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Sonntag, 13. Februar 2011

Wann fordern die "kirchenkritischen" CDU-Politiker einer Reform der CDU- Politik?

Es würde mich mal interessieren, was die CDU- Politiker, die eine Debatte um die Kirchenreform losgetreten haben tun, damit die Politik der CDU wieder christlich wird?

Wo sind deren Initiativen für den Schutz des ungeborenen Lebens? Das muss nicht eine Gesetzesänderung des § 218 sein! Auch unterhalb davon sind viele kleine Schritte möglich und diese müssen die Christen immer wieder einfordern! 

Ich denke da als Ziele an 

ein Erziehungsgehalt, 

an das Familienwahlrecht 

oder als zu Negatives an Anzeigenserien für beliebigen Sex der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA), die die CDU sofort stoppen könnte. 

An den Demos 1000 Kreuze für das Leben können auch diese CDU- Politiker teilnehmen und auch Donum Vitae könnte dazu aufrufen, wenn es wirklich darum geht, Abtreibung zu vermeiden. (Im September 2009 war z.B. in einer Anzeige der BzgA der Urlaub perfekt, wenn man für Sex mit Unbekannten im Urlaub Kondome nimmt. Ich musste entsetzt feststellen, dass ich noch nie einen perfekten Urlaub hatte!)

Wie steht es um eine Wirtschaftsordnung, die den Prinzipien der katholischen Soziallehre entspricht?

Wie stehen die CDU- Politiker zu der Aussage von Papst Benedikt, das Umweltschutz die Pflicht eines jeden Menschen ist? Haben hier Politiker nicht viel mehr Handlungsmöglichkeiten, als der einzelne Bürger? Wo ist zu dieser Aussage das Vorwärtsdrängen dieser CDU- Politiker zu sehen?

Wie stehen die CDU- Politiker zur Korruptionsbekämpfung? Warum sind noch Spenden von Firmen und Verbänden an Parteien erlaubt und warum dürfen Politiker in Aufsichtsräten sitzen? Da die Politik den Rahmen festlegen soll für wirtschaftliches Handeln, kann die heute bestehende Verfilzung zwischen Politik und Wirtschaft hier nur den Bürgern schaden! Die soziale Marktwirtschaft kann nur funktionieren, wenn es eine strenge Trennung von Politik und Wirtschaft gibt.

Es kommt viel Gutes aus der Kirche, was leider von vielen Kirchenreformern nicht aufgegriffen wird. Viele Aussagen der Päpste, von Heiligen und der Bibel sind zitierbar, wenn man eine bessere Politik fordert. Die Reformwilligen in der Kirche könnten viel Sympathie gewinnen, würden die überall auch diese guten Aussagen aus der Kirche hinweisen und diese weiter tragen. Aber können das CDU- Politiker aushalten?

Die Kirche hat hier die CDU viel zu lange geschont und sollte hier mal öffentlich die CDU zum klaren Bekenntnis oder zum Ablegen des C auffordern! Hier wäre mal ein offener Brief der Bischofskonferenz an die CDU wünschenswert! Auch das Zentralkomitee der Katholiken ist von zu vielen Parteifunktionären beeinflusst und scheint hier nicht in der Lage, Korrekturen einzufordern.

Ich könnte auch damit leben, das Priester verheiratet sind oder keine Akademiker sein müssen, wenn diese sich im Leben bewähren. Schließlich hat die Kirche so angefangen. Aber das ist doch nicht unser Hauptproblem! Viel drängender ist es, endlich die Politik zu beenden, die auf Mord und Todschlag hinausläuft, sei es durch Abtreibung (das Verfassungsgericht hat zwar erlaubt, auf das Strafrecht zu verzichten, hat aber gefordert - was meist vergessen wird - dass alle anderen Chancen genutzt werden, das ungeborene Leben besser zu schützen), sei es durch die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen oder die Vorbereitung sozialer Krisen mit Not, Hunger und Elend. Und da sollen die CDU Politiker sich mal um die Bretterwand im eigenen Auge kümmern, bevor diese sich zu Augenchirugen für den Splitter erklären, den diese meinen im Auge der katholischen Kirche wahrzunehmen.

Die z.T. mit Rom unierten Ostkirchen kennen sowohl Zölibat wie verheiratete Priester und haben das immer mit ihren vorkonziliaren Ritus verbunden.

Aber angesichts der vielen zölibatär lebenden Menschen - auch Singles genannt - dürfte der Zölibat nicht das Hauptproblem sein. Und die Hingabe für eine Gemeinde kann diesen sehr wohl sinnvoll erscheinen lassen, man siehe nur, wie die Scheidungsraten bei den Evangelen aussehen. Jüngst habe ich gehört, das auch bei den Protestanten ein Mangel an Pfarrern droht. Und mal ganz nebenbei: Personell ist unsere Gemeinde nicht unterversorgt: 1970 wirkten 3 Priester in Radevormwald, 2010, bei einer kleineren aktiven Gemeinde und weniger Kindern wirken ein Priester, ein Diakon und ein Gemeindereferent. Und es gibt mit den Lektorinnen und Lektoren einen aktiven Kreis von Laien, die auch Andachten in den Altenheimen feiern.

Aber ich finde es jedoch fatal, wenn in machen Bistümern Gemeinden, die aus sich heraus noch funktionieren zu Seelsorgebereichen zusammengefasst werden. Zumindest bei allen weltlichen Angelegenheiten der Kirchen, wie Kirchbauten, Gemeindehäusern, Gemeindegrenzen sollten die Gläubigen volle Autonomie bekommen. Das entspräche auch der Subsidiarität der katholischen Soziallehre.

Ich vermisse von vielen Kirchenreformern eine gelebte Frömmigkeit! Warum gibt es in theologischen Fachbereichen eigentlich kein Stundengebet, warum keine regelmäßigen Wallfahrten nach Fatima, Kevelar, Taize oder Chartres, warum kein Angelusgebet zum Beginn und Ende von Veranstaltungen sowie zur Mittagsstunde? Ich kenne da ein sehr schönes gesungenes Angelusgebet der Benediktinerinnen vom Montmartre/ Sacre Coeur in Paris. In meiner Paderborner Zeit habe ich diese Frömmigkeit nicht erlebt! Aber als der Papst 1997 nach Paderborn kam, wurde zu dessen Gottesdienst ein Parallelprogramm an einem anderen Ort organisiert! Und Dr Eicher von den Uni- Theologen hat Bischof Gaillot auf eine Art übersetzt, die nicht seiner Intention entsprach, was mir mehrere Kundige der franzischen Sprache bestätigten. Dr. Eicher meinte halt, Bischof Gaillot so weit, wie es eine Übersetzung ermöglicht, in seinen Aussagen verschärfen zu müssen.

Was die Kirche braucht ist die gelebte Frömmigkeit in Verbindung mit der praktizierten Tat.

Ich will in diesem Blog nicht die Diskussion zur Kirchenreform zum Hauptthema machen. Denn das entscheidende ist nicht, ob wir für oder gegen das Zölibat sind, sondern ob wir uns als Christen den Kräften entgegenstellen, die Tod, Krankheit, Leid, Armut und Not in die Welt tragen, tolerieren oder nicht nach den ihnen gegebenen Möglichkeiten bekämpfen. Ich schaffe es auch zeitlich gar nicht, alle Stellungnahmen pro und contra Zölibat zu lesen. Mir ist es egal, ob ein Drewermannianer, ein Piusbruder oder ein Kreationist aktiv ist, wenn er nur die Menschenwürde und die Unantastbarkeit des Rechtes auf Leben anerkennt. Die CDU- Politiker, die jetzt in einer öffentlichen Aktion die Reformdebatte für die Kirche losgetreten haben, sollten den Mut haben, jetzt gleiches bei der CDU zu tun.

Übrigens, niemand muss aus der Kirche austreten, weil Reformen nicht umgesetzt sind. Denn mit den Altkatholiken gibt es eine Kirche, wo m.W. die Forderungen der Kirchenreformer bereits umgesetzt sind. Die müssten doch jetzt eigentlich eine Hochkonjunktur haben. Wenn aber die meisten Austritte aus der römisch katholischen Kirche statt in diese Kirche eher ins religiöse Nirwana führen, frage ich mich schon, ob die Begründungen der meisten Kirchenaustritte nicht nur vorgeschobene Argumente sind, um den Austritt in ein besseres Licht zu stellen.

Was mich an der Kirche mehr stört, als das, was die Reformer meist kritisieren, ist das Wischi Waschi vieler Sonntagsreden und die von der Angst vor den Taten der anderen politischen Kräfte beschwichtigenden Predigern, die die CDU schonen, obwohl diese alles andere als christlich ist. Da haben manche Bischöfe im 3. Reich mehr gewagt, als heute die Bischöfe in der Freiheit. Wenn die Bischöfe und Priester diese Freiheit nutzen würden, und den Politikern so entgegen träten, wie Nathan König David oder Johannes der Täufer Herodes, dann würde das der Glaubwürdigkeit der Kirche mehr dienen, als alle Reformen.
Eins muss ich noch zum Schluss sagen: Oft entpuppen sich Aussagen, die die Kirche kritisieren als Luftblasen. Aber diese Luftblasen sind immer auffälliger, als die späteren Richtigstellungen und beeinflussen die Wahrnehmung oft stärker, als die Realität. Auch deshalb, weil ich es nicht schaffe, hier Spreu vom Weizen zu trennen, soll diese Debatte nicht mein Schwerpunkt sein.
Einige Beispiele kommen in diesem Video vor. 

Nachrichten aus der Kirche: Domradio

1 Kommentar:

  1. Dem kann ich nur beipflichten. Die Kirche verliert zusehends ihr Profil und die Suche nach individuellen und aussagestarken Gottesdiensten verkommt zu jener nach der Nadel im Heuhaufen. Insbesondere das Thema Umweltschutz wird innerhalb der Kirchengemeinden weiterhin viel zu wenig ernst genommen - Papst Benedikt haben wir hier für seine Aussagen zu danken, auf diese aber auch innerhalb der Gemeinden immer wieder hinzuweisen. Vielleicht hört man ja auch ihn, wenn schon nicht auf uns.

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