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Freitag, 2. Dezember 2011

Radevormwalder Rechtsextreme rufen zu Gewalt auf!

Radevormwald hat eine rechtsextreme Szene. Aufkleber, Schmierereien, Gegröle und Angriffe auf Sachen und Personen, dass ist die Bilanz für 2011 in Radevormwald. Und wie gewaltbereit diese Gruppe ist, kann man auf deren Internetseiten sehen:
http://freundeskreisrade.blogspot.com/
Und wie vernetzt die sind und wo es noch solche Leute gibt, kann man hier sehen:
http://twitter.com/#!/FkRade/following
Dies ist keine Werbung für diese Gruppen. Denn wer so denkt, wird diese Seiten längst gefunden haben. Aber die meisten Menschen in Radevormwald sind so vernünftig, dass diese im Alltag nicht nach solchen Inhalten im Internet suchen. Deshalb ist es wichtig, dass diese geistige Giftquelle genannt wird, damit die Leute wissen, was es im Internet gibt und worauf man reagieren muss.

De Gewaltbereitschaft der Rechtsexremisten wird schon in deren Logo dargestellt: Eine Person mit Mistgabel rammt diese in eine am Boden liegende Person mit Kommunistenstern.
So wie diese unscharfe Darstellung sieht das Logo vom Freundeskreis Radevormwald aus. Der Punkt auf dem am Boden liegenden Person ist ein Kommunistenstern. Kann man seine mörderische, menschenverachtende Gesinnung noch deutlicher zum Ausdruck bringen? Wie steht es um die Verfassungstreue und das Recht auf körperliche Unversehrtheit, dass auch ideologisch kommunistisch gesinnten Menschen zusteht?
Hiermit bekennen die Rechtsexremisten in Radevormwald:
--Wir sind für Gewalt!
--Wir sind gegen das Recht auf Leben!
--Wir sind gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit!
--Wir sind damit gegen die höchsten Aussagen des deutschen Grundgesetzes!

Immerhin haben die Rechtsexremisten einen Erfolg: Fritz Ullmann, den die als Linksextremisten beschimpfen, wird von denen geradezu in die Medien katapultiert. Ullmann könnte ein Radikaler sein, was nicht verboten ist. Solange er die Grundrechte für alle anerkennt, ist es verfassungsmäßig zulässig, radikale Positionen zu vertreten. Und Ullmann verlinkt auf seinem Blog das ganze Spektrum des Kommunismus. Ich folge deren ideologichen Inhalten nicht, aber ich habe festgestellt, dass man mit Kommunisten reden kann. Die wollen eigentlich niemanden ausschließen und sind aber zu dem Schluss gekommen, dass die beste Antwort für alle Menschen auf das gemeinwohlfeindliche Verhalten vieler heute Einflussreicher der Kommunismus ist. Das wird hoffentlich nie mehrheitsfähig, aber mit dieser Position kann ich noch normal reden.

Problematisch ist es aber, wenn Gruppen daher kommen, die Rassismus, Nationalismus und Völkermord verherrlichen. Massenmord gab es auch beim Kommunismus, aber ich finde dort wenigstens heute keine Aufrufe mehr dazu. Und wenn ich doch Ansätze in diese Richtung finde, protestiere ich genauso dagegen, wie gegen Rechtsextremismus. Manche sogenannte linksgesinnte Antifaschos achten auch nicht die körperliche Unversehrtheit anderer, dass ist nun mal Realität. Aber Fehler der einen linksextemistischen Richtung rechtfertigen nie die Fehler der anderen rechtsextremistischen Richtung.  In einem offenen Brief habe ich ja auch gegen eine Verharmlosung menschenrechtswidrigen Verhaltens durch gewaltbereite Demonstranten bei der Pro NRW- Kundgebung in Radevormwald durch die Polizei protestiert.

Der Freundeskreis Radevormwald ruft aber per Bildbotschaft dazu auf, Kommunisten zu ermorden. Das ist neue Qualität! Und Pro NRW im Stadtrat weigert sich bisher, sich von dieser Szene zu distanzieren. Im Gegenteil, deren Ratsherr Tobias Ronsdorf hält sich laut Zeugenberichten immer wieder im rechtsextremen Umfeld auf! Das Auftreten rechtsextremer Parolen und der sich rechtspopulisten nennenden Pro- NRW-ler ging in Radevormwald Hand in Hand. Ordnungswidrig wurden die Laternen mit Aufklebern vom Nationalen Widerstand, von der Anti- Antifa und von Pro NRW überklebt. Dabei wurden für alle Aufkleber sehr oft genau die gleichen Flächen genutzt, wo vorher schon mal was gehangen hat.

Der Freundeskreis nennt solche Botschaften und Hakenkreuzschmierereien und Hitler- Schriftzüge "nationale Grafitti" und nennt die Leute, die so was entfernen "Demenz- erkranktes Gutmenschenpack". Dass die Alliierten nicht fehlerfrei waren steht außer Frage. Bombenkrieg und Rheinwiesenlager kann man kritisieren, ohne nationalistisch zu sein. Aber dazu wäre es nie gekommen, wenn nicht ein gewisser Herr Adolf Hitler für seinen Lebensraum im Osten einen Weltkrieg vom Zaum gebrochen hätte um die Juden auszurotten und die Slaven zu dezimieren. Und dass, was die Befreier in Deutschland an Greueltaten vorfanden und was an Propaganda ihnen entgegen schallte, war nicht gerade vertrauend erweckend! Wie sollte man die Soldaten einfach frei lassen, wenn da zu Wehrwolfaktionen aufgerúfen wurden, wenn die bisher Todeslager verteidigten und wenn man beim Vormarsch ständig auf unschuldig ermordete traf. Es stimmt auch, dass manche Deutschen, wie die Heimatvertriebenen nach Kriegsende pauschal für den Krieg schwerer bestraft wurden, als viele andere. Aber gegenüber der Gewaltherrschaft der Nazis war selbst die DDR bereits ein Fortschritt.

Einen Fehler begehen aber die Aktionisten gegen Rechtsextremismus. Sie nennen ihre Aktivitäten u.a. "Aktion gegen Rechts". Damit übernehmen die, bei prinzipiell richtigen Zielen, linksextreme Parolen. Denn es geht doch wohl gegen Rechtsextremismus und nicht gegen zulässige rechte Positionen, wie diese in der CDU/ CSU und FDP immer vertreten wurden. Hier schwingt der Spruch mit "Antifaschismus ist Antikapitalismus". Im Sinne der politischen Korrektheit wäre es dringend geboten, überall das Wort Rechts gegen Rechtsextremismus auszutauschen.

Wer sein Heimatland wirklich liebt, der will nicht, dass die Nazizeit verherrlicht wird, dass Hass gegen andere Menschen geschürt wird, dass zur Gewalt gegen Andersdenkende aufgerufen wird.   In dem Sinne, dass ich von der ganzen Menschheit Schaden abwenden will und das globale Gemeinwohl fördern will, will ich als Teilbereich dieser Gesamtheit auch nur das beste für mein Heimatland. Das ist für mich ein gesunder Patriotismus. Die Grundsätze der christlichen Soziallehre, Gemeinwohl, Subsidiarität, Personalität und Solidarität gelten für die ganze Erde.

Ich rufe alle jungen Leute auf, die im rechtsextremistischen Umfeld mitlaufen, kommen Sie da raus, sprechen Sie Lehrer, Pfarrer, Politiker und andere an, wenn Sie Probleme haben. So wie aus Saulus dem Christenverfolger, ein Paulus, der Völkerapostel wurde, so kann man auch eine rechtsextreme Gesinnung ablegen. Und die Gesellschaft muss Strukturen anbieten, solche Aussteiger aufzufangen, zu schützen und einzugliedern. Die Kirche kennt die Beichte, nach der man Vergebung erhalten hat. Unsere Gesellschaft muss auch für Extremisten so eine Ausstiegschance vom sündigen Verhalten bieten.

Es gilt aber auch danach zu Fragen, wo die Ursachen liegen, dass heute so junge und eigentlich engagierte Leute im rechtsextremistischen Milieu landen?

Und wie kann man die Menschen ansprechen, um die zu erreichen. Für politische Bündnisse sind extremistische Kreise und deren Sympathisanten nicht akzeptabel. Aber die Personen, die diese Ideologie aufgesogen haben, dass sind Menschen, die wir versuchen müssen zu erreichen. Hasse die Sünde, liebe den Sünder. Ich habe den Einzelhändler an der Wupper gesprochen, der von den radevormwalder Rechtsextremisten attackiert wurde. Da habe ich keine Spur von Rachegelüsten vorgefunden, sondern den Wunsch, diese jungen Leute zu verstehen und einen Zugang zu diesen zu finden. Parolen, wie "Jeder Extremist ist Mist", bringen uns nicht weiter, weil es keinen einzigen Menschen gibt, der Mist ist, es gibt nur Anschauungen und Verhaltensweisen, die nicht akzeptabel sind.

Was ich mir in Radevormwald wünschen würde, ist eine Kultur des Hinsehens! Jeder kann, sobald er diese sieht, die rechtsextremistischen Aufkleber abreißen. Und Hausbesitzer, Mieter und Einzelhändler könnten auf dem Straßenstück vor ihrer Wohnung oder ihren Laden für Sauberkeit sorgen und sich in der Drogerie oder im Baumarkt die Reinigunsgmittel besorgen, um Schmierereien abzuwischen. Wenn Aufkleber, Graffiti und Hakenkreuze keine 12 Stunden erhalten bleiben, werden die Schmierer irgendwann keine Lust mehr haben. Putzaktionen können Radevormwald nicht sauber halten, hier muss jeder ständig die Augen offen haben. Die Kreuzstraße ist zuletzt nicht mehr beklebt worden, vielleicht, weil ich die täglich langlaufe und jeden Kleber, den ich sehe, entferne. Wenn mehr Bürger ebenso handeln, dürfte der Parolenspuk in Radevormwald bald beendet sein.

Aufgefallen ist mir kürzlich wieder der Aufkleber "Keine Nazipost in meinen Briefkasten". Solche Aufkleber sind fatal. Jeder, der den Rechtsextremismus schwächen will, sollte sich freuen, wenn Infoschriften im eigenen Briefkasten landen. Denn dass die verteilt werden, können wir nun mal nicht verhindern. Aber durch jeden Briefkasten, wo so ein Aufkleber  drauf ist, können die Nazis einen weiteren Briefkasten bestrücken - und da könnten die Parolen wirken. Gut gemeint ist daher nicht immer gut. Außerdem wird man so über das informiert, was die Nazis verteilen und kann darauf reagieren. Ich bin von daher immer froh, wenn eine Nazibotschaft in meinem statt in einen anderen Briefkasten liegt. Eine zweite Taktik wäre, Personen an Infoständen rechtsextremer Gruppen durch Gespräche zu beschäftigen und sich mit Material einzudecken. So kann man friedlich deren Wirken reduzieren und Propagandamaterial aus dem Umlauf bringen. Wer also Rechtsextremisten sichtet, sollte umgehend die ganze Bekanntschaft informieren, dass die viele der rechtsextremen Aktivitäten bei Achtung der körperlichen Unversehrtheit lahmlegen, indem diese diese Leute durch Fragen und Gegenrede beschäftigen und sich Material vom Infotisch mitnehmen.

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