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Freitag, 11. Mai 2012

Wahlprüfsteine des Kölner ADFC / Antworten von Felix Staratschek

Sehr geehrter Herr Staratschek,

anbei 10 Fragen die wir allen Kandidierenden zur Landtagswahl 2012 stellen, die aus den Wahlkreis Oberbergischer Kreis kommen.
Die Fragen und Antworten werden im Internet auf unserer Webseite www.adfc-koeln.de veröffentlicht. Die Fragen sind so gewählt das man sie mit ja/nein beantworten kann. Erläuterungen sind natürlich, wenn Sie Zeit haben, auch willkommen. Vielen Dank.
http://www.adfc-koeln/wahlen.html
Der ADFC Köln und Umgebung e.V. ist zuständig für den Oberbergischen Kreis, Rheinisch-Bergischen Kreis und Köln.
 Mit freundlichen Grüßen
Sven Bersch
 0221 9367607
 0176 23749980


 Abs. Felix Staratschek, Radevormwald
Einzelbewerber im Wahlkreis Oberbergischen Kreis I, Nordwahlkreis
Wahlkennworte: "FAMILIE & UMWELT" christlich ökologische Politik für Familie, Arbeit Umwelt
 Mitglied der Ökologisch Demokratischen Partei (stellvertr. Kreisvorsitzender) der ÖDP- Region Bergisches Land (GM, RS, W, SG, ME)
Internet: http://viertuerme.blogspot.com

1.       Nutzen Sie das Fahrrad privat und beruflich?

Ich habe kein Auto, nutze den ÖPNV, gehe viel zu Fuß und ab und zu wird z.Z. das Rad genutzt.

2.       Befürworten Sie eine Stadtplanung mit bürgernaher Infrastruktur und Berücksichtigung des Fußgänger- und Radverkehrs?

Fußgänger und Radfahrer müssen Vorrang bei der Verkehrspolitik bekommen. Strukturen mit kurzen Wegen müssen erhalten oder wiederbelebt werden. 

3.       Setzen Sie sich für Radschnellwege und barrierefreie Radverkehrsanlagen ein?

Nur wenn die nicht auf Eisenbahntrassen realisiert werden, die dringend reaktiviert werden müssten. Der Radweg auf der Balkantrasse (Wuppertal/ Solingen -) Remscheid - Wemelskirchen - Burscheid - Leverkusen (- Köln) ist leider eine Steuergeldverschwendung, da hier bei der Siedlungsdichte und den verbundenen Großstädten dringend ein zweigleisiger Schienenverkehr nötig wäre und auch Güterverkehr auf Conatinerbasis für die Industrie wieder kommen muss. Gleiches gilt für die Nordbahn in Wuppertal. Fahrradrikschas können nach dem Peakoil leider nicht den LKW ersetzen, das kann nur eine moderne Güterbahn. Und für den ÖPNV sind alle diese Bahntrassen als Schienenstrecken dringend nötig.
Foto
Bahntrassen sollten auch für Bahnen genutzt werden und nur im Ausnahmefall als Radweg, wenn die Trasse wirklich für den ÖPNV und Güterverkehr ungeeignet ist. Die stillgelegten Bahntrassen im Bergischen Land könnten alle als Stadtbahn wieder eröffnet werden, was Lückenschlüsse preiswert macht, wo die Trasse unterbrochen ist.

4.       Befürworten Sie die Verkehrsführung der Radfahrer auf den Straßen, damit es weniger Verkehrsunfälle gibt?

Ich weiß nicht, wie ich die Frage verstehen soll, aber ich bevorzuge persönlich zum Radeln als Radweg Seitenstreifen auf Straßenniveau statt auf zu Radewegen deklarierte Fußweghälften. Ich kann auch nicht verstehen, warum Kinder den Bürgersteig benutzen müssen, Erwachsene es aber nicht dürfen. Es kommt doch auf die Fahrweise an und nicht auf das Alter, ob Radfahrer Fußgänger gefährden. Mich stören rücksichtsvolle Radfahrer im Fußgängerbereich nicht. Aber ab und zu gibt es Rüpel, denen ich gerne mal eine Woche das Fahrrad wegsperren würde. Aber wer sich auf der Straße unsicher fühlt, kann doch rücksichtsvoll den Fußweg nutzen.

5.       Setzen Sie sich ein, damit mehr Personen mit dem Rad zur Arbeit fahren?

Ich habe es je nach Job selber gemacht, auch im Winter. Aber bei der Überzeugungsarbeit bewirkt leider der akut hohe Benzinpreis besser, als alle anderen Argumente (Umwelt, Gesundheit.....).

6.       Nutzen Sie als Vorbild das Fahrrad auf Kurzstrecken und zum Einkaufen und setzen sich dafür ein dass viele dem folgen?

Ich nutze es auch auf Mittelstrecken und kenne von Radevormwald aus die Straßen bis Bochum, Paderborn, Antwerpen und Speyer aus dem Fahrradsattel.

7.       Setzen Sie sich für eine zukunftsfähige Radverkehrsinfrastruktur ein, bei der durch geringe Investitionen langfristig viel Geld gespart wird?

Ganz ehrlich, ich halte die Aussage, ich fahre nicht Rad wegen der fehlenden Radwege für eine Ausrede, um das jeweils eigene Fehlverhalten begründen zu können. Ich bin noch nie durch irgendwelche Widrigkeiten vom Radfahren abgehalten worden. Trotzdem setze ich mich für jede machbare Verbesserung ein. Aber wer will kann sofort loslegen mit dem Radfahren. Manches, was uns heute Politiker, die nur per Auto unterwegs sind, da als Radweg hinstellen, macht Radfahren oft eher weniger attraktiv, etwa wenn der Radweg über Berg und Tal geht, während die Straße daneben auf Dämmen und Einschnitten verläuft oder wenn der Radverkehr von der Straße auf viel zu enge bisherige Fußwege verlagert wird.  Und viele heute ausgewiesenen Radwege wären gar nicht in der Lage, eine Wende hin zu mehr Fahrradverkehr zu verkraften. Ich bin daher für eine Abschaffung der Radwegebenutzungspflicht (begründete Ausnahmen können beschildert werden), weil gute Radwege keinen Zwang brauchen und eine Pflicht nur bei begründeten Gefahrenpunkten nötig ist.

8.       Sind 25 % oder mehr Radverkehrsanteil auch von Ihnen gewünscht?

Nein, das ist in vielen Orten zu wenig.

9.       Werden Sie als Landtagsabgeordnete/r an Veranstaltungen zur Förderung des Radverkehrs teil nehmen? (Fahrrad-Sternfahrt, Rad-Woche)

Das hängt von meinen Terminkalender ab. Aber ich werde Anträge stellen für bessere Radfahrregelungen, wo immer die möglich sind. Ich werde z.B. fordern, das für jede Einbahnstraße begründet werden muss, warum die nicht in Gegenrichtung für Radfahrer genutzt werden darf, damit Radfahrer viel häufiger diese in beiden Richtungen nutzen dürfen. An manchen Ampeln kann eine Radlerschleuse eingeführt werden. Wenn eine Straße von Links kommt, kann eine Fahrradspur neben der Fahrbahn die Radfahrer auch bei Rot in Schritttempo passieren lassen. Die einbiegenden Autos kommen ja gar nicht auf die Fahrradspur.

10.    Befürworten Sie die kostenlose Mitnahme von Fahrrädern in öffentlichen Verkehrsmitteln, wie beispielsweise in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein oder in Rheinland-Pfalz?

 Ja. Defakto gibt es das auch schon im VRR, zumindest für den Großteil der Fahrgäste, der das Ticket 2000 nutzt. Da dürfte auch die volle Freigabe des Radverkehrs möglich sein. Ich setze mich darüber hinaus für einen Nulltarif am Hauptwohnsitz und dessen Nachbarorten ein. Das wird die Straßen entlasten und macht auch Kombinationen von ÖPNV und  Fahrrad interessant.
Weitere Fragemöglichkeit und Stellungnahmen: http://www.abgeordnetenwatch.de/felix_staratschek-888-49153.html

Weitere Informationen zu Terminen unter: www.adfc-koeln.de
adfc   Kreisverband Köln und Umgebung e.V.

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