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Sonntag, 12. Juni 2011

Rundbrief Juni 2011 der Landesinitiative Mobilfunk und Elektrosmog LIMES-NRW

LandesInitiative Mobilfunk / ElektroSmog in NRW e.V.

JA“ zur mobilen Kommunikation – „Nein“ zum hochfrequenten Elektrosmog!
LIMES-News KW_23_11: Die Süddeutsche Zeitung -Online titelt am 31.05.2011
„Weltgesundheitsorganisation: Krebsrisiko bei intensiver Handy-Nutzung“

Liebe Leser der LIMES-News,

Sie haben ca. 3 Monate nichts mehr von LIMES-NRW gehört. Daraus zu schließen, dass die Kritikerszene eingeschlafen ist oder ganz schlicht, dass es keinen nennenswerten Grund mehr gibt, irgendetwas über Mobilfunk zu berichten, ist falsch.
Das Gegenteil ist der Fall und jetzt ist dies auch in der medialen Öffentlichkeit angekommen. 2011 scheint das Jahr der Anerkennung dieses gesundheitsgefährdenden Risikos auf allen Ebenen der Politik zu werden. Interessanterweise ist dies nicht eine Durchdringung von unten nach oben, sondern die EU-Ebene fängt an diese schwer fassbare Gesundheitsgefahr ernst zu nehmen. Aber auch „der Nabel der Welt“: die WHO und die Gesundheitsbehörde der USA sind aufgewacht.
Ich möchte Ihnen dies verdeutlichen durch eine kleine Auflistung der wichtigsten Meldungen, Alarme und Entscheidungen:
• 26.10.2010: WHO lehnte ab, den Vorsitzenden der Deutschen SSK-Ausschusses „ für Nichtionisierende Strahlung“, Herrn Prof. Lerchl in eine Kommission der IARC (International Agency for Research on Cancer) aufzunehmen. Der Grund: seine engen Verbindungen zur Industrie und bekräftigte ihre Entscheidung mit noch härteren Argumenten: Einseitigkeit und Zweifel an seiner fachlichen Qualifikation.
• 23.Febr. 2011: Fr. Dr. Nora Volkow, Institutsdirektorin im National Institutes of Health (NIH) der USA, meldet: MRT zeigt sofortige Wirkungen im Gehirn durch die Strahlung eines 50 minütigen Handygesprächs. http://www.microwavenews.com/Volkow.html  (mein etwas bissiger Kommentar: Unser Gehirn läßt es kalt, ob unsere Wissenschaftler bisher einen Wirkungsmechanismus von EMF auf die Zellen entdeckt haben oder nicht, es zeigt einfach die Realität.)
• 28.4.11: Grün-Roter Koalitionsvertrag in Baden Württemberg: Bewegung in der Mobilfunkpolitik Im Kapitel Umweltpolitik als Gesundheits- und Sozialpolitik heißt es: „Wir werden das Vorsorgeprinzip und die Technikfolgenabschätzung stärken. Für Mobilfunksender auch unterhalb 10 Metern Höhe werden wir wieder eine baurechtliche Genehmigungspflicht einführen. Kommunen und Bevölkerung sollen bei der Standortwahl mehr Mitwirkungsrechte erhalten. Konzepte zur Minimierung der Belastung durch elektromagnetische Felder werden wir im Dialog mit Betroffenen erarbeiten. Auf Bundesebene werden wir uns für eine Absenkung der Grenzwerte für elektromagnetische Strahlung einsetzen“. (S. 38)
• April 2011: die Russische Strahlenschutzkommisssion
In einer Resolution vom April 2011 „Elektromagnetische Felder von Handys: Gesundheitliche Auswirkung auf Kinder und Jugendliche“ wird nun festgestellt, dass die medizinische Statistik und neue Forschungsergebnisse bereits besorgniserregende Schädigungen nachweisen:
„ Leider haben statistische Daten, die 2009 und 2010 von ROSSTAT und der UNICEF veröffentlicht wurden, aufgezeigt, dass es seit dem Jahr 2000 eine kontinuierliche Zunahme von Kinderkrankheiten gab, die von dem RNCNIRP als „mögliche Krankheiten“ aufgrund von Handynutzung identifiziert wurden. Besonders besorgniserregend ist die Zahl der Erkrankungen unter jungen Menschen zwischen 15 und 19 Jahren. ..Verglichen mit 2009 ist die Zahl der Störungen des zentralen Nervensystems unter 15-17 jährigen Jugendlichen um 72% gestiegen, die Anzahl der Personen mit Epilepsie oder epileptischen Erkrankungen ist um 36% gestiegen, ….“
• 27.5.11: Das höchste beschlussfassende Gremium des Europarates, der Ständige Ausschuss, fordert in seinem Beschluss Die potentiellen Gefahren durch elektromagnetische Felder und ihre Auswirkung auf die Umwelt eine europaweite Wende in der Mobilfunkpolitik. Er übernahm und verabschiedete damit die Resolution des Umweltausschusses vom 06.05.201128.5. 11 AFP meldet: Handys in Schulen bald verboten?
Die europäischen Regierungen werden aufgefordert, alles Erdenkliche zu tun, um die Strahlenbelastung durch elektromagnetische Felder zu reduzieren, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen wegen des Hirntumorrisikos. Den Regierungen werden konkrete Sofortmaß ahmen vorgeschlagen wie z.B. Aufklärungskampagnen für Kinder und Jugendliche, eine Handyerziehung mit dem Ziel, den Gebrauch strikt einzuschränken, ein WLAN-Verbot an Schulen; besserer Ersatz durch LAN-Kabel. Gefordert wird auch die Anerkennung der athermischen gesundheitsschädlichen Wirkungen der Mikrowellenstrahlung und die sich daraus ergebende zwingende Senkung der Grenzwerte und eine sofortige Vorsorgepolitik.
• 31.5.11: Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat hochfrequente elektromagnetische Felder als möglicherweise krebserregend für Menschen (erhöhtes Risiko für Gliome (bösartiger Gehirntumor)) klassifiziert: Gruppe 2B und da-mit auf eine Stufe wie DDT gestellt.
Wenn Sie zu diesen kurzen Anmerkungen mehr und die Hintergründe lesen wollen, so empfehlen wir Ihnen
http://www.diagnose-funk.org/aktuell/aktuelle-artikel/index.php 

Erkenntnisse und Konsequenzen aus dieser Entwicklung
1. Leider stößt diese Entwicklung auf veränderungsunwillige Industriezweige und mundtot gemachte Medien. Das „Dicke Brett“ ist noch nicht durchbohrt. Dass das IARC die Wahrscheinlichkeit eines Krebsschadens als unbekannt einstuft, ist aus zwei Gründen verständlich:
􀂃 Einerseits kann man aus der „ausgewogenen“ Zusammensetzung der IARC-Forschergruppe schließen, dass die Warnung / Einstufung viel klarer ausgefallen wäre, wenn weniger Einfluss der Befürworterseite bestanden hätte.
􀂃 Anderseits wurden mehr als 6 Jahre alte Datensätze der Interphone-Studie über Nutzerverhalten (z.B. 10 J. lang ca. ½ Std. pro Tag) ausgewertet, die mit heutigem Nutzerverhalten nicht mehr gleichzusetzen sind: Die Nutzungszeit der Nutzer ist bis 2011 um mehr als Faktor 3 angestiegen. Ebenso sind die SAR-Werte für heutige Smartphones gegenüber 2007 nicht gefallen, sondern reichen an die bereits schon zu hoch angesetzten Grenzwerte heran. Beispiel: in der Nutzungsanleitung des Trendsetters „iPhones 4“ warnt Apple vor möglichen Gesundheits-schäden, sofern man sein Smartphone bei Nutzung näher als 15 mm an den Kopf hält. Glückwunsch an Apple: damit ist auch diese Firma abgesichert gegen evtl. spätere Regressforde-rungen. (VW warnt übrigens auch!)
2. Mit einem Zitat des Vorsitzenden der SSK-Ausschusses für Nichtionisierende Strahlung, Herrn Prof. Lerchl, einem der vehementesten Befürworter des Mobilfunks und dessen Ungefährlichkeit möchte ich die Wahrscheinlichkeit für eine Wende sichtbar machen:
„Falls es sich doch herausstellen sollte, dass EMF unterhalb der thermischen Grenze doch gesundheitsschädigende Wirkungen haben sollte, dann haben wir ein großes Problem!“
Richtig, Herr Prof. Lerchl, Sie / wir / unsere Gesellschaft sind dem Problem sehr gekommen und es wird Zeit sich diesem zustellen!
3. Die durch die Werbung in die Köpfe aller Nutzer der heutigen mobilen Kommunikation einzementierte Meinung, dass es sich hierbei um „ein Risiko handeln könnte“, muss schleunigst korrigiert werden in die persönlich viel unangenehmere Wahrheit, dass jeder Nutzer davon krank werden „könnte“. Nur hier ist der Konjunktiv richtig, denn das Risiko besteht definitiv!
Leider weiß keiner auf Grund fehlender Untersuchungen wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass er irgendwann an einem der ca. 40 Symptomen, die mit EMF in Verbindung gebracht werden, erkranken wird. Oder bereits erkrankt ist, aber kein Arzt sicher dieses Symptom als Auswirkungen der EMF diagnostizieren kann. Diese Gesundheitsgefahr kommt leider nicht mit großem Getöse wie die AKWs in Fukushima, sondern schleichend!
4. Die Angst der Nutzer vor dem „Aufgebenmüssen“ eines der wichtigsten, bequemsten und vielseitigsten technische Geräte auf dieser Welt, weil diese sehr gesundheitsschädlich sind, muss ihnen genommen werden. Mit der Versicherung „Ja“ zur Mobilen Kommunikation – „Nein“ zu deren gesundheitlichen Risiken und dem Aufzeigen wie dies zusammenpasst, wäre umgehend zu beginnen.
5. Wir müssen selbst realisieren, dass diese Mobile Kommunikation nicht nur Handy, Sendemasten, DECT und WLAN umfasst, sondern nur die Spitze eines Eisberges benennt. Inzwischen gehören ca. 40 Services und Systeme (vom Smart Grid über RFID bis Home-Entertainment dazu, die unseren im Haus anfallenden hochfrequenten Elektrosmog bis an die heutige Grenze der 26. BImSchV treiben werden. Und dann müssen wir unser Wissen nach dem Erwachen an die noch nicht Aufgewachten übertragen! Vor allen an Kinder, die überhaupt noch nichts verstehen, aber die am Stärksten Betroffenen sind.
6. Neben einem Moratorium zu den jetzt auf den Markt drängenden Techniken der 4. Generation (LTE) ist die immer wieder geforderte, aber immer weggewischte Technikfolgenabschätzung für diese Generation in voller Breite erforderlich.
7. Dem milliardenschweren Wirtschaftszweig BITKOM muss klar gemacht werden, dass es hier nicht um Einbußen auf dem Arbeitsmarkt, der Umsätze und der Steuern geht, sondern die Zukunftschancen liegen in der Einführung neuer Technologien, den Aufbau neuer und nach anderen Richtlinien konstruierter Systeme und Geräte, mit denen ebenfalls Geld verdient werden kann.
Unser Aufruf: vorstehende Mammutaufgaben stehen an. Noch sind die Verbraucherschützer mit diesem Thema hoffnungslos in der Minderheit, doch jede Veränderung hat einmal mit einem Schritt begonnen. Die Zeit ist reif, diese ersten Schritte zu gehen!
Wir bitten Sie: Nehmen Sie persönlich an der Wende teil, schließen Sie sich uns an! Unseren Politikern muss wieder einmal „in den Sattel geholfen“ werden.
Wir brauchen dafür viele Helfer. Menschen, die als Multiplikatoren arbeiten und sich nicht scheuen unangenehme Wahrheiten an möglichst vielen Orten auszusprechen. Sie tun dies ja nicht (nur) für andere, sondern Sie selbst sind ja heute auch dann stark gefährend, wenn außer Ihnen alle Welt um Sie herum Mobil kommuniziert. Dies ist ähnlich wie beim Rauchern, dass Mitrauchen. Warten Sie bitte nicht, bis der „100%-Beweis“ auf dem Tisch liegt, dann ist es für eine unbekannte Anzahl von uns zu spät.

Falls Ihr persönliches Arbeitspensum keine weitere Belastung erlaubt, so bitten wir Sie um eine Spende gleich, welche Höhe, die Sie bitte an
Diagnose-Funk Deutschland e.V. überweisen: Konto 505 Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau Verwendungszweck - SPENDE BLZ 795 500 00  IBAN DE05 7955 0000 0000 0005 05
Mit freundlichen Grüßen
i.A.

Vorstandsprecher: Gerrit Krause • An der Schmitte 15 • 42781 Haan • Mail: g.krause@limes-nrw.de  • Tel.:02129-959126

Rüdiger Baumann • Elsa-Brandström-Str. 5 • 59439 Holzwickede • Mail: r.baumann@limes-nrw.de  • Tel.:2301-5410
Bankverbindung: SSK Unna • KontoNr: 202 93 12 • BLZ:443 500 60 • Web: http://www.limes-nrw.de/  • Mail: info@limes-nrw.de

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