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Dienstag, 7. Juni 2011

Rundbrief des Solarenergiefördervereins Mai 2011

Datum: 31. Mai 2011 16:10 Betreff: [sfv] Verschiedene Pläne zur Energiewende und Unterschiede - Hervorragende Veröffentlichungen von IPPNW - Ertragsdaten
[sfv-rundmail] vom 31.05.2011
1. Kommentar zu Energiewende-Plänen von BSW, Greenpeace und Eurosolar
2. Unterschiede zwischen DEM PLAN von Greenpeace und dem des SFV
3. IPPNW-AKW-Stresstest
4. IPPNW kritisiert Solarkürzungen
5. Solarstromerträge eintragen

1. Verschiedene Pläne zur Energiewende

Die politischen Parteien überbieten sich derzeit in verbalen Bekundungeni hrer Absicht, Deutschland möglichst rasch von den Gefahren der Atomenergie und der fossilen Energien zu befreien. Wirtschaftsinstitute und NGOs legen umfangreiche Pläne vor, wie die sogenannte Energiewende zu bewerkstelligen sei. z.B.

- Die "Roadmap" des Bundesverbandes Solarwirtschaft (erstellt von Roland Berger und Prognos) (212 Seiten)

- "DER PLAN" von Greenpeace (24 Seiten)

- Der 10-Punkte Plan von Eurosolar (6 Seiten)

Der Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV), legt ebenfalls einen Plan vor, der sich durch größte Einfachheit und extrem kurze Darstellung auszeichnet.

- "Drei Schwerpunkte für die Energiewende" (zwei Seiten DIN A4)

Schon einmal - vor über 20 Jahren - hat der SFV mit einem einfachen Plan zur Markteinführung der Solarenergie eine bis dahin für unmöglich gehaltene Erfolgsgeschichte eingeleitet.
Es war damals die Idee der kostendeckenden Vergütung für Solarstrom. Die Idee bestand aus der Kombination von drei Grundgedanken: Abnahmepflicht, Vergütungspflicht und Umlage der Kosten auf die Stromkunden. Diese Idee wurde zunächst in 40 Städten Deutschlands durchgesetzt (Aachener Modell) und fand dann Eingang in das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).
Damals wie heute ließ sich der SFV von der Überlegung leiten, dass man als Akteure nur solche Institutionen wählen darf, die ein Eigeninteresse an der raschen und sorgfältigen Umsetzung der ihnen zugeteilten Einzelaufgabe haben. So würde es heutzutage zum Beispiel wenig Sinn machen, die Betreiber von Braunkohlekraftwerken mit dem Bau von Solaranlagen oder Windparks zu betrauen, deren Strom bei starkem Sonnenschein oder windigem Wetter die Braunkohlekraftwerke zur Verminderung ihrer Leistung zwingen würde.

Der SFV setzt deshalb auf andere Akteure:

- Für die Stromerzeugung aus Solarenergie setzt er auf die Eigentümer von städtischen Gebäuden

- Für die Erzeugung von Windenergie setzt er auf die Eigentümer von land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken in der Nähe der Städte.

- Für die notwendige Speicherung von Strom setzt er auf alle Strom-Endverbraucher, die billigen Überschussstrom kaufen und im eigenen Kurzzeitspeicher zum Eigenverbrauch oder zur gewinnbringenden Netzeinspeisung vorhalten würden, wenn sie dazu die Gelegenheit erhielten.

Der SFV schlägt dazu eine entsprechende Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen vor.

Was die Reihenfolge der Maßnahmen angeht, sieht der SFV keine Notwendigkeit, den weiteren Ausbau der Solar- und Windenergie zu verlangsamen, um auf den weiteren Ausbau der Stromspeicherung zu warten. Im Gegenteil: Der SFV hält den beschleunigten Ausbau von Solar- und Windenergie für dringend erforderlich - auch deshalb, damit sich aus dem regelmäßigen Angebot billigen solaren Überschussstroms ein wirtschaftlicher Anreiz zur Installation von Kurzzeitspeichern ergibt.
Der SFV wirbt für eine Beschleunigung des solaren Ausbaus. Die Warnungen der Stromwirtschaft vor einem angeblichen Instabil-Werden der Stromnetze sind unseriöse Panikmache. Es ist z.B. technisch erheblich einfacher, Solaranlagen bei Leistungsüberschuss abzuregeln als Atom- oder Braunkohlekraftwerke.

2. Unterschiede zwischen DEM PLAN von Greenpeace und dem des SFV.

Den ersten wesentlichen Unterschied erkennt man rasch bei einem Blick auf Seite 24 des Greenpeace-Plans. Dort erkennt man eine deutliche Konzentration von Solaranlagen im Süden Deutschlands und von Windanlagen im Norden sowie in Nord- und Ostsee. An sonnigen Tagen muss Solarstrom aus dem Süden nach Norden transportiert werden, an windigen Tagen muss der Strom umgekehrt fließen. D.h. der Greanpeace-Plan kommt nicht ohne eine gewaltige Verstärkung der Nord-Süd-Stromnetz-Verbindungen aus.
Der SFV dagegen reduziert den notwendigen Netzausbau im wesentlichen durch zwei Maßnahmen, einmal indem er eine gleichgewichtige Aufteilung von Wind- und Solaranlagen in Deutschland vorsieht. Zum anderen sieht der SFV dezentrale Stromspeicher bei den einzelnen Stromverbrauchern vor. Es geht hier nicht um Stromspeicher bei den Solarstromerzeugern (die sollen natürlich auch zugelassen sein), sondern im wesentlichen um Stromspeicher bei den StromVERBRAUCHERn, die stationäre Batterien in den Keller stellen können. In der Anfangszeit ist an Kurzzeitspeicher gedacht, z.B. moderne Bleibatterien (deren hohes Gewicht bei stationärer Anwendung kein Problem bereiten würde). Die Stromverbraucher könnten in diesen Batterien den Solarstromüberschuss um die Mittagsstunden aufnehmen, um ihn am späten Abend und in der Nacht wieder gewinnbringend abzugeben oder selbst zu verbrauchen.
Beim weiteren Ausbau der regenerativen Stromerzeugung, sollen auch Langzeitspeicher bei den Stromverbrauchern zum Einsatz kommen, die einen Ausgleich zwischen windigen und weniger windigen Perioden schaffen.

3. IPPNW-AKW-Stresstest

Kennen Sie schon den IPPNW-AKW-Stresstest unter
http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/2011-05-18_AKW-Stresstest_der_IPPNW.pdf
Selbst an Tornados, die die Stromleitungen zerstören können, haben die IPPNW-Experten gedacht. Tornado gegen Atomkraftwerk ... die Mächte der Finsternis im alles zerstörenden Ringen.

4. IPPNW kritisiert Solarkürzungen

Presse-Information der IPPNW vom 30. Mai 2011
(Quelle: http://www.ippnw.de/startseite/artikel/27c7e2a32f/anschlag-auf-den-volkswagen-der-ene.html )

"Anschlag auf den Volkswagen der Energiewende"

IPPNW kritisiert geplante Entschleunigung des Photovoltaik-Ausbaus / Union und FDP ignorieren Empfehlungen der Ethikkommission
Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW kritisiert den Beschluss von Union und FDP zur drastischen Kürzung der Solarförderung als "Anschlag auf den Volkswagen der Energiewende". Medienberichten zufolge sollen die Vergütungssätze für die Photovoltaik noch stärker abgesenkt werden als von Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) ohnehin schon geplant war. Statt den Ausbau der Photovoltaik als Ersatz für Atomkraftwerke zu beschleunigen, plant die Bundesregierung ein regelrechtes Bestrafungssystem zur Entschleunigung des Zubaus: So sollen die Vergütungssätze für im Jahr 2012 gebaute Anlagen umso stärker gesenkt werden, je mehr Kapazität insgesamt neu entstehen wird.
"Das Motiv ist klar: Die Photovoltaik ist die Energiequelle der Bürgerinnen und Bürger und den großen Energiekonzernen deswegen seit jeher ein Dorn im Auge, weil ihnen dadurch das Geschäft entgleitet", so IPPNW-Energieexperte Henrik Paulitz. "Und es gibt natürlich einen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem politischen Willen, den Ausbau der Solarenergie in Bürgerhand zu verlangsamen und dem Interesse der Atomindustrie, ihre Konvoi-Atomkraftwerke möglichst noch bis zum Jahr 2022 oder auch darüber hinaus als Gelddruckmaschinen betreiben zu können."
Mit diesem Anschlag auf die Photovoltaik begibt sich die Regierungskoalition in Widerspruch zu der von ihr eingesetzten Ethikkommission. Diese stellte in ihrem Abschlussbericht vom 30. Mai fest, die Photovoltaik werde von vielen Menschen gewünscht und betrieben. Die Kommission plädiert für eine starke Rolle der Photovoltaik in Verbindung mit dezentralen Energiespeichern und betont ausdrücklich die Vorteile einer dezentralen Energiewirtschaft: "Im Hinblick auf die Dezentralisierung sind Techniken wie die Photovoltaik gegenüber zentralen Einrichtungen im Vorteil, weil sie mehr Vernetzung (Retinität) erlauben und diese in aller Regel fehlerfreundlicher und regelbarer als zentrale Großanlagen sind. Die Vernetzung von Technologien birgt neue Möglichkeiten zum korrigierenden Eingriff und zur Vermeidung von Irreversibilitäten."
"Man weiß schon seit mehr als 30 Jahren, dass die Photovoltaik neben der Windenergie an Land eine der wichtigsten Säulen der Energiewende ist. Hinzu kommt, dass sich die Photovoltaik erwartungsgemäß zur wichtigsten Nebenerwerbsquelle der Bevölkerung entwickeln kann", so Paulitz. "Die in der Energiewirtschaft Jahr für Jahr umgesetzten Milliardenbeträge fließen mit größter Wahrscheinlichkeit dann zu den Verbrauchern wieder zurück, wenn ein Großteil von ihnen mit Hilfe der Photovoltaik auf Dächern und Gebäudefassaden selbst zu Stromerzeugern wird. Die Photovoltaik ist vermutlich der wichtigste Baustein für eine perspektivisch preiswerte und insofern sozial verträgliche Energiewirtschaft. Diese jetzt zu beschneiden ist skandalös."

5. Solarstromerträge

Der Monat Mai war extrem trocken. War es auch sonnenreich?
Vergessen Sie nicht, Ihre Solarstrom-Ertragsdaten abzulesen und in unsere Solarstromertragsdatenbank unter http://www.pv-ertraege.de/  einzutragen.
Für alle, die unsere Datenbank noch nicht kennen: Jeder kann dort seine eigenen Solarstrom-Erträge verwalten und die Auswertung aller Einträge einsehen - z.B. sortiert nach Postleitzahlen, Dachausrichtung oder Dachneigung. Der Vergleich mit vielen anderen Anlagen hilft, die Ergebnisse der eigenen Solarstromanlage zu kontrollieren, eventuelle Probleme rechtzeitig aufzuspüren oder aber die mögliche Wirtschaftlichkeit einer geplanten Anlage abzuschätzen.
Die Ertragsdatenbank wird bereits regelmäßig von mehreren tausend Anlagenbetreibern aus dem ganzen Bundesgebiet genutzt. Die Teilnahme ist kostenlos und unverbindlich. Machen auch Sie mit!

Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.(SFV)
Frère-Roger-Str. 8-10, 52062 Aachen
Tel.: 0241-511616, Fax 0241-535786
zentrale@sfv.de , http://www.sfv.de/
Telefonische Beratung: Mo-Fr 8.30 - 12.30 Uhr

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