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Sonntag, 18. September 2011

Rundbrief der Bürgerbwegung für Kryo-Recycling, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft

Bürgerbewegung für Kryo-Recycling, Kreislaufwirtschaft  und Klimaschutz e.V.
Geschäftsführender Vorstand:  Prof. Dr. Christian Jooß (1.Vorsitzender), Jochen Schaaf (2.Vorsitzender) Dieter Grünwald (Schatzmeister)
Newsletter 06-2011       Göttingen, den 11.09.2011

Verheerende gesundheitliche Folgen der Strahlungskatastrophe in Japan

Die nukleare Katastrophe in Fukushima wurde auf der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse als „Schweregrad Sieben“ eingestuft, der höchsten Stufe der Skala, die sonst nur mit dem Vorfall in Tschernobyl vergleichbar ist. Noch immer hat die Betreiberfirma TEPCO die Lage nicht unter Kontrolle und die Strahlenbelastung an den 3 Reaktoren in Fukushima steigt. Die radioaktive Verseuchung beginnt sich über ganz Nordjapan zu verbreiten und es drohen weite Gebiete unbewohnbar zu werden.


Japans Ärzte sorgen sich angesichts der gesundheitlichen Situation der Bevölkerung. „Man sieht verstärkt die Anzeichen der Strahlenkrankheit, wie Nasenbluten, hartnäckige Fälle von Diarrhoea und erkältungsartige Symptome, insbesondere bei Kindern“, so Dr Yuko Yanagisawa, Ärztin am Funabashi Futawa Krankenhaus in der Chiba Prefektur. Viele Ärzte sehen die Gesundheit der Bevölkerung von der Regierung vernachlässigt und fordern eine Ausweitung der Sperrzone rund um Fukushima. „Das Evakuierungsniveau wird noch nicht einmal auf die in Tschernobyl verwandten Zahlen angehoben.“
Insbesondere Kinder gelten als Risikogruppe für Erkrankungen als Folge der radioaktiven Strahlung. Dr. Makoto Kondo von der Radiologie-Abteilung der Keio University’s School of Medicine: „Die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder an Krebs erkranken, ist wesentlich höher, als dass Erwachsene erkranken. Die Körper von Kindern sind noch unentwickelt und daher durch Strahlung leichter zu schädigen, was Krebs oder auch eine gehemmte körperliche Entwicklung hervorrufen kann. Auch die Entwicklung des Hirns kann auf diese Weise beeinträchtigt werden.“
Auch Dr. Helen Caldicott, Gründungspräsidentin der Organisation „Ärzte für soziale Verantwortung“ ist sehr besorgt über die gesundheitlichen Folgen der Katastrophe in Japan. „Radioaktive Elemente gelangen in Hoden und Eierstöcke und lösen genetische Defekte mit Folgen wie Diabetes, zystische Fibrose und Entwicklungsverzögerungen aus. Es gibt mehr als 2600 dieser Erkrankungen, die durch Gendefekte hervorgerufen werden, und dann von Generation zu Generation weitergegeben werden, für immer.“ Für mehr Informationen zu diesem Thema:
www.total-recycling.org


Vorstandssitzung vom 03.09.2011

Liebe Mitglieder der Bürgerbewegung,
am 03.09.2011 traf sich der Vorstand der Bürgerbewegung, um Bilanz zu ziehen über die Arbeit der letzten Monate und zur Vorbereitung des 2.internationalen Umweltratschlages am 08.-09.09.2011. Wir möchten Euch über die Ergebnisse informieren.
Seit der Reaktorkatastrophe in Fukushima ist sehr viel geschehen. Weltweit formierten sich  Proteste von Atomkraftgegnern und es zeigt sich, dass 40 Jahre deutsche Umweltbewegung eine Grundlage geschaffen haben. In Deutschland ist es Mehrheitsmeinung, dass die AKW`s abgeschaltet werden müssen. Es gibt eine kämpferische Widerstandsbewegung und die Bundesregierung musste Zugeständnisse machen und acht Atomkraftwerke abschalten. Monika Gärtner-Engel berichtete aus ihrer internationalen  Arbeit, dass Deutschland die stärkste Umweltbewegung ist weltweit und dass sich japanische Umweltkämpfer an Deutschland orientieren. Intensiv wurde über den Verrat der Grünen diskutiert, deren Rolle klar in der Zersetzung der sich neu formierenden Umweltbewegung liegt. Das führt allerdings auch dazu, dass kämpferische Kräfte an der Basis diesen Verrat kritisieren, sich von den Grünen abwenden und ihren eigenen Weg verfolgen. So ist bei Stuttgart 21 beachtlich, dass trotz der ganzen Zersetzungspolitik durch die Grünen und die Schlichtungspolitik, die Gegenbewegung nicht tot ist, sondern sich wieder formiert, wenn auch kleiner und auf Stuttgart begrenzt. Die Bürgerbewegung will mithelfen, dass der Verrat der Grünen in der Umweltbewegung bewusst verarbeitet wird zu einer Stärkung der wirklichen Überparteilichkeit und des aktiven Widerstands. Der Vorstand beriet, dass die Bürgerbewegung noch mehr für die Informiertheit der Antiatombewegung in Japan beitragen soll.
Der Vorstand konnte auch zurückblicken auf eine intensive, erfolgreiche und schöpferische Arbeit der Bürgerbewegung, die sich mit ihrem Magazin, ihren wissenschaftlichen Dossiers zu Fukushima und ihrer Beteiligung an den bundesweiten Protesten in der Anti-Atombewegung einen Namen machen konnte und deren Arbeit einen Aufschwung nahm: neue Regionalgruppen in Göttingen und Braunschweig wurden gegründet, in Bremen gab es eine Veranstaltung mit 30 Besuchern, bei der sich Leute mit Interesse am Aufbau einer Regionalgruppe eintrugen. Insgesamt haben wir einen Mitgliederzuwachs von 14%. Die Arbeit an der Broschüre zu 100% erneuerbare Energien wurde begonnen, aber noch nicht fertig gestellt, wegen der Ereignisse in Fukushima. Der Namenswettbewerb wurde ebenfalls deshalb auf nach dem Umweltratschlag verschoben. Der Vorstand beschloss die Broschüre zu 100% erneuerbare Energien fertig zu stellen und nach dem Umweltratschlag zum Thema Kryo-Recycling eine wissenschaftliche Dokumentation zu erstellen, um die vielen Anfragen und Interessenten optimal zu informieren.
Im Zentrum der Arbeit der Bürgerbewegung steht jetzt die Vorbereitung und Mitarbeit beim 2.internationalen Umweltratschlag am 08.-09.10.2011 in Gelsenkirchen. Dort soll es, ansetzend an der Diskussion des 1.Umweltratschlages über einen internationalen Dachverband, um eine Beratung gehen, wie die Umweltbewegung ihre Zersplitterung überwindet und einen breiten überparteilichen, kämpferischen Zusammenschluss findet, der sich mit einer aufzubauenden Umweltorganisation auch eine organisatorische Basis schafft. Der Vorstand beriet dazu ein Diskussionspapier von Christian Jooß und beschloss, dass er es als Impulsbeitrag in die Eröffnungsdiskussion einbringt. Es wird nach der beschlossenen Überarbeitung noch im Vorfeld an alle Mitglieder der Bürgerbewegung verschickt. Entsprechend wird es auf dem Ratschlag ein Forum geben unter dem Titel: “Perspektiven der Umweltbewegung und neue Wege der Zusammenarbeit”, das von Christian Jooß, Prof.Buchner/ÖDP und Uwe Dinger/Diagnosefunk Deutschland e.V.  geleitet wird. Auf dem Abschlussplenum am Sonntag wird dann die Auseinandersetzung unter Auswertung aller stattgefundener Foren und Workshops zu einem Abschluss gebracht.
Inzwischen gibt es ein absolut spannendes und vielseitiges Programm mit acht großen Foren – (Globale Klimakatstrophe – die große Herausforderung, Sprit-statt Brot – weltweiter Widerstand tut Not, Gesundheitsgefahren der mobilen Kommunikation, Kreislaufwirtschaft, regenerative Energien und die Zukunft des Kohlebergbaus, Arbeiterbewegung zu Umweltfragen, Stillegung aller Atomanlagen – sofort und weltweit – wie kann das gelingen?, Kommunalpolitisches Engagement für die Umwelt – eine dringende Herausforderung. Außerdem 13 Workshops, die alle auf der Homepage Umweltratschlages veröffentlicht sind. Internationale Gäste aus den USA,  Peru, Chile, Sri Lanka, Türkei und Japan werden erwartet.
Wir möchten unsere Vereinsmitglieder dazu aufrufen, den Umweltratschlag tatkräftig zu bewerben, mit vielen Freunden und Bekannten daran teilzunehmen und unser Magazin weiter zu vertreiben, von dem noch 750 Exemplare in der Geschäftsstelle sind. Noch nicht zufriedenstellend ist der bisher erreichte Stand einer breiten Beteiligung von Umweltinitiativen und Umweltaktivisten und bis zum Schluss können Teilnehmer/innen für den Umweltmarkt und den Ratschlag gewonnen werden. Die organisatorische Durchführung braucht ebenfalls Unterstützung. Man kann sich bei der Ankunft mit einer Zeitspende als Helfer für Essensausgaben, Getränkeausschank ect. eintragen, bzw. für das “Fingerfood-Buffet” am Samstag Abend einen Beitrag leisten.
Wir möchten Euch bitten weiter Sponsoren und Spenden zur Reisekostenfinanzierung für die von der Bürgerbewegung eingeladenen Gäste zu gewinnen. Wir hatten ein Spendenziel von 5.000 Euro. Der aktuelle Stand am 08.09.2011 waren 1120,- Euro. Die Spenden können von der Steuer abgesetzt werden. Bei allen Spendern und Unterstützern des Ratschlages bedanken wir uns im Namen des Vorstandes.
Wir beenden die Unterschriftensammlung für die „Sofortige Stillegung aller Atomkraftwerke weltweit“ auf dem Umweltratschlag. Gebt bitte alle noch gesammelten Unterschriften am Büchertisch der Bürgerbewegung ab.
Herzliche Grüße
i.A. Christian Jooß, 1. Vereinsvorsitzender

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