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Freitag, 1. November 2013

„Schockenhoff (CDU) nennt Putins Forderung zynisches Spiel“ - Leserbrief zu Leitartikeln vom 2. und 5.9.2013

Von Franz Weber, Mitglied der ÖDP

Auf welcher Seite findet sich Zynismus?

Putin forderte eindeutige Beweise für die Urheberschaft des Giftgaseinsatzes in Syrien. Zum zweiten verlangt er für einen militärischen Schlag eine UN-Resolution. Laut Leitartikel vom 5.9.13 deckt sich Putins Bedingung einer entsprechenden UN-Resolution mit der Position mehrerer westlicher Länder.
Dass den vorschnellen amerikanischen Beweisen nicht von jedermann Vertrauen geschenkt wird, ist im Leitartikel vom 2.9.13 zu finden. Hier wird nämlich darauf hingewiesen, dass „unser Vertrauen in die amerikanischen Dienste in der Vergangenheit nachhaltig gelitten“ hätte. Denn „Amerikanische Geheimdienste hatten bereits vor zehn Jahren vermeintliche Beweise über Massenvernichtungswaffen im Irak präsentiert.“ So der Kommentar in der Schwäbischen Zeitung (SZ).


Dass auch der erste Irakkrieg mit einer Lüge angezettelt wurde, ist den meisten  unter dem Begriff „Brutkastenlüge“ bekannt.
Wenn nun der Russland-Beauftragte Dr. Andreas Schockenhoff Putins Forderungen ein zynisches Spiel bezeichnet, so muss die Frage erlaubt sein, wie wir mit den Kriegslügen umgehen sollen, welche die zwei Irakkriege ausgelöst haben.
Denn diese Kriegslügen mit der Folge von unzähligen Toten wurden nicht von Russland, sondern von den USA in die Welt gesetzt.


Neben dem französischen Bischof Philip Tournyol Col hat auch der französiche Botschafter in Syrien darauf hingewiesen, dass viele Informationen aus Syrien gefälscht seien. Die meisten Aufständischen seien gar keine Syrier. Der Botschafter ist übrigens nicht mehr in seinem Amt.
Bis zum Beginn des Krieges in Syrien  lebten Muslime und Christen  friedlich nebeneinander. Was aber jetzt an Grausamkeiten gegenüber Christen bekannt wird, ist in keiner Weise hinnehmbar. Leider findet sich in der westlichen Welt fast niemand, der diese Dinge beim Namen nennt und ein sofortiges Ende fordert. Diese Rebellen werden mit westlichen Waffen ausgestattet mit dem Ziel, das ganze System in Syrien zu destabilisieren. Wenn unsere westlichen Politiker auch auf die Stimmen der syrischen Christen hören würden, dann würden sie sich mit allen Mitteln gegen militärische Aktionen stellen. Syrische christliche Abgeordnete fordern nämlich eindringlich, auf den Einsatz von militärischen Mitteln zu verzichten: „Wir müssen alle Länder um die Beendigung der Gewalt und des Krieges bitten. Wir bitten die USA keine militärische Aktion durchzuführen, denn diese wäre illegal und das weiß die ganze Welt.“
 

Franz Weber
Horgenzell


Hier sind die Quellentexte aufgeführt. Weitere Infos über Syrien finden sich auf der Seite von agenzia fides.

Christliche syrische_Abgeordnete Verhindert die Angriffe Wir  chliessen uns dem Friedensappell des Papstes an
Presseorgan der Päpstlichen Missionswerke seit 1927
News 2013-09-05

ASIEN/SYRIEN - Christliche syrische Abgeordnete: „Verhindert die Angriffe: wir schließen uns dem Friedensappell des Papstes an“

Damaskus (Fidesdienst) – „Alle Syrer, Christen und Nichtchristen hoffen, dass das Beten und Fasten zur Beendigung der Gewalt, der Menschenrechtsverstöße und der angekündigten militärischen Aktionen beitragen. Als syrische Christen haben wir dieselben Herzensanliegen und denselben Geist wie Papst Franziskus. Wir schließen uns ihm an und hoffen, dass der er uns helfen kann“, so eine christliche Abgeordnete des syrischen Parlaments, die Katholikin Maria Saadeh zum Fidesdienst, mit Blick auf den von Papst Franziskus für den kommenden Samstag einberufenen Welttag des Gebets für Syrien. „Wir schätzen den Appell des Papstes“, so Frau Saadeh, „und kennen die grundlegenden Gründe des Bemühens um Frieden in Syrien und im Nahen Osten. Seit Jahren setzen wir uns für einen nachhaltigen Frieden ein. Es gibt viel zu tun, damit ein friedliches Zusammenleben erhalten werden kann“.
„Für den Frieden in Syrien ist heute nicht nur das Land selbst, sondern auch die internationale Staatengemeinschaft und Europa verantwortlich“, so die christliche Abgeordnete, „Der heilige Stuhl kenne unserer Kultur und kann unser Bemühen um Frieden unterstützen, damit die Gewalt beendet wird. Wir müssen alle Länder um die Beendigung der Gewalt und des Krieges bitten. Wir bitten die USA keine militärische Aktion durchzuführen, denn diese wäre illegal und das weiß die ganze Welt“.
Maria Saadeh wird mit dem Papst in der griechisch-katholischen Glaubensgemeinschaft in Damaskus beten: „Viele Gläubige und Syrer verschiedener Ethnien, Kulturen und Religionen werden sich am 7. September dem Gebet für den Frieden anschließen.“ (PA) (Fidesdienst, 05/09/2013)

2013-09-09 ASIEN/SYRIEN - Erzbischof Hindo schreibt an Obama: Die Welt will keinen Krieg
2013-09-07 ASIEN/SYRIEN - Großmufti: „Wir werden in der Omayyadi-Moschee gemeinsam mit dem Papst für den Frieden beten und fasten“
2013-09-06 ASIEN/SYRIEN - Melkitischer Patriarch: Appell für Maaloula, heilige Stätte der Syrer
2013-09-05 ASIEN/SYRIEN - Christliche syrische Abgeordnete: „Verhindert die Angriffe: wir schließen uns dem Friedensappell des Papstes an“
2013-09-05 ASIEN/SYRIEN - Das Dorf Maaloula betet für den Frieden im Zeichen des möglichen Zusammenlebens
2013-09-04 ASIEN/SYRIEN - Großmufti von Damaskus schreibt an den Papst: „Wir müssen uns gemeinsam für den Frieden einsetzen
2013-09-04 ASIEN/SYRIEN - Beendigung der Gewalt: Bischöfe und Gläubige in Damaskus fasten und beten mit dem Papst
2013-09-03 ASIEN/SYRIEN - Syrisch-orthodoxer Erzbischof: „Fasten und beten für den Frieden mit dem Papst: das ist unsere Sendung
2013-09-02 ASIEN/SYRIEN - Christliche Patriarchen und Religionsvertreter im Nahen Osten: wir schließen uns dem Gebet des Papstes für den Frieden an
2013-09-02 ASIEN/SYRIEN - Großmufti möchte mit dem Papst auf den Petersplatz für den Frieden in Syrien beten

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Asia
2012-06-04
ASIEN/SYRIEN - Griechisch-katholischer Bischof beklagt Desinformation: „In Homs herrscht Verzweiflung!“

Damaskus (Fidesdienst) – „Der Frieden in Syrien wäre möglich, wenn alle die Wahrheit sagen würden. Ein Jahr nach Beginn des Konflikts ist die tatsächliche Lage im Land weit von dem entfernt, was die westlichen Medien darzustellen versuchen“, so der französische Bischof Philip Tournyol Clos nach seiner Rückkehr aus Syrien, wo er Damaskus, Aleppo und Homs besuchte.
Homs bezeichnet der griechisch katholische Bischof als „Märtyrer-Stadt“: „Die Opposition hat die beiden Stadtviertel, Diwan Al Bustan und Hamidieh, besetzt, in der sich alle Kirchen und Bischofsresidenzen befinden“. „Es bietet sich dem Besucher“, so der Bischof weiter, „ein Bild der absoluten Verzweiflung: die Kirche Mar Elian ist zur Hälfte zerstört und eine andere Kirche ist von Rebellen besetzt. Die Häuser der Christen sind von den Gefechten schwer beschädigt und stehen leer, nachdem die Bewohner fliehen mussten. Das Stadtviertel Hamidieh ist eine Hochburg bewaffneter Gruppen, die voneinander unabhängig sind, und von Katar und Saudi-Arabien mit schweren Waffen ausgerüstet werden. Alle Christen (138.000) haben Zuflucht in Damaskus und im Libanon gesucht und andere halten sich in den umliegenden Regionen versteckt. Ein Priester wurde ermordet und ein anderer schwer verletzt. Nur noch wenige Christen leben dort und alle fünf Bischöfe mussten sich in Damaskus und im Libanon in Schutz bringen“.

„In der Hauptstadt hat man Angst vor Autobomben und Selbstmordattentaten. Gegenwärtig versucht man das Land durch den Einsatz von Abenteurern zu destabilisieren, die zu Bluttaten bereit sind, bei denen es sich aber nicht um Syrier handelt. Darauf hatte auch der ehemalige französische Botschafter, Eric Chevalier hingewiesen, dessen Informationen jedoch abgelehnt wurden, sowie viele andere Informationen gefälscht werden, um damit den Krieg gegen Syrien zu schüren“, so der Bischof zum Fidesdienst. In Damaskus starben in der vergangenen Woche 130 Menschen bei Attentaten (davon 38 Christen), 400 Menschen wurden verletzt und viele Wohnungen verwüstet. „Das Entsetzen ist weit verbreitetet und der Schmerz unbeschreiblich“, betont Bischof Clos.
„Die Feinde Syriens haben Muslimbrüder rekrutiert, die die bisher friedlichen Beziehungen zwischen Muslimen und Christen im Land untergraben sollen“, so der Bischof zur den Beziehungen zwischen den Religionsgemeinschaften. „Dies ist bisher nicht gelungen: im Gegenteil die beiden Glaubensgemeinschaften sind sich näher gekommen als dies je der Fall war“.

„Sunnitische Salafisten“, so der Bischof weiter, „verüben kriminelle Übergriffe auf Zivilisten und zwingen einfache Bürger in ihren Reihen zu kämpfen. Fanatische Extremisten kämpfen einen heiligen Krieg gegen Alawiten. Alawiten haben dabei keine Überlebenschance“. (PA) (Fidesdienst, 04/06/2012)

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