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Samstag, 19. März 2011

Wie sollen Christen sich bei Wahlen verhalten?

Sent: Saturday, September 05, 2009 7:44 AM

Subject: Wie sollen sich Christen bei Wahlen verhalten
Leserbrief an die http://www.die-tagespost.de/
Ich verfolge interessiert die Diskussion in der Tagespost, wie Christen wählen sollten. Zum Teil ist das eine Gespensterdiskussion. Denn der Leserkreis der Tagespost, so schade das bei der guten Zeitung ist, ist viel zu klein, um die Wahlen wesentlich zu beeinflussen. Auch denke ich, dass die Zahl der Christen, die sich solche Gedanken macht, sehr gering ist. Wieviel Prozent der Christen gehen regelmäßig zum Gottesdienst? Wie vielfältig sind die Auffassungen der Gottesdienstbesucher? Nur eine qualifizierte Minderheit davon macht sich die Gedanken, welche Parteien Christen wählen können.


Damit ich nicht falsch verstanden werde, auch ich wünsche mir eine Partei, die christliche Standpunkte vertritt. Aber diese alleine sind nicht wahlentscheidend. 

Vielmehr ist die Folge der gelebten christlichen Einstellung eine ehrliche, bürgernahe unverfilzte Politik, die dann auch viele Wähler anspricht, die sich nicht direkt um christliche Positionen kümmern. 

Ein christliches Fundament ist gut, Wählerstimmen sind damit alleine aber nicht zu gewinnen. Man denke nur an die guten Umfragewerte von Frau Merkel in den vergangenen Monaten des Jahres 2009. Auch ihre Papstschelte hatte darauf keinen Einfluss.

Was bewirken den die kleinen sonstigen Parteien (unabhängig davon, ob ich denen in allem zustimme!)? 

Das Zentrum hat kommunalpolitisch erfolgreiche familienfreundliche Wohnungsbauprojekte angeregt. 

Die Christliche Mitte hat mit einer andauernden Aktion zur Restaurierung oder Neuaufstellung von Wegkreuzen gesorgt und die CM Infoschriften haben viele Frauen davon abgehalten, ein Kind abtreiben zu lassen (jede Rettung von Menschenleben sehe ich als so wertvoll an, dass dies andere Fehler überdeckt!). 

Die Ökologisch Demokratische Partei (ÖDP) war mit 3 Klagen gegen den Vertrag von Lissabon in Karlsruhe vertreten und bereitet bereits Klagen zum Zustimmungsgesetz vor (die leider abgewiesen wurden). Sie hat in Bayern Volksbegehren für den Embryonenschutz angestrebt, die leider auch wegen mangelnder Unterstützung aus der Kirche nicht so erfolgreich waren, wie gewünscht. 

Über Internetpresseseiten (z.B. http://news.google.de/  kann sich jeder über aktuelle Mitteilungen der sonstigen Gruppen informieren. Die ÖDP ist zu vielen Aktivitäten nur in der Lage, weil diese bei der Europawahl, wenn auch sehr knapp, die 0,5% geschafft hat. Würden das alle christlich geprägten kleineren Parteien durch mehr Wähler schaffen, könnten die wesentlich aktiver Einfluss auf unsere Gesellschaft nehmen.

Insgesamt erlebe ich die kirchliche Basis als politisch sehr passiv. Es ist schon fasst ein Wunder, dass die ÖDP so christlich geprägt ist. Was wäre erst möglich, würden sich hier mehr überzeugte Christen zur Mitarbeit entscheiden? Zur Bundestagwahl 2009 tritt die ÖDP von den christlich geprägten Gruppen in den meisten Bundesländern an. Mag sein, dass auch die ÖDP nicht perfekt ist, wie so vieles auf der Welt. Aber was ist auf der Welt schon fehlerfrei?

Ich wehre mich entschieden gegen die Aussage, die Wähler christlichen kleineren Parteien hätten den Wahlsieg Stoibers verhindert. Wenn jemand Herrn Stoiber verhindert hat, dann war er das selber mit seiner Politik und seinen Wahlkampf. Können die Wähler der kleineren Parteien nicht auch aus dem Lager der Nichtwähler oder der SPD- Wähler gekommen sein oder als Stammwähler ihrer kleineren Partei gar nicht für Stoiber erreichbar gewesen sein?

Eines aber können alle Christen machen, egal, wo diese ihr Wahlkreuz machen: Bei http://www.abgeordnetenwatch.de/  kann jeder Direktkandidaten für den Bundestag (und alle Landtagswahlen) befragen und so festestellen, wer noch christliche Positionen vertritt und bei http://www.presse-kostenlos.de/ , http://www.fair-news.de/ , http://www.dailynet.de/ oder http://www.presseecho.de/  kann jeder sein eigener Journalist werden und die christlichen Themen ansprechen, die in vielen Medien zu kurz kommen. Natürlich darf man dort nicht mit der Tür ins Haus fallen, da der Seitenbetreiber auch eine Weltanschauung haben wird, aber kluge Christen könnten dort Themen setzen zur Familie, zu den Stammzellen, zum Post Abortion- Syndrom, zu Hilfsangeboten der Caritas für Schwangere, etc. und damit dazu beitragen, das christliche Themen wieder in die Gesellschaft getragen werden. So kann man auch Inhalte der Artikel der Tagespost an weitere Zeitgenossen herantragen. Die Tagespostmitarbeiter selber können dort den einen oder anderen Artikel einstellen.

Bei der Internetpresse sind Ortsnamen wichtig, da fast jeder, der oft die Internet Presseschau nutzt sich einen Suchbereich mit seinem Wohnort gespeichert hat. Wohnortangaben, Vereinssitze, Zugehörigkeiten von Örtlichkeiten zu Gemeinden sind daher bei Internetartikeln extrem wichtig, um mehr Leser zu erreichen, die bisher nicht nach christlichen Schlagworten suchten. Wenn also bei Artikeln der Tagespost künftig immer "Würzburg" oder dessen Wohnort neben dem Autor steht, dürften viele Würzburger, usw. diesen Artikel nur lesen, weil die nach dem Ortsnamen suchen.

Was das Nichtwählen angeht, halte ich das für die schlimmste Haltung, da jeder Nichtwähler radikalen oder antichristlichen Gruppen das Feld überlässt. Ich habe bisher einmal in meinem Leben CDU gewählt, als zur Landtagswahl 1985, meiner ersten Wahl, im Land die SPD regierte, die Grünen sexuelle Handlungen an Kindern weniger verfolgen wollten und die NPD am Wahlzettel stand. Mangels anderer sonstiger Parteien, die ich eigentlich bevorzuge, musste ich hier CDU wählen, um die NPD und die Grünenforderung nicht indirekt zu stärken. Wer unbedingt von Linken und anderen regiert werden will oder wer will, dass die NPD ab 0,5% die Wahlkampfkostenerstattung aus Steuergeldern bekommt, der kann mit schlechten Gewissen zu Hause bleiben.

Aber das ist einer der Vorteile der sonstigen Parteien, dass ich mit deren Wahl den Stimmenanteil aller Extremisten senke und gleichzeitig ein Zeichen setze, wohin sich die Politik am ehesten entwickeln sollte.

Abs. Felix Staratschek, Freiligrathstr. 2, 42477 Radevormwald, 02195/8592, http://sites.google.com/site/oekoradevormwald

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