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Samstag, 9. Juli 2011

Aussagen von Muslimen: Wie steht es um die Wahrheit?

Was Fuat Sanac, Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich in der Tagespost vom 2.7.11 sagt klingt ja gut, zeugt aber nicht von Kenntnis des Islam: "Ungläubige sind übrigens nicht die Juden und die Christen, denn die sind laut dem Islam "Besitzer des Buches" und Gläubige."" Sicher, dass kann stimmen, Unitarier und Zeugen Jehovas kommen mit ihrer Ablehnung der Göttlichkeit Jesu dem Islam sehr nahe und können daher als Gläubige gelten. Auch die Juden sind eigentlich theologisch näher am Islam als am Christentum und begehen nicht den schweren Glaubensfrevel, den Allah nie verzeiht, wenn man in ihm stirbt. Mehrfach betont der Koran, welche schwere Sünde es ist, Allah ein Wesen beizugesellen, zu sagen, er habe einen Sohn oder "Allah sei der Dritte von Dreien". Leute die sowas glauben, sind im Koran Ungläubige. Sure 57.28 sagt deutlich, dass die meisten Schriftbesitzer ruchlose Frevler sind. Sure 5.48 sagt, die Schriftbesitzer sollen nun nach den Offenbarungen Allahs urteilen. Wer dies nicht tut gehört zu den Frevlern und Ungläubigen.
Ich habe den Koran nach Aussagen über die Christen und Schriftbesitzer durchsucht und meine Funde hier zusammengefasst. Viele Verse, die uns im Dialog aus dem Zusammenhang gerissen als Toleranz- oder Friedensverse vorgestellt werden, werden hier in ihrem Gesamtzusammenhang oder ohne Weglassen wichtiger Satzteile dargestellt. Das könnte manche Anfrage für Dialogveranstaltungen auslösen.

Keineswegs fordert der Koran Krieg nur, wenn der Islam angegriffen wird. Sure 9.29 fordert die Bekämpfung der Schriftbesitzer, die nicht verbieten, was Allah und Mohammed verbieten, bis diese sich Unterwerfen und Tribut zahlen. Da steht nicht, bis die aufhören Muslime anzugreifen! Sure 61.10 ff sagt, dass die Religion Allahs sich über alle anderen Religionen erheben soll. Und der blutige Kampf für die Religion Allahs ist eine Ware, die vor der schmerzvollen Höllenstrafe bewahren kann. Sure 47.36 sagt, dass man die Feinde nicht zum Frieden einladen soll, da ja Muslime die Mächtigen sein sollen. Vers 9.20 sagt sogar, dass nur die glücklich werden können, die mit dem Einsatz ihres Lebens für die Religion Allahs gekämpft haben. Damit wird hier der Djihad als einziger Weg zum Paradies betrachtet. Die 9. Sure hat auch eine Besonderheit: Als einzige fängt diese nicht an mit "Im Namen Barmherzigen". Hat Allah so durch seine letzte Sure die Barmherzigkeit aufgehoben, denn er ist laut Koran ja in der Lage Offenbarung zurückzunehmen und neue zu geben (Surenvers 2.107). Kann es sein, dass uns Muslime Verse präsentieren, die im Sinne dieser Offenbarung nur für eine gewisse Zeit gültig waren oder nur in bestimmten Situationen angewendet werden dürfen?

Ich würde mir bei künftigen Interviews mehr Nachfragen wünschen. Die Interviewer sollten sich Wissen über den Koran aneignen und auch über die weiteren Überlieferungen des Islam, wie die bei Reclam erhältliche Auswahl von Hadithen, die Al Buhari gesammelt hat. Ich kann damit leben, wenn mich Muslime als Ungläubigen betrachten. das gehört zur Meinungs- und Religionsfreiheit. Aber ich kann eine relativistische Gleichmacherei von Dingen, die verschieden sind, nicht leiden. Und der Koran gibt eindeutig Auskunft, dass alle Christen, die ökumenisch durch das apostolische Glaubensbekenntnis verbunden sind durch die Inhalte dieses Credos Ungläubige sind. Probleme habe ich mit den Versen des Koran, die die Unterwerfung der Ungläubigen fordern. In Surenvers 2.110 fordert der Koran zwar noch, dass die Muslime den Ungläubigen vergeben sollen, schränkt das aber bereits ein auf einen begrenzten Zeitraum,, bis Allah seine Entscheidung befiehlt. Und dieser Befehl kommt spätestens in Vers 9.29.

Bleibt die Frage, wieso behauptet Fuat Sanac das "der Islam" sagt, Christen wären Gläubige, wo doch die genaue Lektüre von Koran und Hadith das Gegenteil ans Licht bringt? Aus welchen islamischen Quellen schöpft er seine Behauptungen? Das sind doch ganz gewöhnliche Fragen, die ich auch jedem christlichen Theologen stellen würde, dessen Antworten meinem Kenntnishorizont widersprechen? Habe ich Wissenslücken, die geschlossen werden müssen, kennt Sanac seine eigenen religiösen Schriften nicht und zitiert nur, was er bei anderen gelesen hat oder belügt er uns gar bewusst, um dem Islam zu dienen? Brächte kritisches Hinterfragen vielleicht religiöse Grundlagen zutage, die unseren Grundrechten widersprechen? Sanac ist ja kein Einzelfall, sondern diese für mich flache Argumentation erlebe ich im gesamten christlich- islamischen Dialog und bei allen, die dort was abschreiben. Und wenn ich meine Fragen mal per e- Mail an die Adressen schicke, die ich auf Infoschriften gefunden habe, die bei Kirchen- und Katholikentagen auslagen, bekomme ich meistens keine Antwort oder die Aufforderung künftig keine Mails mehr zuzusenden oder die Aussage, so könne man den Dialog nicht führen. Dabei ist doch im Internetzeitalter nichts einfacher, als eine gute Erklärung ins weltweite Netz zu stellen, die man dann als Link bei Anfragen versenden kann. (Je nach Koranausgabe können die Verszahlen hinter der Surennummer minimal voneinander abweichen)

Abs. Felix Staratschek, Freiligrathstr. 2, 42477 Radevormwald
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