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Montag, 20. Februar 2012

Das "brennende" Problem - macht Müllverbrennung krank?

Der Arzt Hans Mangold aus Kempten schrieb 1989 in der ÖDP- Zeitung Ökologiepolitik einen Artikel zur Müllverbennung. Der Kreisverband Solingen der ÖDP (heute Teil des Kreisverbandes Bergisches Land) hatte diesen Text als Flugblatt herausgegeben, weil auch in Solingen und Wuppertal der Müll verbrannt wird. Vielleicht sind ja einige Emissionsdaten von damals verbessert worden. Das macht die Sache aber nicht besser, sondern bestätigt, wie groß fahrlässig die Politiker mit dem Wohl der Menschen umgehen, wenn es darum geht, kurzfristigen Profiten von Konzernen und Baufirmen zu dienen und Bestechungsgelder anzunehmen oder im besten Fall Angaben der Konzerne unkritisch zu glauben. Unabhängig davon, welche Gifte noch heute die Müllverbrennung erzeugt, ist eine Wirtschaft, die alles daran setzt, wertvolle Substanzen nur einmal zu nutzen und dann zu vernichten weder für das Klima noch für künftige Generationen verantwortbar.
Unsere Gesellschaft droht im Müll zu ersticken. Hans Mangold ist Arzt und lebt in der Nähe einer Müllverbrennungsanlage. Die sich aus der Kemptener Anlage ergebenden Probleme lassen sich auf alle Anlagen dieser Art übertragen. Es wird immer beliebter, unseren Wohlstandsmüll zu verbrennen, wobei sich die Betreiber solcher Anlagen noch den Mantel des Umweltschutzes umhängen.
Seit 14 Jahren brennt in Kempten der Müll. 1975 wurde dank des "fortschrittlichen" Bürgermeisters ein erster Müllofen in Betrieb genommen, 1976 ein zweiter und ein dritter 1979.
Seither "stinkts zum verrecken", um meinen Kollegen Dr. Morhard zu zitieren, der seit Anfang der siebziger Jahre eine Praxis in Haldenwang betreibt - in der Abluftfahne der Müllverbrennung. Die Ergebnisse des Kemptener Müllverbrennungstests scheinen im wortwörtlichen Sinne "vernichtend" für Mensch und Natur zu sein - Resultate einer der ältesten MVA hierzulande.

Welche konkreten Beobachtungen liegen vor?

Zunächst eine knappe Lagebeschreibung: Die Kemptener MVA (Müllverbrennungsanlage) liegt am nordöstlichen Stadtrand am Illerhochufer. Sowohl Schlacke als auch die hochgiftigen Filteraschen weren auf einer ungesicherten (!) Hausmülldeponie direkt nebenan am Illerufer abgelagert. Am Fuße der Deponie treten täglich mehrere Hektoliter Sickerwasser zutage und flossen bis vor kurzem in die Iller, neuerdings fließen diese Abwässer jetzt in die Sammelkläranlage. Die MVA besteht aus insgesamt drei Öfen, die beiden älteren (1989) nur mit Elektrofilter und entsprechend schwacher Rauchgasfilterung, der neue Ofen mit Gewebefilter. Jetzt wird ein neuer Ofen als Ersatz für die beiden älteren Öfen gebaut, allerdings mit einer um mindestens 50% auf 14 t/ Stunde erweiterten Verbrennungskapazität.
Kostenpunkt: 70 Millionen DM nach ursprünglich 23 (1986), dann 45 (1987). Die Rauchgase breiten sich entsprechend der Hauptwindrichtung vorwiegend nach Nordosten aus (Haldenwang), nicht zu selten jedoch auch stadtwärts.  Besonders bei Windstille und vor allem bei Inversionswetterlagen erfüllen die Abgase aus dem relativ niedrigen Kamin das kesselartige obere Illertal mitsamt der Stadt Kempten und den umliegenden Gemeinden. Zusätzlich sind noch weitere Emitenten vorhanden.
"Entsorgt" werden in der MVA Kempten die Landkreise Oberallgäu und Lindau sowie die Stadt Kempten, weshalb wohl auch Müllvermeidung, -entgiftung und Wiederverwertung in den Anfängen steckengeblieben sind. der sogenannte Müllzweckverband "erfreute" sich einer von Jahr zu Jahr anschwelllenden Mülllawine: z.B. verbrannte Müllmenge 1983: 73.000 Tonnen, 1987: 114.000 Tonnen. Neuerdings wird beim Zweckverband von "thermischer Verwertung" gesprochen, weil etwas Strom und Heizwärme gewonnen wird. Kommentar: Vornehm geht die Welt zugrunde - wer fühlt sich nicht vom "thermischen Recycling" schon halb "entsorgt", wenn er sich über das Verbrennen von Müll Gedanken gemacht hat.

Gesundheitswirkungen

Bereits in den Anfangsjahren und mit steigender Verbrennungsmenge zunehmend waren starke Geruchsbelästigungen zu verzeichnen. Bei bestimmten Windrichtungen und Wetterlagen sahen sich daher manche meiner Patienten gezwungen, die Schlafzimmerfenster geschlossen zu halten. darüber haben mir insbesondere Patienten mit Atemwegserkrankungen berichtet, die diesbezüglich natürlich ganz besonders sensibel sind und teilweise auch akute Verschlechterungen und Atemnotanfälle mit "schlechter Luft" in Zusammenhang brachten. Mir ist auch aufgefallen, dass ich im laufe der Jahre mehrere Beschäftigte bei der MVA wegen Atemwegserkrankungen zu behandeln hatte. Gleichartige Erfahrungen hat mein Kollege Dr. Morhard in Haldenwang gesammelt.

Handfeste Hinweise:

1. Krebsatlas 1984

1984 wurde der Krebsatlas der Bundesrepublik veröffentlicht, der außer einer höchst ungleichmäßigen Verteilung der Krebstodesfälle über das Bundesgebiet eine auffällige Häufung in der Stadt Kempten zeigte. Dies war insbesondere deshalb ganz besonders auffällig, weil der benachbarte Landkreis Oberallgäu eine sehr niedrige Krebsrate aufwies:
Männer:
Kempten über 196,5 Krebstodesfälle pro 100.000 Einwohner
Oberallgäu unter 163,3
also höchster und niedrigster Bereich im Vergleich.

Unterschied somit ca. 20% bei Männern, bei Frauen 15%!!

Die Lösung des Kemptener Oberbürgermeisters: Die Krebskranken sterben in den Kemptener Krankenhäusern. Kommentar: Schwachsinn, denn natürlich wird die Todesursachenstatistik bezogen auf den Wohnort der Verstorbenen ermittelt. Politisch freilich hat diese billige Ausrede zunächst funktioniert. Fazit: Dramatisch erhöhte Krebssterblichkeit in Kempten.

2. Missbildungen bei Neugeborenen

1985 wurden die Ergebnisse einer kurz zuvor durchgeführten Studie über Missbildungen bei Neugeborenen bekannt, in der erneut Kempten hervorstach. Für die Jahre von 1968 bis 1980 wurde eine Missbildungsrate von 6% festgestellt, mindestens doppelt so hoch wie im bayerischen Landesschnitt und ein vielfaches über dem günstigsten Wert von 0,32 im Landkreis Neu Ulm. Auch hier stach der Unterschied zwischen Kempten und dem benachbarten Landkreis Oberallgäu ´krass heraus. Während im Oberallgäu die Zahlen deutlich unter dem Landesdurchschnitt lagen, waren sie in der Stadt Kempten  sage und schreibe um das dreifache erhöht. das gilt grundsätzlich auch für Missbildungen wie Lippen- Kiefer- Gaumenspalten, die recht sicher erfasst werden und somit als Kontrollwerte gelten können. Eine Unterteilung in einzelne Zeitabschnitte lag nicht vor, so dass man korrekterweise keine eindeutige Schlussfolgerung auf den seit 1975 brennenden Müll ziehen kann, dies aber auch nicht ausschließen kann.
der beabsichtigte Zweck dieser Studie, nämlich eine erhöhte Missbildungsrate in der Umgebung von Kernkraftwerken zu "widerlegen", wurde erreicht. Lösung des Kemptener Oberbürgermeisters: Die statistischen Zahlen taugen nichts. Politisch hat diese Aussage ebenfalls funktioniert.

Fazit: Drastisch erhöhte Missbildungsrate bei Neugeborenen in Kempten.

3. Erhöhte Krebssterblichkeit in der Praxis Dr. Morhard

Wie bereits erwähnt liegt das Praxisgebiet von Dr. Morhard in der Hauptwindrichtung und somit gehäuft in der Abluftfahne der MVA. Eine orientierende Berechnung bezogen auf die Krebssterblichkeit ergab folgende Verhältnisse:

Krebstodesfälle in % in den Jahren
1975: 14 IIIII IIIII IIII
1976: 14 IIIII IIIII IIII
1977: 28 IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII III
1978: 28 IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII III
1979: 23 IIIII IIIII IIIII IIIII III
1980: 31 IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII I
1981: 30 IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII
1982: 27 IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII II
1983: 26 IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII I
1984: 33 IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII III
1985: 43 IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII III
1986: 31 IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII I
1987: 36 IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII IIIII I
Landesdurchschnitt 
XXXX: 20 IIIII IIIII IIIII IIIII

Eine auffällige Steigerung von unterdurchschnittlichen Werten auf ein um mindestens 50% über dem Landesdurchschnitt erhöhtes Niveau ist unübersehbar.

Fazit: Auffällig erhöhte Krebssterblichkeit.

4. Weitere Verdachtsmomente

Weitere Beobachtungen im Hinblick auf erhöhte Leukämieraten bei Kindern, vermehrtes Auftreten von Allergien bei Kindern und Erwachsenen, sowie Atemwegserkrankungen sind gemacht worden, jedoch statistisch nur schwer erfassbar. Auch eigene Erfahrungen weisen in eine entsprechende Richtung.
Zu dem vorliegenden Zahlenmaterial ist anzumerken, dass es natürlich diskutiert werden kann und selbstverständlich nicht über jeden Zweifel erhaben ist. Besonders problematisch scheint, das ca. ein Fünftel der Wohnbevölkerung des Landkreises Oberallgäu  ebenfalls von der MVA begast werden und somit das Bild wahrscheinlich noch geschönt ist.
In der Gesamtbeurteilung aller Fakten und Erfahrungen ist also die MVA die Hauptverdächtige dieses "statistischen Laichenfeldes". Wenn auch keine Beweise vorliegen, die Hinweise sind erdrückend.
Eigentlich müssten die Betreiber einer solchen Gift- und Dreckschleuder (Erläuterung folgt) eine sicheren Nachweis der Gefahrlosigkeit liefern. Es liegt also eine skandalöse Umkehrung der Beweislast vor: Ein Mordverdächtiger angesichts solcher Indizien längst in Untersuchungshaft, wennman es polemisch zugespitzt ausdrückt.

Muss bewiesen werden, dass Gift Gift ist?

Was kommt bei der MVA heraus? Damit sich ein Laie ein Bild machen kann, sollte er folgendes Gedankenexperiment durchführen: Man nehme einen Haufen Abfall bestehend aus Papier, Kunststoffen aller Art, nicht zuletzt auch PVC, Blechbüchsen, Batterien, etc. und verbrenne ihn bei 800 bis 900 Grad. Dann versuche man einen kräftigen Atemzug der Rauchgase (bitte nicht wirklich durchführen - Lebensgefahr!). Entsprechende Erfahrungen liegen von Wohnungsbränden vor, speziell bei Kunststoffbränden werden hochgiftige Substanzen frei.
genau dies wird bei einer MVA im Normalbetrieb gemacht, Tag für Tag, Jahr für Jahr und zwar mit 100.000 Tonnen allein in Kempten. In einer Stunde werden dabei z.B. in Kempten ca. 600.000 m³ giftige Abgase freigesetzt.

Inhalte:
Blausäure, Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, Nitrisegase, etc., Metalle (z.B. Blei, Quecksilber, Cadmium, Chrom, u.a.), organische Verbindungen, darunter "Ultragifte" Dioxine und Furane (erst 20% der organischen Verbindungen sind identifiziert).

Toxikologisch sind alle diese Substanzen von Bedeutung, besonders soll hier jedoch auf Dioxine und Furane eingegangen werden. Diese beiden Ultragifte sind die am stärksten krebserregenden Substanzen, die wir kennen. In Minimalkonzentrationen führen sie zu Schilddrüsen-, Leber- und Fettstoffwechselstörungen und in der Folge zu Gefäßschäden (entsprechend wie beim Rauchen) . Aus Vietnam, wo diese Gifte als Verunreinigungen in sogenannten "Entlaubungsmitteln" enthalten waren, sind schreckliche Häufungen von Krebs bei Soldaten und eine krasse Zunahme von Missbildungen bei Neugeborenen in den besprühten Gebieten bekanntgeworden.  Missbildungen wurden auch vermehrt bei Kindern der Soldaten festgestellt und somit genetische Schäden bewiesen. Gerichtloche Auseinandersetzungen am Ende des Vietnamkrieges haben mit Niederlagen des Herstellers des Entlaubungsmittels "Agent orange" geendet.
Bekannt geworden ist eine besonders giftige Dioxin- Variante als sogenannte "Seveso- Dioxin" aufgrund des bekannten katastrophalen Chemieunfalls in Italien. Über die Krebs, Missbildungen und genetische Schäden auslösende Wirkung hinaus wird von kompetenten Toxikologen auch die Auslösung von Allergien wegen der Störung des Immunsystems angenommen.
Diese Ultragifte entstehen also in großen Mengen bei der Müllverbrennung. Nachdem wir "hintenherum" Zahlen über Dioxinmessungen erhalten haben, könne wir annähernd den Ausstoß errechnen:
Seveso- Dioxin aus den beiden Öfen ca. o,2 Gramm/ Jahr entsprechend 3 Gramm für die Betriebszeit.Aus dem neuen Ofen mit Gewebefilter dürfte immer noch ungefähr ein Zehntel entweichen. Die Gesamtmenge der zahllosen Dioxin- und Furanverbindungen  mit unterschiedlicher Giftigkeit aus den beiden alten Öfen ist mit jährlich 600 gr, aus dem Ofen 3 mit 50 gr. anzunehmen. nachdem ir diese Zahlen zugänglich geworden sind, habe ich zunächst einen  Schock erlebt und seither einen ungeheuren Zorn entwickelt.
Zur Wirkung dieser Ultragifte ist zusätzlich noch zu ergänzen, das sie im Boden  eine Zerfallshalbwertzeit von ungefähr 140 Jahren haben. Die "biologische Halbwertzeit" in der Hälfte einer aufgenommenen Menge  ausgeschieden  wird, liegt mit ca. 16 Jahren so hoch, dass eine erhebliche Anreicherung im Körper stattfindet. Diese Gifte werden zu 60% über die Nahrung, zu 20% über die Atemluft aufgenommen. da wir hier im Allgäuer Grünland mit Milchviehhaltung leben, ist mit beträchtlichen Belastungen der Milch  im Umfeld der MVA zu rechnen und somit auch mit einem "Export". da fast alle diese Substanzen fettlöslich sind, reichern sie sich in der Nahrungskette an. Die Konzentration der Dioxine in der Muttermilch z.B. liegt heute um das 500 fache über dem 1980 vom Bundesgesundheitsamt festgelegten Grenzwert. Bei Messungen im Fettgewebe von Kindern und Säuglingen wurden bereits toxische Konzentrationen bestimmt.
Erschreckend ist der Trend: Steigerungsraten von 30% pro Jahr in der Muttermilch werden von Fachleuten diskutiert. (Ergänzend ist noch hinzuzufügen, dass auch der Kraftverkehr solche Gifte in großer menge erzeugt, wobei ein Zusammenhang mit bleihaltigen Benzin besteht.)
Zusätzlich zu den erkannten Gift- und Problemstoffen werden weitere 1400 bis 5000 Substanzen mit Toxizitätspotential vermutet, wahrscheinlich auch noch andere Ultragifte gefunden.
Im Umweltgutachten 1987 warnen die Wissenschaftler die (CDU/CSU-FDP) Bundesregierung vor dem Anstieg insbesondere folgender Gifte in den Nahrungsmitteln: Dioxine, Furane, PCB, Blei, Cadmium und Nitrate. Alle diese Stoffe werden vor allem auch bei der Müllverbrennung freigesetzt.

Fazit:

Die Müllverbrennung setzt ein Cocktail toxischer Substanzen frei, die größtenteils erst bei der Verberennung gebildet werden. Selbst die besten Filter- und Verbrennungstechniken setzen immer noch gewaltige Mengen frei. Der Neubau oder Ausbau einer MVA ist nicht zu verantworten, die bestehenden MVAs sind zu schließen, bzw. der Ausstieg aus dieser Technologie schnellstmöglich anzustreben. Dies gilt selbst, wenn sich die Situation nur halb so schlimm herausstellen sollte als zu befürchten ist. Wir sind dabei unser Land, uns selber und unsere Kinder zu vergiften.

Wirtschaftliche Hintergründe:

Zu den bestehenden 47 MVA (1989) sollen ungefähr 120 weite Verbrennungsanlagen dazugebaut werden, alleine 15 zusätzlich zu den bisherigen 15 in Bayern (CSU). Auch in Baden Württemberg (CDU) wird der Ausbau der Müllverbrennung mit Macht betrieben, ebenso in Nordrhein Westfalen (SPD). es handelt sich um einen Milliarden- und Abermilliardenmarkt. Im Geschäft ist u.a. auch die KWU, die im Atomgeschäft kalte Füße bekommen hat, aber auch andere Firmen der Großindustrie.
Die Planungsingenieure werden meist auf Provisionsbasis bezahlt, verdienen also umso mehr, je höher die Bausumme und um so teurer die geplante Anlagen. Über Bestechungsgelder ist bereits berichtet worden und ein Verfahren in NRW (Hamm) bereits mit Verurteilung abgeschlossen worden. Gerüchte über "Zuwendungen" an "geneigte" Kommunalpolitiker liegen in der Luft, sind aber schwer beweisbar.
Die Müllverbrennung ist mit Abstand die teuerste Beseitigung des Mülls überhaupt; sie kostet unter neuen Auflagen 300-500 DM/ Tonne Müll. Wir müssen uns unsere Vergiftung teuer erkaufen.

Arbeitsplätze:

Bei Recyclingkomzepten entstehen bei gleicher Investitionssumme mindestens doppelt so viele Arbeitsplätze und zwar auch für weniger qualifizierte Arbeitskräfte, deren Vermittlung zur Zeit schwierig ist.

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