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Sonntag, 26. Juni 2011

Meine Briefe zur Regensburger Vorlesung von Papst Benedikt XVI


Zuvor aus Wikipedia das Zitat:

Bei seinem zweiten Besuch als Papst in Deutschland hielt Benedikt XVI. am 12. September 2006 vor Wissenschaftlern an der Universität Regensburg eine Vorlesung. Das als Papstzitat von Regensburg bekannt gewordene Diktum ist eine Äußerung in dieser Vorlesung. Darin zitierte er aus der von Adel Theodor Khoury herausgegebenen siebten Gesprächsrunde eine Aussage des spätmittelalterlichen byzantinischen Kaisers Manuel II. Palaiologos zur Rolle der Gewalt im Islam, während seiner Unterhaltung mit einem persischen Gelehrten:

„Ohne sich auf Einzelheiten wie die unterschiedliche Behandlung von ‚Schriftbesitzern‘ und ‚Ungläubigen‘ einzulassen, wendet er sich in erstaunlich schroffer, uns überraschend schroffer Form ganz einfach mit der zentralen Frage nach dem Verhältnis von Religion und Gewalt überhaupt an seinen Gesprächspartner. Er sagt: ‚Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten‘. Der Kaiser begründet, nachdem er so zugeschlagen hat, dann eingehend, warum Glaubensverbreitung durch Gewalt widersinnig ist. Sie steht im Widerspruch zum Wesen Gottes und zum Wesen der Seele. ‚Gott hat kein Gefallen am Blut‘, sagt er, ‚und nicht vernunftgemäß, nicht σὺν λόγω zu handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider‘. Der Glaube ist Frucht der Seele, nicht des Körpers. Wer also jemanden zum Glauben führen will, braucht die Fähigkeit zur guten Rede und ein rechtes Denken, nicht aber Gewalt und Drohung... Um eine vernünftige Seele zu überzeugen, braucht man nicht seinen Arm, nicht Schlagwerkzeuge noch sonst eines der Mittel, durch die man jemanden mit dem Tod bedrohen kann.“ 

http://de.wikipedia.org/wiki/Papstzitat_von_Regensburg


Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich habe mir wegen der Debatte mehrere Zeitungen besorgt und bitte nun um Veröffentlichung folgenden Leserbriefes:

Brief 1: Papst und Islam

Leserbrief zur Islamdebatte, betrifft ihre Presseberichte vom Samstag den 16.9.06

Die Vorlesung ist auch auf der Videoseite abrufbar: http://sites.google.com/site/ichsollliebenallemuslime/video/dialog
oder
https://www.youtube.com/watch?v=TPo4SNZmNdQ

Als ich im http://www.domradio.de/ den Vortrag von Papst Benedikt XVI hörte (nachzulesen bei http://www.benedikt-in-bayern.de/ ), sind mir fast die Ohren abgefallen! Nicht das ich was zu kritisieren hätte, aber ich hatte so eine Äußerung zum Islam einfach nicht erwartet. Bisher kamen mir alle Stellungnahmen der Päpste vor, wie Schulgutachten. Wie in diesen wurden alle Dinge möglichst in eine positive Sprache gekleidet. Wenn z.B. Papst Johannes Paul II in Damaskus forderte, gemeinsam theologische und philosophische Fragen zu erforschen, dann war dies eine Aufforderung an die Muslime. Auch die Ansprache des Heiligen Vaters beim Weltjugendtag in Köln kam mir vor, wie eine Aufforderung an die Muslime, hier klar Stellung zu beziehen!

Anscheinend wirkt die positive Ausdrucksweise in der Öffentlichkeit anders, als es die Päpste und Bischöfe bisher wollten. Denn immer mehr Christen sind der Meinung, wenn Muslime und Christen so viel gemeinsam hätten, wäre es nicht mehr nötig, auch den Muslimen Jesus als Heiland und Erlöser nahe zu bringen. Es wird eine heile Welt dargestellt, die überwiegend nicht existiert. Das sieht man auch an den Reaktionen auf den Papstvortrag. Wo bleibt der Einsatz der islamischen Demonstranten für die Rechte der christlichen Minderheiten in ihren Ländern? Alleine mit diesem Thema könnte man eine ganze Vorlesungsreihe füllen! Und das viele Muslime, wie Nadeem Elyas, der beim Weltjugendtag auf einem Foto neben dem Papst stand, beim Dialog ganz anders reden, als in der islamischen Umma, ist mir aus mehreren Literaturquellen bekannt.

Warum nun hat der Papst gerade diese Stelle in seinen Vortrag eingebaut? Es ist nicht anzunehmen,das ein so gebildeter Mensch, wie Papst Benedikt, nicht bedacht hat, das diese Zeilen bei den Muslimen Reaktionen hervorrufen. Der Papst hat eine Frage zitiert, die der drittletzte Kaiser von Byzanz, Manuel II (Kaiser von 1391- 1425), an einen persischen Gelehrten stellte. Bereits 1356 begannen die Osmanen mit der Landnahme in Europa. Immerhin konnte Manuel II sich mit Mohammed I (Sultan von 1413 bis 1421) anfreunden. Aber schon unter Murad II musste er sofort einen Angriff auf Konstantinopel abwehren.

Ich sehe in der zitierten Frage von Manuel II durch den Papst eine Anfrage an die heutigen Muslime und ihre Theologen: 
Wie steht ihr zu der Aussage des Kaisers, das Gott keinen Gefallen am Blut habe und daß das nicht vernunftgemäße Handeln dem Wesen Gottes zuwider ist? 
Papst Benedikt will hier, so sehe ich das, eine klare Antwort im Dialog und deutliche Stellungnahmen gegen die Diskriminierung religiöser Minderheiten.

Hätte der Papst diese Stelle nicht in seinen Vortrag eingebaut, wäre sein Vortrag schnell vergessen worden. Nun sorgt der Wirbel um das Zitat über den Islam, das unzählige Menschen -- Christen, Muslime und andere -- sich mit diesem Vortrag befassen werden und mit der Kernaussage konfrontiert werden, dass nicht vernunftgemäßes Handeln dem Wesen Gottes zuwider ist.

Dies ist nicht nur eine Anfrage an den Islam, dessen theologische Hauptrichtung hier einiges zu diskutieren hat. Denn wenn es Gott zuwider ist, nicht vernunftgemäß zu handeln, sollte dies auch denen, die an ihm glauben zuwider sein. Damit ist dieser Vortrag vor allem eine Anfrage an die Europäer, ob diese bei ihren Entscheidungen und Handlungen in Politik und Alltag sich von der Vernunft leiten lassen oder von anderen Beweggründen. Es ist z.B. äußerst vernünftig, gemäß der Misereorstudie "Nachhaltiges Deutschland" alles politisch Mögliche zu tun, das Umweltbelastungen und Ressourcenverbrauch gesenkt werden, damit ein menschenwürdiges Leben auf der Erde möglich bleibt.

Das der Papst gerade diese Islampassage in seinen Vortrag eingebaut hat, kann auch daran liegen, das unsere Situation der des Kaiser Manuel II sehr ähnlich ist. Eine alternde Bevölkerung Europas steht eine jungen muslimischen Bevölkerung in und um Europa gegenüber. Wenn dieser Trend anhält, wird Europa in einigen Jahrzehnten ganze Regionen mit deutlicher islamischer Prägung haben. Auch hier ist die Vernunft gefragt, u.a. eine Politik die die Verhältnisse im islamischen Halbmond um Europa stabilisiert und eine Familienpolitik, die den Schwund der einheimischen Bevölkerung stoppt. 

Die Christen sind desweiteren aufgefordert, wieder missionarischer zu wirken, so wie es Jesus und die Apostel getan haben. Dialog heißt, das man den anderen zuhört und das dieser einem zuhört. Es heißt aber nicht, generell darauf zu verzichten, allen ein Glaubenszeugnis zu geben. Bei uns dürfen Muslime Infostände machen und den Koran verteilen! In welchen islamischen Land ist das mit Bibeln möglich? Wenn die Staaten mit muslimischer Mehrheit endlich die echte Religionsfreiheit achten würden, bräuchte man nicht mit so viel Sorgen auf den Ausbau der islamischen Infrastruktur in Europa schauen. 

Immerhin hatte das heutige Territorium der Türkei um 1914 noch einen Christenanteil von 30% (Griechen, Armenier, Aramäer und kleinere Konfessionen), heute sind es noch 0,5% und in fast allen islamischen Staaten geht die Zahl der Christen zurück. Ist es da unvernünftig, wenn man besorgt ist? Ich bin dem Papst dankbar für seine Äußerung und hoffe, das diese bei den Muslimen, wenn sich der Sturm gelegt hat, ein Nachdenken auslöst. Ich bewundere den Mut von Benedikt XVI, der von nun an eine Zielscheibe für radikale Muslime ist. Hoffentlich finden noch mehr Christen den Mut, sich so zu ihrem Glauben zu bekennen.


Brief 2: Antwort auf die Antwort der muslimischen Gelehrten an den Papst

Eine Reihe islamischer Gelehrter hat auf die Vorlesung des Papstes reagiert. Laut der Westdeutschen Zeitung wurde deren offener Brief an den Papst bei http://www.islamicamagazine.com veröffentlicht. Ich habe ihn auf deutsch in der Papierausgabe von http://www.die-tagespost.com komplett gelesen.
Hier meine Stellungnahme vom Oktober 2006. Sie ermöglicht jeden, mich durch bessere Argumente oder mir bisher unbekannte Zusammenhänge und Fakten zu widersprechen. Äußere ich das nicht, habe ich keine so große Chance, meine Auffassung zu korrigieren oder eine solche Korrektur bei den Auffassungen anderer auszulösen.

Zum Brief der islamischen Gelehrten an den Papst:

Ich habe mit erstaunen den Text der islamischen Gelehrten gelesen. Ziehen diese aus dem, was diese hier vortragen auch die Konsequenzen? Setzen diese sich aktiv für Religionsfreiheit in Saudi Arabien, dem Jemen, Ägypten, der Türkei, Pakistan...... ein? Ein Großteil der genannten Unterzeichner stammt aus diesen Ländern!

Sollen künftig in allen islamisch geprägten Ländern Muslime eine andere Religion annehmen und unbehelligt praktizieren dürfen, so wie im Abendland nicht nur Christen zu einer anderen Religion wechseln dürfen? Zwar bedauern die Islamgelehrten, das zeitweise Zwang in Religionsdingen durch Muslime ausgeübt wurde, aber sie äußern sich nicht dazu, das viele die Scharia so lesen, das Personen, die den Islam verlassen den Tod verdienen (siehe z.B. Seite 458 in der Reclam- Hadithsammlung: "Ein Muslim..... darf nicht getötet werden...... es sei denn, jemand ist vom Islam abgefallen...."). Auch auf die Aussage aus der 9. Sure, die die Unterwerfung der Schriftbesitzer unter muslimische Oberhoheit fordert, gehen die Gelehrten nicht ein.

Auch die Art, wie die Gelehrten das neue Testament lesen, entspricht nicht einer intellektuell redlichen Lesart. Sätze müssen immer in ihrem Zusammenhang des umgebenden Textes und im Zusammenspiel mit anderen Aussagen betrachtet werden sowie in Bezugnahme auf ihre Entstehungsgeschichte.

Matthäus 10.34ff wegen der Nennung des Schwertes zu einem Kriegsvers zu machen, ist in keiner, außer einer böswilligen Weise, haltbar. Das gilt zumindest, wenn man sich als Gelehrten betrachtet. Der Aussage Jesu, er bringe das Schwert, folgen nur Familienbeziehungen. Die Annahme der Botschaft Jesu ist ein einschneidendes Ereignis, das Folgen hat, die zu Auseinandersetzungen führen werden. Das kündigt Jesus hier bildhaft an. Darüber hinaus sagt Jesus an anderer Stelle, wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert sterben, Petrus soll ihn nicht mit dem Schwert verteidigen, wir sollen 7 mal 77 mal vergeben und die Seligpreisungen heben die Gewaltlosigkeit hervor.

Leider enthält die Kirchengeschichte trotz dieser klaren Botschaft viel aggressive Gewalt. Aber die heutige Kirche (von bestimmten, aber bei weitem nicht allen Evangelikalen einmal abgesehen, die in den USA einen Schwerpunkt mit dem Präsidenten Bush haben) bemüht sich um eine Aufarbeitung dieser Irrwege aufgrund der Botschaft Jesu und hat unter Johannes Paul II im Jahr 2000 das große Schuldbekenntnis formuliert.

Es gibt eine Szene, in der Jesus gewalttätig wird, als er den Tempel, das Haus Gottes von Händlern "reinigt". Aber jeder hat die Chance den Peitschenhieben zu entkommen, die Händler werden alle Kleidung getragen haben, die die Schläge mildert und keiner wurde getötet.

Echte Gewalt kommt im Alten Testament vor und darüber könnte man bestimmt stundenlang diskutieren. Aber die älteren Bücher der Bibel wurden über viele Jahrhunderte von Menschen geschrieben und geben Zeugnis von deren Gotteserfahrung und Auseinandersetzung mit dem Glauben. Das schließt nicht aus, das darin auch viele prophetische Worte übermittelt sind. Aber auch in diesen Büchern spielt die Gerechtigkeit und der Glaube mit dem Herzen eine große Rolle. Fakt ist, das Christen glauben, das mit Jesus Gott selbst auf der Erde anwesend war und sein Vorbild und seine Weisungen daher als endgültige Klarstellung über das Wesen Gottes (soweit für uns fassbar) und die Ablehnung der Gewalt von den Gläubigen gesehen werden müssten. Ich kenne keine Stelle, wo Jesus für den Tod von Menschen verantwortlich ist, aber es gibt mehrere Totenerweckungen.

Bei Mohammed ist das anders. Wer ihn verspottet, bekommt Auftragsmörder hinterher geschickt. Seine Heimatstadt Mekka hatte ihn und seine Botschaft zeitweise sehr geschmäht. Deshalb erklärt er sie in Medina für vogelfrei und organisiert Überfälle auf die für eine Wüsten- und Steppenstadt so wichtigen Karawanen. Diese Raubzüge führen erst dazu, das die´Mekkaner Gegenschläge versuchen. Trotz wechselnden Schlachtenerfolg können die Muslime nicht besiegt werden und werden immer stärker. In Medina lebende jüdische Stämme werden nach und nach besiegt, vertrieben und einer sogar nach dem Niederlegen der Waffen niedergemetzelt. Oasen, die nicht den Islam annehmen werden unterworfen. Schriftbesitzer müssen Tribut zahlen, alle anderen den Islam annehmen. Die Alternative ist das Sklavendasein oder gar die Hinrichtung.

So, wie Matthäus 10.34 aus dem Zusammenhang gerissen wird, scheinen mir viele Koranzitate aus dem Zusammenhang gerissen zu sein. Nach meinem Koran steht die 2. Sure am Anfang der Offenbarungen zu Medina, da gab es noch mächtige Gruppen, die nicht Muslime waren. Mohammed mag zwar die mächtigste Gruppe vertreten haben, er war aber noch nicht unangefochten.

Die Aussage, es soll keinen Zwang in Glaubenssachen geben (Sure 2.256) enthält hier im Surenumfeld keine Aussagen, wie mit Andersgläubigen umgegangen werden soll. darüber kann man u.a. in der 5. und 9. Sure einiges lesen, die zu den späten Offenbarungen zählen. Auch die komplett im Text wiedergegebene Sure 109 ist eine reine Abgrenzung gegen andere Religionen ohne eine Aussage zur Toleranz, auch wenn diese dafür im Dialog sehr gerne missbraucht wird und unsere Ohren das gerne hören.

Der Brief der gelehrten Muslime zitiert die oft im Dialog genannte Sure 5.32: "Wer einen umbringt, nicht um zu vergelten oder weil dieser Verderben auf der Erde anrichte, sei es so, als habe er die ganze Menschheit umgebracht." Zunächst wird hier der einleitende Satz weggelassen, "den Kindern Israel wurde gesagt", Desweiteren folgt genau auf diesen Vers der im Dialog immer verschwiegene Satz: "Doch der Lohn derer, welche sich gegen Allah und seinen Gesandten empören und sich bestreben, nur Verderben auf der Erde anzurichten, wird sein, dass sie getötet oder gekreuzigt oder an Händen und Füßen an entgegengesetzten Seiten abgehauen oder des Landes verjagt werden. Das ist die Strafe in dieser Welt....." Die 5. Sure ist eine der letzten Suren, die Mohammed erhalten haben soll! Wenn es verderblich ist, vom Islam sich abzuwenden, müssen Muslime nach diesem Vers gegen alle Christen, etc. vorgehen, die Muslime für ihren Glauben gewinnen könnten. Dieser Vers ist damit eine Absage an die Religions- und Bekenntnisfreiheit. Schon der im Brief zitierte Satz enthält die Einschränkung, das man den töten darf, der Verderben stiftet und er toleriert die Vergeltung.

Auch die Überschrift des Briefes, die ein Zitat des Koran darstellt, wird aus dem Zusammenhang gerissen. Der Aussage, man solle mit den Schriftbesitzern nur auf Anständige Weise diskutieren (Sure 29.46), folgt im Koran sofort die Aussage, das nur die Frevler ausgenommen seien und die Frevler das Verwerfen, was Allah über Mohammed den Menschen bringt.

Frevler sind die, die nicht an das glauben, was Mohammed lehrt oder ihm geoffenbart wurde (Sure 5.48).
Die Mehrzahl der Schriftbesitzer sind Frevler (3.111, 29.50).

Wer Allah ein Wesen zur Seite stellt, u.a. indem er behauptet, Jesus sei der Sohn Gottes, dem verzeiht Allah nie (4.49, 4.117, 5.73, 39.66).

Juden und Christen soll man nicht als Freunde nehmen (3.119, 4.140, 5.552, 5.58).

Dasselbe gilt für ungläubige Verwandte (9.23, 58.23), für die man nicht mal beten soll (9.113).

Denn die Ungläubigen (dazu zählen auch die meisten Schriftbesitzer) stehen bei Allah tiefer als das Vieh (2.172, 8.23, 8.56).

Weitere kritische Surenverse:

2.217: Der Krieg ist euch vorgeschrieben. Und er gefällt euch nicht? Aber vielleicht ist es so, dass euch etwas missfällt, was gerade gut ist und vielleicht auch, dass euch etwas lieb ist, was euch schädlich ist. Allah weiß es, ihr aber wisst es nicht.

9.29: Bekämpft die Schriftbesitzer, welche nicht.... verbieten, was Allah und sein Gesandter verboten haben und sich nicht zur wahren Religion bekennen solange, bis sie in demütiger Unterwürfigkeit ihren Tribut entrichten.

61.4f Allah hasst es sehr, dass ihr sagt, was ihr nicht tut. Allah liebt die, welche gereiht kämpfen, als währen sie ein metallhartes Bauwerk. ....
61.10f Er ist es, der seinen Gesandten mit der Religion der Wahrheit gesendet hat, damit er sie über jede andere Religion erhebe, obgleich sich die Götzendiener dem widersetzen.. O Gläubige, soll ich euch eine Wahre zeigen, welche euch von peinvoller Strafe retten kann? Glaubt an Allah und seinen Gesandten und kämpft mit Gut und Blut für die Religion Allahs. So ist es besser für euch......

Das sind bei weitem nicht alle Koranstellen, die ich nennen kann. Ich habe mich bemüht, Stellen zu nennen, die zu dem Brief der Gelehrten einen besonderen Bezug haben oder von diesen aus dem Zusammenhang gerissen wurden. Die Versangaben weichen bei verschiedenen Koranausgaben leicht ab (auch hier im Text sind die Angaben z.T. nach dem offenen Brief, zum Teil nach meinem Koran genannt), sind aber im Umfeld der Verszahl meistens zu finden.
Wer im Dialog mit dem Islam die kritischen Inhalte des Koran zur Sprache bringen will oder nicht durch aus dem Zusammenhang gerissenen Halbsätze von Muslimen beschwichtigt werden will, der kommt um die Lektüre des Koran und der Hadithen (deutsche Auswahl bei Reclam) nicht herum.
Die Fragen und Bedenken, die ich an den Islam habe, haben die Gelehrten mehrheitlich nicht behandelt oder ausgeräumt.
Es ist auch bedenklich, wenn ich der Presse entnehme, das Herr Schäuble vor der Islamkonferenz es nicht für nötig hielt den Koran zu studieren, der doch die Verfassung des muslimischen Glaubens ist. Viele politische Akten (z.B. ein kommunaler Haushaltsplan) sind weit umfangreicher als der Koran. Es müsste nahezu jedem, egal ob Politiker oder interessierter Bürger, möglich sein den Koran und die Hadithe zu lesen.

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