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Sonntag, 19. Juni 2016

Gender und „Sexuelle Vielfalt“ ab 2016/17 auch an Bayerns Schulen? Nein danke, CSU!

Das CSU-regierte Bayern will seine bewährten Richtlinien für Familien- und Sexualerziehung von 2002 durch eine missglückte Neufassung ersetzen (Entwurf der Neufassung April 2016).

Der Entwurf der Neufassung verwendet erstmals Begriffe, Inhalte und Ziele der – wissenschaftlich höchst umstrittenen – Gender-Ideologie und der sogenannten „Sexualpädagogik der Vielfalt“ und macht sie zu verpflichtenden Lerninhalten. Diese stehen in scharfem Kontrast zu den positiven und durchdachten Passagen, die aus den bisher gültigen Richtlinien übernommen werden sollen.

Ohne jede Notwendigkeit gefährdet das CSU-geführte Kultusministerium so das hohe Gut des vertrauensvollen Zusammenwirkens von Elternhaus und Schule und ermöglicht Ideologisierung und Indoktrination von Kindern und Jugendlichen.

Die CSU verfügt in Bayern über eine absolute Mehrheit. Erinnern wir die CSU daran, dass sie nicht gewählt wurde, um zweifelhafte, ideologische und pseudowissenschaftliche Moden zu fördern. Bitte unterstützen Sie die Petition der „Elternaktion Bayern gegen Gender-Ideologie und Sexualisierung an Bayerns Schulen“. Mit Ihrer Unterzeichnung wird automatisch eine Mail an Ministerpräsident Horst Seehofer und an Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle versandt. (Durch das Häkchen unter Ihre Unterschrift bleiben Sie über den Fortlauf dieser wichtigen Aktion informiert!)
http://citizengo.org/de/ed/35184-gender-und-sexuelle-vielfalt-ab-201617-auch-bayerns-schulen-nein-danke-csu

Grundprinzip der Gender-Ideologie ist es, die naturgegebene Zweigeschlechtlichkeit von Mann und Frau aufzulösen. Dadurch soll eine Vielzahl von sexuellen und geschlechtlichen „Identitäten“ beliebig konstruiert werden können. Um dieses absurde Ziel zu erreichen, steht am Beginn gender-ideologischer Pädagogik die grundlegende Verunsicherung und Dekonstruktion der kindlichen Persönlichkeit.

So tauchen im Entwurf der Neufassung der Richtlinien u.a. folgende genderideologische Formulierungen auf:

Schülerinnen und Schüler sollen in Zukunft u.a.:
„Fragwürdige Rollenbilder bzw. -vorbilder sowie Identitätsfiguren ….deutlich machen und hinterfragen“.
„Klischeehafte Rollenzuweisungen für sich und für andere ablehnen“.
„Auf der Suche nach der eigenen Geschlechterrolle und -identität … Rollenbilder und Körpervorstellungen hinterfragen“.
„… die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschlechtszugehörigkeit,… thematisieren“.
„…die Vielfalt der unter dem Geschlechtsbegriff subsumierten Aspekte: biologisches Geschlecht, selbst empfundene Geschlechtsidentität und Rollenverständnis aufschlüsseln“.
„…sexuelle Identität im Spannungsfeld gesellschaftlicher Normen, sozialer Umwelt und persönlicher Freiheit reflektieren…“.
„Sexualität als mögliche Quelle von Vitalität und Kraft im Lebensverlauf … erkennen“.
„… eigene Vorstellungen von Körperlichkeit und Identität entwickeln“.

Führende Naturwissenschaftler bezeichnen die Gender-Theorie als Ideologie, Unfug und Aberglauben (1). Damit steht der neue Richtlinien-Entwurf im deutlichen Widerspruch zu den eigenen rechtlichen Grundlagenwie sie bereits 2002 galten und weiterhin bestehen (2).

Darüber hinaus kann die neue Familien- und Sexualerziehung im Gegensatz zu den aktuell gültigen Richtlinien künftig in allen Fächern, ohne zeitliche Begrenzung und jederzeit durchgeführt werden. In weiterführenden Schulen sollen in Zukunft externe „Experten“ hinzugezogen werden können. Um welche Experten es sich handeln soll, bleibt unerwähnt. Unerwähnt bleibt auch, welches audiovisuelle Material es Schülerinnen und Schülern z.B. möglich machen soll „sich kritisch mit Pornographie und der medialen Verbreitung sexualisierter Inhalte (Musik, Video) auseinander zu setzen“.

Dafür wurden Passagen, die das Elternrecht stärken, aus dem Entwurf der Neufassung gestrichen. Den Eltern wird es nun deutlich erschwert, die Rechte ihrer Kinder (Wahrung der Intimsphäre, Schutz der Persönlichkeitsrechte) und ihre grundgesetzlich garantierten Elternrechte wahrzunehmen.

Entfernt man die problematischen Inhalte des neuen Richtlinien-Entwurfs, gelangt man zu den aktuellen Richtlinien von 2002 – vgl. dazu die ausführliche Analyse von Birgit Kelle (3).

Mit der Neufassung der „Richtlinien zur Familien- und Sexualerziehung in bayerischen Schulen“ sollen wissenschaftlich ungesicherte, äußerst umstrittene Inhalte Eingang in den täglichen Schulunterricht finden. Gleichzeitig wird es Eltern praktisch unmöglich gemacht, dies zu verhindern.

Unterzeichnen Sie deshalb diese dringende Petition im Interesse der Kinder und Familien und fordern Sie den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und den Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle dadurch auf, den Neuentwurf zurückzuziehen und die Gültigkeit der bewährten Richtlinien aufrecht zu erhalten.
http://citizengo.org/de/ed/35184-gender-und-sexuelle-vielfalt-ab-201617-auch-bayerns-schulen-nein-danke-csu

Weitere informative Links:
(1) Prof. Ulrich Kutschera, Universität Kassel:

Frankfurt:
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gender-studies-genderforschung-auch-in-der-biologie-13603216.html

(2) Entwurf der Neufassung für Familien- und Sexualerziehung in bayerischen Schulen 2016Punkt 1.1 Rechtliche Grundlagen: »Ideologisierung und Indoktrinierung sind den Lehrkräften untersagt.«

(3) Birgit Kelle: Bayern bald auch sexuell vielfältig? Eine vergleichende Analyse zu den Entwürfen der neuen Richtlinien für die Familien- und Sexualerziehung in den bayrischen Schulen.
https://demofueralle.files.wordpress.com/2016/05/richtlinienanalyse_birgit-kelle.pdf

Film-Dokumentation: »Porno, Peitsche, Pädophilie – Perversion im Klassenzimmer«
www.demofueralle.de

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