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Sonntag, 6. Dezember 2015

Leitentscheidung zur Braunkohle: Mitwirkung noch bis 8.12.15

[sfv-rundmail] 05.12.2015

Rheinische Braunkohle: Das Wort nicht alleine der RWE-Fraktion überlassen!1. Rheinische Braunkohle: Das Wort nicht alleine der RWE-Fraktion überlassen!

Ende September hat die Landesregierung von NRW ihren Entwurf einer „Leitentscheidung Braunkohle“ vorgelegt und sucht dazu die Zustimmung der Bevölkerung. Der Kernsatz der Landesregierung lautet:

„Die Leitentscheidungen von 1987 und 1991 haben die Braunkohle als sicheren, heimisch verfügbaren und preiswerten Rohstoff bewertet. Diese Bewertung gilt weiterhin.“

Die Eigenschaft „Klimaschonend“ sucht man vergebens. Somit ist alles weitere kosmetische Verzierung zur Beruhigung der Bevölkerung. Doch wir lassen uns nicht mehr beruhigen. Braunkohle muss in der Erde bleiben, wollen wir uns nicht an der Erde und ihren Bewohnern schuldig machen.

Auf einer Internet-Plattform, welche die Landesregierung angelegt hat, kann die „Leitentscheidung“ kommentiert werden:
https://www.leitentscheidung-braunkohle.nrw/perspektiven/de/home

Dieser Diskussionsprozess läuft nur noch bis zum 8.12.2015.



Schaut man sich auf jener Plattform die Kommentare an, die bisher abgegeben wurden, so stellt man fest, dass ganz überwiegend Kohlebefürworter an diesem Prozess teilgenommen haben. Diese Gruppe, die auf aggressiven Facebook-Seiten und mit dem Namen „Unser Revier – Unsere Zukunft“ bestens vernetzt ist, hat das Diskussionsportal mit Aufforderungen, auch noch den letzten Krümel Braunkohle aus der rheinischen Erde zu holen, geflutet. Hannelore Kraft wird diese Kommentare gerne lesen, denn sie fühlt sich dann demokratisch mehrheitlich legitimiert.
Auch wenn es uns bis zum Überdruss ermüdet, diese Seiten zu lesen, so wäre es doch wünschenswert, dass in den verbleibenden Tagen noch möglichst viele Umweltfreunde und Klimaschützer das Portal der Landesregierung besuchen und dort in einer eigenen Stellungnahme erläutern, warum die Braunkohle unter der Erde bleiben muss. An Argumenten fehlt es uns nicht: Feinstaub- und Quecksilberbelastung, Enteignung, Klimawandel, Extremwetterereignisse, Windhose knickt 14 Höchstspannungsmasten am 07.Juli 2015 bei Eisleben, Überschwemmungen, Extremer Regenmangel in Syrien, Klimaflüchtlinge, Austrocknung ganzer Regionen - sogar Kalifornien, Hitze-Sommer 2003 hat 70.000 Europäer getötet, Meeresspiegelanstieg usw.

Es ist gut, wenn wir unsere Argumente unter Umweltfreunden verbreiten. Aber wichtiger noch ist es, wenn wir sie auf den Seiten der NRW-Landesregierung platzieren. Dort besteht noch Aufklärungsbedarf.

Die Braunkohlefreunde dürfen nicht schon wieder das letzte Wort behalten. Wir würden uns freuen, wenn Sie in diesem Sinne noch Stellung beziehen könnten. Und bitte bleiben Sie dabei strikt sachlich, auch wenn es schwer fällt. Ausdrücke wie "NRWE" oder "Hannelore Kohlekraft" würden möglicherweise zur Zurückweisung führen.

Über eine Kopie an den Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) würden wir uns freuen. Einige davon können wir vielleicht (natürlich unter der Nennung der Quelle) auch bei uns veröffentlichen?


Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.(SFV)
Frère-Roger-Str. 8-10, 52062 Aachen
http://www.sfv.de
Telefonische Beratung: Mo-Fr 8.30 - 12.30 Uhr

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