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Mittwoch, 13. April 2011

Balkanstrecke und Outletcenter: Ungekürzte Antworten an den Waterbölles

Da Waterbölles meine Antworten kürzt, was dessen gutes Recht ist, nutze ich hier mein Recht, meine Antworten ungekürzt zu veröffentlichen.

Radwegebau auf Balkanstrecke

Unglaublich, was ich hier lese!

Eine Bahnflächenentwicklungsagentur betreibt die Umwandlung einer extrem wichtigen Bahntrasse in einen Radweg!
Wenn die BEG nur Bahnflächen vermarkten würde, die nicht mehr für den Betrieb notwendig wären, dürfte diese die Balkanstrecke nicht vermarkten.
Vergleichbare Strecken sind auch in NRW erhalten oder reaktiviert worden (Regiobahn Mettmann- Düsseldorf- Kaarst, Rurtalbahn Linnich- Jülich- Düren- Heimbach, Euregiobahn Stolberg/ Eschweiler- Aachen- Heerlen (NL)/ Alsdorf.
Und rund um Karlruhe wurden Zweigstrecken, die viel weniger Fahrgastpotential haben, zu Stadtbahn ausgebaut. Wildbad mit nur 10.000 Einwohnern ist Endstation einer Stadtbahnlinie auf der alten Bahntrasse und hat eine neue Stadtbahnstrecke durch die Innenstadt bekommen. ein Video von dieser Strecke ist bei Youtube oder auf meinen "Viertürmeblog" zu sehen.

Die Balkanstrecke verbindet mehrere Großstädte (Remscheid, Leverkusen, Köln) und Kleinstädte (Burscheid, Wermelskirchen) miteinander. Weitere Städte, wie Solingen, Wuppertal, Radevormwald und Hückeswagen wären mit einmal Umsteigen zu erreichen. Wo, wenn nicht hier, sollte ein erfolgreicher Zugverkehr etabliert werden. Jeder Euro, der hier nicht in die Reaktivierung fließt, sondern in eine Umnutzung der Trasse ist eine Steuergeldverschwendung und ein Beitrag zum Stau auf der A 1 und dem Kölner Autobahnring. Nichts gegen Radwege, aber die haben einfach auf so wichtigen Bahntrassen nichts zu suchen.
Eine Fortdauer der Stilllegung der Balkanstrecke ist nur ein Zeugnis für die unfähige Verkehrspolitik, die die Potentiale der Schiene nicht erkennt und so den Verkehrskollaps auf den Fernstraßen in unserer Regionen forciert. Der Regierungswechsel zu Rot-Grün hätte hier zu einem Umdenken führen müssen.

Zweiter Teil:
Natürlich hat sich das bis Radevormwald herumgesprochen. Aber wie man unter dem Text auf meiner Homepage sehen kann, ist das einfach falsch und wird auch nicht richtig, wenn man jetzt anfangen will, die Gleise herauszureißen! In jedem Zug gibt es die Notbremse! Und der Wechsel zu Rot- Grün im Land hätte doch ein Anlass sein müssen, diese hier zu ziehen! Oder hat Jutta Ditfurth recht, die kürzlich feststellte, das Grünenwähler betrogen sein wollen und eine ökologische Verkehrspolitik auch mit den Grünen nicht kommen werde?

Schließlich können die Stadtwerke Remscheid als Trassenbesitzer doch nur davon profitieren, wenn diese zum Anbieter von Nahverkehr hier werden. Durch Kostensenkungen durch Ausschreibungen in NRW oder andere verkehrspolitische Schwerpunkte können die Mittel bald frei werden, um eine der stillgelegten Strecken mit de höchsten Fahrgastpotentialen in Deutschland wieder zu beleben. Hier einen Radweg zu bauen, heißt etwas zu schaffen, was jeder vernünftig handelnde Politiker so schnell wie möglich wieder zu gunsten des Schienenverkehrs beseitigen müsste. Das ist und bleibt Steuergeldverschwendung, die noch gestoppt werden könnte. Es ist einfach die Miese Anbindung nach Köln, die auch in meinen Bekanntenkreis die Leute ins Auto für die Fahrt nach Köln treibt. Und der Wirtschaftsstandort Remscheid braucht die Bahnanbindung, den schnellen Anschluss zum ICE/ TGV nach Frankfurt, Brüssel, Paris und London. Alle diese und viele weitere Orte könnten von Remscheid aus mit einmal umsteigen erreichbar sein. So eine Wirtschaftsförderung schafft nur die Schiene und nie ein Radweg. Armes Deutschland, wo alle bis zur IHK Bergisches Land mit ihrer Anti- Bahnpolitik eine Deindustriealisierung bertreiben. Industrie ist, wenn diese scharfe ökologische Regeln einhält, doch nichts schlechtes. Fahrradfahren ist schön und am 1.5. werde ich wieder zum Altenberger Licht nach Altenberg radeln, aber Fahradrikschas sind nicht geeignet, Remscheid an die weite Welt anzubinden. Die Umwandlung wichtiger Bahnstrecken in Radwege ist genauso ein Irrsinn, wie die Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke zulasten der erneuerbaren Energie. Denn der Verzicht auf diese Bahnstrecke macht die Verkehrswende für Remscheid und Umgebung unmöglich. Das sollte Grund genug sein, die Notbremse zu ziehen.

Warum keine Outlet- Altstadt in Lennep?

Wenn ich die Bilder von Roermond sehe, hat man dort historisierend eine altertümliche Fassadenlandschaft geschaffen. Viele Geschäfte sind relativ klein. Sie passen also problemlos in die Läden der Lenneper Altstadt.

Ein Parkhaus für das Altstadtoutlet könnte am Bahnhof Lennep entstehen, von wo aus man zu Fuß in 5 Minuten in der Altstadt oder Kölner Straße ist. Altstadt und Kölner Straße werden Fußgängerzone. Alle Händler bilden eine Outlet- Genossenschaft, die gemeinsam den Bezug der Waren organisiert. Kleinbusse pendeln kostenlos als Outlet- Bürgerbus vom Bahnhof Lennep in die Altstadt und bringen Fahrgäste und PKW- Leute in die Altstadt oder mit vollen Einkaufstaschen zurück. Die Stadtwerke Remscheid verlangen auf den Buslinie zwischen Röntgenmuseum, Stadion und Kreishaus keine Fahrkarten, so dass Besucher leicht zwischen Outlet- Altstadt und Parkplatz, bzw. Bahnhof pendeln können.

Warum immer neue Flächen verbrauchen. Am Bahnhof Lennep und am Kirmesplatz können viele PKW stehen und über die Bahn sind auch Wuppertal und so die Brücke befahrbar wird, Solingen und Düsseldorf angebunden. Und von Köln aus könnte die Balkanstrecke als Stadtbahn auch Leverkusener und Wermelskirchener ohne PKW zur Outlet- Altstadt bringen.

Warum eine architektonische Fälschung nachäffen, wie in Roermond? Remscheid hat mit Lennep doch einen originalen wunderschönen Altstadtkern zu bieten, der zusammen mit einer Fußgängerzone Kölner Straße attraktiver gestaltet werden kann, als jedes Outlet Center. Alle Händler müssen sich nur zu einer Outlet- Genossenschaft zusammen schließen und dann ein attraktives Gesamtangebot organisieren.

Last bei unserer schrumpfenden Bevölkerungszahl die grüne Wiese frei und nutzt endlich die vorhandenen bebauten Flächen besser. Mit dem leeren Karstadt/ Hertie steht ja auch eine Gebäude für ein größeres Sortiment zur Verfügung.

Zweiter Teil:
Am 1.4. war ich zu beschäftigt zum Lesen. Aber wenn schon zwei auf diese Idee kommen, um so besser! Wie man an der Müngstener Brücke sieht, können Aprilscherze (vom RGA) auch wahr werden. Und eine Lenneper Outlet- Genossenschaft wäre ein hiesiges Unternehmen, was auch gut sein dürfte für die Stadt! Die Wertschöpfung geht nicht an einen Konzern und bleibt vor Ort. Jetzt müssen nur die Händler über ihren Schatten springen und die Genossenschaft gründen. Der Grund und die Ladenflächen können ja in Privatbesitz bleiben, wird aber an die Genossenschaft verliehen, die mit ihrem Outlet- Konzept das Ambiente schafft, um viele Kunden anzulocken. Das schließt ja nicht den Fortbestand von Traditionsunternehmen aus? Welches Outlet hat schon ein Reformhaus oder eine Stadtbücherei oder ein Kulturzentrum oder zwei schöne Kirchen oder Museen? Und Aldi, Netto, Rewe sind auch noch in reichweite.

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