Herzlich willkommen!

Herzlich Willkommen im Viertürmeblog! Gerne können Sie die vorhandenen Themen kommentieren oder ergänzende Infos dazu beitragen.
( o-e-k-o-.-f-j-s-...-g-o-o-g-l-e-m-a-i-l-.-c-o-m Bindestriche entfernen, Kringel-a ergänzen) Ich hoffe mit einer Mischung aus regionalen und überregionalen Themen Ihnen etwas Interessantes bieten zu können und wichtige Informationen zu verbreiten. Wenn Ihnen Beiträge gefallen, würde es mich freuen, wenn Sie Bekannte darauf aufmerksam machen oder diese über soziale Netzwerke weiter verbreiten. Falls Sie eine Suchmaschine zu einem der Artikel des Blogs geführt hat, kommen Sie hier zur Startseite: http://viertuerme.blogspot.com/ . Unten auf der Seitenleiste können Sie unter "Label" leicht nach Beiträgen zu bestimmten Themen suchen.
Artikel von mir oder den Reusings sind unter Copyleft und dürfen inhaltlich unverändert auf andere Seiten übernommen werden. Mit besten Grüßen, Felix Staratschek

Donnerstag, 19. September 2013

Die neun Merkmale des Narzismuss - Was trifft auf den ÖDP- Chef Frankenberger zu?

Eine Übersicht aller Beiträge zum Thema "Sebastian Frankenberger, ESM, "Mehr Demokratie" und Grundgesetz" siehe hier: http://viertuerme.blogspot.de/2014/02/bibliographie-der-debatte-um-die.html 


Dieser Text ist ein historisches Dokument. Im November 2014 wurde Sebastian Frankenberger im ersten Wahlgang als ÖDP-Bundesvorsitzender abgewählt. Im September 2016 distanzierte sich der ÖDP Bundesvorstand von der Aktion, in die Sebastian Frankenberger die ÖDP von oben her ohne Basisbeschluss und wahrheitsgemäße Information über die Inhalte  geführt hatte. http://viertuerme.blogspot.de/2016/09/odp-geht-endlich-auf-distanz-zu-einer.html . Die Texte bleiben als historisches Dokument und als Warnung erhalten, wie leicht sich Strukturen von Parteien von einer Person mit Charisma übernehmen lassen und es schaffen können gutgesinnte Mitglieder von ihren Zielen abzulenken. Der Einsatz für die Programmtreue der Partei kann für die wachen Mitglieder schmerzhafte Folgen haben. Aber wenn man ausdauernd alle Schläge der scheinbar Mächtigen erträgt und über Texte und Proteste vor Veranstaltungen die Gefahr thematisiert, kann diese Ausdauer trotzdem zum Erfolg führen. Sebastian Frankenberger hat es geschafft, mich aus der ÖDP werfen zu lassen, seine Hoffnung, dass ich dadurch aufgebe, hat sich nicht erfüllt und so musste er am Ende den Vorsitz abgeben und wurde nicht EU- Parlamentarier und hat dann die ÖDP verlassen. Unabhängig von meiner politischen Diskrepanz zu ihm kann ich ihn als Fremdenführer in Linz und Passau nur empfehlen, denn da versteht er sein Handwerk und Mundwerk. 



Hat man 5 Merkmale von 9 Merkmalen des Narzismuss, dann wird man als Narzist identifiziert. Erfüllt Sebastian Frankenberger diese Kriterien? Einige der Angaben, die ich hier mache passen eigentlich unter mehrere der Kriterien. Die folgenden 9 fettgedruckten Aussagen habe ich in einem Video gefunden:

1. Der Mensch behauptet, er wäre groß und gibt großen Wert auf sich selbst.

Sebastian Frankenberger in seinem Buch: "Es gibt die, die mich absolut genial empfinden und die, die mich rundweg ablehnen."




2. Der Mensch ist Besessen von der Illusion seiner unbegrenzten Erfolge.

Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Der ÖDP- Vorsitzende hat ein unerhört geschwätziges Buch abgeliefert, dessen Wert allein darin liegt, dass er zahlreiche Medienberichte über Sebastian Frankenberger tatsächlich Lügen straft. So selbstgefällig, spätpupertär, wie er sich unfreiwillig selbst darstellt, hat ihn noch kein Journalist portraitiert."

3. Der Mensch hat die Überzeugung, dass er ein außergewöhnlicher Mensch ist.

Frankenberger in seinem Buch: „Wir, die wir an der Spitze stehen und versuchen, etwas zum Besseren zu verändern, wir stehen in der Kritik und dürfen uns trotzdem nicht von unserem Weg abbringen lassen. Wir müssen zwar überlegen und begründen, warum wir etwas tun, aber es wird immer etwas geben, was wir falsch machen. Immer. Ich meine, man sollte sich stets überprüfen, reflektieren, aber nicht komplett aus dem Konzept bringen lassen.“

Zwar darf man sich für einen außergewöhnlichen Menschen halten, solange man sich nicht für was besseres, als die anderen hält. Aber Frankenberger hält sich schon für einen derer, der an der Spitze steht. Und da er das Gute will, darf ihn niemand von seinem Weg abbringen. Passt so eine Aussage in das Buch "Volk entscheide"? Immerhin spricht er in diesem Text, dass man sein Tun begründen muss, aber nicht mal dieses Kriterium erfüllt Frankenbürger, während er unberührt von jeder Kritik seinen Weg gegen das Grundgesetz fortsetzt.

4. Der Mensch erwartet eine übertriebene Bewunderung an seiner Person und Furcht vor ihr oder er verlangt Liebe und gutes Zeugnis.

Auf begründet vorgetragene Kritik reagiert Frankenberger nicht. Beim Bundesparteitag in Erding im November 2012 hat er alle Kritik, die ich vorgetragen habe so behandelt, als hätte ich nichts gesagt, er hat auf alles mögliche geantwortet, aber nicht auf die Inhalte. Schon der Tätigkeitsbericht zum Bundesparteitag entsprach zu großen Teilen einem Schreiben, dessen Inhalte ich bereits widerlegt hatte. Dazu gab es bisher keine inhaltliche Erwiderung und der kritisierte Inhalt wurde unverändert ein weiteres Mal veröffentlicht. Statt dessen bekomme ich ein Parteiausschlussverfahren beantragt, weil ich nicht zu seinen Bewunderern gehöre und es offen wage, Kritik auszusprechen.

5. Er fühlt sich würdig einer Sonderbehandlung . Er erwartet eine unlogische, begünstigte Sonderbehandlung und fordert die absolute Gehorsamkeit, ohne dabei einen einzigen Nachweis seiner Ermächtigung vorlegen zu müssen.

Hierzu meine Antwort auf den Antrag auf Parteiauschluss, die zeigt, dass da nichts mit Nachweisen belegt ist. Die Partei soll ihm gehorchen, obwohl in einer demokratischen Partei der Bundesvorsitzende der Partei gehorchen muss, indem er sich strickt in seinem Handeln als Amtsträger an Satzung und Grundsatzprogramm der ÖDP hält. Frankenberger hat bis heute keinen einzigen Nachweis erbracht, wie die Unterstützung der Verfassungsbeschwerde von Mehr Demokratie mit den Beschlüssen der ÖDP vereinbar ist. Wir sollen ihm nur blind folgen.


6. Er ist ein ausbeuterischer Mensch, der die anderen für seine Zwecke ausnutzt.

Er führt die ÖDP in Aktionen, für die es keine Beschlusslage gibt, die mit Satzung und Programm unvereinbar sind und lässt so die Partei für seine persönlichen Ziele arbeiten. Er bekommt von der ÖDP ein Gehalt und zusätzlich einen 90- tägigen Fahrradurlaub mit Wohnmobilbegleitung finanziert (was in Ordnung wäre, würde er die ÖDP- Positionen vertreten und bekannt machen). 10.000 Euro hat die ÖDP dafür gezahlt, um den m.E. größten Betrug zu unterstützen, der je mit einer Verfassungsbeschwerde durchgeführt wurde. Kann man damit glaubwürdig für ehrliche Politik eintreten? Aber Frankenberger steht ja schließlich an der Spitze und wir dürfen ihn nicht aus dem Konzept bringen.  

7. Er ist frei von jeglichen Mitleid, er kann und will nicht die Bedürfnisse anderer Menschen sehen oder anerkennen.

Er wandte sich gegen europapolitische Anträge der Reusings, obwohl die voll auf der Linie der ÖDP liegen. Er hat nicht erkannt, wie wichtig es diesen sehr aktiven Mitgliedern war, ein Zeichen zu bekommen, dass die  ÖDP hinter diesen Themen steht.

Als sein Amtsvorgänger und Kläger gegen den Lissabonvertrag Dr. Klaus Buchner eine eigene Verfassungsklage für die ÖDP zum ESM formulieren wollte, hat er das ignoriert, statt sich zu freuen, dass es in der ÖDP Personen gibt, die zu so was in der Lage sind. Buchner wollte nur die Erlaubnis des Bundesvorstandes, für die ÖDP zu klagen und etwas Unterstützung aus der ÖDP- Bürokratie. Aber statt sich zu freuen, dass so eine Initiative aus der ÖDP kommt, wurde dies unter den Tisch gekehrt und einzig die fragwürdige Klage von dem Verein unterstützt, wo Frankenberger selber ein hoher Funktionär ist.

Vielleicht werden mir jetzt Leute vorwerfen, ich hätte kein Mitleid. Aber auch wenn mir der Frankenberger Leid tut, muss ich doch mehr Mitleid haben mit den Menschen, die einst die politischen Folgen des Verhaltens von Frankenberger ausbaden müssen. Der Beitrag, den unter Frankenberger die ÖDP an der Desinformation der Öffentlichkeit leistet (Unterstützung einer Betrugsaktion, verschweigen der eigenen Petition, Nichtanerkennung der Leistung anderer ÖDP- Mitglieder (Buchner, Reusing).....) macht die Partei mitschuldig, wenn das die Umsetzung fataler Beschlüsse erleichtert! Wollen alle ÖDP- Mitglieder diese Schuld auf ihre Schultern laden?

8. Der Mensch ist neidisch auf die anderen, wobei er denkt, die anderen wären neidisch auf ihn.

Zumindest könnte es auch an dem Neid liegen, dass er Themen, die nicht von ihm kommen, auf kleinster Flamme kocht und der Öffentlichkeit damit vorenthält. Als Bundesvorsitzender der ÖDP trägt er die Hauptverantwortung dafür, dass die Petition von Dr. Buchner keine weiten Kreise zieht, obwohl ein Bundesparteitag dahinter steht. Wie beim dem Wunsch, eine Verfassungsklage für die ÖDP stellen zu dürfen, fällt Frankenberger seinem Amtsvorgänger in den Rücken. 

9. Er ist arrogant und besitzt hochmütiges Verhalten.

Das zeigt er schon damit, wie er auf den  folgenden Satz aus einem Text von Mehr Demokratie reagiert, den ich ihm oft zugemailt habe, den ich ihm in Erding vorgelesen habe und der in Fragen bei Abgeordnetenwatch von einem Frager zitiert wurde:
"Wir fordern eine Volksabstimmung in Zusammenhang mit ESM und Fiskalpakt, nicht über die Verträge, die politischen Folgen sind so weitrechend, dass es einer Volksabstimmung über eine neu gefasste Verfassung bedarf."
Bei Abgeordnetenwatch behauptet Frankenberger arrogant ohne auch nur den Hauch einer Begründung zu liefern, dass es genau umgekehrt sei.

Nachtrag:

Zu meiner eigenen Schande muss ich gestehen, dass ich auf Sebastian Frankenberger auch hereingefallen bin, bis ich sein Wesen im April 2012 beim Bundesparteitag in Hann Münden erkannt habe. Ich habe, wie so viele andere, meine eigenen Wünsche in die Aussagen von Frankenberger übertragen und dann dort wieder erkannt, so dass ich dieses Buch für Lesenswert hielt. Aber leider hat sich Frankenberger nicht so verhalten, wie ich es nach dem Lesen seines Buches erhofft hatte. Und einiges hätte ich bemerken können, wenn ich unvoreingenommen dieses Buch gelesen hätte. Aber hier war ich eben parteiisch und habe mich von meinen eigenen Wünschen blenden lassen. 

Und weil diese Gefahr immer besteht und Selbsterkenntnis oft die schwerste Erkenntnis ist, deshalb kann hier jeder im Blog das kommentieren, was ich schreibe, damit bessere Argumente eine Chance haben, mich aus meinen (Wunsch-)Träumen zu reißen.  

Fazit: Hier sieht man klar, dass auch ich Fehler machen kann. Aber ich bemühe mich wach zu sein und habe es hier einmal geschafft, aus meinen Fehlern zu lernen. Ob das viel zu selten passiert, müssen andere beurteilen.
Und für den Fall, dass dieses Bemühen, inhaltlich wach zu bleiben von mir an anderer Stelle nicht ausreicht oder ich hier falsch liege, hat jeder die Chance, sich hier im Blog oder bei Facebook zu Wort zu melden und so lange an meinen Aussagen zu rütteln, bis ich es einsehe oder ich doch das bessere Argument gefunden habe, dass mein Gegenüber überzeugt.

Ich gehöre nicht zu denen, die an der Spitze stehen. Für mich stehen Menschen an der Spitze, die ganz praktische Arbeit am Nächsten leisten, wie die vielen Eltern, die sich um ihre Kinder kümmern, wie Personen, die jede Woche ehrenamtlich für die Tafel kochen oder den Bürgerbus fahren oder Personen wie Rosi Gollmann, die über einer Millionen Menschen das Augenlicht wieder gegeben hat. Das sind für mich die Menschen, die an der Spitze stehen und nicht die Obamas, Merkels, Steinbrücks und Frankenbergers. Zu diesem "Wir" will ich nicht dazu gehören. Und auch wenn ich ein außergewöhnlicher Mensch bin, weil ich einer von den 6000 ÖDP- Mitglieder bin (einer kleinen Minderheit unter den Bundesbürgern) und dort auch noch zur aktiven Minderheit gehöre, weil ich alleine für den Bundestag antrete, weil ich Themen besetze, die sonst kaum in den Wahlkampf getragen werden. Die Leistung, die viele gewöhnliche Menschen gewöhnlich erbringen stellt oft dieses außergewöhnliche Tun in den Schatten. Ich bekenne mich dazu, außergewöhnlich zu sein. Aber diese Eigenschaft erhebt mich nicht über andere und stellt mich nicht an die Spitze von irgendetwas. Und ich will kein Lob, sondern ehrliche Ansichten und gebe hier auch jedem auch die Chance, mich zu tadeln. Ich vertrete meine Überzeugungen und hoffe, dass davon so vieles (alles gibt es bei keinem Menschen!) so überzeugend wirkt, dass dies auch zu Wählerstimmen führt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen