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Samstag, 22. Januar 2011

ÖDP- Sprecher Staratschek: Wie gefährlich war die Müngstener Brücke?

ÖDP- Sprecher Staratschek: Wie gefährlich war die Müngstener Brücke?
Entsetzt nimmt der verkehrspolitische Sprecher der bergischen Öko- Demokraten Felix Staratschek (Radevormwald) die Schließung der Müngstener Brücke für den gesamten Zugverkehr zur Kenntnis. Warum wurde so übereilt gehandelt, fragt sich der Politiker der Ökologisch Demokratischen Partei (ÖDP).
Das könne nur zwei Ursachen haben. Die harmlosere sei, so Staratschek, dass die Bahn AG einfach nicht an ihre Kunden denke, die durch die längere Fahrzeit zu spät zur Arbeit kämen oder einen wichtigen Zuganschluss nicht erreichen würden. Die Müngstener Brücke sei für Remscheid und Teile des Oberbergischen und Rheinisch Bergischen Kreises (Radevormwald, Hückeswagen, Wermelskirchen, z.T. Wipperfürth) die wichtigste Anbindung an die Rheinschiene, so Staratschek, da sei eine gute Öffentlichkeitsarbeit vor jeder Maßnahme Pflicht!
Schlimmer sei aber die andere Möglichkeit, dass der Zustand der Brücke so schlecht ist, dass dieser nicht mal mehr den Zugverkehr mit nur 10 Stundenkilometer erlaube, stellt Staratschek fest. Aber dann hatte die Bahn ihre Pflichten vernachlässigt, für einen sicheren Bahnverkehr zu sorgen. Dann wäre jede Zugfahrt über die Brücke eine grob fahrlässige Gefährdung von Menschenleben gewesen und die Bahn müsse sich fragen lassen, wie gefährlich die Fahrt über die Brücke gewesen sei?
Aber zu so einen Zustand dürfe es nicht kommen, so Staratschek. Der ÖDP- Politiker, der selber examinierter Altenpfleger ist, fordert schon seit Jahren analog zur Praxis in der Pflege eine öffentliche Pflegeplanung für jede Bahnstrecke. Da der Zugverkehr von Steuergeldern finanziert werde, sei hier die volle Transparenz zu schaffen. Die Bahn müsse nachprüfbar zeigen, dass diese alles tue, um einen sicheren Schienenverkehr anzubieten. Staratschek sieht es als sehr bedrohlich an, das der Spardruck, Börsenpläne und Geldverschwendung für Prestigeprojekte der Bahn dazu führten, dass bei der Sicherheit gespart werde. Schon das Unglück von Eschede hätte verhindert werden können, so Staratschek, hätte die Bahn die vorhandene Kontrolltechnik genutzt, die Berliner S- Bahn sei durch zu lange Wartungszyklen und überzogene Sparmaßnahmen in ein Betriebschaos geführt worden, Langsamfahrstellen und herunter gekommene Bahnhöfe sprächen Bände. Und nun sei über Nacht die berühmteste Eisenbahnbrücke des Bergischen Landes gesperrt worden.
Die ÖDP, so Staratschek, fordere seit langen eine Schiene- Vorrang- Politik! Er habe schon vor Jahren gewarnt, das Remscheid vom Schienenverkehr abgehangen werden könnte, wenn die Brücke und der Rauenthaler Tunnel gesperrt werden müssten. Seit mehreren Jahren sei bereits eine der beiden Tunnelröhren gesperrt und der Gleisanschluss für Remscheid laufe akut nur noch über ein Gleis. Früher seien es mal 9 gewesen (3 mal Rauentaler Tunnel, Krebsöger Blitz. Wupper- Agger- Bahn, 2 mal Balkanstrecke und 2 mal von Solingen). 
Vor diesem Hintergrund sollten die Politiker noch mal überdenken, ob es sinnvoll sei, auf der Balkanstrecke Remscheid- Wermelskirchen- Köln einen Radweg anzulegen. Hier sei eine Stadtbahn notwendig, die auf dem Friedrich Ebert Platz in Remscheid beginne und bis Köln durchfahre.  Die Cargotram in Dresden zeige, dass eine Straßenbahn sogar für den Gütertransport geeignet sei. Dort werde ein VW- Werk über die Straßenbahn versorgt.
Für Staratschek ist der Zustand der Müngstener Brücke ein Warnschuss! Denn wenn an dieser Brücke so verfahren wurde, wie sehe es dann an vielen anderen Stellen im Streckennetz der Bahn aus? Wir bräuchten im gesamten Verkehrssektor eine  Wende, so Staratschek. Bei abnehmender Bevölkerung sei  nicht mehr entscheidend, wieviele Kilometer Bahn oder Straße neu gebaut würden, sondern viel Kilometer jedes Jahr instand gehalten würden. Dabei sei aber ein Kapazitätsausbau der Bahn wichtig, da aus Gründen des Umwelt- und Ressourcenschutzes auch bei abnehmender Gesamtverkehrsleistung durch Verlagerung von Verkehr auf die Schiene dort das Verkehrsaufkommen zunehmen müsse. Dafür seien aber weniger die teuren Neubaustrecken nötig, sondern mehr Brückenbauwerke bei Streckeneinfädelungen, die Reaktivierung stillgelegter Bahntrassen, mehr Ausweichstellen für Zugüberholungen und die Wiederherstellung der Zweigleisigkeit vieler in den letzten Jahren zurückgebauter Strecken.

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Eine bessere Güterbahn ist machbar:

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