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Freitag, 17. Juni 2016

Leserbrief: Böser und guter Islam?

Betrifft: http://www.rp-online.de/panorama/ausland/theologie-boeser-islam-guter-islam-eine-analyse-aid-1.6039627

Der doppelseitige Bericht der RP zum Islam (11.6.16) bringt etwas, was ich nur selten erlebe. Denn dem Surenvers von der Lebensrettung (5.32) folgt direkt der Vers mit drakonischer Gewalt (5.33). Es ist das erste mal, dass ich beide Verse in einem Bericht finde. Kurz darauf folgt noch der Vers, dass man Dieben die Hand abhacken soll. 

Aber wie steht es um die Barmherzigkeit im Islam. In der Sure 2.110 sagt Allah, dass man Milde sein soll gegenüber den Schriftbesitzern, schränkt das aber ein, "bis Allah seine Entscheidung befiehlt". Und in der 9 Sure, die oft als letzte Offenbarung gesehen wird und ohne Allahs Barmherzigkeit beginnt, kommt im Vers 29 der Befehl, die Schriftbesitzer zu bekämpfen, biss diese sich dem Islam unterwerfen und Tribut zahlen. Schon in Sure 9.20 sagt der Koran "NUR(!) diese werden glücklich sein", die "mit ihrem Leben und Vermögen" für die Religion Allahs gekämpft haben. Zahlreich sind die Verse, dass man Ungläubige, zu denen der Koran die meisten Schriftbesitzer zählt, nicht zu Freunden nehmen soll, man soll nicht mal für ungläubige Verwandte beten. 

Koranverse wurden sehr oft nicht allgemeingültig  geoffenbart sondern sie waren oft genau auf Situationen bezogen, mit denen Mohammed fertig werden musste. Es gibt daher im Islam die Methode der Abrogation. Denn je später die Offenbarung war, um so umfassender war die Macht der Muslime, um so weniger musste strategisch auf andere Gruppen Rücksicht genommen werden. Die härteren späten Verse heben deshalb die sanfteren älteren Verse auf oder beschränken die Gültigkeit dieser Verse auf analoge Situationen, wobei im Hinterkopf immer das Ziel bestehen sollte, langfristig diese Phase zu überwinden im Sinne der strengeren Koranaussagen. 

Die Aussage, dass der Islam keine Aufklärung durchlaufen habe, ist beliebt, aber im Grunde war das Leben Jesu schon Aufklärung und die Kirche hat da einiges gelebt, was dazu eigentlich nicht passt. Insofern war die Aufklärung für die Kirche ein zurück zu den Ursprüngen. Die sogenannten Aufklärer waren nicht alles Engel, wenn man nur an profane Aussagen von Aufklärern denkt, die die Sklaverei verteidigten und es war der englische Protestant Wilberforce, der dafür sorgte, das England aus dem Sklavenhandel ausschied. 

Die von ihnen genannte Aussage "zwingt keinen zum Glauben" ist keine Toleranz, sondern eine Abgrenzungsssure weil nämlich der Grund für diese Aussage im Koran ist, dass der Glaube vom Unglauben unterscheidbar sein soll und die Ungläubigen in die Hölle kommen. Da wird nichts gesagt, wie mit denen umzugehen ist und welchen Status die in einer islamischen Gesellschaft haben sollen. Oder ist es kein Zwang, dass die Sure 9 fordert, dass Schriftbesitzer als Gedemütigte die Schutzsteuer zahlen müssen, wenn die nicht zum Islam konvertieren? 

Ich glaube es gibt nur einen Islam, was daraus gemacht wird, entscheiden die Menschen unter denen sehr viele Muslime ein vorbildliches Leben führen. Allerdings habe ich den Eindruck, dass diejenigen, die den Islam friedlich leben wollen entweder sehr viele Aussagen ignorieren oder aber diese sehr kompliziert deuten müssen. Und für die meisten kritischen Aussagen des Koran habe ich noch keine nachvollziehbare Erklärung gefunden, die diese entschärfen. Diese Verse könnten sich als Zeitbomben entpuppen, da der Koran offensiv das Christentum kritisiert und diffamiert. Da ist Dialog, denn es immer geben muss, zu wenig, es muss auch ein viel stärkeres christliches Bekenntnis gegenüber den Muslime formuliert werden, dass den Muslimen Jesus als Erlöser zeigt und auf die Vorwürfe des Koran antwortet. Denn der christliche Ex- Muslim Nassim ben Iman sagt, Islam ist für ihn die Abkürzung von "Ich soll lieben alle Muslime". Und wie kann man als Christ Liebe deutlicher machen, als Menschen zur Annahme der Erlösung durch Jesus einzuladen, damit diese am besten teilhaben können, was einem wichtig ist und von den ganzen Zwängen und Unsicherheiten des Islam befreit werden. Denn der Islam kennt keine Heilsgewissheit, Christen, die versuchen, so gut zu leben, wie die es eben schaffen, haben von Jesus das Versprechen, dass Gott dann das dazu gibt, was zur Erreichung des Heiles bei jedem Menschen noch fehlt.

Abs. Felix Staratschek, Freiligrathstr. 2, 42477 Radevormwald

Es wäre mir ein leichtes sehr viel mehr zu schreiben und alle Aussagen mit Koranversen oder Hadithen zu belegen und noch viele weitere Dinge zu nennen. Aber das sprengt jeden Leserbrief. Aber die Texte zum Islam auf meinem Blog sind unter Copyleft und dürfen gerne aufgegriffen und verbreitet oder zur Diskussion gestellt werden. Darunter: http://viertuerme.blogspot.de/2016/06/keine-gewalt-im-namen-gottes-zur.html

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