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Donnerstag, 11. Dezember 2014

Soll TTIP unverkäufliche US- Agrargüter nach Europa bringen? Freihandelsschutz für Gentech- Produkte?

Ich habe diese Warnung vor TTIP erhalten:

Liebe Freunde,

in diesem Herbst soll TTIP, das Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU, beschlossen werden. Hierzu wurde kürzlich im WDR eine sehr interessante und hintergründige Reportage gesendet. Nachfolgend der Link zu dieser Sendung. Der Filmbericht zeigt auch klar, dass uns die führenden Politiker viele Märchen erzählen und dabei nicht einmal wissen, was überhaupt verhandelt wird. 

Noch nie habe ich unter den Befürwortern des TTIP jemand erlebt, der übersichtlich denkt. Ordnet man die Aussagen, sind es nur „Suppentellerdenker“. Wehe sie würden versuchen, über ihren Tellerrand, also beruflichen Aktionsbereich, hinauszudenken, rutschen sie wieder zurück, weil man job- und geldabhängig nicht gegen TTIP sein darf. Als Begründung heißt es immer gebetsmühlenartig, dass dann auch die kleineren deutschen Firmen die Möglichkeit haben, am US-Markt mitzumischen. Theoretisch kann das schon zutreffen, aber das gleiche Recht haben dann auch alle amerikanischen Firmen bei uns. Wie wenn unsere kleinen Firmen irgendwann einmal gegen die US-Großkonzerne eine Chance hätten?! Wenn ein Produzent allerdings „Nicht tauschbare Qualität“ herstellt, kann er auch so überall hin verkaufen. Das zeigt der jetzige Markt eindeutig.








"Die Lebensmittel unter Kontrolle zu bringen ist größer als jede andere Macht."


Ein Hauptgrund, warum dieses TTIP so schnell kommen soll, liegt jedoch ganz wo anders, als immer berichtet. Und genau diese Thematik wird überall verschwiegen, weil Insider Nutznießer sind und viele andere hier keinen Durchblick haben. Die Lebensmittel unter Kontrolle zu bringen ist größer als jede andere Macht. 

In den USA lagern kontaminierte (auch genveränderte) Agrarrohstoffe. Diese unvorstellbaren Mengen haben sich angehäuft, weil sie wegen verschiedener Substanzen am Weltmarkt nicht mehr verkäuflich sind. Allein beim chinesischen Markt sind es heuer bereits über 3 Mrd. $ an Schaden für die USA, weil China ein Schiff Mais nach dem anderen wieder in die USA zurückschickt. Syngenta wurde deswegen sogar schon verklagt, weil es den sicheren Absatzmarkt der neuen Gentechniksorten versprochen hatte und jetzt stehen die Farmer vor dem Ruin. Diese unverkäuflichen Mengen sollen jetzt frei nach Europa kommen können.

Wo liegt aber das Hauptproblem? 

Wird der Handel freigegeben, dürfen die Mischfutterhersteller ungehindert diese kontaminierten und billigen Agrarrohstoffe einführen und verarbeiten. Ebenso dürfen sie diese an die Landwirte weiterleiten, weil sie zugelassen sind. Der Haftungsausschluss geht aber nicht an die Bauern über. Diese Futtermittel enthalten mitunter auch Rückstände von Medikamenten (aus Genversuchen) und Pflanzenschutzmittel, die Folgeschäden verursachen. Enthalten dann die Erzeugnisse der Bauern diese Rückstände, haften diese für ihre Produkte. Eine Haftpflichtversicherung steigt, wie bekannt, bei zugelassenen Futtermitteln nicht ein. Ebenso haften Verarbeiter (Molkereien, Fleischverarbeiter, Eiererzeuger usw.) wenn dort erst die Rückstände gefunden werden. 

Ein weiteres, noch viel größeres Problem ist aber die Kontamination der Felder. Die Mischfutterbranche verarbeitet immer mehr im Quetsch-, statt im Mahlverfahren, wegen der besseren Verwertbarkeit. Das Quetschen überstehen die kleinen Körner meist schadlos. Ein Wiederkäuer z. B. kann diese jedoch nicht verdauen. Diese keimfähigen Körner wandern dann über Mist und Gülle auf die Felder und keimen dort mit der anderen Saat. Wir wissen, dass bereits 0,1 % GVO im Saatgut ein Erntegut von einigen % GVO im ersten Jahr auslöst, wegen der Reproduktion beim Aufwachsen. 

Im Klartext:  

Mit den genveränderten Futtermitteln aus den USA verbreiten wir den Genanbau in unserem Land. BIO ist dann ebenfalls erledigt. Genau nach dem Plan der Industrie. 

Zitat eines Monsanto-Vertrieblers vor einigen Jahren bei einer Konferenz: 

„Weltweit gibt es soviel Widerstand gegen die Gentechnik. Wir müssen deshalb die heimliche Kontamination fördern. Dann breitet sich die Gentechnik selbsttätig aus und die Menschen haben keine Wahl mehr.“ 

Hinzu kommt für Rinder und Schweine die geplante Abnahmeverpflichtung für Futtermittel bei einigen Qualitätsprogrammen, was im Geflügelsektor bereits Standard ist. Man zwingt die Bauern in Programme, nicht nur um sie komplett abhängig zu machen, sondern auch deswegen, um die Gentechnik endlich flächig zu verteilen. Eigentlich müsste man nur die Augen öffnen und den Denkprozess einschalten, um diese Hinweise selbst zu erkennen.

Was können wir dagegen tun?

Wir erklären unseren Rohstofflieferanten heute schon, dass wir Import-Rohwaren aus den USA ablehnen. Macht es genau so, damit jetzt schon dort der nötige Druck entsteht. Wenn die Mischfutterbranche weiß, dass solche Futtermittel, trotz legalem billigen Import, keinen Abnehmer finden, werden sie sich auch gegen TTIP einsetzen, weil alle den Umsatzverlust fürchten. Es ist die Pflicht der Mischfutterhersteller, Futtermittel zu liefern, mit denen man NUR gesunde Lebensmittel erzeugen kann. Und wir brauchen diese minderwertigen Futterstoffe aus den USA nicht. „Wer zahlt, schafft an“! Die Sprache der Wirtschaft heißt UMSATZ. Jeder Futterlieferant wird das liefern, was er verkaufen kann. Es liegt also an den Bauern, existenzbedrohende  Futtermittel früh genug abzulehnen und es liegt an den Konsumenten, Lebensmittel abzulehnen, die aus solchen gefährlichen Futtermitteln erzeugt wurden. Schreibt die Hersteller der Lebensmittel an und fragt sie, ob sie diese Futterstoffe aus dem USA ablehnen. Mit TTIP kann alles zugelassen werden, was die Industrie will. Wenn diese Erzeugnisse jedoch niemand kauft, kann sie niemand importieren. So einfach ist das.

Nachdem von verschiedenen Agrarhändlern immer wieder erzählt wird, dass gentechnikfreier Sojaschrot sehr knapp ist, lege ich als Infos die Pressemeldungen des VLOG (Verband Lebensmittel ohne Gentechnik) bei. Allein Brasilien hat heuer wieder bedeutend mehr verfügbare GVO-freie Ware und zudem kommt immer mehr aus Südeuropa. Jeder Händler in jeder Region kann jede gewünschte Menge GVO-frei beziehen, wenn er will. Alle restlichen Futterkomponenten sind ohnehin mehr als ausreichend und so gut wie alles GVO-frei vorhanden. Hört also endlich auf, aus Profitsucht die Bürger und Bauern zu belügen.


Viele Grüße aus dem Passauer Land

Feilmeier Josef
- Internationale Arbeitsgruppe Futtermittel GVO-frei


P.S. Weitere Infos: (suchen Sie auf Youtube nach Beiträgen die bei ARD und ZDF aufgrund von Druck und der Rundfunkgesetze gelöscht wurden. (Felix Staratschek))





Anmerkung des Viertürmebloggers: 
Eine Aktion des MdeP Dr. Klaus Buchner zu TTIP: http://stoppt-tisa.de/

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