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Samstag, 7. Februar 2015

Radevormwald: CDU und SPD beschließen das Ende des Theodor Heuss Gymnasium (THG)

Es ist nicht zu fassen, wie beratungsresistent CDU und SPD in Radevormwald sind. Und es ist verwunderlich, wie sich die SPD im Land und in Radevormwald verhalten. Denn die SPD setzt doch auf Landesebene auf die Gesamtschule. Im ganzen Land? Nein, in einer kleinen Stadt auf der Höhe im Bergischen Land verlässt ein Ortsverband der SPD die Parteilinie und will nun mit der CDU für eine Sekundarschule umsetzen. Denn auf Verantsaltungen zur Schulentwicklung hat der Bürgermeister von Radevormwald, Dr. Josef Korsten, gesagt, das THG sei sicher. 

Informationen zum Thema der Fraktion der AL:
https://www.youtube.com/watch?v=xW_xwtpOLZA&list=PLYE3FxlSdO9WFnDFNYPzfHJcg3zuYA64p
Sprecher: Rolf Ebbinghaus (AL) (Kontakt)



Aber wenn Politiker sagen, etwas sei sicher, sollten die Alarmglocken läuten.

Ist das THG so sicher, ....



..... wie der erfolgreiche Umbau des Life Ness?
.... wie Stadtwerke, die vom Life Ness und dadurch im Nebenschluss vom RWE so ausgesaugt werden, dass die Stadtwerke bei der Innenstadtsanierung nicht die Mittel hatten, alle dafür fälligen Leitungen zu erneuern?
.... wie Stadtwerke, die zu 49,9% durch Politikerbeschluss dem RWE gehören, so das gegen das RWE nichts beschlossen werden kann?
.... wie das Wülfingprojekt, wo ein Unterlagenchaos und Fehler bei der Auftragvergabe die Regel waren?
.... wie der Kostenrahmen der Innenstadtsanierung, der nur gehalten werden kann, indem, man einmal für notwendig und unverzichtbar gehaltene Maßnahmen streicht?
.....wie der Investor, der Stadt die Häuser an der Nordstraße abkaufen sollte um da was neues zu schaffen?
.... wie ausreichender Schulraum und Sportraum nach Schließung und Teilzerstörung der Grundschule Blumenstraße?
..... wie der 2022 geforderte Haushaltsausgleich, für den die Ratsmehrheit auf Phantastereien statt seriöser Finanzpolitik setzt (z.B. Hoffnung auf Ausschüttung von Sparkassengewinnen oder Forderung nach Personaleinsparung ohne städtisches Personalkonzept).  

Das THG ist schon jetzt ein Gymnasium, das eine sehr kleine Oberstufe vorhält. Je kleiner die Oberstufe wird, um so weniger Kurse können angeboten werden, um so unattraktiver wird das Gymnasium als Vorbereitungsschule für die wissenschaftliche Arbeit an Universitäten. Je unattraktiver die Oberstufe wird, um so mehr Schüler werden nach Gymnasien auspendeln, die attraktiver sind. 

Angesichts dieser Fakten steht das THG bereits auf einem verlorenen Posten und es ist nur eine Frage der Zeit wann es kollabiert, da ein weiterer Rückgang der Zahl der jährlichen Abgänge an den Grundschulen zu erwarten ist. Von diesen Abgängen geht nur ein Teil zum Gymnasium und davon gehen nur gut 2/3 weiter in die Oberstufe. 

Da eine Gesamtschule auch eine Oberstufe hat, scheinen SPD und CDU nun zu meinen, die Gesamtschule wäre das Ende des THG, weil Schüler, die heute wegen dem Abi zum THG gehen, künftig auf die Gesamtschule wechseln würden. Und das ist auch nicht falsch, ist aber eine sehr verkürzte Sicht. Denn der Herr Bieber von Komplan hat auch dargelegt, dass bei Orten, wo es nur eine Gesamtschule gibt, standesbewusste Eltern ihre Kinder in Orte mit Gymnasium pendeln lassen. Das heißt, das Gymnasium hat eigentlich einen festen Schülerstamm durch Eltern, die darauf wert legen, ihre Kinder ab Klasse 5 gymnasial zu schulen. Bis zur Klasse 10 kann aber das Gymnasium durchaus auf ein paar Schulkinder verzichten, wenn die Gesamtschule kommt. Anders sieht es bei der Oberstufe aus, da kann das Gymnasium nicht nur auf keine Kinder verzichten - was aufgrund der Demographie aber unvermeidlich ist - sondern da braucht es wieder mehr Kinder, um die Oberstufe attraktiver zu machen. 

SPD: Alle Schulabschlüsse für unsere Kinder? Wenn es keine Gesamtschule gibt, ist das nicht garantiert.

Und genau da hat Radevormwald eine einmalige Chance. Mit einer, verglichen mit anderen Orten kleinen Gesamtschule können weiterer Schüler an die Oberstufe herangeführt werden, die es auf dem gymnasialen Weg nicht schaffen würden. Unser kleines Gymnasium und Gesamtschule können die Oberstufe aber gemeinsam organisieren, so dass die Schüler vom Gymnasium davon profitieren, dass deren Oberstufenangebot durch die Schüler der Gesamtschule attraktiver machen würde. Die Gesamtschule ist attraktiver, als die Sekundarschule. Sie verhindert das Auspendeln von Schülern zu Gesamtschulen in Remscheid und kann im Gegenteil zum Einpendeln von Schülern aus Remscheid, Halver. Hückeswagen und Wuppertal führen.  Um Hückeswagen entgegen zu kommen wäre es sinnvoll, eine Filiale der Gesamtschule in Hückeswagen vorzusehen, sobald sich dazu der Rat in Hückeswagen entscheidet. 
Ist es ein zukunftsfähiges Schulkonzept durch eine Sekundarschule das THG mittelfristig zu gefährden?

Die Sekundarschule kann nicht die positiven Effekte bringen, die eine Gesamtschule bietet. Die Sekundarschule hat keine Oberstufe und zieht auch keine Schüler aus den Nachbarorten an. Das heißt, bei einer Sekundarschule kann Radevormwald nur auf die Schüler der eigenen Stadt zurück greifen und muss damit THG und Sekundarschule am Leben erhalten. 

Es ist eine Illusion, zu glauben, man könnte aus der Sekundarschule später eine Gesamtschule machen. Jetzt wäre die Gesamtschule noch möglich, ohne das THG aufzugeben, wenn aber in 3 Jahren schwächere Grundschuljahrgänge abgehen, kommt die für den Start einer Gesamtschule notwendige Schülerzahl nur zustande, wenn das THG geschlossen wird. Um also dem kleinen THG weiterhin eine attraktive Oberstufe zu ermöglichen, ist es jetzt und kein Jahr später zwingend nötig, dem THG eine Gesamtschule jetzt zur Seite zu stellen. Nur wer das Ende des THG in absehbarer Zeit erreichen will, muss jetzt auf die Sekundarschule statt auf die Gesamtschule setzen.

Die Ratsleute sind nur ihrem Gewissen verantwortlich. Was Christian Viebach (CDU) (Kontakt) und Dietmar Stark (SPD) (Kontakt) jetzt in der Presse verkündet haben, ist ja noch nicht im Rat entschieden. Und dass es gut sein kann, nicht immer dem Stimmverhalten des Fraktionsvorsitzenden zu folgen, haben wir in einer Ratssitzung erlebt, wo die ganze CDU gegen ihre Ziele stimmte, nur weil der Vorsitzende an der falschen Stelle die Hand hob und die ganze CDU- Fraktion nicht besseres zu tun hatte, als ihm blind und kritiklos zu folgen. 

Ich hoffe, das wiederholt sich jetzt nicht bei der Abstimmung zum Schulsystem. Jede Ratsfrau und jeder Ratsherr muss nun mit seinem Gewissen entscheiden, ob mit der Gesamtschule das THG geschützt werden soll oder ob das THG künftig ausbluten soll, weil es in Radevormwald nicht mehr genug Kinder für eine attraktive Oberstufe gibt! Das Röntgengymnasium in Lennep und die OVAG würden sich sehr freuen, wenn durch eine Sekundarschule in Radevormwald die Oberstufe des THG ihre Attraktivität verlöre und die Schüler auspendeln. 

Mitglieder des Ausschusses für Schule: 
http://session.radevormwald.de/bi/kp0040.php?__kgrnr=53&

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