), können da aber nicht mit VRS- Fahrkarten fahren.
----Grüne 40 Ew ( B 229)
----Grafweg 92 Ew. (B229)
----Feldmannshaus 28 Ew (B229)
----Eich 24 Ew. (B 229)
----Hahnenberg 76 Ew.
----Altendorf 51 Ew.
----Weyer 26 Ew.
----Buschsieben 21 Ew.
----Felsenbeck 5 Ew.
----Oberbuschsiepen 4 Ew.
----Obergraben 12 Ew.
Summe: 379, davon ohne B 229: 195 Ew


Region Studberg - Ennepetalsperre:
----Beck 8 Ew.
----Borbeck 26 Ew.
----Braake 25 Ew.
----Finkensiepen 12 Ew.
----Funkenhausen 20 Ew.
----Hinüber 35 Ew.
----Im Busch 16 Ew.
Summe: 142

Da die Region Studberg und Hahnenberg durch eine Rundfahrt erschlossen werden sollten, kann man diese auch zusammenfassen auf 521 Ew.

Region B 483 Grüne - Schlagbaum:
Auf der B 483 fährt die Linie 339, aber es sind nur 3 werktägliche Fahrtenpaare.
(---Grüne (B 483) siehe Region Hahnenberg)
----Freudenberg 19 Ew. (483)
----Wellringrade 37 Ew.
----Brunsheide 1 Ew.  ( B 483)
----Brunshöh 5 Ew. (B 483)
-----Hardt 1 Ew. (B 483)
----Harbeck 13 Ew.
----Feckinghausen 36 Ew.
----Hürxtal 5 Ew.
----Im Holte 23 Ew.
----Möllersbaum 5 Ew.
----Plumbeck 4 Ew.
----Rocholsberg 94 Ew. (Straße zur B 483, Fußweg nach Oberönkfeld)
----Umbeck 4 Ew.
Stichstraße Filde
----Filde 77 Ew.
----Filderheide 26 Ew.
Summe: 350


Region Önkfeld:
----Heidt: 22 Ew.
----Oberönkfeld (Keine Ew. Angaben auf Wikipedia, dürfte aber ähnlich sein, wie Önkfeld)
----Önkfeld 82 Ew.
Summe: 104


Region Uelfetal:
Im Hagen 55 Ew.


Region Remlingrade: 
----Eistringhausen 30 Ew.
----Remlingrade 62 Ew.
----Altenhof 23 Ew.
----Birken 3 Ew.
----Brebach 6 Ew.
----Fuhr 8 Ew.
----Griesensiepen 8 Ew.
Summe: 140 Ew.

----Dieplingsberg 4 Ew.
----Espert 12 Ew
----Geildensiepen 19 Ew..


----Hötersiepen 2 Ew.

----Oberdahl 41 Ew.

Fazit:
Die Struktur von Radevormwald ist von der von Hövelhof gar nicht so verschieden. Trotz der unvollständigen Datenlage für Radevormwald komme ich 2246 bis 2646 Einwohner im ländlichen Raum, während Hövelhof 3453 aufweist. Der Vorteil von Radevormwald ist, dass in der Region, die ich Wuppertalsperre nenne, über 1.000 Anlieger leben, die in sehr kompakten Siedlungen wohnen.

Durch ein Zusammenlegen der Schulbuslinien und der Schlagbaumfahrten der Linie 339 könnte eine Ortsbuslinie z.B. eine große Acht fahren mit dem kleinen Kreis Radevormwald - Honsberg - Kräwinkel - Heide - Radevormwald und dem großen Kreis Radevormwald - Önkfeld - Oberönkfeld - Schlagbaum - Wellringrade - Studberg - Eich  - Radevormwald. Bei Bedarf werden Stichfahrten nach weiteren Dörfern angeboten, sofern dort Wendemöglichkeiten für die heutigen Schulbusse bestehen, wie z.B. nach Filde und Hahnenberg. Vielleicht könnte der Kreis auch ausgeweitet werden über Hahnenberg weiter zur Bever, aber in der Ecke bin ich sehr lange nicht mehr unterwegs gewesen.
Auch die Nachtexpressbusse in Remscheid haben solche Bedarfsstrecken, die nur bei telefonischer Anmeldung oder auf beim Fahrer geäußerten Fahrgastwunsch befahren werden. Auch die Nachtexpressbusse in Remscheid oder Wuppertal fahren große Kreise um so die geringere Nachfrage in der Nacht zu bündeln.
Der Linienkreis über Schlagbaum ist bewusst so gewählt, damit die Fahrt über Önkfeld  bis Schlagbaum pünktlich fahren kann. Durch die Stichfahrten sind danach Verzögerungen möglich, auf die im Fahrplan (wie beim NE in Remscheid) hingeweisen werden muss. Fahrpausen am Ende der Fahrt sind wichtig, damit sich die Stichfahrten nicht auf die nächste Fahrt auswirken. Für den Bereich Remlingrade würde ich eine Lösung anstreben, dass die von Schwelm nach Schlagbaum fahrenden Busse einen Kreis über Remlingrade fahren und so diesen Randbereich an Schwelm anbinden. Denkbar wären für den Bereich Bevertalsperre und Remlingrade auch Anruffahrten mit dem Bürgerbus in den Ferien und am Nachmittag. Hier sind die Einwohnerzahlen so gering, dass hier nur zu Schulzeiten an Schultagen ein Ortsbus sinnvoll erscheint, womit aber auch hier 39 Wochen mit ÖPNV geschaffen würden. Das ist besser, als 52 Wochen ohne ÖPNV.

Regionen mit ÖPNV:

----Rädereichen 189 Ew.

----Bergerhof 2690 Ew.
----Herbeck 990 Ew.

Krebsöge 71 Ew.
Wilhelmstal 156 Ew.

----Herkingrade 253 Ew.

Fazit:

Die absolute Mehrheit des Verkehrsausschusses in Radevormwald hat kein Interesse daran, nach Wegen zu suchen, wie eine Grundversorgung an ÖPNV stadtweit allen Einwohnern sehr preiswert zur Verfügung gestellt werden kann. Wer auf dem Land wohnt und kein Auto fahren kann, ist es selber schuld, wer in der Stadt ohne Auto wohnt und mal einen Ort auf dem Land aufsuchen will, ist es selber schuld.

CDU und SPD praktizieren die Arroganz der Macht und sind sich einig, Menschen, die kein Auto haben oder haben wollen sind dies selber schuld, wir müssen für die nichts tun. Es gibt genug Menschen, die aus Alters- oder Gesundheitsgründen (Schüler, Senioren, Sehschwäche.....) ohne Auto leben müssen oder ausschließlich auf die Fahrdienste anderer angewiesen sind. Diesen durch ein Ortsbuskonzept etwas mehr Unabhängigkeit zu geben stößt bei CDU und SPD auf absolutes Desinteresse. Ich weiß jetzt nicht, von welcher Gruppe die Person war, die mich unterstützte, aber das wird ja bald im Ratsinfosystem im Protokoll der Sitzung erkenntlich sein. http://session.radevormwald.de/bi/to0040.php?__ksinr=927

Zum Betrieb des Ortsbusses:

52 Wochen hat das Jahr.
13 Wochen sind Schulferien ohne Schulbusbetrieb
39 Wochen sind Unterricht, für den es Schulbusverkehr gibt.

Was machen die Schulbusfahrer in der Ferienzeit? 

Wenn die 6 Wochen Urlaub haben, haben die 7 Wochen zu arbeiten, ohne dass die einen Bus bewegen. BusfahrerInnen sollten keine Überstunden machen, um immer sicher fahren zu können. Angesichts einer Hauptarbeitszeit von 7 bis 14 Uhr weiß ich auch nicht, wie die SchulbusfahrerInnen an Überstunden kommen sollen, da damit nur 6,5 Arbeiststunden abgedeckt sind. Und von 14 bis 18 Uhr sind es nur 4 Stunden.

Es muss also nur für den Zeitraum von 25% eines Jahres eine zusätzliche Leistung erbracht werden, da 75% des Jahres mit den heutigen Schulbusfahrten abgedeckt sind.

An Unterrichtstagen werden wesentlich mehr Busse eingesetzt, als in den Ferientagen, wo nur ein Fahrzeug im Dienst bleiben soll. Das heißt, die Leistungssteigerung zur Abdeckung der unterrichtsfreien Zeit liegt deutlich unter 25%.  Der Tageseinsatz im Zweischichtbetrieb beträgt an Schultagen bei einer 37,5 Stunden-Woche 45 Stunden (5 Busse in der Frühschicht und 1 Bus in der Spätschicht). In der Woche sind das, alle Feiertage auslassend, 225 Stunden, die in Schulwochen geleistet werden. Das sind in 39 Wochen 8775 Stunden. In den Ferienwochen fallen bei einem Zweischichtbetrieb 15 Stunden/ Tag  an. Das sind 75 Stunden in der Woche oder 975 Stunden im Jahr, die zusätzlich gefahren werden müssen. Das heißt, gegenüber dem heutigen Schulbusverkehr steigt der Aufwand um 11%. Dem stehen aber die Einnahmen für zusätzlich verkaufte Fahrkarten des ganzen Jahres gegenüber und Landeszuschüsse für ÖPNV- Angelegenheiten.

Buskonzepte haben auch einen Vorteil: Man kann Konzeptversuche machen. Werden die Konzepte angenommen, bleibt das neue Angebot erhalten, schlagen die Fehl, könnte der Verkehrsbetrieb weitere Konzeptversuche an anderer Stelle durchführen oder die Busfahrer anderwärtig im Unternehmen einsetzen. Die OVAG sollte ständig versuchen, ein Konzept auf Probe zu betreiben, um zu prüfen, ob sich ein neuer Markt in einer Region erschließen lässt oder ob Umstrukturierungen Verbesserungen zulassen.

Fahrgäste lassen sich auch durch Buswanderwege gewinnen, indem von Bushaltestellen auf dem Land gekennzeichnete Wanderwege zurück in die Stadt oder Wupperorte führen. Sowohl für Gäste als auch für Radevormwalder ist das eine Chance, das Umland besser kennen zu lernen und nicht nur kurze Kreise um die eigene Haustür oder ein abgestelltes Auto zu laufen. Da die Ortsbusfahrer sich hier auskennen, können die auch mal flexibel eine Gruppe, die sich angemeldet hat von Bedarfshaltestellen an der Jugendherberge oder Sportschule abgeholt werden.  

Nachtrag:

Ich habe beim Schreiben dieses Textes festgestellt, dass die Wikipedia- Seiten zu den Ortsteilen von Radevormwald noch sehr unvollständig sind.

Wer weiß was über die Ortsteile, über bekannte Personen aus den Ortsteilen, über statistische Daten (z.B. Einwohner), Kulturgruppen, Vereine, historische Gebäude....

Hier unter der Seite zu Honsberg stehen links zu allen existierenden Ortsteil- Seiten. Da kann jeder mal reinschauen und prüfen, was verbessert werden kann, welches Bild Wikipedia zur Verfügung gestellt werden kann, etc.

Vielleicht lesen hier auch Leute von der Stadt mit, die Zugang zu Daten und Infos haben, die diese Artikel verbessern.
Das kann auch passieren, indem sich jemand im Rathaus vornimmt, jede Woche eine Seite zu aktualisieren.
  http://de.wikipedia.org/wiki/Honsberg_%28Radevormwald%29

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