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Dienstag, 25. Januar 2011

Nach Attentaten auf Kopten: Al Azhar setzt Dialog mit dem Papst aus


 Ägypten: Al-Azhar setzt den islamisch- christlichen Dialog mit dem Vatikan aus

(Quelle: http://www.kath.net/ ) Der Forschungsrat der islamischen Universität al-Azhar hat beschlossen, den Dialog mit dem Vatikan auszusetzen. Das Mitglied des Rates der wichtigsten Lehrautorität im sunnitischen Islam Abdel Muti al-Bayoumi erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AKI-ADNKRONOS INTERNATIONAL: „Diese Entscheidung wurde als Antwort auf die von Papst Benedikt XVI. eingenommenen Positionen gegenüber dem Islam getroffen.

al-Bayoumi erinnerte an die Regensburger Vorlesung Papst Benedikts XVI.  vom 12. September 2006. Der Sprecher der  Al-Azhar Universität fügte hinzu, dass die Entscheidung auch durch die jüngste unzulässige Einmischung des Papstes in innerägyptische Angelegenheiten beeinflusst worden sei. Als Einmischung durch Benedikt XVI. wurde angesehen, dass er nach dem Anschlag von Alexandrien am 31. Dezember 2010 den Schutz der koptischen Christen gefordert hatte.

Benedikt XVI. solle, so der islamische Theologe „die Beziehungen mit dem Islam entsprechend der Linie seines Vorgängers, Papst Johannes Paul II., wieder aufzunehmen. al-Bayoumi hoffe, dass Benedikt XVI. dieselbe Position einnehmen werde, da Johannes Paul II. „sehr an unseren Tätigkeiten interessiert war und die bilaterale Kommission zwischen al-Azhar und dem Vatikan damals sehr aktiv gewesen ist“.

Mein Kommentar dazu:

 Verstehe dass, wer will! Gelehrte sollten doch anders miteinander umgehen! Was hat Papst Benedikt XVI eigentlich schlimmes getan?
In Regensburg hat er eine Frage des byzantinischen Kaisers Manuell zitiert, die er selber als "schroff" einstufte: "Zeige mir was Mohammed neues gebracht hat und da wirst du nur schlechtes und inhumanes finden, das er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, mit dem Schwert zu verbreiten." Aber damit ist das Zitat nicht zu Ende, der Kaiser nimmt diese Aussage als Einleitung, um zu fordern, dass für den wahren Glauben keine Gewalt angewendet werden soll. Zumindest hat der Kaiser damals seine Frage überlebt. Was Gewalt angeht, haben sowohl Christen als auch Muslime in der Geschichte keine reine Weste behalten. Aber es bleibt die Frage,sieht man das als Fehler ein? Die Stellungnahme des Papstes bezeugt klar den Friedenswillen.
Warum reagieren die gelehrten Muslime an der Al Azhar so gereizt. Der Papst sagt doch dass diese Frage schroff ist. Warum konnten die Muslime nicht mit einer Auflistung aller Dinge kontern, was Mohammed Gutes gebracht hat. Und wie steht es zur Forderung nach der Ablehnung der Gewalt, die schon Kaiser Manuel an den Islam und letztlich alle Menschen hatte?
Und was ist schlimm daran, wenn der Papst einen besseren Schutz der Christen fordert. Christen aus Ägypten berichten von Schwierigkeiten beim Kirchbau (der grundsätzlich aber möglich ist), vom faktischen Ausschluss in der Karriere in der öffentlichen Verwaltung, von der Verfolgung, auch durch staatliche Stellen, von Menschen, die vom Islam zum Christentum konvertieren wollen. Sie dürfen nicht die staatlich finanzierte Al Azhar- Universität besuchen und erleben immer wieder, das Prediger an den Moscheen  Hasspredigten verkünden. In der offiziellen Statistik wird die Zahl der Kopten zu niedrig angegeben, um deren legale Beteiligungsansprüche besser zurückweisen zu können. Und das alles, obwohl gerade die Kopten die Ureinwohner Ägyptens sind.
Kommt es bei uns zu einem Anschlag auf Muslime und deren Einrichtungen, kommt es auch von deren Seite zu ähnlichen Bitten oder Forderungen nach Schutz. Was wäre los, würde deshalb die Bischofskonferenz oder die EKD den Dialog einfrieren, weil sich Muslime anderer Länder in  die inneren Angelegenheiten Deutschlands einmischten?
Gerade nach einem Anschlag kann doch wohl die Bitte, die Kopten mögen besser geschützt werden, nicht mit dem Abbruch des Dialoges beantwortet werden. Wenn schon an den Orten höherer islamischer Bildung so reagiert wird, wie soll es dann bei den mäßig gebildeten Predigern aussehen? Wünschenswert wäre hiergegen ein breiter Protest aller Muslime. Wenn Islam Frieden und Toleranz bedeutet, dann ist dieses Verhalten der Theologen an der Al Azhar eine Beleidigung dieses friedlichen Islam. Wo bleibt da der Aufschrei der Gläubigen gegen diese Karikatur ihres Glaubens? Sollte es den Aufschrei doch geben und ich zu blind sein, den zu bemerken, kann der gerne als Kommentar angehangen werden. Mir ist er beim Besuch einiger islamischer Seiten und bei einer kurzen Googlesuche nicht aufgefallen.
Ich lade aber alle ein, gegen dieses Verhalten der Al Azhar Uni freundliche, aber in der Sache klare Protestbriefe zu schreiben. Adressen dafür finden sich weiter unten. Von dort können die Briefe weiter geleitet werden. Da der ägyptische Staat ebenfalls viel für die Christen tun kann und eventuell Druck auf die Al Azhar ausgeübt hat, ist er auch der richtige Ansprechpartner.

Hintergrundinfos:
Hördatei mit Regensburger Vorlesung: http://www.kathtube.com/player.php?id=1175
Zitat aus Regensburg: http://de.wikipedia.org/wiki/Papstzitat_von_Regensburg
Berichte über die Kopten http://www.kath.net/suche.php?id=&&suche=kopten&&page=1
oder http://neu.gloria.tv/?search=kopten&type=user,video,photo,audio,text&sort=date

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