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Samstag, 4. Juni 2016

Stoppt die Abschaffung der DB- Nachtzüge in Deutschland: Petition an Bundestag übergeben

Liebe Freundinnen und Freunde der Nacht- und Autozüge,
wir haben gestern Mittag 28.882 Unterschriften für die Nachtzug-Petition im Bundestag übergeben. Uns empfangen haben Martin Burkert, Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur, und Annette Sawade, Mitglied in diesem Ausschuss und im Petitionsausschuss. Martin Burkert sagte, der Verkehrsausschuss werde Herrn Grube bei dessen anstehenden Besuch im Ausschuss mit den Forderungen der Petition und den 2015 von der DB gemachten Zusagen konfrontieren. Annette Sawade sagte, sie trete dafür ein, dass der Petitionsausschuss uns einlädt, um die Petition persönlich zu vertreten. Das ist normalerweise erst ab 50.000 Unterschriften vorgesehen, aber sie halte die Petition für sehr wichtig und die Zahl der - inzwischen fast 30.000 - Unterstützer zeige das auch.

Auf der anschließenden Pressekonferenz wurde über die Situation der Nachtzüge und den Vorschlag eines Nachtzugsystems »Lunaliner« informiert.

Hier finden Sie erste Informationen und Reaktionen:

Tagesspiegel Berlin 
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/protest-gegen-plaene-der-deutschen-bahn-der-nachtzug-soll-bleiben/13669228.html

Stuttgarter Nachrichten
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.deutsche-bahn-breites-buendnis-fuer-erhalt-der-nachtzuege.65f3186c-d52d-4881-9bd9-6753e958a885.html

Beste Grüße
Joachim Holstein

Pressemitteilung Bündnis "Bahn für Alle" am Dienstag, 31. Mai

+ Breites Bündnis präsentiert innovatives Nachtzugnetz „LunaLiner“

+ Protest gegen DB-Pläne, Nachtzüge abzuschaffen

Das Bündnis „Bahn für Alle“ hat heute in Berlin auf einer Pressekonferenz das innovative Nachtzugnetz „LunaLiner“ und das Sonderheft „STOPPT das Nachtzug-AUS!“ präsentiert. Zuvor übergaben Aktive des Netzwerkes für den Erhalt Nachtzüge „Back on Track“ dem Vorsitzenden des Ausschusses für Verkehr des Deutschen Bundestages, Martin Burkert (SPD) 28.882 Unterschriften für den Erhalt der Nachtzüge.
http://www.abgeordnetenwatch.de/martin_burkert-778-78058.html

Die Deutsche Bahn AG hält an ihrem Beschluss fest, im Dezember die letzten von ihr betriebenen Nachtzüge zu streichen. Das hatte DB-Vorstandsmitglied Ronald Pofalla im Sonderzug der DB zum Klimagipfel nach Paris erklärt. Dagegen gibt es vielstimmigen Widerspruch in Deutschland und Europa aus den Parlamenten, aus den Gewerkschaften, von Fahrgast- und Verbraucherverbänden, Umwelt- und Klimaschützer_innen.

* Claus Weselsky, Bundesvorsitzender Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL): „Jahrelanger Raubbau am Eisenbahnsystem gefährdet bereits heute dessen Bestand. Von einer angeblichen Ertüchtigung für die Zukunft lassen wir uns nicht täuschen, denn das Kerngeschäft wird zur schönsten Nebensache der Welt, wenn mit LKW und Bussen besser Geld verdient werden kann. Weil Sanierung nur Gewinnoptimierung heißt und die Infrastruktur dabei weiter geschrumpft wird. Das ist eindeutig gegen die Interessen der Bahnkunden und des Zugpersonals.“

* Michael Cramer, Mitglied des Europäischen Parlaments für Bündnis 90/Die Grünen und Vorsitzender des Verkehrsausschusses: „Ein Viertel der Treibhausgas-Emissionen kommt aus dem Verkehr. Verkehr ist der einzige Sektor, in dem die Emissionen gestiegen sind – um 22 Prozent – während die Emissionen aus der Industrie um 38 Prozent sanken. Ohne eine Änderung unserer Mobilität werden wir das Klima nicht schützen können. Eine europäische Verkehrswende ist überfällig, und die Nachtzüge sind dabei unverzichtbar.“
https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/michael-cramer

* Sabine Leidig, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag: „Es gab und gibt keine demokratische Legitimation, ein so wichtiges Element aus dem Bahnverkehr zu reißen. Ein Fernverkehrskonzept ohne Nachtzüge verschläft die Zukunft!“
http://www.abgeordnetenwatch.de/sabine_leidig-778-78296.html

* Joachim Holstein, Sprecher des Wirtschaftsausschusses der DB European Railservice: „Auf der Schiene schreiben die Nachtzüge schwarze Zahlen - das Defizit entsteht im Bahntower. Die Reisenden nutzen gerne Nachtzüge - wenn man sie lässt. Nachtzüge sind bei den Gästen viel beliebter als beim DB-Management.“

* Dieter Doege, Landesvorsitzender Fahrgastverband Pro Bahn Berlin/Brandenburg „Erst die Vielfalt macht das Eisenbahnnetz stark. Dem Nachtreisenden ist die Zuverlässigkeit am wichtigsten. Es geht um ein attraktives Schlafwagenangebot mit vielen Direktverbindungen. Der Nachtzug ist das Hotel auf Rädern, denn bei Nachtzugreisen steigt nicht der Fahrgast, sondern sein Schlafwagen um.“

Das Sonderheft lunapark21 „STOPPT das Nachtzug-AUS!“ und die Nachtzugkarte „LunaLiner“ als Faltblatt erhalten Sie ab Ende der Woche im Bahnhofsbuchhandel und ab sofort im webshop der Grünen Liga:
http://www.grueneliga.de/verkehr-110.html

Die Nachtzugkarte ist online:
http://www.bahn-fuer-alle.de/media/images/2016-LunaLiner/LP21-Ex-12-13-LunaLiner-Faltblatt.pdf

Hintergrund:
http://www.bahn-fuer-alle.de/pages/bestandsaufnahme/lunaliner.php



„Bahn für Alle“ setzt sich ein für eine bessere Bahn in öffentlicher Hand. Im Bündnis sind die folgenden 20 Organisationen aus Globalisierungskritik, Umweltschutz, politischen Jugendverbänden und Gewerkschaften vertreten: 
Attac, 
autofrei leben!, 
Bahn von unten, 
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz BBU, 
Bürgerbahn statt Börsenbahn, 
Gemeingut in BürgerInnenhand, 
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, 
Grüne Jugend, 
GRÜNE LIGA, 
IG Metall, 
Jusos in der SPD, 
Linksjugend Solid, 
NaturFreunde Deutschlands, 
ProBahn Berlin-Brandenburg, 
ProBahn Hessen, 
ROBIN WOOD, 
Sozialistische Jugend Deutschlands – 
Die Falken, 
Umkehr, 
VCD Brandenburg und 
ver.di. 

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